Bungalow: Bauen, kaufen oder Fertighaus? Merkmale und Möglichkeiten der Investition

Bungalow kaufen – Du möchtest dein Geld in den Bau einer Immobilie investieren und ein Eigenheim schaffen? Egal ob Bauen, Kaufen oder auch der Verkauf eines Hauses: Ein Bungalow ist eine ideale Kapitalanlage und Investition in die Zukunft. Es gibt unterschiedlichste Haustypen für Familien, wie ein Massivhaus, eine Villa oder ein Reihenhaus. Doch das Bungalow ist ideal für Familien, und perfekt für ein langes Leben. Neben der besonderen Bauweise eines Bungalows bietet dieses noch viele weitere Vorteile. Entscheide dich für dein eigenes Design oder ein Fertighaus. Plane den Grundriss, kalkuliere Preise und entwerfe dein modernes Eigenheim. In diesem Artikel erfährst du alles Wissenswerte rund um diesem Bautypen. Von der Definition bis zur Finanzierung! Hier gelangst du zurück zur Übersicht der gängigen Hausarten, deren Definitionen, sowie jeweiligen Vor- und Nachteilen.

Bungalow: Was versteht man darunter? Merkmale & Definition

Ein Bungalow ist vor allem praktisch und modern. Insbesondere bei jungen Familien ist dieser Haustyp sehr beliebt, da man alle Räume auf einer Etage findet und dies ein großer Vorteil mit Kindern ist. Außerdem ist ein Bungalow äußerst langlebig. Man kann als junger Erwachsener einziehen und sein Leben lang in diesem Haus wohnen bleiben. Den auch als Rentner sind die ausbleibenden Treppen sowie die Eingeschossigkeit ein großer Vorzug. Die Wahl des richtigen Haues ist nicht einfach. Man investiert viel Geld in den Bau oder in den Kauf und es ist eine Entscheidung fürs Leben.

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Besonderheit eines Bungalows: groß, offen und einladend

Das wichtigste Merkmal eines Bungalows wird wohl die Eingeschossigkeit sein. Alle Wohnräume befinden sich auf einer Etage und dementsprechend groß ist das Grundstück. Das Haus ist freistehend und weist im Normalfall ein Flachdach auf. Mittlerweile findet man jedoch insbesondere bei neu gebauten Häusern auch eine andere Dachform. Meistens hat das Bungalow noch einen ausgebauten Keller und Dachboden, welche jedoch meist ausschließlich als Stauraum verwendet werden. Im Inneren eines Bungalows findet man einen großen, offenen Wohnraum, bodentiefe Fensterfronten und große Türen. Das Ziel bei dieser Gestaltung ist es, den Wohnbereich möglichst hell und offen dastehen zu lassen.

Raumaufteilung: Alles auf einer Etage

Aufgrund der Tatsache, dass Wohn- und Schlafraum auf einer Etage zu finden sind, gibt es nicht viele Möglichkeiten, die Zimmer an zu ordnen. Üblicherweise findet man auf der einen Seite des Hauses das Wohnzimmer und die Küche und auf der anderen Seite die privaten Zimmer. Meistens erkennt man die klassische Verteilung der Räume bereits beim Eintreten in das Bungalow. Man kommt in einen offenen Wohnraum mit angrenzender Küche und dem Wohnzimmer. In vielen Fällen ist ein Flur auf der anderen Seite zu finden, welcher zu den Schlafzimmern und Hauptbadezimmer führt. Natürlich hast du beim Bau eines Bungalows die Möglichkeit, dein Haus nach deinen Wünschen auf zu teilen. Dies ist jedoch der Standard.

Vorteile & Nachteile eines Bungalows: Garten, keine Treppen & mehr

Bevor du dich für einen Hauskauf oder Hausbau entscheidest, solltest du dich immer im Vorhinein mit den Vor- und Nachteilen dieses Wohntypen beschäftigen. Dabei spielt vor allem die finanzielle Frage eine wichtige Rolle. Du musst für dich und vielleicht auch für deine Familie entscheiden, ob ihr in ein Bungalow passt und ob du mit den Nachteilen dieser Immobilie einverstanden bist. Wir haben für dich die wichtigsten Fakten zusammengefasst.

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Vorteile: keine Stufen, viel Licht und großer Garten

Einer der größten Vorzüge eines Bungalows ist das Ausbleiben der Stufen und der damit verbundenen Barrierefreiheit. Insbesondere für kleine Kinder und Senioren ist dies ein großer Vorteil, da Gefahren minimiert werden. Die großen Fensterfronten bringen viel Licht in den großen Wohnraum und da der Garten meist rund um das haus geht, hat man bei vielen Bungalows die Möglichkeit, diesen von jedem Zimmer aus zu betreten. Nicht unüblich ist es ebenfalls, eine zweite Terrasse an eines der Zimmer anzubauen. Dies ist besonders für älterer Kinder ein großer Vorzug. Zuletzt spielt die individuelle Raumaufteilung eine wichtige Rolle. Da man bei einem Bungalow keine tragenden Wänden hat, kann man die Räume bei einem Massivbaus oder Fertighaus individuell gestalten.

  • Keine Stufen und barrierefrei
  • Große Fensterfronten
  • Großer Garten und Zugang von allen Zimmern möglich
  • Individuelle Raumverteilung

Nachteile: großes Grundstück mit entsprechenden Kosten & Preisen

Besonders der vergleichsweise hohe Kostenfaktor spielt bei einem Bungalow eine große Rolle. Da du bei diesem Haustypen nicht in die Höhe sondern ausschließlich in die Breite bauen kannst, benötigst du ein größeres Grundstück, als bei anderen Bautypen. Dazu erfährst du im laufe das Artikels mehr. Darüber hinaus benötigt man durch den Flur, welcher zu alles Zimmer führen muss noch mehr Quadratmeter. Außerdem muss durch das große Dach mehr isoliert werden und besonders bei älteren Bungalows ist die Wärmedämmung meist nicht ausreichend. Ebenfalls solltest du beachten, dass durch die vielen Fensterfronten die Einstiegsmöglichkeiten für Einbrecher größer sind.

  • Grundstück größer und teurer
  • Mehr qm durch Flur
  • Mehr zu isolieren (Dach)
  • ältere Bungalows meist schlechte Wärmedämmung
  • Mehr Einstiegsmöglichkeiten für Einbrecher

Grundstück: Auswahl und Eigenschaften des richtigen Grundstücks

Gerade bei einem Bungalow solltest du bei der Auswahl des richtigen Grundstückes einiges beachten. Man sollte bei diesem Bautyp die Länge und Breite des Gebäudes nicht außer Acht lassen denn es gilt: Wohnfläche ist nicht gleich Grundstücksfläche. Wir empfehlen dir dich bei der Suche professionell unterstützen zu lassen. Besonders wenn es um den Zustand und um die Geschichte des Grundes geht, sollte man Aspekte wie Baugrunduntersuchungen oder Altlasten nicht vergessen, denn diese könnten im Nachhinein zu hohen Kosten führen. Wir haben für dich die wichtigstes Stichpunkte zusammen gefasst und kompakt aufgeschrieben.

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Welche Größe wird für das Grundstück benötigt?

Zu einem Grundstück gehört weitaus mehr als nur das Wohngebäude. Man sollte zwar schon bei diesem planen, dass man nicht in die Höhe, sondern ausschließlich in die Breite bauen kann. Trotzdem sollte man einige Sachen nicht außer Acht lassen. Grünflächen, Abstellflächen, eine Garage oder eine Einfahrt nehmen meist mehr Platz als das eigentliche Gebäude ein. Diese Dinge vereint mit dem Wohnhaus brauchen einiges an Platz und das solltest du in die Planung deines Budgets mit einbeziehen. Es ist außerdem der Grund, weshalb die Grundstückpreise für ein Bungalow vergleichsweise hoch sind.

Checkliste: Wahl des perfekten Grundstücks

Bevor du dein auserwähltes Grundstück kaufen möchtest, solltest du dich zuerst mit dem Bebauungsplan befassen. Prüfe, ob das Grundstück bereits erschlossen ist, also ob es an das öffentliche Straßennetz als auch an die Versorgung (Abwasser, Strom, Wasser, ggf. Gas) angeschlossen ist. Ist dies nicht der Fall, können noch sehr hohe Summen auf dich zukommen.

Anschließend solltest du mögliche Wegerechte und die Hypotheken im Grundbuch prüfen. Hat jemand drittes die Erlaubnis dein Grundstück ohne dein Einverständnis zu betreten, um zu etwas zu gelangen? Und wie ist die Hypothek mit dem Kreditinstitut festgelegt? Dies sind alles Dinge, welche im Grundbuch festgehalten werden und welche du vor dem Kauf prüfen solltest.

Falls noch nicht vorhanden solltest du eine Baugrunduntersuchungen durchführen lassen. Insbesondere falls du vor haben solltest einen Keller zu bauen, musst du im Vorhinein überprüfen, wie hoch das Grundwasser ist und ob der Bau eigentlich möglich ist.

Zu guter Letzt darfst du die Altlasten nicht außer Acht lassen, bevor du den Kaufvertrag unterschreibst. Möglicherweise könnten Öl, Metallschrott oder Chemikalien beim Bau gefunden werden. Wir empfehlen dir dich über die Geschichte des Grundstückes zu informieren. Sprich mit Vorbesitzern oder schaue dir alte Karten an. Alle Anzeichen auf Altlasten sollten vor dem Kauf ausgeschlossen sein.

Hier eine kurze Zusammenfassung der Checkliste:

  • Bebauungsplan
  • Grundbuch
  • Baugrunduntersuchung
  • Altlasten

Deine Umgebung: Lage ist alles!

Einer der wichtigsten Faktoren ist natürlich die Lage. Egal ob du bauen oder kaufen möchtest. Dein Bungalow sollte eine gute Umgebung haben. Wie ist die Infrastruktur? Wo ist die nächste Schule oder wie weit ist es zu meiner Arbeit? Gefällt mir die Umgebung? Dies sind alles Aspekte, welche du vor dem Kauf beachten solltest. Spreche mit Nachbarn und kundschafte im Vorhinein die Lage aus. Möglicherweise wird dieses Haus für dein ganzes Leben sein, weshalb du dich wohlfühlen solltest.

Bungalow als Fertighaus: Geht das? Kriterien & Planung

Ein Fertighaus bietet beim Bau so einige Vorteile. Unter anderem geht es schneller, du hast persönlich weniger Aufwand und in den meisten Fällen kostet es weniger Geld. Viele Anbieter haben auch Bungalows in derer Repertoire und einige sind auf eingeschossige Häuser spezialisiert. Einer der größten Vorzüge sind dabei die Musterhäuser. Es gibt kleine Städte mit Häusern, welche du besuchen kannst. Du hast die Möglichkeit dein Haus im Vorhinein von außen und von innen an zu schauen und kannst Änderungen vornehmen. Wir zeigen dir hier die wichtigstes Schritte, wie du dein Bungalow als Fertighaus bauen kannst.

Richtige und überlegte Planung

Zu aller erst solltest du mit der Planung deines zukünftigen Hauses anfangen. Fahre in eine Musterstadt oder suche dir passende Inspiration im Internet. Ein Hausbau ist ein großer Schritt und man sollte alles mit bedacht planen. Wie groß soll das Haus sein? Wie viele Zimmer brauche ich? Was für eine Bauweise bevorzuge ich und wird mir diese in 10,20,30 Jahren auch noch gefallen? Das sind alles Fragen, welche du vor dem Bau für dich beantworten solltest.

Finde den perfekten Anbieter

Sobald du all deine Fragen beantwortet hast, kannst du dich auf die Suche nach dem richtigen Anbieter begeben. Nicht jeder wird deine Traumhaus anbieten und in den meisten Fällen muss etwas an den Musterhäusern abgeändert werden. Du hast jedoch einen großen Vorteil, wenn du dich für ein Bungalow entscheidest. Da du bei diesem Haustypen auf keine tragenden Wände achten musst, hast du die Möglichkeit die Raumgestaltung individuell ab zu ändern. Wir empfehlen dir viele Musterhäuser an zu schauen und zur Not einen neuen Anbieter zu suchen.

Perfektion bis ins Detail: Böden, Bad & Co.

Der Grundriss und die Zimmeraufteilung stehen nun fest und du kannst dich um die Details in deinem Haus kümmern. Welche Böden hättest du gerne, wie sollen die Wände verputzt sein oder wie soll dein Badezimmer aussehen? Die verschiedenen Anbieter haben verschiedene Muster und du kannst dich bei ihnen beraten lassen. Plane bis ins kleinste Detail, sodass du mit deinem neuen Eigenheim zufrieden bist.

Tipps & Möglichkeiten zur Finanzierung deines Bungalows

Ein Hausbau ist immer eine große Investition, insbesondere in die eigene Zukunft. Zum einen ist es eine Kapitalanlage, zum anderen ein großer Vorzug, wenn man im Alter mietfrei wohnen kann. Du wirst in dieser Hinsicht unabhängig sein und musst dir keine Gedanken um das Thema machen. Trotzdem muss man den Bau eines Bungalows erstmal finanzieren können, weshalb wir hier ein paar nützliche Tipps zusammengefasst haben.

Preis eines Bungalows: Die Lage macht den Unterschied

Ein Bungalow ist aufgrund des großen Grundstückes meist kostspieliger. Der Preis für den Bau kann oft im mittleren Sechsstelligen Bereich liegen, was jedoch von einigen Faktoren beeinflusst wird. Neben der Größe des Hauses und dem Grundstück ist ein erheblicher Faktor die Lage. Sollte das Bungalow in einer ländlichen Region gebaut werden, ist der Preis meist niedriger. Möchtest du in Nähe der Innenstadt bauen, hast du zwar den Vorteil einer guten Infrastruktur, jedoch hat das auch Auswirkungen auf den Preis. Wir empfehlen dir verschiedenen Angebote ein zu holen und deine persönlichem Prioritäten insbesondere für die Lage festzulegen.

Finanzierung: Kredite, Eigenkapital & Co.

Um ein Haus zu bauen, musst du immer einen Kredit aufnehmen, denn ausschließlich mit dem Eigenkapital zu bauen ist kaum möglich. Zu den Voraussetzungen um einen Kredit zu bekommen gehören unter anderem eine gute Bonität und ein sicheres Einkommen. Das Kreditinstitut möchte damit sicher stellen, dass das Geld regelmäßig zurück gezahlt werden kann. Des Weiteren sollte man 20%-30% der Kosten aus dem Eigenkapital aufbringen. Eventuell hat man auch die Chance auf staatliche Förderungen für den Bau oder Kauf eines Bungalows. Insbesondere wenn man eine kinderreiche Familie hat und energieeffizient bauen möchte. Wir empfehlen dir jedoch immer, dir mehrere Angebote an zu sehen und auf eine solide Finanzierung zu achten.

Wenn du noch mehr über das Thema Immobilienkredite erfahren möchtest, findest du hier viele nützliche Tipps rund um Darlehen, Eigenkapital, Zinsen & Co.