计算财产价值。购买、投资、出售和出租都是免费的

Immobilienwert berechnen: Kostenlos für Kauf, Kapitalanlage, Verkauf und Vermietung

Immobilienwert berechnen — kompakt, kostenlos und für alle Lebenslagen: Kauf, Kapitalanlage, Vermietung und Verkauf. In dieser Formel-Sammlung finden Sie alle relevanten Kennzahlen mit Definition, Formel und konkretem Rechenbeispiel: Kaufpreisfaktor, Brutto- und Nettorendite, Eigenkapitalrendite, Objektrendite, Cashflow, Instandhaltungsrücklage sowie die drei Bewertungsverfahren (Ertrags-, Sach-, Vergleichswertverfahren). Damit ermitteln Sie den realistischen Verkehrswert Ihrer Immobilie und treffen fundierte Entscheidungen — ob Sie kaufen, halten oder verkaufen. Vertiefend zur Immobilien Rendite mit Definition und Formeln. Zurück zur Übersicht: Immobilie bewerten.

Rendite-Grundlagen: Was Investoren zuerst verstehen müssen

Bevor Sie Kennzahlen vergleichen, brauchen Sie ein klares Verständnis davon, was Rendite überhaupt aussagt — und welche Rendite-Art für welche Entscheidung relevant ist.

Was bedeutet Rendite bei Immobilien?

Rendite bezeichnet den Jahresertrag einer Kapitalanlage im Verhältnis zum eingesetzten Kapital, ausgedrückt in Prozent. Sie macht unterschiedlichste Anlagen vergleichbar — vom ETF über Tagesgeld bis zur Eigentumswohnung. Bei Immobilien unterscheidet man mehrere Rendite-Ebenen, die jeweils einen anderen Blickwinkel öffnen:

  • Bruttorendite — schneller Vergleich, ohne Kosten
  • Nettorendite — realistische Betrachtung, mit Bewirtschaftungskosten
  • Objektrendite — Gesamtperformance des Objekts (vor Finanzierung)
  • Eigenkapitalrendite — was IHR eingesetztes Kapital wirklich verdient (Leverage)
  • Cashflow-Rendite — was monatlich übrig bleibt

Welche Kennzahl wann zählt, hängt von Ihrer Strategie ab: Eigennutzung oder Kapitalanlage, Fix-Flip-Strategie oder langfristiges Halten in der Immobilien-Holding.

Welche Kennzahl wann nutzen? Investoren-Checkliste

Situation Wichtigste Kennzahl Tool
Exposé-Vorprüfung (in 30 Sek.) Kaufpreisfaktor Kaufpreisfaktor berechnen
Mehrere Objekte vergleichen Bruttorendite Bruttorendite berechnen
Realistische Performance Nettorendite Nettorendite berechnen
Monatliche Liquidität Cashflow vor/nach Steuer Cashflow Rechner
Hebelwirkung der Bank nutzen Eigenkapitalrendite Eigenkapitalbedarf
Verkaufspreis ermitteln Verkehrswert Verkehrswert ermitteln

Kennzahlen-Übersicht: Was zählt bei Kapitalanlagen?

Sechs Kernfaktoren bestimmen, ob eine Immobilie als Kapitalanlage funktioniert:

  1. Mieteinnahmen (Jahreskaltmiete)
  2. Annuität an die Bank (Zins + Tilgung)
  3. Eingesetztes Eigenkapital inkl. Kaufnebenkosten
  4. Bewirtschaftungskosten (Verwaltung, Instandhaltung, Mietausfall)
  5. Cashflow (Saldo nach allen Zahlungsströmen)
  6. Steuerliche Wirkung (AfA, Werbungskosten, Spekulationsfrist)

Vertiefend zum Thema Immobilie als Kapitalanlage und für Einsteiger: erste Immobilie kaufen.

Immobilie kaufen und vermieten: Die Renditekennzahlen

Kaufpreisfaktor (Mietmultiplikator)

Der Kaufpreisfaktor ist die schnellste Kennzahl der Immobilienwirtschaft — perfekt, um Exposés in Sekunden zu vorzusortieren. Er gibt an, wie viele Jahreskaltmieten Sie zahlen, um das Objekt zu erwerben.

Kaufpreisfaktor = Kaufpreis / Jahreskaltmiete

Beispiel: Ein Apartment kostet 1.000.000 € und erwirtschaftet 52.000 € Jahreskaltmiete.

  • Kaufpreisfaktor = 1.000.000 € / 52.000 € = 19,2

Faktor-Bewertung nach Lage:

Faktor Bewertung Typische Lage
bis 15 Sehr günstig — meist B-/C-Lagen, Risiko prüfen Ostdeutschland, ländlich
16–22 Solide Kapitalanlage Mittelstädte, gute Vorortlagen
23–30 A-Lagen, Renditeschwach, Wertsteigerung im Fokus München, Hamburg, Frankfurt
über 30 Premium / Liebhaberei München-Mitte, Sylt, Kampen

Hintergrund zur Abgrenzung: Mietrendite vs. Kaufpreisfaktor.

Bruttorendite

Die Bruttorendite ist das prozentuale Gegenstück zum Kaufpreisfaktor — ohne Berücksichtigung von Nebenkosten oder laufenden Ausgaben.

Bruttorendite = (Jahreskaltmiete × 100) / Kaufpreis

Beispiel:

  • Bruttorendite = (52.000 € × 100) / 1.000.000 € = 5,2 %

Achtung: Die Bruttorendite blendet alle Kosten aus. Sie ist nur für den Erst-Vergleich tauglich. Detailrechner: Bruttorendite berechnen.

Nettorendite (Nettomietrendite)

Die Nettorendite zeigt, was nach Bewirtschaftungskosten tatsächlich übrig bleibt — und bezieht alle Investitionskosten inkl. Kaufnebenkosten ein.

Nettorendite = (Jahresreinertrag × 100) / (Kaufpreis + Kaufnebenkosten)

Schritt-für-Schritt-Beispiel (Mehrfamilienhaus):

  1. Kaufpreis: 3.000.000 € + Nebenkosten 350.000 € = 3.350.000 € Investitionskosten
  2. Nettokaltmiete p. a. 150.000 € − Verwaltung 20.000 € − Instandhaltung 70.000 € = 60.000 € Jahresreinertrag
  3. (60.000 € × 100) / 3.350.000 € = 1,79 % Nettorendite

Vertiefung und Rechner: Nettorendite berechnen und Rendite Vergleich.

Eigenkapitalrendite — der Hebel-Effekt

Hier wird es für Investoren spannend: Die Eigenkapitalrendite zeigt, wie effizient IHR eingesetztes Eigenkapital arbeitet — inklusive des Bank-Hebels (Leverage).

Eigenkapitalrendite = (Jahresreinertrag − Zinsaufwand) × 100 / eingesetztes Eigenkapital

Beispiel mit Leverage:

  • Kaufpreis inkl. Nebenkosten: 3.350.000 €
  • Eigenkapital: 700.000 € (Kaufnebenkosten + 10 %)
  • Darlehen: 2.650.000 € zu 4 % Zinsen = 106.000 € Zinsaufwand p. a.
  • Jahresreinertrag: 60.000 €
  • Eigenkapitalrendite = (60.000 € − 106.000 €) × 100 / 700.000 € = −6,57 % (negativ!)

Insider-Tipp: Bei aktuellen Bauzinsen liefert ein Faktor von 22+ oft eine negative Eigenkapitalrendite vor Steuer. Erst durch AfA, Wertsteigerung und Tilgungseffekt wird die Rechnung positiv. Mehr zu Tilgung und Annuitätendarlehen.

Objektrendite

Die Objektrendite betrachtet die Gesamt-Performance des Objekts unabhängig von der Finanzierung — sie zeigt, ob die Immobilie aus sich heraus rentabel ist.

Objektrendite = (Mietreinertrag − Bewirtschaftungskosten) × 100 / Gesamtinvestition

Cashflow — was monatlich übrig bleibt

Der Cashflow ist die wichtigste Liquiditätskennzahl. Er beantwortet die Frage: Zahlt die Immobilie sich selbst — oder müssen Sie monatlich draufzahlen?

Cashflow = Mieteinnahmen − Annuität (Zins + Tilgung) − Bewirtschaftungskosten − Steuern

Beispielrechnung (monatlich):

  • Mieteinnahmen: 12.500 €
  • − Annuität (4 % Zins, 2 % Tilgung auf 2.650.000 €): −13.250 €
  • − Verwaltung & Rücklagen: −7.500 €
  • = Cashflow vor Steuer: −8.250 € (negativ)
  • + Steuerersparnis durch AfA und Werbungskosten: ca. +2.800 €
  • = Cashflow nach Steuer: −5.450 €

Detailrechner: Cashflow Rechner. Bei negativen Cashflows ist die Strategie klar: Tilgungseffekt + Wertsteigerung + Steuerersparnis. Wer monatliche Liquidität sucht, braucht Faktoren unter 18.

Instandhaltungsrücklage: Realistisch kalkulieren

Wer Rücklagen ignoriert, rechnet sich eine Renditelüge schön. Mehr zur Instandhaltungsrücklage.

Laufende Kosten und Rücklagen — Liste

  • Hausverwaltung (WEG- und Mietverwaltung)
  • Instandhaltungs-, Reparatur- und Sanierungskosten
  • Wartungskosten (Aufzug, Heizung, Lüftung)
  • Verwaltungs-Overhead, Konto, Schriftverkehr
  • Mietausfall durch Leerstand
  • Rechtsschutz- und Mietausfallversicherung
  • Anteilige Nebenkosten leerstehender Wohnungen

Methode 1: Petersche Formel

Die Petersche Formel rechnet mit 80 Jahren Nutzungsdauer und unterstellt, dass innerhalb dieser Zeit 1,5 × der reinen Herstellungskosten (Baukosten ohne Grundstück, Erschließung, Architekt) für Instandhaltung anfallen.

Einfamilienhaus: 80 Jahre Nutzung × 1,5-fache Herstellungskosten

Bei Eigentumswohnungen rechnet man mit 1,0-facher Herstellungskosten, aufgeteilt zu 65 % Gemeinschafts- und 35 % Sondereigentum.

Rechenbeispiel (Herstellungskosten 4.500 €/m²):

  • Haus: (4.500 € × 1,5) / 80 Jahre / 12 Monate = 7,03 €/m²/Monat
  • ETW gesamt: (4.500 € × 1,0) / 80 / 12 = 4,69 €/m²/Monat
    • davon Gemeinschaftseigentum (65 %): 3,05 €/m²
    • davon Sondereigentum (35 %): 1,64 €/m²

Diese Kosten sind nicht auf den Mieter umlagefähig.

Methode 2: § 28 Abs. 2 II. BV (gestaffelt nach Alter)

Die Zweite Berechnungsverordnung liefert deutlich niedrigere, jedoch alters-gestaffelte Sätze (jährlich pro m² Wohnfläche, Basis 4.500 €/m² Herstellungskosten):

  • Wohngebäude bis 22 Jahre: 21,30 €/m²
  • Wohngebäude bis 32 Jahre: 27,00 €/m²
  • Wohngebäude über 32 Jahre: 34,50 €/m²
  • Zuschlag bei Aufzug: +3,00 €/m²

Praxis-Tipp: Konservative Investoren rechnen mit der Petersche Formel — sie schützt vor bösen Überraschungen bei Mehrfamilienhäusern mit ungewisser Sanierungshistorie.