Fachwerkhaus: Historische Häuser mit Gebälk kaufen, sanieren oder verkaufen? Vergleich & Tipps

Fachwerkhaus kaufen – Die Investition in eine Immobilie oder der Verkauf eines Hauses ist immer eine Frage der richtigen Herangehensweise. Gerade bei historischen Gebäuden wie Fachwerkhäusern ist das der Fall. Die schnuckeligen, historischen Bauten sind vor allem in unseren Breitengraden häufig zu finden, aber lohnt sich die Investition in ein so altes Gemäuer oder ist es besser auf einen Neubau zu setzen? Alles rund um Architektur, Sanierung und vor allem Finanzierung eines Fachwerkhauses verraten wir dir in diesem Artikel. Hier gelangst du zurück zur Übersicht mit Definitionen und Vor- und Nachteilen der gängigen Hausarten.

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Fachwerkhaus: Baustil, Merkmale und Architektur

Jeder, der in Deutschland aufgewachsen ist, hat sie schon mal gesehen. Aber wie genau es ist, in einem solchen Haus zu wohnen, weiß man wohl erst, wenn man einmal die Möglichkeit bekommen hat. Allerdings sind die Häuser nicht für jeden geeignet und erfordern sehr viel Arbeit. Wie die Bauweise die Wohnatmosphäre beeinflusst kannst du hier nachlesen.

Fangen wir erstmal mit dem Teil an, der für den einen interessanter, für den anderen nicht so interessant scheint, der aber Grundlage ist, um die Eigenheiten der Häuser zu verstehen. Architektur interessiert dich eigentlich gar nicht und du möchtest lieber direkt ans Eingemachte, dann spring einfach direkt einen Abschnitt weiter zu Vor- und Nachteilen der Hausform.

Fachwerkhäuser waren im 17. Jahrhundert eine gute Option, um Häuser aus lokal verfügbaren Materialien zu errichten. Die Konstruktion von Fachwerk ist überaus ausgeklügelt, denn die Positionierung von Balken und Stützbalken bedarf großer Sorgfalt. Dafür stand am Ende des Hausbaus ein Wind- und Wetterfestes Gebäude, welches sogar in der Lage war Wärme zu speichern.

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Bauweise: Besonderheiten und Unterschiede

Mit der Industrialisierung und zunehmenden Vernetzung der Welt, ist die lokale Verfügbarkeit der Baustoffe in den Hintergrund gerückt, denn die benötigten Materialien können viel einfacher importiert werden. Fachwerkhäuser zeichnen sich allerdings damals, wie heute durch ihre Grundkonstruktion aus Holz aus.

Die offen liegenden Holzbalken sind es auch, die für viele den Charme der Häuser ausmachen. Solltest du also überlegen ein Haus im Fachwerkstil nachbauen zu lassen, empfiehlt es sich dieses nicht zu verputzen, denn das würde die Charakteristik für viele zerstören.

Vor dem Bau solltest du dich auf jeden Fall darüber informieren, ob das von dir ausgewählte Grundstück die Bebauung mit Fachwerkhäusern vorsieht. Ob dem so ist, erfährst du am einfachsten im Grundbuch, von dem es sich ohnehin lohnt vor dem Grundstück oder Hauskauf einen Blick hineinzuwerfen.

Auf jeden Fall ist es wichtig zu wissen, dass die Materialbeschaffung, sowie das Finden eines Ingenieursbüros oder eines Architekten der sich mit Fachwerk auskennt wesentlich schwieriger sein kann als mit anderen Hausformen.

Vorteile & Nachteile eines Fachwerkhauses: Sanierung, Nebenkosten und mehr

Welche positiven und negativen Effekte die Hausform hat ist ganz davon abhängig, ob es sich um einen Neubau oder einen Altbau handelt. Wann das Gebäude zuletzt saniert wurde kann auch eine Rolle spielen, indem es wesentlichen Einfluss auf die Umstände des Hauses nimmt.

Vorteile: Charme und Nachhaltigkeit?

Was macht ein Fachwerkhaus für dich persönlich aus? Diese Fragen hat verschiedene Antworten, aber oft wird als Pro-Argument ein sentimentaler Wert genannt. Ob man in einer Stadt umgeben von Fachwerkhäusern aufgewachsen ist, Oma in einem Fachwerkhaus gelebt hat oder man einfach von der historischen Bauweise fasziniert ist, eine Menge Dinge machen den Stil zu etwas besonderem. Außerdem kann ein Fachwerk architektonisch einiges vorweisen:

  • Historischer Charme
  • Nachhaltige Bauweise
  • Stabiles Konstrukt

Nachteile: Sanierung, Denkmalschutz & Co.

Gerade der Kauf eines alten Fachwerkhauses ist nicht gerade mit den besten Assoziationen belegt. Leider treffen diese Vorurteile häufig zu. Ein Altbau wie Fachwerk fällt oft in die Energieeffizienzklassen E-H, verursacht also eine Menge Nebenkosten. Außerdem wird einem bei der Sanierung der ein oder andere Stein in den Weg gelegt.

  • Oft Sanierungsbedürftig
  • Denkmalschutz
  • aufwendige Expertensuche

Sanierung: Kosten, Aufwand und ob die Investition sich lohnt

Ein altes Fachwerkhaus zu kaufen und aufzubereiten – viele denken das ist eine Option um günstig an ein schönes Eigenheim heranzukommen. Diese Vorstellung kommt daher, dass alte Fachwerkhäuser oft günstig zu bekommen sind, aber das hat auch seinen Grund, denn die Sanierung der historischen Altbauten kann ganz schön ins Geld gehen. Welche Kosten du erwarten kannst und was für zusätzliche Hürden auf dich zukommen haben wir für dich herausgefunden.

Sanierungskosten und Förderung: Preise & Tipps

Du spielst mit dem Gedanken ein Fachwerkhaus zu kaufen und zu sanieren? Dann lass dir das noch einmal genauer durch den Kopf gehen, denn eine Sanierung, vor allem die eines Fachwerkhauses geht richtig ins Geld. Generell kann man damit rechnen, dass, je nach Zustand der Immobile, die Aufbereitung ca. 1.200 €/qma kostet. Das ist nahezu derselbe Preis, den man für einen Neubau bezahlt.

Einziger Vorteil: die Aufbereitung der alten Gebäude wird durch Förderungen unterstützt. Nämlich in Form eines Kredites mit Tilgungszuschuss. Weitere Optionen um den Hausbau zu finanzieren und was genau sich hinter den unterschiedlichen Kreditformen versteckt, verraten wir dir noch im Laufe dieses Artikels.

Denkmalschutz: Wie erfahre ich, ob mein Haus denkmalgeschützt ist?

An sich ist Denkmalschutz eine positive Sache, denn er hat das Ziel historische Erinnerungen zu bewahren und ein Stück Vergangenheit in die Gegenwart und Zukunft zu bringen. Allerdings macht er es gleichzeitig Käufern von Altbauten, besonders oft Fachwerkhäusern, manchmal schwer Freude am Umbau des Hauses zu haben.

Herauszufinden, ob ein Haus Denkmalgeschützt ist, stellt sich heraus ziemlich einfach zu sein. Ein simpler Anruf beim Amt für Denkmalschutz reicht oft aus, um an die Information zu kommen. Halte nur die Adresse der Immobilie bereit und frag ganz einfach nach.

Kapitalanlage: Fachwerkhäuser als Investments?

Natürlich ist es möglich, das ein grundsaniertes Fachwerkhaus mehr Geld einbringt, als du ursprünglich in das gute Stück gesteckt hast. Allerdings zählt man häufig aufgebrauchte Zeit für Informationsgewinn, endloses Planen und Nerven, die  Aufwertung gekostet hat nicht mit in die Kostenrechnung.

Man sieht nur Ausgaben vs. Einnahmen, aber das ist ein Fehler, denn mit Immobilien lässt sich tatsächlich Geld verdienen, allerdings weniger durch das Aufwerten von Fachwerkhäusern, sondern vielmehr, indem man geschickt investiert. Solltest du weiter davon überzeugt sein, ein Fachwerkhaus aufzuwerten, dann haben wir dir hoffentlich schon ein paar Ideen geliefert, aber hier verraten wir dir, wie du Immobilien als Kapitalanlage nutzt und dein Geld vermehrst.

Offene und geschlossene Immobilienfonds: Immobilien Investments & Fonds

Besonders, wenn du noch nicht ganz in der Lage bist deine eigene Immobilie zu kaufen, sind Immobilienfonds eine tolle Möglichkeit um vergleichsweise risikoarm mit Immobilien Geld zu verdienen. Offene Immobilienfonds verändern ständig ihr Portfolio, während geschlossene Immobilienfonds ihre Investitionen beibehalten.

Investment-Fonds funktionieren nach dem Gemeinschaftsprinzip. Das bedeutet der Fond startet mit einem bestimmten Grundbetrag. Dieses wird in verschiedene Immobilienprojekte anteilig investiert. Welche Projekte das sind, entscheidet sich je nach Thema des Fonds und dem Manager. Du bist Teil einer Gruppe von Anlegern, die sich die Investments und damit auch die Rendite teilen. Dein Gewinn bestimmt sich also durch die Performance des Fonds und die Geldmenge, welche du investieren möchtest.

Besonders wichtig ist es uns dir mitzugeben, dass du nur Geld investieren solltest, welches du zur freien Verfügung hast, denn Investitionen auf dem Kapitalmarkt sollten, außer du bist versiert im Traden, langfristiger sein, um Gewinne abzuwerfen. Auch ein Gespräch mit Bankberatern macht im Fall, dass du erste Erfahrungen im Finanzmarkt sammeln möchtest Sinn.

Gewinne aus Immobilienvermietung erzielen: Tipps für Vermieter

Wenn man sich zum Thema Geld mit Immobilien verdienen beließt, findet man immer wieder die Aussage, dass Vermieten die einzige Option ist mit Immobilien langfristig Geld zu verdienen. Aber wie viel Geld kann man eigentlich durch das Vermieten verdienen und welche Abgaben muss man im Zuge von Mieteinnahmen leisten? Wir verraten es dir.

Falls du die Immobilie noch abbezahlst, musst du natürlich regelmäßige raten an die Bank zahlen. Abgesehen davon zahlst du Steuern auf Vermietung und Verpachtung von Objekten. Zudem kommen Kosten der Instandhaltung und, je nach Mietvertrag, kleinere Reparaturen. Ist deine vermietete Immobilie ein Ferienhaus und du bist den Großteil des Jahres nicht vor Ort? Dann kann es sein, dass du zusätzlich Kosten für einen Dienstleister von deinen Einnahmen abziehen musst.

Gewinn = Mieteinnahmen – (Steuern + Instandhaltung + Hausgeld + zusätzliche Nebenkosten)

Kapitalanlagen: Interviews & Tipps von Experten

Die hier genannten Punkte sind sehr neutral berichtet, damit du dir eine eigene Meinung über die Optionen der Kapitalanlage in Immobilien Formen kannst. Wenn du noch mehr Tacheles über Immobilien als Kapitalanlagen, die Vor- und Nachteile von Fonds und wie Immobilien im Vergleich zu anderen Kapitalanlagen da stehen wissen möchtest, dann kannst du gerne mal bei diesem Artikel vorbeischauen, bei dem wir unter anderem über den Vergleich von Geldanalage in Gold und Immobilien anstellen:

Immobilie kaufen: Was bei Fachwerkhäusern zu beachten ist

Du hast dich bereits länger mit dem Kauf eines Fachwerkhauses beschäftigt oder kriegst zumindest den Gedanken nicht mehr aus dem Kopf ein solches Haus dein Eigen zu nennen? Dann bieten wir dir hier exklusive Tipps dazu, wie du die perfekte Immobilie für dich findest und worauf du achten solltest, damit deine Investition eine besonders große Wahrscheinlichkeit hat, gewinnbringend zu sein.

Checkliste für Fachwerkhäuser: Effizienzklasse und Nebenkosten

Was muss ein Fachwerkhaus mitbringen, damit sich die Investition lohnt? Besonders bei Fachwerkhäusern ist beim Kauf große Vorsicht geboten, denn es können sich nach dem Kauf versteckte Fallen auftun, wenn man nicht bereits im vorhinein auf die Einzelheiten des Hauses geachtet hat.

Besonders wichtig sind natürlich Alter und Zustand des Hauses. Wie sanierungsbedürftig ist die Immobilie, wie sieht es bei der Dämmung aus und was steht auf dem Energiezertifikat, denn dieses gibt Aufschluss über den Verbrauch des Hauses an Pimärenergie in Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter. Daraus ergeben sich auch schnell potenzielle Heizkosten

Außerdem kann man dadurch Optimierungsbedarf des Hauses erkenn. Und nicht vergessen: Sanierungen der Heiz-, Lüftungs- und Energieanlage werden staatlich gefördert. Auf folgende Dinge solltest du achten:

  • Denkmalschutz
  • Dämmung
  • Energieeffizienzklasse
  • Heizanlage
  • Lüftung

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Hausbau & Hauskauf Finanzierung: Tipps

Damit deinem Traum vom Eigenheim wirklich nichts mehr im Weg steht haben wir zum Schluss noch ein paar populäre Finanzierungsoptionen knapp zusammengefasst. Wenn du über die einzelnen Themen mehr erfahren möchtest, Klick jeweils auf den Link unter der Zusammenfassung um weitergeleitet zu werden.

Annuitätendarlehen: Erklärung, Vor- & Nachteile

Dieses Darlehen ist die am häufigsten gewählte Form der Immobilienfinanzierung. Annuitätendarlehen lassen sich ganz einfach den eigenen Umständen anpassen, denn die Tilgungszahlungen sind flexibel über den Tilgungszeitraum zu verteilen. Auch der Zeitraum ist schnell anzupassen und bietet Optionen von 5 – 30 Jahren je nach Höhe des Darlehens und persönlicher Bonität. Annuitätendarlehen bieten aktuell den günstigsten, konstanten Zinssatz.

Baudarlehen: Zinsen, Berechnung & Co.

Für ein Baudarlehen ist es genauso wichtig, zu der Bonität des Einzelnen zu passen. Aus diesem Grund macht es hier Sinn die Angebote verschiedener Anbieter zu vergleichen um das persönlich Passende zu finden. Denn Baudarlehen sind oft feste Angebote, die weniger flexibel in der Auslegung sind, aber ebenfalls zum Teil überaus attraktive Zinssätze bieten.

  • Baudarlehen: Aktuelle Zinsen, Zinssatz, Zinsentwicklung, Berechnung

Immobilienkredit: Eigenkapital, Zinsen, Tipps & Vergleiche

Du hast das passende Haus schon gefunden und musst es gar nicht mehr Bauen? Dann nimm Abstand von den Baufinanzierungen und schau dich bei Immobilienkrediten um. Wichtig ist beim Immobilienkredit, wie auch schon bei allen anderen Finanzierungsoptionen, dass man nicht jedes X-beliebige Angebot aus dem Internet nutzt, sondern vergleicht, Rat einholt und persönlich Anforderungen stellt. Diese sollten angepasst auf eigene finanzielle Voraussetzungen sein.

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