Maklerprovision bei Privatkauf: Neues Gesetz – Verkäufer zahlt 50%+ der Courtage

Maklerprovision bei Privatkauf – Vieles ist in Deutschland extrem reguliert, anders war es bisher bei der Maklerprovision. Wer die Kosten für den Makler zu tragen hat, war in den meisten Fällen klar, der Käufer einer Immobilie. Im neuen Jahr ändert sich einiges, denn zum ersten Mal, wird die Verteilung der Maklerprovision zwischen Käufer und Verkäufer einer Immobilie, durch den Gesetzgeber klar geregelt. Was steht im neuen Gesetz zur Maklerprovision? Hier ein schneller Einblick!

Kosten für den Makler: Neue Regelung im BGB

Wie eben schon beschrieben, ist die Maklerprovision in Deutschland nicht klar geregelt. In den letzten Jahrzehnten hat es sich eingespielt, dass der Käufer die Provision des Maklers beim Immobilienkauf trägt. Damit wurden die Kosten zu 100% auf den Käufer umgewälzt.

Das neue Gesetz, mit Wirkung zum 23. Dezember 2020, beschließt nun, dass der Verkäufer mindestens die Hälfte der Maklerprovision tragen muss.

Privatkauf, nicht gewerblicher Immobilienhandel

Die neue Regelung gilt allerdings nur bei Privatkäufen. Wenn du also gewerblich eine Immobilie kaufst, unter liegst du nicht dieser Neuerung im BGB. Die §§ 656c und 656d gelten nur, wenn der Käufer ein Verbraucher ist. Lies hier mehr, inklusive BGB-Neuerungen, zur Maklerprovision: Neues Gesetz (extern).

Für private Immobilienkäufer ändert sich damit einiges, schließlich macht die Maklercourtage einen Großteil der Kaufnebenkosten aus. Beim Hauskauf aber auch beim Wohnungskauf und Grundstückskauf, werden damit bis zu 7,14% für den Käufer fällig.

Maklerprovision i.d.R. bei 7,14%

Beispielrechnung: 3.570 Euro gespart

Schon bei einer Immobilie mit Kaufpreis von 3.570 Euro, hast du deine Nebenkosten beim Immobilienkauf, mit diesem neuen Gesetz, effektiv gesenkt.

  • Kaufpreis: 100.000 Euro
  • Provision des Maklers: 7.14 %
  • Kosten für Makler: 7.140 Euro
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Für eine Eigentumswohnung zum Kaufpreis von 100.000 Euro bezahlst du bisher also ganze 7.140 Euro Maklerprovision, aus deiner Tasche.

Mit dem neuen Gesetz, muss der Verkäufer nun mindestens die Hälfte dieser Kosten, beim Privatkauf einer Immobilie übernehmen.

Damit senken sich deine Kaufnebenkosten direkt um ganze 3570 Euro.

Immobilie privat vermitteln?! Ablauf

Käufer, Verkäufer und Kaufvertrag – Du kennt 1) eine Immobilie, die verkauft werden soll und 2) einen Käufer? Jetzt kommt dir die Idee, du könntet die Immobilie vermitteln und Maklerprovision kassieren. Doch geht das? Der Verkauf einer Immobilie folgt einem festen Ablauf, vom Immobilienexposé über die Verkaufsphase bis zur Besichtigung, den Verhandlungen, Notartermin, Kaufvertrag und das Zahlen der Rechnungen, die Notar, Makler und Grunderwerbsteuer. Lies hier mehr über alle 3 Phasen: Immobilie verkaufen. Fakt ist, auch wenn du kein Immobilienmakler bist, darfst du für die Vermittlung einer Immobilie eine Provision nehmen. Wichtig ist das Motto: Nur wer schreibt, der bleibt. Deshalb ein Blick auf den Ablauf der Vermittlung und den Maklervertrag, den auch du als Privatperson haben musst, um Anspruch auf Provision zu haben.