Beruf: Immobilienkaufmann, Immobilienkauffrau – Ausbildung, Chancen & Gehalt

Beruf: Immobilienkaufmann – Manche wussten es schon, als sie noch zur Grundschule gingen und andere wissen es noch nicht, wenn sie die Schule bereits abgeschlossen haben und vor dem Eintritt ins Berufleben stehen. Die Wahl des Berufes stellt sich für viele als äußerst schwierige Aufgabe heraus. Dies ist auch keine Wunder, denn es gibt unzählige unterschiedliche Ausbildungsberufe und Studiengänge.

Immobilienkaufmann werden – Das sollten Sie bedenken

Die erste Frage, die man sich stellen muss, wenn man vor der Berufswahl steht oder sich noch einmal beruf23lich umorientieren möchte, ist ob man eine Ausbildung oder doch lieber ein Studium absolvieren möchte. Es gibt viele Argumente, die dafür sprechen eine Ausbildung zu absolvieren und ebenfalls viele, die die Wahl des Studiums bestärken. Wir haben für Sie vorerst eine kleine Pro – Kontra Liste, die Ihnen helfen soll sich zu entscheiden.

Ausbildung – Was spricht dafür?

Eine betriebliche Ausbildung teilt sich in der Regel in einen schulischen und einen beruflichen Teil auf. Dabei gibt es Blockmodelle, in denen man erst einen längeren Zeitraum in der Schule und dann einen längeren Zeitraum im Betrieb verbringt oder andersherum oder auch ein Modell, bei dem man die Hälfte einer Woche in der Schule und die andere Hälfte im Betrieb verbringt.

Pro

  • viel Berufserfahrung
  • Verdienst -> schneller unabhängig
  • hohes Maß an Selbstständigkeit
  • Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Chance auf Übernahme

Kontra

  • schlechtere Bezahlung (in vielen Fällen)
  • strenge Regelungen

Studium – Was spricht dafür?

Ein Studium dauert in der Regel 3 Jahre bis zum Bachelor und man hat die Möglichkeit einen Master, der meistens 1-2 Jahre dauert anzuhängen. Der Studierende lernt an der Hochschule meist durch Seminare und Vorlesungen. In viele Studiengänge sind ebenfalls Praktika integriert.

Pro

  • oft gute Aufstiegschancen
  • oft hohe Einstiegsgehälter
  • Studiengang legt sich nicht auf einen Beruf fest
  • kein Druck -> Selbstständigkeit

Kontra

  • Kosten
  • keine Berufserfahrung

Wenn Sie sich entscheiden eine Ausbildung absolvieren zu wollen, ist es wichtig anschließend  Ihre Interessen einzugrenzen, sodass Ihnen die Entscheidung für einen Ausbildungsberuf leichter fällt. Hier stelle ich Ihnen nun den Ausbildungsberuf des Immobilienkaufmanns vor.

Das Berufsbild

Immobilienkaufleute haben ein vielfältiges Tätigkeitsspektrum. Sie kaufen, verkaufen, vermieten und verpachten nicht nur Grundstücke und Immobilien, sondern sie beraten Kunden in Immobilienfragen, organisieren und begleiten Bauvorhaben und führen außerdem sowohl Büroarbeiten, als auch Außendienst Aufgaben durch. Die Alltag von Immobilienkaufleuten ist deswegen abwechslungsreich. Sie arbeiten nicht nur in der Immobilienwirtschaft, sondern auch bei Bausparkassen, in Immobilienabteilungen von Kreditinstituten oder bei Gebäudeverwaltungen. Je nachdem, in welchem Betrieb man sich seinen Ausbildungsplatz sucht, können die Aufgaben sehr variieren.

Die Ausbildung

Die Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder zur Immobilienkauffrau dauert drei Jahre. Meist ist die Ausbildung aufgeteilt in einen betrieblichen und einen schulischen Bereich. Bevor man sich entscheidet diese Ausbildung zu beginnen, sollte man überprüfen, ob man die nötigen Voraussetzungen vorweisen kann. Es gibt keinen festgelegten Schulabschluss, den man haben muss, um diese Ausbildung beginnen zu können. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit, um einiges höher, dass Sie schnell einen Ausbildungsplatz bekommen, wenn Sie ein Abitur oder eine Mittlere Reife vorweisen können. Mathe und Deutsch sollten in der Schule zu Ihren Stärken gehört haben, denn ein Immobilienkaufmann muss mit Zahlen umgehen können und auch eine gute Ausdrucksweise ist in diesem Beruf sehr hilfreich. Gute Immobilienkaufleute bringen in der Regel eine gute Überzeugungsfähigkeit und ein gutes Durchhaltevermögen mit, denn diese Stärken sind beim Verkauf von Immobilien sehr vorteilhaft.

Der Ablauf

In der Schule erlernen Sie theoretisches Wissen, dass Ihnen im praktischen Berufsalltag weiterhelfen soll. Immer begleiten wird Sie während dieser Ausbildung Ihr Berichtsheft. Hier müssen unter anderem Tätigkeiten und Lernfortschritte protokolliert werden. In der Mitte des Ausbildungszeitraums müssen Sie eine Zwischenprüfung ablegen und am Ende kommen noch drei schriftliche und eine mündliche Abschlussprüfung auf Sie zu. Sobald diese erfolgreich abgeschlossen wurden, ist die Ausbildung beendet und es wird vom Arbeitgeber entweder eine Übernahme in ein Vollzeit – Verhältnis angeboten oder das Arbeitsverhältnis beendet.

Aufstiegschancen für Immobilienkaufleute

Immobilienkaufleute haben nach Abschluss ihrer Ausbildung unterschiedliche Möglichkeiten sich beruflich weiterzuentwickeln. Wenn Sie sich gerne noch fortbilden möchten, haben Sie die Möglichkeit eine Weiterbildung zum Betriebswirt für Immobilien oder zum Fachwirt für Finanzberatung zu machen. Auch ein Studium in einigen Bereichen ist durch die Ausbildung möglich.  Wenn Sie ausreichend Berufserfahrung gesammelt haben, könnte auch die Selbstständigkeit eine Option für Sie sein.

Der Verdienst

Das Gehalt während der Ausbildung zum Immobilienkaufmann / zur Immobilienkauffrau ist gestaffelt. Im ersten Lehrjahr liegt es bei ca. 780 Euro Brutto. Im zweiten Lehrjahr steigt das Gehalt meistens auf ca. 890 Euro Brutto und im letzten Ausbildungsjahr auf ca. 1000 Euro. Nach der Ausbildung erwartet einen ausgelernten Immobilienkaufmann ein Verdienst zwischen 1800€ und 2400€. Mit der Zeit, in der man weiterhin Berufserfahrungen sammelt, wird sich das Einstiegsgehalt steigern. Wie hoch das Gehalt zum Ende werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie unter anderem von dem Zuständigkeitsbereich.

Wenn Sie den Beruf der Immobilienkaufleute für sich entdeckt haben, können Sie die Website Indeed für die Suche nach einem Ausbildungsplatz verwenden. Hier werden die Anzeigen regelmäßig aktualisiert und Sie können Ihrem Traumberuf ein Stückchen näher kommen.

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