Immobilie bewerten: Faktoren, Online, Kostenlos – Wohnung, Haus & Mehrfamilienhaus

Immobilie bewerten – Wie kann ich eine Immobilie bewerten? Die Gründe für eine Wertermittlung sind vielfältig. Bei der Immobilien Bewertung geht es um hohe Summen und alle Parteien sind an einer professionellen Analyse interessiert. Liegt der Wert Ihrer Immobilie im richtigen Rahmen, erzeugt dies eine hohe Nachfrage, womit letztlich derjenige Interessent gefunden wird, der den besten Preis zahlt. Verschenken Sie kein Geld!

Aus Erfahrung können wir sagen, dass eine objektive und gründliche Immobilienbewertung über den Verkaufserfolg entscheidet.

Immobilienbewertung: Schritt für Schritt erklärt

Liegt der Preis zu niedrig, verschenken Sie Geld, ein zu hoher Kaufpreis verprellt die echten Kaufinteressenten. Das Festsetzen des richtigen Angebotspreises ist einer der wichtigsten Punkte beim Immobilienverkauf.

Bevor wir tiefer in die Materie Bewertung von Lage, Bausubstanz, Verkehrswert & Co. kommen, zunächst grundlegende 3 Fragen, die uns in Beratungsgesprächen mit Kunden erreichen:

  • Wie kann ich eine Immobilie bewerten?
  • Wer bestimmt den Verkehrswert einer Immobilie?
  • Wie bewertet die Bank eine Immobilie?

Tipp! Später im Artikel finden Sie noch wesentlich detailliertere Informationen zu allen Verfahrenstypen der Wertermittlung von Immobilien.

Veräußerung: Alter, Anlage, Erbschaft & Veränderungen

Gründe für einen Immobilienverkauf gibt es viele. Anlageüberlegungen, eine Erbschaft oder die Veränderungen der Lebensumstände können ausschlaggebend sein. Kommt Nachwuchs hinzu, wünscht sich die Familie eine größere Immobilie.

Im Alter möchten viele in ein kleineres Objekt wechseln, um beispielsweise Kosten für die Instandhaltung zu sparen. Immobilieneigentümer haben oft eine starke Verbundenheit zu ihrem Objekt. Viel Zeit, Arbeit und Liebe wurden in Haus oder Wohnung gesteckt.

Die Immobilie hat einen hohen persönlichen Wert, der sich im gewünschten Kaufpreis niederschlägt. Bei zu hohem Preis winken jedoch viele Käufer gleich ab.

Wer zum Besichtigungstermin erscheint, ist bereits mit Argumenten gewappnet, den Kaufpreis zu drücken. Mängel werden gesucht und der potenzielle Interessent begutachtet schließlich nur, wie viel Arbeit er noch in die Immobilie stecken muss. Kurzum:

Liegt der geforderte Preis weit über dem realistischen Marktwert, werden Sie nicht verkaufen.

Für eine kurze Verkaufsdauer und das Erzielen des besten Kaufpreises ist eine richtige Einschätzung des Marktpreises entscheidend.

Welche Immobilien werden wie bewertet?

In der folgenden Tabelle haben wir für die Immobilienarten und ihre üblichen Bewertungsverfahren zusammengestellt. Mit dem Bewertungsverfahren für das „Gegenrechnen“ findet eine Überprüfung der zuvor ermittelten Werte statt:

Wohnungen (eigengenutzt)

  • Vergleichswertverfahren
  • Gegenrechnen mit: Ertragswertverfahren Sachwertverfahren

Wohnungen (fremdvermietet)

  • Ertragswertverfahren
  • Gegenrechnen mit: Vergleichswertverfahren oder Sachwertverfahren

Wohnhaus (eigengenutzt)

  • Sachwertverfahren
  • Gegenrechnen mit: Ertragswertverfahren

Wohnhaus (vermietet, z. B. Mehrfamilienhaus)

  • Ertragswertverfahren
  • Gegenrechnen mit: Sachwertverfahren

Grundstück (unbebaut)

  • Vergleichswertverfahren
  • Gegenrechnen mit: [Keine]

Grundstück (unbebaut, aber vermietet)

  • Vergleichswertverfahren
  • Gegenrechnen mit: Ertragswertverfahren

Immobilie bewerten lassen

Möchten Sie ein Haus verkaufen, dann ist unsere Empfehlung: Holen Sie sich Experten für eine fundierte Wertermittlung.

Zur Bewertung des Objektes reicht in der Regel ein Kurzgutachten aus. Solche eine Experten Bewertung geht über eine standardisierte Wertermittlung hinaus und wird zur wesentlichen Grundlage beim Bestimmen des besten Angebotspreises.

In solch einer Wertermittlung berücksichtigen Experten zudem die regionalen Besonderheiten,  Angebot und Nachfrage. Sie helfen Ihnen, den aktuellen Verkehrswert Ihrer Immobilie zu bestimmen. Vertrauen Sie auf erfahrene Ansprechpartner und erzielen Sie den bestmöglichen Verkaufspreis für Ihr Objekt.

Wertermittlung beim Immobilienverkauf

Alle wichtigen Informationen zur Wertermittlung beim Immobilienverkauf für Sie zusammengefasst:

Ertragswertverfahren: Aufteilung Verkehrs- & Gebäudeertragswert

Das Ertragswertverfahren teilt das Objekt in den Verkehrswert des Bodens und den Gebäudeertragswert auf.

Bodenwertverzinsungsbetrag = 7 Prozent * 100.000 Euro = 7.000 Euro

Gebäudeertragswert = 5.600 Euro * 12,50 (Vervielfältiger) = 70.000 Euro

Dazu gehören Mieteinnahmen, Instandhaltungskosten und Kosten zur Bewirtschaftung von Grundstück und Gebäude. Gegenübergestellt werden demnach der Mietertrag abzüglich der Bewirtschaftungskosten und dem Bodenwert inklusive seiner Verzinsung.

Sachwertverfahren: Wert für den Neuaufbau einer Immobilie

Die Berechnung ermittelt zunächst mit dem Bodenrichtwert den Verkehrswert des Bodens, danach wird der Gebäudesachwert addiert.

Der Gebäudesachwert ergibt sich aus den Gebäudeherstellungskosten abzüglich eventueller Altersminderungen. Bodensachwert (Vekehrswert des Bodens) und Gebäudesachwert werden addiert und mit einem Sachwertfaktor multipliziert.

Sachwert = (100.000 Euro + 150.000 Euro) * 0,5 = 125.000 Euro

Die Berechnung des Sachwertfaktors erfolgt in Abhängigkeit vom Gebäudetyp, dem vorläufigen Sachwert sowie dem Bodenrichtwert. Der so ermittelte Gesamt-Sachwert gibt an, welche finanziellen Mittel für einen Neuaufbau der Immobilie aufzuwenden wären.

Vergleichswertverfahren: Vergleich ähnlicher Immobilien

Das Vergleichswertverfahren vergleicht Ihre Immobilie mit ähnlichen Objekten. Zur Anwendung kommt es insbesondere beim Immobilienverkauf von Eigentumswohnungen und Wohnhäusern. Auch für unbebaute Grundstücke kann der Vergleichswert ermittelt werden.

Quadratmeterpreis des Vergleichsobjektes = 300.000 Euro / 100 qm = 3.000 Euro pro qm

Kaufpreis der zu bewertenden Immobilie = 3.000 Euro * 200 qm = 600.000 Euro

Beim Vergleich werden lediglich Objekte in ähnlichen Lagen und mit vergleichbarem Zuschnitt berücksichtigt. Die in die Wertermittlung eingehenden Immobilien sollten aus unmittelbarer Nähe des Wohnobjektes stammen. Das Vergleichswertverfahren gilt als besonders wirklichkeitsnah. Es wird sehr häufig bei der Wertermittlung von Grundstücken angewendet, denn die Lagen sind regional relativ gut vergleichbar.

Wertgutachten (Kosten)

Wer erstellt Wertgutachten für Immobilien? Was kostet ein Gutachter für Hausschätzung? Was kostet ein Gutachter Altbau? Sofern gesetzliche Vorgaben nicht zur Bestellung eines Sachverständigen zwingen, erhalten Sie mit einer Immobilienbewertung eine realistische Bewertung Ihres Objekts im regionalen und überregionalen Markt. Zeitnah und präzise erstellen wir die Wertermittlung zu Grundstücken, Wohn- und Gewerbeobjekten.

Soll das Wertgutachten jedoch bei Gericht vorgelegt werden, wie beispielsweise bei einer Scheidung, sind kostenpflichtige Sachverständige hinzuziehen. Vor Ort wird das Wohn- oder Mietobjekt in Augenschein genommen. In der Regel werden sowohl eine schriftliche und eine digitale Kopie des Gutachtens ausgestellt.

Formelsammlung für Immobilien Eigentümer

Mieten, kaufen, wohnen, hier finden Sie alle wichtigen Formeln für Sie als Eigentümer. In unserer Formel Sammlung Immobilie finden Sie Berechnungen und Beispiele für Kauf, Verkauf und Vermietung. Miet- bzw. Kaufpreismultiplikator, Bruttorendite, Eigenkapitalrendite, Objektrendite, Rücklagen für Instandsetzung und vieles mehr. Hier kommen Sie zurück zur Übersicht:

Kosten einer Bewertung

Für die Kalkulation wird zunächst eine grobe Bewertung vorgenommen. Der Preis für die finale Bewertung orientiert sich demnach, in den meisten Fällen, am geschätzten Wert der zu bewerteten Immobilie.

Bei einem Immobilienwert, der unter einer Grenze von 150.000 Euro liegt, können Sie mit ungefähren Kosten von 1.500 Euro rechnen. Bei Luxusimmobilien oder Mehrfamilienhäusern einem Immobilienwert über 1 Million hebt sich das angesetzt Honorar auf 3.000 Euro.

  • Unter 150.000 Euro Wert, circa 1.500 Euro
  • Über 1.000.000 Euro Wert, ,circa 3.000 Euro

Zusatzkosten: Wegerecht & Co.

Da zusätzlich ein Wegerecht beurteilt wurde, kann ein Aufschlag von 20 Prozent = 360 Euro in Rechnung gestellt werden. Damit wären Sie bein einer Immobilie unter 150.000 Euro bei einem Honorar von 1.500 Euro für die Immobilienbewertung plus 360 Euro für die Bearbeitung des Wegerechts, total liegen die Kosten bei 1.860 Euro netto.

Wohnung bewerten

Wohnungsbewertung und Wertfaktoren – Sie haben eine Eigentumswohnung und möchten wissen, was sie wert ist? Natürlich können Sie mit dieser Frage sofort zu einem Gutachter und/oder Makler gehen. Die genaue Wertermittlung wird allerdings spätestens dann wichtig, wenn Sie die Wohnung verkaufen oder vererben wollen. Auch bei einer Beleihung – etwa weil Sie eine weitere Immobilie kaufen wollen – sollte der Wert schon sehr genau ermittelt werden. Dann kommt der Fachmann ins Spiel.

Was beeinflusst den Wert einer Wohnung? Bleiben wir aber zunächst bei sogenannten „Pi-mal-Daumen-Wert“, also einer sehr groben Wertermittlung. Um den Wert Ihrer Wohnung zu ermitteln, spielen zunächst eine Reihe von „weichen“ Einflussfaktoren eine Rolle.

Haus bewerten

Kaufpreis grob bewerten oder schätzen lassen – Wurden Haus oder Wohnung vor nicht allzu langer Zeit gekauft, bieten Baukosten oder der Kaufpreis erste Richwerte bei der Hausbewertung. Auf dem Lukinski-Immobilienportal können Sie durch Vergleich mit Objekten in ähnlichen Lagen, gleicher Größe und Ausstattung usw. weitere Hinweise zum aktuellen Wert Ihrer Immobilie erhalten. Unsere genaue Ermittlung des Immobilienpreises hängt von verschiedenen Kriterien ab.

Wichtigstes Kriterium ist die Lage. Die Immobilienpreise unterschieden sich regional zum Teil erheblich. Daher dürfen in den Immobilienvergleich nur Objekte in der Nähe eingehen. Als Experten für den Immobilienverkauf in den Regionen Rheinland-Pfalz und Hessen können wir über den Immobilienvergleich schnell eine realitätsnahe Einschätzung geben. Bei der Hausbewertung sind ebenso Aspekte der Mikro- und Makrolagen, als auch der unmittelbare Standort des Objektes von Bedeutung: Geräuschkulisse, Ausblick und Lichtverhältnisse interessieren potenzielle Käufer und beeinflussen Immobilienwert und den erzielbaren Preis.

Mehrfamilienhaus bewerten

Verkehrswert, Wertermittlung und Kaufpreis Ihrer Immobilie –

Wenn Sie Ihr Mehrfamilienhaus verkaufen wollen, dann kommt es auf eines an: Ein fundierter, marktorientierter, realistischer Kaufpreis. Die zentralen Fragen von Eigentümern: Was ist meine Immobilie wert? Wie berechnet man den Wert eines Mehrfamilienhauses? Wie ermittelt das Finanzamt den Wert eines Hauses? Wer bestimmt den Verkehrswert einer Immobilie? Wie bewertet die Bank eine Immobilie? Viele Fragen und viele Fakten, die Ihnen bei der Mehrfamilienhaus Bewertung begegnen werden. Damit Sie einen ersten Eindruck von der Komplexität um Lage, Verkehrswert, Vergleichsimmobilien, Bausubstanz & Co. bekommen, haben wir diesen Ratgeber zum Thema Mehrfamilienhaus bewerten für Sie geschrieben.

Grundstück bewerten

Verkehrswert, Wertermittlung und Kaufpreis bestimmen – Wie bewertet man ein Grundstück? Wie berechnet man den Verkehrswert eines Grundstückes Wer darf eine Immobilie bewerten? Wer gibt Auskunft über Bodenrichtwert?

Rendite Berechnen: Formel Sammlung

Immobilienwert berechnen – Mieten, kaufen, wohnen, hier finden Sie alle wichtigen Formeln für Sie als Eigentümer. In unserer Formel Sammlung Immobilie finden Sie Berechnungen und Beispiele für Kauf, Verkauf und Vermietung. Miet- bzw. Kaufpreismultiplikator, Bruttorendite, Eigenkapitalrendite, Objektrendite, Rücklagen für Instandsetzung und vieles mehr.

Laufende Kosten und Rücklagen

  • Hausverwaltung für Ihre Immobilie
  • Reparatur-, Instandhaltung- und Sanierungskosten
  • Wartungskosten, die nicht regelmäßig anfallen
  • Telefonate, Schriftverkehr, Konto und Zinsen
  • Anteilige Nebenkosten für leere Wohnungen
  • Rechtsschutz- und Mietausfallversicherungen

Mietmultiplikator (Kaufpreisfaktor)

In Immobilien Exposés finden Sie fast immer Angaben zur Bruttorendite, teilweise auch zum Mietmultiplikator. Der Mietmultiplikator (Kaufpreisfaktor) ist eine einfache Kennzahl um verschiedene Objekte, auf den schnellen Blick, miteinander vergleichen zu können.

So berechnen Sie den Mietmultiplikator:

Mietmultiplikator = Kaufpreis / Jahreskaltmiete

Beispiel:

Ein Appartement in Los Angeles kostet 1.000.000 Euro und bringt jährliche Mieteinnahmen von 52.000 Euro, hat einen Mietmultiplikator von 19,2:

Mietmultiplikator = 100.000 Euro / 5.500 Euro = 19,2

Bruttorendite

Die Bruttorendite in Prozent ist das Gegenstück zum Multiplikator.

So berechnen Sie die Bruttorendite:

Bruttorendite = Jahreskaltmiete x 100 / Kaufpreis

Beispiel:

Ihr Apartment in Los Angeles erwirtschaftet jährliche Mieteinnahmen von umgerechnet 52.000 Euro, der Kaufpreis lag bei 1.000.000 Euro. Die Bruttorendite liegt bei 5,2:

  • Bruttorendite = 52.000 x 100 / 1.000.000 = 5,2

Bruttomietrendite

So berechnen Sie die Bruttomietrendite:

100 x Jahresnettokaltmiete / Immobilienkaufpreis = Bruttomietrendite in %

Beispielrechnung für die Bruttomietrendite:

  1. Schritt: 3.000.000 Euro Kaufpreis + 350.000 Euro Nebenkosten = 3.350.000 Euro
  2. Schritt: Nettokaltmiete pro Jahr = 150.000
  3. Schritt: 150.000 Euro / 3.350.000 Euro x 100 = 4,47 % Bruttomietrendite

Nettomietrendite

So berechnen Sie die Nettomietrendite:

  1. Schritt: Kaufpreis + Kaufnebenkosten
  2. Schritt: Nettokaltmiete – (jährliche) Verwaltungskosten – (jährliche) Instandhaltungskosten = Jahresreinertrag
  3. Schritt: Jahresreinertrag / Investitionskosten

Beispielrechnung für die Nettomietrendite:

  1. Schritt: 3.000.000 Euro Kaufpreis + 350.000 Euro Nebenkosten = 3.350.000 Euro
  2. Schritt: 150.000 Euro Nettokaltmiete – 20.000 Euro Verwaltung – 70.000 Euro Instandhaltung = 60.000 Euro Jahresreinertrag
  3. Schritt: 60.000 Euro Jahresreinertrag / 3.350.000 Euro Investitionskosten x 100 = 1,79 Prozent Nettomietrendite

Eigenkapitalrendite

Die Eigenkapitalrendite berechnen Sie mit der folgenden Rendite-Formel:

Ertrag nach Steuern x 100 / gebundenes Eigenkapital

Objektrendite

Die Objektrendite berechnet sich wie folgt:

Mietreinertrag – Unterhaltskosten – Steuerlast = Objektrendite

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