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1-Zimmer / 2-Zimmer-Wohnung verkaufen: Kleine Eigentumswohnung (Apartment), Ablauf, Makler und Steuern

1-Zimmer / 2-Zimmer-Wohnung verkaufen – Sie wollen Ihre kleine 1-Zimmer-Wohnung oder 2-Zimmer-Wohnung verkaufen? Alle Details zum Prozess haben wir im Artikel Immobilie verkaufen Checkliste zusammengestellt. Kleine Wohnungen sind nichts für Familien mit Kindern, aber sie sind perfekt für Singles, Studenten, Pendler und Kapitalanleger. Besonders in gefragten Lagen wie Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München oder Stuttgart, Heidelberg & Co. sind 25–50 m² heiß begehrt. Doch wie verkauft man eine kleine Wohnung mit 50 qm, 40 qm, 30 qm oder nur 25 qm richtig? Wie ermitteln Sie den Wert? Welche Steuern fallen an — und was ist die fast immer vergessene AfA-Falle? Egal ob Mikroapartment, Studenten-Apartment, Eigentumswohnung im Mehrfamilienhaus oder Hochhaus: Hier finden Sie alle Antworten + die 18-Schritte-Checkliste, ein konkretes Steuer-Rechenbeispiel und die spezifischen ETW-Fallstricke (WEG, Vorkaufsrecht, Hausgeld).

1-Zimmer / 2-Zimmer-Wohnung verkaufen: Ablauf

Sie wollen eine kleine Wohnung verkaufen, vielleicht ist es die allererste Immobilie überhaupt. Dann stellen sich viele Fragen, die ich Ihnen hier kompakt beantworte.

PS: Ich kaufe direkt — rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir hier unter Kontakt.

Die 4 großen Fragen beim ersten Verkauf

Berlin, Hamburg, München, Köln, Düsseldorf, Frankfurt und deutschlandweit — die häufigsten Fragen von Erst-Verkäufern:

  • Wie viel ist meine kleine Wohnung wert?
  • Verkaufen mit oder ohne Immobilienmakler?
  • Muss ich den Wohnungsverkauf versteuern?
  • Was ist der erste Schritt im Wohnungsverkauf?

Klären wir zuerst die wichtigsten Fragen. Danach folgen die 18 Schritte vom ersten Schritt bis zum Kaufvertrag und Notartermin.

Mehrfamilienhaus, Hochhaus oder ETW im Wohnblock:

Wie viel ist meine kleine Wohnung wert?

Der Wert einer Immobilie — egal ob kleine Wohnung, große Wohnung oder Mehrfamilienhaus — bemisst sich aus drei zentralen Faktoren:

  1. Lage (Stadt, Stadtteil, Straße)
  2. Immobilienart & Zustand (Schönheitsreparaturen bis Renovierungsstau)
  3. Mieter & Leerstand (inkl. Mietniveau zum Marktmittel)

Bei Kleinwohnungen kommt ein vierter, oft unterschätzter Faktor dazu: der **Käufertyp**. Denn anders als bei Familienwohnungen rechnet hier in 70–80 % der Fälle ein Kapitalanleger — und der bewertet nicht nach Wohngefühl, sondern nach Mietrendite und Kaufpreisfaktor.

Starten wir mit dem ersten Einblick: Bewertungsrechner.

Lage der Wohnung: München vs. Duisburg — Faktor #1

Lage ist zentral in der Wertermittlung. 40 Quadratmeter in Schwabing (München) unterscheiden sich fundamental von 40 Quadratmetern in Marxloh (Duisburg).

Lage bedeutet aber nicht nur die Stadt, sondern auch den Stadtteil, die Straße, die Hausnummer. Eine Wohnung an einer lärmenden Hauptstraßenkreuzung ist 8–15 % weniger wert als dieselbe Wohnung 300 m weiter am idyllischen Stadtpark.

Vergleich Lage München / Duisburg (Beispielwerte für 40 m²):

  • 40 m² in München-Schwabing: ~ 483.000 Euro
  • 40 m² in Duisburg-Marxloh: ~ 74.000 Euro

+ 550 % Preisunterschied bei identischer Quadratmeterzahl

Quadratmeterpreis-Vergleich: Top-Städte für Kleinwohnungen

Richtwerte für gepflegte 1- bis 2-Zimmer-Wohnungen in mittlerer bis guter Lage (Bestand, vermietet):

Stadt qm-Preis (gute Lage) Kaufpreisfaktor Bruttorendite
München 9.500 – 13.000 € 30 – 38x 2,6 – 3,3 %
Frankfurt 6.500 – 9.500 € 26 – 32x 3,1 – 3,8 %
Hamburg 6.500 – 9.000 € 27 – 33x 3,0 – 3,7 %
Berlin 5.500 – 8.500 € 25 – 32x 3,1 – 4,0 %
Stuttgart 5.500 – 8.000 € 25 – 30x 3,3 – 4,0 %
Düsseldorf 5.000 – 7.500 € 24 – 29x 3,4 – 4,1 %
Köln 5.000 – 7.000 € 24 – 28x 3,5 – 4,2 %
Leipzig 2.800 – 4.500 € 20 – 26x 3,8 – 5,0 %

Kleinwohnungen erzielen in A-Lagen oft einen 5–15 % höheren Quadratmeterpreis als 3- oder 4-Zimmer-Wohnungen — der „Kleinflächen-Aufschlag“.

Wer kauft kleine Wohnungen? Die 4 Käuferprofile

Nach dem Blick auf das Angebot folgt der Blick auf die Nachfrage. Bei Kleinwohnungen treten typischerweise vier Käufergruppen auf — und jede zahlt aus einem anderen Motiv:

  • Kapitalanleger (50–60 %): Rechnet über Mietrendite und Kaufpreisfaktor. Will vermieteten Zustand, klare Zahlen, niedriges Hausgeld. Zahlt nüchtern.
  • Eltern für Studierende (15–20 %): Zahlt emotional, oft über Marktwert. Bevorzugt Lage nahe Hochschule, ÖPNV, möbliert. Häufig in Heidelberg, Münster, Tübingen, München.
  • Pendler / Zweitwohnsitz (10–15 %): Will zentral, fußläufig zum HBF/Büro, möbliert. Zahlt einen Aufschlag für sofortige Bezugsfähigkeit.
  • Eigennutzer / Erstkäufer (10–15 %): Singles, Berufsstarter. Will leer, modern, gepflegt. Zahlt höchsten qm-Preis, aber finanziert oft am Limit.

Insider-Tipp: Wenn Sie wissen, welcher Käufertyp in Ihrer Mikrolage dominiert, passen Sie Exposé, Fotos und Inszenierung darauf an. Ein Investor will Mietvertrag und Hausgeldabrechnung sehen — kein Pinterest-Wohnzimmerfoto.

Immobilienart & Zustand — Faktor #2

Befindet sich Ihr Apartment im hochwertigen Mehrfamilienhaus oder im anonymen Wohnblock? Das beeinflusst Käuferattraktivität und Mietpreis massiv. Zur Bewertung gehört ein Blick auf zwei Ebenen:

**Sondereigentum (Ihre Wohnung):**

  • Grundriss-Effizienz (kein verlorener Raum bei 25–40 m²)
  • Bad: Wanne oder nur Dusche, Fenster ja/nein
  • Küche: vorhanden, Einbauküche, Alter
  • Bodenbeläge, Fenster (Schallschutz, isolierverglast)
  • Heizungsart (Gas, Fernwärme, Etagenheizung)
  • Balkon / Loggia (in A-Lagen +5–10 % Wert)
  • Renovierungsstau ja/nein

**Gemeinschaftseigentum (das Haus):**

  • Baujahr, letzte Sanierung Dach/Fassade/Steigleitungen
  • Aufzug ja/nein (ab 3. OG entscheidend)
  • Energieausweis-Klasse
  • Hausgemeinschaft: gepflegt oder verwahrlost

Für ein Wertgutachten sollten Sie mit einem Profi sprechen, die Wohnung besichtigen lassen und Unterlagen hinzuziehen.

Möbliert oder unmöbliert verkaufen?

Bei Mikroapartments und 1-Zimmer-Wohnungen ist Möblierung ein echter Werthebel:

  • Möbliert verkauft: + 8 bis 15 % Preisaufschlag bei Pendler- und Studentenkäufern
  • Möbliert vermietet (laufender Vertrag): höhere Miete = höherer Kaufpreisfaktor
  • Hochwertige Designermöbel: einzeln separat verkaufen, Steuern sparen
  • IKEA-Standard: pauschal mitnehmen, Aufwand spart Zeit

Renovieren / sanieren vor dem Verkauf?

Viele Erst-Verkäufer fragen, ob sie noch renovieren oder sanieren müssen. Antwort: in den meisten Fällen nein. Kapitalanleger kaufen bewusst Objekte mit Aufwertungspotenzial, denn das hebt langfristig die Immobilienrendite.

Sinnvoll vor Verkauf:

  • Komplette Grundreinigung, professionelle Fotos
  • Kleine Schönheitsreparaturen (Wände weißen, Silikon erneuern)
  • Defekte Lampen, Türgriffe, undichte Wasserhähne reparieren

Nicht sinnvoll:

  • Neues Bad einbauen (kommt selten 1:1 zurück)
  • Neue Küche (Geschmack des Käufers ist entscheidend)
  • Bodenbelag wechseln (außer bei sichtbaren Schäden)

Mieter, Mietverträge und Leerstand — Faktor #3

Der dritte Bewertungsfaktor: aktueller Vermietungsstand. Bei Kleinwohnungen ist dieser Faktor oft preisentscheidend.

**Vermietet verkaufen — was zählt:**

  • Mietvertrag und Mietniveau im Vergleich zum ortsüblichen Marktmittel
  • Mieterhistorie: Zahlungsmoral, Mietrückstände, Kündigungen
  • Restlaufzeit Staffel- oder Indexmietvertrag
  • Untervermietung, Möblierungszuschlag

**Leerstand / Eigennutzung:** Zählt ähnlich wie Leerstand, da der Käufer neu vermieten muss — es sei denn, er nutzt selbst.

**Faustregel beim Verkauf an Kapitalanleger:** Eine Wohnung mit Bestandsmiete unter Marktmittel verliert pro 1 € Mietdifferenz/m² rund 250–400 € Kaufpreis pro qm Wohnfläche.

Vorkaufsrecht des Mieters — die unterschätzte Falle

Bei vermieteten Eigentumswohnungen droht eine Falle, die viele übersehen: § 577 BGB. Wenn die Wohnung nach Begründung des Mietverhältnisses erstmals in Wohnungseigentum umgewandelt wurde und an einen Dritten verkauft werden soll, hat der Mieter ein gesetzliches Vorkaufsrecht.

  • Mieter muss notariell über Kaufvertrag informiert werden
  • Frist: 2 Monate ab Mitteilung
  • Mieter tritt zu identischen Konditionen in den Vertrag ein
  • Verstoß = Schadenersatz möglich

Sprechen Sie das Thema vor Inserat mit Ihrem Notar oder Makler an.

WEG-Themen: Hausgeld, Rücklage, Sonderumlagen

Bei jeder Eigentumswohnung kauft der neue Eigentümer auch ein Stück Wohnungseigentümergemeinschaft mit. Folgende Punkte wirken direkt auf den Verkaufspreis:

  • Hausgeld: Höhe in € / qm — über 4 €/m² gilt als hoch und drückt den Preis
  • Instandhaltungsrücklage: Stand pro Eigentumsanteil (gut: > 30 €/m² Wohnfläche)
  • Beschlossene Sonderumlagen: Werden vom Käufer eingepreist, mindern direkt den erzielbaren Preis
  • Anstehende Großmaßnahmen: Dach, Fassade, Heizung — in Protokollen der letzten 3 Eigentümerversammlungen erkennbar
  • Teilungserklärung: Sondernutzungsrechte, Gemeinschaftsregeln (z. B. Vermietungsverbot)

Faustregel: Eine offene Sonderumlage von 10.000 € reduziert den Verkaufspreis um etwa 8.000–12.000 €, weil Käufer immer einen Risikoaufschlag rechnen.

Verkaufen mit oder ohne Makler?

Privat verkaufen oder mit Immobilienmakler? Wer noch nie eine Eigentumswohnung verkauft hat,