Grunderwerbsteuer: Kosten Tabelle Bundesländer bis 5 Mio. Euro

Grunderwerbsteuer & Tabelle für Bundesländer – Immer dann, wenn ein Grundstück oder Grundstückanteil in Deutschland gekauft wird, fällt Grunderwerbsteuer an. Doch, wie viel Gewerbesteuer fällt beim Immobilienkauf an? Die Höhe der Steuer legen die einzelnen Bundesländer fest. In der Regel bewegt sich der Grunderwerbssteuer zwischen 3,5 Prozent un 6,5 Prozent, je nachdem, in welchem Bundesland sich die Immobilie bzw. das Grundstück befindet. Für eine schnelle Orientierung haben wir hier die Grunderwerbsteuersätze für alle 16 Bundesländer zusammengefasst mit Beispiel Kaufpreisen von 1 – 5 Millionen Euro, von Bayern bis Hamburg.

Grunderwerbsteuer erklärt: Kauf von Grundstück oder -anteil

Wie in der Einleitung beschrieben: Immer dann, wenn ein Grundstück oder Grundstückanteil gekauft wird, fällt in Deutschland Grunderwerbsteuer an. Die Steuer wird auf Grundlage des Grunderwerbsteuergesetzes (GrEStG) erhoben. Die Höhe der Grunderwerbssteuer bestimmen die Länder. Sie ist also eine Ländersteuer. Das jeweilige Bundesland kann also selbst entscheiden, ob es die erhobene Steuer an seine Kommunen weiterleitet.

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Wer zahlt die Grunderwerbsteuer?

Nachdem Sie Ihre Immobilie gekauft haben, muss der Kauf noch notariell beurkundet werden. Im Kaufvertrag steht, wer die Grunderwerbsteuer entrichten muss: Käufer oder Verkäufer. Ohne diese zusätzliche Vereinbarung ist es so, dass nach Gesetz (§13 Nr. 2 GrEStG) zunächst der bisherige Eigentümer und der Erwerber Steuerschuldner sind, also beide zusammen, Käufer und Verkäufer.

In der Regel weist man dem Käufer die Zahlung der Grunderwerbsteuer zu.

Nach der Beurkundung schickt der Notar den unterschriebenen Kaufvertrag an das zuständige Finanzamt, welches dann die zu belastende Partei mit dem Grunderwerbsteuerbescheid anschreibt. Die Steuer ist einen Monat nach Bekanntgabe des Steuerbescheides fällig. Das Finanzamt darf aber ggf. eine längere Zahlungsfrist setzen (siehe Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) §15 Fälligkeit der Steuer).

Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG): § 13 Steuerschuldner

Hier noch ein kurzer Blick auf des Gesetzestext nach §13 Nr. 2 GrEStG.

Steuerschuldner sind:

  1. regelmäßig: die an einem Erwerbsvorgang als Vertragsteile beteiligten Personen;
  2. beim Erwerb kraft Gesetzes: der bisherige Eigentümer und der Erwerber;
  3. beim Erwerb im Enteignungsverfahren: der Erwerber;
  4. beim Meistgebot im Zwangsversteigerungsverfahren: der Meistbietende;
  5. bei der Vereinigung von mindestens 95 vom Hundert der Anteile an einer Gesellschaft in der Hand
    1. des Erwerbers:
      der Erwerber;
    2. mehrerer Unternehmen oder Personen:
      diese Beteiligten;
  6. bei Änderung des Gesellschafterbestandes einer Personengesellschaft: die Personengesellschaft;
  7. bei der wirtschaftlichen Beteiligung von mindestens 95 vom Hundert an einer Gesellschaft: der Rechtsträger, der die wirtschaftliche Beteiligung innehat.

Quelle: Bundesministerium für Justiz (Stand 09/2020).

Kostentabelle: Steuer nach Kaufpreis

Stand: 09/2020

Steuersatz nach Bundesland: Höhe

  • Baden-Württemberg – 5,0%
  • Bayern – 3,50%
  • Berlin – 6,0%
  • Brandenburg – 6,50%
  • Bremen – 5,0%
  • Hamburg – 4,50%
  • Hessen – 6,0%
  • Mecklenburg-Vorpommern – 6,0%
  • Niedersachsen – 5,0%
  • Nordrhein-Westfalen – 6,50%
  • Rheinland-Pfalz – 5,0%
  • Saarland – 6,50%
  • Sachsen – 3,50%
  • Sachsen-Anhalt – 5,0%
  • Schleswig-Holstein – 6,50%
  • Thüringen – 6,50%

Grundsteuer im Vergleich zu Gewerbe-, Einkommen- und Umsatzsteuer

Die Grundsteuer wird auf Grundstücke, aber auch auf Erbbaurechte an Grundstücken erhoben, die so genannte Substanzsteuer. Die Bemessungsgrundlage für die Grundsteuer ist in der Regel der Wert des Grundstücks. Der Steuersatz wird in der Regel auf kommunaler Ebene festgelegt.

Diese Infografik zeigt das Steueraufkommen der deutschen Kommunen nach Steuerarten (in Milliarden Euro).

Kaufpreis – 1.000.000 Euro

Grundlage ist ein Kaufpreis von 1 Mio. Euro.

Baden-Württemberg 5,00% 50.000,00 €
Bayern 3,50% 35.000,00 €
Berlin 6,00% 60.000,00 €
Brandenburg 6,50% 65.000,00 €
Bremen 5,00% 50.000,00 €
Hamburg 4,50% 45.000,00 €
Hessen 6,00% 60.000,00 €
Mecklenburg-Vorpommern 6,00% 60.000,00 €
Niedersachsen 5,00% 50.000,00 €
Nordrhein-Westfalen 6,50% 65.000,00 €
Rheinland-Pfalz 5,00% 50.000,00 €
Saarland 6,50% 65.000,00 €
Sachsen 3,50% 35.000,00 €
Sachsen-Anhalt 5,00% 50.000,00 €
Schleswig-Holstein 6,50% 65.000,00 €
Thüringen 6,50% 65.000,00 €

Kaufpreis – 1.200.000 Euro

Grundlage ist ein Kaufpreis von 1.2 Mio. Euro.

Baden-Württemberg 5,00% 60.000,00 €
Bayern 3,50% 42.000,00 €
Berlin 6,00% 72.000,00 €
Brandenburg 6,50% 78.000,00 €
Bremen 5,00% 60.000,00 €
Hamburg 4,50% 54.000,00 €
Hessen 6,00% 72.000,00 €
Mecklenburg-Vorpommern 6,00% 72.000,00 €
Niedersachsen 5,00% 60.000,00 €
Nordrhein-Westfalen 6,50% 78.000,00 €
Rheinland-Pfalz 5,00% 60.000,00 €
Saarland 6,50% 78.000,00 €
Sachsen 3,50% 42.000,00 €
Sachsen-Anhalt 5,00% 60.000,00 €
Schleswig-Holstein 6,50% 78.000,00 €
Thüringen 6,50% 78.000,00 €

Kaufpreis – 1.500.000 Euro

Grundlage ist ein Kaufpreis von 1.5 Mio. Euro.

Baden-Württemberg 5,00% 75.000,00 €
Bayern 3,50% 52.500,00 €
Berlin 6,00% 90.000,00 €
Brandenburg 6,50% 97.500,00 €
Bremen 5,00% 75.000,00 €
Hamburg 4,50% 67.500,00 €
Hessen 6,00% 90.000,00 €
Mecklenburg-Vorpommern 6,00% 90.000,00 €
Niedersachsen 5,00% 75.000,00 €
Nordrhein-Westfalen 6,50% 97.500,00 €
Rheinland-Pfalz 5,00% 75.000,00 €
Saarland 6,50% 97.500,00 €
Sachsen 3,50% 52.500,00 €
Sachsen-Anhalt 5,00% 75.000,00 €
Schleswig-Holstein 6,50% 97.500,00 €
Thüringen 6,50% 97.500,00 €

Kaufpreis – 2.000.000 Euro

Grundlage ist ein Kaufpreis von 2 Mio. Euro.

Baden-Württemberg 5,00% 100.000,00 €
Bayern 3,50% 70.000,00 €
Berlin 6,00% 120.000,00 €
Brandenburg 6,50% 130.000,00 €
Bremen 5,00% 100.000,00 €
Hamburg 4,50% 90.000,00 €
Hessen 6,00% 120.000,00 €
Mecklenburg-Vorpommern 6,00% 120.000,00 €
Niedersachsen 5,00% 100.000,00 €
Nordrhein-Westfalen 6,50% 130.000,00 €
Rheinland-Pfalz 5,00% 100.000,00 €
Saarland 6,50% 130.000,00 €
Sachsen 3,50% 70.000,00 €
Sachsen-Anhalt 5,00% 100.000,00 €
Schleswig-Holstein 6,50% 130.000,00 €
Thüringen 6,50% 130.000,00 €

Kaufpreis – 2.500.000 Euro

Grundlage ist ein Kaufpreis von 2.5 Mio. Euro.

Baden-Württemberg 5,00% 125.000,00 €
Bayern 3,50% 87.500,00 €
Berlin 6,00% 150.000,00 €
Brandenburg 6,50% 162.500,00 €
Bremen 5,00% 125.000,00 €
Hamburg 4,50% 112.500,00 €
Hessen 6,00% 150.000,00 €
Mecklenburg-Vorpommern 6,00% 150.000,00 €
Niedersachsen 5,00% 125.000,00 €
Nordrhein-Westfalen 6,50% 162.500,00 €
Rheinland-Pfalz 5,00% 125.000,00 €
Saarland 6,50% 162.500,00 €
Sachsen 3,50% 87.500,00 €
Sachsen-Anhalt 5,00% 125.000,00 €
Schleswig-Holstein 6,50% 162.500,00 €
Thüringen 6,50% 162.500,00 €

Kaufpreis – 5.000.000 Euro

Grundlage ist ein Kaufpreis von 5 Mio. Euro.

Baden-Württemberg 5,00% 250.000,00 €
Bayern 3,50% 175.000,00 €
Berlin 6,00% 300.000,00 €
Brandenburg 6,50% 325.000,00 €
Bremen 5,00% 250.000,00 €
Hamburg 4,50% 225.000,00 €
Hessen 6,00% 300.000,00 €
Mecklenburg-Vorpommern 6,00% 300.000,00 €
Niedersachsen 5,00% 250.000,00 €
Nordrhein-Westfalen 6,50% 325.000,00 €
Rheinland-Pfalz 5,00% 250.000,00 €
Saarland 6,50% 325.000,00 €
Sachsen 3,50% 175.000,00 €
Sachsen-Anhalt 5,00% 250.000,00 €
Schleswig-Holstein 6,50% 325.000,00 €
Thüringen 6,50% 325.000,00 €

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Preis: Mieten, Kaufen, Wohnen

Mieten, Kaufen, Wohnen. Hier finden Sie noch mehr Infos zu Bevölkerung, Mietpreisen und Kaufpreisen in den einzelnen Städten:

Steueroptimierung: Ablauf und Wissensaufbau

Thema Steuern. Das bringt uns direkt zum Thema Steuern vermeiden bzw. Steuern optimieren. Schon für den Kauf Ihrer ersten Immobilie ist das Wissen um Finanzen und Steuern absolut wichtig. Steuern verstehen ist wichtig, denn so können Sie Steuern in privates Vermögen umwandeln.

Wie geht das? Ein Beispiel für Immobilien Investoren

Bei Immobilien geht es hier zum Beispiel um Hebebühnen bei Duplex-Stellplätzen. Also Hebebühnen, wo man auf einem Stellplatz z.B. zwei Autos kriegt. Die haben eine kürzere Abschreibungsdauer. Hier gilt Abschreibungen für Abnutzung, verteilt auf die tatsächliche Nutzungsdauer, abziehbar gemäß der offiziellen Listen des Finanzministeriums. Ausnahme Aufwendungen bis 800 Euro – ohne Umsatzsteuer – die kann man sofort im Jahr der Anschaffung abziehen.

Solches Wissen bekommen Sie natürlich nicht mehr von Ihrem Steuerberater. Warum auch, wenn er oder sie davon wüsste, wäre Ihr/e Steuerberater*in selbst Millionär*in.

Wissensaufbau: Prozent für Prozent in Vermögen umwandeln

In dieser kleinen, überspitzen Infografik siehst du, wie effektiv dein Wissen, deine Steuerlast nach und nach Senken wird. Diese extrem vereinfachte Grafik soll dich zeigen, dass Steueroptimierung vor allem heißt: Finanz Wissen aufbauen. So „extrem“ wie in dieser Grafik ist es natürlich nicht in allen Bereichen. In vielen ist aber möglich. Schau dir nur das Beispiel von der fast steuerfreien Aktien Schenkung an.

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