Marketing Konzept: Vertrieb, Preisstrategie und Werbung – Selbstständig machen Teil 9

Marketing Konzept: Vertrieb, Preisstrategie und Werbung – Selbstständig machen Teil 9

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Vertrieb, Preisstrategie und Werbung

Jetzt kommt die größte Baustelle im Businessplan, das Marketing Konzept. Im Marketing geht es insbesondere darum, das Produkt ideal für den Kunden und den aktuellen Markt zu verpacken. Bedürfnisse des Kunden und nutzen das Produkt stehen klar im Vordergrund. So, dass deine potentiellen Kunden bei der Ansprache, zum Beispiel durch Plakatwerbung oder auch durch Instagram Advertising, Interesse haben mehr zu erfahren. Im Businessplan Teil des Marketings geht es dabei insbesondere um die erfolgreiche Vermittlung von Grundnutzen und Alleinstellungsmerkmal (USP). Der USP, die sogenannte Unique Selling Proposition, bezeichnet die Abgrenzung zur Konkurrenz bzw. zu den Konkurrenzprodukten.

Marketing Konzept: Aufstellung und Aufmerksamkeit

Im Marketing Teil musst du als du nun genau erklären, wie dein Produkt aufgestellt ist / sein wird und wie du Aufmerksamkeit dafür bekommst. Im ersten Schritt geht es darum, das Angebot zu verfeinern, dabei musst du insbesondere zwei Fragen klären, für die Optimierung deiner Idee mit den neuen Erkenntnissen aus Zielgruppe (Bedürfnis, Nutzen) und Konkurrenz (USP)

  1. Welchen Nutzen hat dein Angebot für potenzielle Kunden?
  2. Was ist besser gegenüber dem Angebot der Konkurrenz?

Nachdem deine Idee klar definiert wurde und dein Angebot in Stichpunkten verfasst, geht es weiter mit der Preisstrategie. In welchem Preissegment willst du mit deiner Geschäftsidee unterwegs sein? Niedrigpreisige Angebote oder doch das hochpreisige Angebot, mit Risiko einer kleinen Klientel.

Preisstrategie im Marketing Konzept

Die Preisstrategie richtet sich im ersten Moment nicht nach deiner persönlichen Empfindung, sondern nach dem Markt. Insbesondere die Konkurrenz spielt eine große Rolle, wenn es darum geht, den richtigen Preis für das eigene Produkt zu finden. Doch nicht nur die Konkurrenz, auch die potenziellen Kunden spielen eine Rolle in der Preisfindung.

Zu welchem Preis wirst du dein Produkt am Ende verkaufen? Die Einschätzung hängt nicht nur von Faktoren ab, die man klar quantifizieren und bewerten kann, natürlich spielt auch der psychologische Preis eine große Rolle bei der Bemessung.

  1. Welche Preisstrategie verfolgst du und warum?
  2. Zu welchem Preis willst du dein Produkt / deine Leistung anbieten?
  3. Welche Kalkulation liegt diesem Preis zugrunde?
  4. Akzeptabel
  5. Einführung
  6. Konkurrenz
  7. Psychologischer Preis
  8. Preisdifferenzierung
  9. Konditionen

Psychologischer Preis

Welche Rolle spielt der psychologische Preis genau, wenn du wirklich im Markt aktiv bist? Den Preis für ein Produkt kannst du letztendlich komplett frei bestimmen. Du kannst Autos produzieren für einen günstigen Preis aber auch Autos im Luxussegment. Je nachdem, welche Applikationen und welche Erweiterungen du Kunden bietest, desto höher ist ein Produktwert. Je individueller und einzigartiger dein Produkt ist, desto individueller und einzigartiger ist auch der Preis. Angebot und Nachfrage sind hier die große Grundlage für die Preisbemessung. Das Prinzip ist ganz einfach. Je höher die Nachfrage in Relation zum Angebot, desto eher kann der Preis steigen, unabhängig ob es sich um einen niedrigpreisige Produkt oder um einen hochpreisiges Produkt handelt und auch unabhängig davon ob es viel oder wenig Angebot gibt. Insofern die Nachfrage tendenziell über dem Angebot steht, ist es ein guter Markt für neue Geschäftsideen.

Hier nochmal ein kleiner Reality Check zum Thema High Pricing vs Low Pricing, Welcher Strategie willst du für dein Produkt?

  • High Pricing: Exklusivität vs kleinerer Kundenkreis
  • Low Pricing: Massenmarkt vs Kosten
  • Middle: Weniger Wirkung (psychologisch) vs Stabilität

Vertrieb im Marketing Konzept

Die Organisation des Vertriebs spielt letztendlich in den Absatzzahlen die zentrale Rolle. Denn ohne schwarze Zahlen steigt deine Geschäftsidee nie in die Erste Liga auf. Dementsprechend gut muss der Vertrieb organisiert sein. Im Idealfall hast du ein gutes Netzwerk und gute Kontakte um schnell mit dem Vertrieb deine Produkte oder deiner Dienstleistung zu beginnen. Je weniger Vertriebsstruktur zu Beginn einer Geschäftsidee da ist, desto schwieriger wird es, sie im Markt zu etablieren.

Vertriebsmethoden: Telefonvertrieb bis Fulfillment

Für den Vertrieb gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Vor allem erwähnenswert sind die neuen, digitalen Methoden. Z.b. Fulfillment (wie Amazon FBA). Hier kann man als Händler die komplette Logistik von der Einlagerung von Produkten bis zu Versand und Rücknahme outsourcen. Wenn du deine Produkte dann z.b. über Plattformen wie Alibaba beziehst oder auch selbst produzierst, kannst du sie quasi direkt vom Lager zu Lager liefern lassen. Alles was du (mindestens) brauchst ist ein Notebook. So kannst du dich als Geschäftsführer und Inhaber voll und ganz auf Marketing und Vertrieb fokussieren. Thema Vertrieb, praktischerweise hast du hier im FBA Beispiel direkt Amazon als größte Handelsplattform der Welt im Rücken! Damit hast du selbst mit neuen Produkten Öffentlichkeit und einen direkten Marktzugang zu Millionen von Nutzern täglich. Der Vertrieb geht aber nicht nur durch externe Dienstleister, natürlich auch durch die eigenen Mitarbeiter. Von der Facebook Werbekampagne deine Social Media Managers bis zum klassischen Telefonvertrieb.

Im Businessplan geht es dann um die groben Ziele. Wie groß wird dein Absatz durch deine gewählten Vertriebsmethoden sein, vor allem periodisch verteilt über die Monate? In welchem Gebiet wirst du deine Produkte anbieten können? Welche Kosten entstehen durch neue, logistische Erweiterungen wie Vertriebspartner? Natürlich wird dein Medienportfolio im Marketing immer breit gefächert sein. Im Businessplan fokussierst du dich auf die wichtigsten Vertriebskanäle. Die, die die entscheidenden Umsätze einfahren. Die zentralen Fragen für deinen Businessplan und deinen späteren pitch:

  1. Welche Absatzgrößen steuerst du in welchen Zeiträumen an?
  2. Welche Zielgebiete steuerst du an?
  3. Welche Vertriebspartner wirst du nutzen?
  4. Welche Kosten entstehen durch den Vertrieb?

Ratgeber: Selbstständig machen & Businessplan

Du willst dich selbstständig machen als Immobilienmakler oder mit einer anderen Geschäftsidee? Wir unterstützen dich mit Tipps zu deinem Businessplan und Konzept. Ob Selbstständig in Vollzeit oder nebenberuflich Selbstständig: Wer seine eigene Firma gründen will, der muss sich über vieles Gedanken machen, im Vorfeld und im operativen Geschäft. Von der richtigen Idee bis zur Krankenversicherung – was gibt es zu beachten, wenn man sich selbstständig machen will?

Für Unternehmer gibt es keine Ausbildung oder Weiterbildung. Geschäftsführer oder Geschäftsführerin ist man oder nicht. Wichtig ist immer der eigene Ehrgeiz, denn nur so verbessert man sich, jeden Tag.

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