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	<title>Freibetrag | Lukinski</title>
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		<title>Familienstiftung gründen: Immobilien, Steuern und nur 15% Körperschaftssteuer auf Mieteinnahmen</title>
		<link>https://lukinski.de/familienstiftung-gruenden-immobilien-steuern-koerperschaftssteuer-mieteinnahmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[L_kinski]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 May 2024 15:33:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Immobilie]]></category>
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					<description><![CDATA[Familienstiftung gründen — wer Immobilienvermögen langfristig aufbauen, steueroptimiert vermieten und sauber an die nächste Generation übertragen will, kommt an dieser Rechtsform kaum vorbei. Mieteinnahmen mit nur 15,825 % Körperschaftssteuer (inkl. Solidaritätszuschlag), steuerfreier Veräußerungsgewinn nach Spekulationsfrist, Schutz vor Pflichtteilsansprüchen und Gläubigern — die Familienstiftung ist das Werkzeug, mit dem alte Industriellenfamilien und moderne Immobilieninvestoren ihr Vermögen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Familienstiftung gründen — wer Immobilienvermögen langfristig aufbauen, steueroptimiert vermieten und sauber an die nächste Generation übertragen will, kommt an dieser Rechtsform kaum vorbei. Mieteinnahmen mit nur 15,825 % Körperschaftssteuer (inkl. Solidaritätszuschlag), steuerfreier Veräußerungsgewinn nach Spekulationsfrist, Schutz vor Pflichtteilsansprüchen und Gläubigern — die Familienstiftung ist das Werkzeug, mit dem alte Industriellenfamilien und moderne Immobilieninvestoren ihr Vermögen über Generationen sichern. In diesem Ratgeber erfährst du, wie die Gründung im Detail abläuft, welche steuerlichen Hebel wirklich greifen, wo die Fallstricke liegen (Stichwort: Erbersatzsteuer alle 30 Jahre) und wann sich die <a href="https://lukinski.de/immobilien-holding-schachtelprivileg-wenig-steuern-verkauf/">Immobilien Holding</a> oder eine klassische <a href="https://lukinski.de/gmbh-immobilien-gruendung-vorteile-nachteile-steuern/">Immobilien GmbH</a> trotzdem besser eignet. Du willst grundsätzlich eine <a href="https://lukinski.de/firma-gruenden-immobilien-ablauf-kosten-voraussetzungen-rechtsformen-schritte-checkliste/">Firma gründen</a>? Hier findest du alle <a href="https://lukinski.de/rechtsformen-firma-unternehmen-immobilien-gbr-kg-gmbh-ag-co-vergleich-vorteile-steuern/">Rechtsformen</a> in Deutschland im Überblick.</p>
<h2>Familienstiftung: Definition, Zweck und Abgrenzung</h2>
<p>Eine Familienstiftung ist eine rechtsfähige Stiftung des privaten Rechts, deren Zweck überwiegend dem Wohl einer oder mehrerer Familien dient. Sie ist kein Verein, keine GmbH, keine Personengesellschaft — sondern eine eigenständige juristische Person ohne Eigentümer im klassischen Sinn. Das Vermögen &#8222;gehört sich selbst&#8220;. Der Stifter überträgt sein Vermögen unwiderruflich auf die Stiftung — und genau hier liegt sowohl der größte steuerliche Vorteil als auch das größte psychologische Hindernis.</p>
<h3>Familienstiftung vs. gemeinnützige Stiftung: Der Unterschied</h3>
<ul>
<li><strong>Gemeinnützige Stiftung:</strong> Verfolgt steuerbegünstigte Zwecke (Bildung, Kultur, Wissenschaft, Mildtätigkeit). Erträge sind weitgehend steuerfrei, fließen aber zwingend dem Stiftungszweck zu — nicht der Familie.</li>
<li><strong>Familienstiftung:</strong> Begünstigt sind ausschließlich Familienangehörige (Destinatäre). Sie zahlt regulär Körperschaftssteuer, profitiert aber von Sondertarifen und der Erbschaftsteuer-Privilegierung bei Gründung.</li>
<li><strong>Doppelnützige Stiftung:</strong> Mischform — teils gemeinnützig, teils familienbegünstigt. Steuerlich komplex, aber bei großen Vermögen interessant.</li>
</ul>
<h3>Wer kann eine Familienstiftung gründen?</h3>
<p>Stifter kann jede natürliche Person ab 18 Jahren, jede juristische Person und jeder rechtsfähige Verein sein. Der Stifter muss kein Familienmitglied der Begünstigten sein — auch ein Großonkel kann eine Stiftung zugunsten seiner Nichten errichten. Voraussetzung ist ein ausreichendes Stiftungsvermögen, das den Stiftungszweck dauerhaft tragen kann.</p>
<h2>Stiftungsvermögen: Wieviel braucht eine Familienstiftung?</h2>
<p>Es gibt keine gesetzliche Mindestsumme. Die Stiftungsaufsicht der Bundesländer prüft jedoch, ob das Vermögen zur dauerhaften Erfüllung des Stiftungszwecks ausreicht. In der Praxis haben sich folgende Größenordnungen etabliert:</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Vermögensgröße</th>
<th>Sinnvoll für</th>
<th>Empfehlung</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>unter 500.000 €</td>
<td>Kleines Privatvermögen</td>
<td>Eher treuhänderische Stiftung oder GmbH</td>
</tr>
<tr>
<td>500.000 – 2 Mio. €</td>
<td>1–2 Renditeobjekte</td>
<td>Rechtsfähige Stiftung möglich, Kosten-Nutzen prüfen</td>
</tr>
<tr>
<td>2 – 10 Mio. €</td>
<td>Mehrfamilienhaus-Portfolio</td>
<td>Klassischer Anwendungsfall Familienstiftung</td>
</tr>
<tr>
<td>über 10 Mio. €</td>
<td>Mehrere Objekte, mehrere Generationen</td>
<td>Familienstiftung + ggf. Doppelstiftung</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Faustregel aus der Praxis: Unter 1 Mio. € Stiftungsvermögen rechnet sich der laufende Verwaltungsaufwand (Vorstand, Steuerberater, Stiftungsaufsicht) selten. Wer ein <a href="https://lukinski.de/mehrfamilienhaus-kaufen-immobilie-bewerten-ablauf-kosten-steuern-mieter/">Mehrfamilienhaus kaufen</a> und über die Stiftung halten will, sollte mindestens 2–3 Mio. € Gesamtvolumen einplanen.</p>
<h2>Rechtsformen der Stiftung: Rechtsfähig oder treuhänderisch?</h2>
<h3>Variante 1: Die rechtsfähige Stiftung</h3>
<p>Die &#8222;echte&#8220; Stiftung mit eigener Rechtspersönlichkeit. Sie wird von der Stiftungsaufsicht des jeweiligen Bundeslandes anerkannt und unterliegt deren laufender Aufsicht. Sie braucht zwingend einen Stiftungsvorstand, eine Satzung und ein Stiftungsgeschäft.</p>
<ul>
<li>Eigene Rechtspersönlichkeit, kann Eigentümerin von Immobilien werden</li>
<li>Vom Stifter unabhängig, überdauert dessen Tod</li>
<li>Aufsicht durch Bundesland-Stiftungsbehörde (Anerkennungsdauer: 3–9 Monate)</li>
<li>Höhere Gründungs- und laufende Kosten</li>
</ul>
<h3>Variante 2: Die treuhänderische (unselbständige) Stiftung</h3>
<p>Hier wird das Vermögen einem Treuhänder (z. B. einer bestehenden Stiftung, einem Verein oder einer Anwaltskanzlei) vertraglich übertragen. Der Treuhänder verwaltet es getrennt nach den Vorgaben der Stiftungssatzung.</p>
<ul>
<li>Schnell errichtet (oft binnen 2–4 Wochen)</li>
<li>Niedrigere Gründungskosten</li>
<li>Keine Stiftungsaufsicht, dafür Abhängigkeit vom Treuhänder</li>
<li>Steuerlich identisch zur rechtsfähigen Stiftung — aber Achtung: Manche Finanzämter behandeln sie strenger</li>
</ul>
<h2>Ablauf: Familienstiftung gründen in 9 Schritten</h2>
<ol>
<li><strong>Stiftungszweck definieren</strong> — Versorgung der Familie, Vermögensbewahrung, ggf. Mischzweck</li>
<li><strong>Stiftungsvermögen festlegen</strong> — Bargeld, Wertpapiere, Immobilien (Achtung: <a href="https://lukinski.de/grunderwerbsteuer-bundeslaender-vergleich-steuern-sparen-2026/">Grunderwerbsteuer</a> bei Immobilien-Einbringung beachten)</li>
<li><strong>Destinatäre (Begünstigte) bestimmen</strong> — Ehepartner, Kinder, Enkel, ggf. nachrückende Generationen</li>
<li><strong>Rechtsform wählen</strong> — rechtsfähig oder treuhänderisch</li>
<li><strong>Satzung verfassen</strong> — Herzstück der Stiftung, regelt Vorstand, Ausschüttungen, Auflösung</li>
<li><strong>Stiftungsgeschäft</strong> — notarielle Beurkundung empfohlen, bei Immobilien zwingend</li>
<li><strong>Anerkennung durch Stiftungsaufsicht</strong> — je Bundesland unterschiedlich (Düsseldorf, München zügig; manche Bundesländer langsamer)</li>
<li><strong>Steuerliche Anerkennung beim Finanzamt</strong> — Steuernummer beantragen</li>
<li><strong>Vermögen übertragen, Stiftung operativ starten</strong></li>
</ol>
<h3>Gründungskosten in der Praxis</h3>
<ul>
<li>Notarkosten: 1.500 – 5.000 € (abhängig vom Vermögenswert)</li>
<li>Anwalt/Stiftungsberater für Satzung: 5.000 – 15.000 €</li>
<li>Stiftungsaufsicht: meist gebührenfrei oder geringe Verwaltungsgebühr</li>
<li><a href="https://lukinski.de/grunderwerbsteuer-bundeslaender-vergleich-steuern-sparen-2026/">Grunderwerbsteuer</a> bei Immobilien-Einbringung: 3,5–6,5 % (kann bei Ehegatten/Kindern teilweise vermieden werden)</li>
<li>Laufende Kosten p. a.: 5.000 – 20.000 € (Buchhaltung, Steuerberater, Vorstand)</li>
</ul>
<h2>Steuerliche Vorteile: Der eigentliche Hebel</h2>
<h3>1. Mieteinnahmen: 15,825 % statt bis zu 47,475 %</h3>
<p>Eine Familienstiftung unterliegt der Körperschaftssteuer. Auf laufende Mieteinnahmen fallen an:</p>
<ul>
<li>15 % Körperschaftssteuer</li>
<li>+ 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die KSt → effektiv <strong>15,825 %</strong></li>
<li>Keine Gewerbesteuer, sofern reine Vermögensverwaltung (kein gewerblicher Grundstückshandel)</li>
</ul>
<p>Im Privatvermögen zahlt ein Spitzenverdiener auf Mieteinnahmen bis zu 45 % Einkommensteuer + Soli = 47,475 %. Die Differenz beträgt also über 30 Prozentpunkte. Bei 100.000 € Jahresmiete sind das 30.000 € mehr Liquidität pro Jahr — Geld, das für Tilgung und Re-Investment zur Verfügung steht.</p>
<h3>2. Veräußerungsgewinne: Steuerfrei nach Spekulationsfrist</h3>
<p>Hier liegt der zentrale Unterschied zur Immobilien-GmbH: Eine Familienstiftung gilt im Veräußerungsfall steuerlich wie eine Privatperson — nach Ablauf der zehnjährigen <a href="https://lukinski.de/spekulationsfrist/">Spekulationsfrist</a> ist der Verkaufsgewinn komplett steuerfrei. Die <a href="https://lukinski.de/spekulationssteuer-immobilie-verkauf-grundstueck-wohnung-haus-hoehe-frist/">Spekulationssteuer</a> fällt nicht an.</p>
<p>Bei einer GmbH dagegen ist jeder Verkaufsgewinn voll steuerpflichtig — egal wie lange die Immobilie gehalten wurde. Genau dieser Punkt macht die Familienstiftung für Buy-and-Hold-Investoren so attraktiv.</p>
<h3>3. Schenkungssteuer-Freibetrag bei Gründung</h3>
<p>Die Vermögensübertragung in die Stiftung ist eine Schenkung und löst grundsätzlich Schenkungssteuer aus. Bei Gründung wendet das Finanzamt jedoch das sogenannte &#8222;Steuerklassen-Privileg&#8220; nach § 15 Abs. 2 ErbStG an: Es wird auf das entfernteste Verwandtschaftsverhältnis zwischen Stifter und Destinatären abgestellt.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Begünstigter (entferntester)</th>
<th>Steuerklasse</th>
<th>Freibetrag</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Ehegatte</td>
<td>I</td>
<td>500.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Kinder</td>
<td>I</td>
<td>400.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Enkel</td>
<td>I</td>
<td>200.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Urenkel/Eltern</td>
<td>I</td>
<td>100.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Geschwister, Nichten/Neffen</td>
<td>II</td>
<td>20.000 €</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Wichtig:</strong> Wer auch Enkel als Destinatäre einsetzt, bekommt nur den Enkel-Freibetrag (200.000 €) — nicht den der Kinder. Bei Zustiftungen nach Gründung gilt nur noch der Freibetrag von 20.000 €. Mehr Details im <a href="https://lukinski.de/erbschaftssteuer-immobilien-freibetraege-steuersaetze-strategien/">Erbschaftssteuer Immobilien</a>-Ratgeber.</p>
<h3>4. Erbersatzsteuer: Der oft übersehene Knackpunkt</h3>
<blockquote><p>Alle 30 Jahre wird die Familienstiftung so behandelt, als würde sie das Vermögen an zwei Kinder vererben — und zahlt entsprechend Erbersatzsteuer.</p></blockquote>
<p>Das ist der wichtigste Punkt, den viele Stiftungsberater zu beiläufig erwähnen. Nach § 1 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG fällt alle 30 Jahre Erbersatzsteuer an. Steuersatz: bis zu 30 % auf den Vermögenswert über dem doppelten Kinderfreibetrag (2 × 400.000 € = 800.000 €).</p>
<p>Bei einer Stiftung mit 5 Mio. € Immobilienvermögen kann die Erbersatzsteuer also problemlos 1 Mio. € erreichen. Diese Steuer muss aus laufender Liquidität oder durch Verkauf bedient werden — und ist der Hauptgrund, warum manche Berater stattdessen die <a href="https://lukinski.de/immobilien-holding-schachtelprivileg-wenig-steuern-verkauf/">Immobilien Holding</a> empfehlen.</p>
<h3>5. Kapitalertragsteuer bei Ausschüttung</h3>
<p>Werden Erträge an die Destinatäre ausgeschüttet, fallen 25 % Kapitalertragsteuer + Soli an (§ 32d EStG). In Kombination mit der KSt ergibt das eine Gesamtbelastung von rund 36–37 % — immer noch deutlich besser als der private Spitzensteuersatz, aber relevant für die Strategie.</p>
<h2>Vergleich: Privatvermögen vs. Immobilien-GmbH vs. Familienstiftung</h2>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Aspekt</th>
<th>Privat</th>
<th>Immobilien-GmbH</th>
<th>Familienstiftung</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Steuer auf Mieten</td>
<td>bis 47,475 %</td>
<td>15,825 % (mit erw. Kürzung)</td>
<td>15,825 %</td>
</tr>
<tr>
<td>Verkauf nach 10 J.</td>
<td>steuerfrei</td>
<td>voll steuerpflichtig</td>
<td>steuerfrei</td>
</tr>
<tr>
<td>Verkauf vor 10 J.</td>
<td><a href="https://lukinski.de/spekulationssteuer/">Spekulationssteuer</a></td>
<td>15,825 %</td>
<td>15,825 %</td>
</tr>
<tr>
<td>Erbschaftssteuer</td>
<td>volle Belastung</td>
<td>volle Belastung (Anteile)</td>
<td>Erbersatzsteuer alle 30 J.</td>
</tr>
<tr>
<td>Gläubigerschutz</td>
<td>kein</td>
<td>begrenzt</td>
<td>sehr hoch</td>
</tr>
<tr>
<td>Pflichtteilsentzug</td>
<td>nicht möglich</td>
<td>begrenzt</td>
<td>nach 10 J. effektiv</td>
</tr>
<tr>
<td>Flexibilität</td>
<td>hoch</td>
<td>hoch</td>
<td>sehr gering (irreversibel)</td>
</tr>
<tr>
<td>Gründungskosten</td>
<td>0 €</td>
<td>1.000–3.000 €</td>
<td>10.000–25.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Sinnvoll ab</td>
<td>1 Objekt</td>
<td>500.000 €</td>
<td>2 Mio. €</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Rechenbeispiel: Mehrfamilienhaus in der Familienstiftung</h2>
<p><strong>Ausgangslage:</strong> Mehrfamilienhaus, Kaufpreis 2.500.000 €, Jahres-<a href="https://lukinski.de/kaltmiete/">Kaltmiete</a> 125.000 €, laufende Kosten und Abschreibung 50.000 €, zu versteuernder Gewinn: 75.000 €.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th></th>
<th>Privat (45 % Spitze)</th>
<th>Familienstiftung</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Steuerlast p. a.</td>
<td>~ 35.600 €</td>
<td>~ 11.870 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Netto p. a.</td>
<td>39.400 €</td>
<td>63.130 €</td>
</tr>
<tr>
<td>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Spekulationssteuer Immobilie: Verkauf von Grundstück, Wohnung, Haus inkl. Höhe &#038; Frist</title>
		<link>https://lukinski.de/spekulationssteuer-immobilie-verkauf-grundstueck-wohnung-haus-hoehe-frist/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[L_kinski]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Nov 2023 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Immobilie]]></category>
		<category><![CDATA[Verkaufen]]></category>
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		<category><![CDATA[Eigennutz]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie hoch ist die Spekulationssteuer beim Immobilienverkauf? Wann müssen Sie zahlen, wann sind Sie steuerfrei? Welche Ausnahmen gibt es bei Eigennutz, Erbschaft, Schenkung oder Ferienimmobilie? Dieser Leitfaden erklärt Schritt für Schritt: Spekulationsfristen, Berechnung mit AfA-Korrektur, legale Spar-Strategien und die häufigsten Steuerfallen — egal ob Grundstück, Eigentumswohnung, Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus. Mehr zum Thema: Immobilie verkaufen: Steuern [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie hoch ist die Spekulationssteuer beim Immobilienverkauf? Wann müssen Sie zahlen, wann sind Sie steuerfrei? Welche Ausnahmen gibt es bei Eigennutz, Erbschaft, Schenkung oder Ferienimmobilie? Dieser Leitfaden erklärt Schritt für Schritt: Spekulationsfristen, Berechnung mit AfA-Korrektur, legale Spar-Strategien und die häufigsten Steuerfallen — egal ob Grundstück, Eigentumswohnung, Einfamilienhaus oder Mehrfamilienhaus. Mehr zum Thema: <a href="https://lukinski.de/immobilie-verkaufen-steuern-wohnung-haus-grundstueck-spekulationssteuer-checkliste/">Immobilie verkaufen: Steuern (Checkliste)</a>.</p>
<h2>Spekulationssteuer in Deutschland: Einfach erklärt</h2>
<p>Der Name verrät den Zweck: Diese Steuer soll kurzfristige Spekulationen am Immobilienmarkt eindämmen. Wer eine Immobilie privat kauft und innerhalb der gesetzlichen Spekulationsfrist mit Gewinn verkauft, muss diesen Gewinn als „sonstige Einkünfte&#8220; nach § 23 EStG versteuern — und zwar mit dem persönlichen Einkommensteuersatz, nicht pauschal.</p>
<p>Die Frist hängt davon ab, wie die Immobilie genutzt wurde:</p>
<ul>
<li><strong>Vermietung / Kapitalanlage:</strong> 10 Jahre</li>
<li><strong>Eigennutz:</strong> faktisch nur etwas über 2 Jahre (siehe Kalenderjahr-Regel unten)</li>
<li><strong>Freibetrag:</strong> 600 Euro pro Jahr (§ 23 Abs. 3 EStG) — wird der überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig, nicht nur der über 600 Euro hinausgehende Anteil</li>
</ul>
<p>Mehr zur Anlagestrategie: <a href="https://lukinski.de/immobilie-als-kapitalanlage-worauf-muss-ich-achten-interview-experten/">Immobilie als Kapitalanlage</a>.</p>
<h3>Eigennutz vs. Kapitalanlage: Direktvergleich</h3>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Kriterium</th>
<th>Eigennutz</th>
<th>Kapitalanlage / Vermietung</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Spekulationsfrist</td>
<td>3 Kalenderjahre</td>
<td>10 Jahre (taggenau)</td>
</tr>
<tr>
<td>Fristbeginn</td>
<td>Beginn der Eigennutzung</td>
<td>Notarvertrag (Kauf)</td>
</tr>
<tr>
<td>AfA-Hinzurechnung</td>
<td>Nein</td>
<td>Ja — erhöht Gewinn</td>
</tr>
<tr>
<td>Werbungskosten-Abzug</td>
<td>Eingeschränkt</td>
<td>Voll abzugsfähig</td>
</tr>
<tr>
<td>Anteilige Vermietung</td>
<td>Anteil steuerpflichtig</td>
<td>Voll steuerpflichtig</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Spekulationsfrist Rechner</h3>
<p>Berechnen Sie hier kostenlos Ihre Frist:</p>
<div><span style="font-size: 12px">Mehr Rechner finden Sie auf <a href="https://immobilienguru.one/" target="_blank" rel="noopener">immobilienguru.one</a></span></div>
<h3>Spekulationssteuer gilt nur für Privatverkauf</h3>
<p>Die Steuer ist im Einkommensteuergesetz verankert (§ 22 Abs. 2 i.V.m. § 23 EStG) und betrifft ausschließlich <strong>private Veräußerungsgeschäfte</strong>. Wer gewerblich verkauft, fällt unter andere Regeln — Stichwort <strong>3-Objekt-Regel</strong>: Wer innerhalb von 5 Jahren mehr als 3 Objekte verkauft, gilt als gewerblicher Immobilienhändler. Folge: Gewerbesteuer, Umsatzsteuer-Risiko und das Aus für die 10-Jahres-Befreiung. Eigennutz-Objekte und ererbte Immobilien zählen meist nicht mit.</p>
<ul>
<li><a href="https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__23.html" target="_blank" rel="noopener">§ 23 EStG: Private Veräußerungsgeschäfte</a> (extern)</li>
</ul>
<h2>Spekulationssteuer berechnen: Formel, AfA-Falle &amp; Beispiele</h2>
<p>Die Spekulationssteuer fällt auf den <strong>Veräußerungsgewinn</strong> an — die Differenz zwischen Verkaufspreis und Anschaffungskosten, bereinigt um Werbungskosten. Achtung: Bei vermieteten Immobilien wird die in Anspruch genommene AfA dem Gewinn <strong>hinzugerechnet</strong> (§ 23 Abs. 3 Satz 4 EStG). Genau hier liegt die größte Falle.</p>
<h3>Die korrekte Formel</h3>
<p><em>Veräußerungsgewinn = Verkaufspreis − (Kaufpreis − bereits genutzte AfA) − Anschaffungsnebenkosten − Verkaufskosten − werterhaltende Aufwendungen</em></p>
<h3>Was zählt als abzugsfähige Kosten?</h3>
<ul>
<li><strong>Anschaffungsnebenkosten:</strong> Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch, Maklerprovision Kauf</li>
<li><strong>Verkaufskosten:</strong> Maklergebühren, Inserate, Energieausweis, Home-Staging, Notar-Löschung Grundschuld</li>
<li><strong>Vorfälligkeitsentschädigung</strong> bei vorzeitiger Kreditablösung (BFH IX R 22/14: abzugsfähig als Werbungskosten)</li>
<li><strong>Modernisierung</strong> innerhalb der ersten 3 Jahre nach Kauf nur als anschaffungsnahe Herstellungskosten (nicht sofort, sondern über AfA)</li>
<li><strong>Schönheitsreparaturen</strong> kurz vor Verkauf: voll abzugsfähig</li>
</ul>
<h3>Beispielrechnung: Kapitalanlage mit AfA-Korrektur</h3>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Position</th>
<th>Betrag</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Kaufpreis (Gebäudeanteil)</td>
<td>320.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Verkaufspreis</td>
<td>520.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Anschaffungsnebenkosten</td>
<td>32.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Verkaufskosten</td>
<td>18.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Bereits genutzte AfA (8 Jahre × 2 %)</td>
<td>+ 51.200 €</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Veräußerungsgewinn</strong></td>
<td><strong>201.200 €</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>Steuer bei 42 % Grenzsteuersatz</td>
<td>84.504 €</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><small>Ohne die AfA-Hinzurechnung läge der Gewinn bei nur 150.000 € — Mehrsteuer durch AfA: 21.504 €.</small></p>
<h3>Beispielrechnung: Eigennutz (steuerfrei trotz Frist)</h3>
<p>Kauf einer Wohnung als Selbstnutzer für 350.000 €. Bezug im November des Erstjahres. Verkauf im Februar des dritten Folgejahres → Eigennutzung lag in 3 Kalenderjahren vor. <strong>Komplett steuerfrei</strong>, auch wenn rechnerisch nur ca. 27 Monate vergangen sind.</p>
<h2>Welcher Steuersatz gilt?</h2>
<p>Die Spekulationssteuer ist <strong>keine eigene Steuer</strong>, sondern Teil der Einkommensteuer. Der Gewinn wird zum übrigen Einkommen addiert und mit dem <strong>persönlichen Grenzsteuersatz</strong> belegt — bei Spitzenverdienern bis 45 % (Reichensteuer), zzgl. 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Steuer und ggf. Kirchensteuer.</p>
<ul>
<li>Bis Grundfreibetrag: 0 %</li>
<li>Eingangssteuersatz: 14 % (progressiv steigend)</li>
<li>Spitzensteuersatz: 42 %</li>
<li>Reichensteuer: 45 % (ab ca. 278.000 € zvE)</li>
<li>Freibetrag Spekulationsgewinn: 600 € pro Jahr</li>
</ul>
<h3>Worst-Case: 1 Monat zu früh verkauft</h3>
<p>Eine Investorin kauft eine Eigentumswohnung für 400.000 €, vermietet sie 9 Jahre und 11 Monate, verkauft dann für 600.000 €. Gewinn nach Kosten und AfA-Hinzurechnung: ca. 230.000 €. Steuer (42 %): rund 96.600 €. <strong>Hätte sie einen Monat länger gewartet, wäre der Verkauf komplett steuerfrei gewesen.</strong> Maßgeblich ist das Datum des Notarvertrags — taggenau.</p>
<h2>Wann entfällt die Spekulationssteuer? Alle Ausnahmen im Detail</h2>
<h3>1. Eigennutz: Die 3-Kalenderjahre-Regel</h3>
<p>Die Eigennutzungs-Befreiung greift, wenn die Immobilie <strong>im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Kalenderjahren</strong> zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde (§ 23 Abs. 1 Nr. 1 Satz 3 EStG). Insider-Wissen:</p>
<ul>
<li>Das mittlere Jahr muss <strong>durchgehend</strong> selbst bewohnt sein</li>
<li>Erstes und letztes Jahr reichen <strong>tageweise</strong> — ein Tag im Januar plus ein Tag im Dezember zwei Jahre später genügt</li>
<li>Faktische Mindesthaltedauer: ca. 1 Jahr und 2 Tage (theoretisch) — sicher: über 24 Monate</li>
<li>Auch <strong>Ferienwohnungen</strong> qualifizieren, wenn sie nicht zwischenvermietet wurden und jederzeit zur eigenen Nutzung verfügbar waren (BFH IX R 37/16)</li>
</ul>
<h3>2. Kapitalanlage: 10 Jahre taggenau</h3>
<p>Bei vermieteten Objekten gilt die <strong>10-Jahres-Frist taggenau</strong> — Notarvertrag Kauf bis Notarvertrag Verkauf. Tipp: Lassen Sie sich beim Verkauf vom Notar bestätigen, dass der wirtschaftliche Übergang innerhalb der gewünschten Frist erfolgt.</p>
<h3>3. Erbe: Frist des Erblassers wird übernommen</h3>
<p>Beim Erbfall tritt der Erbe in die Rechtsstellung des Erblassers ein. Die Frist läuft <strong>ab dessen ursprünglichem Kaufdatum</strong> weiter. Hat der Verstorbene die Immobilie vor mehr als 10 Jahren gekauft, kann der Erbe sofort steuerfrei verkaufen — unabhängig vom Erbfalldatum. Mehr zur <a href="https://lukinski.de/erbschaftsteuer-immobilie/">Erbschaftsteuer Immobilie</a>.</p>
<h3>4. Erbengemeinschaft &amp; Auseinandersetzung</h3>
<p>Achtung Falle: Zahlt ein Miterbe die anderen aus (Erbteilskauf), gilt für den ausgekauften Anteil ein <strong>neues Anschaffungsdatum</strong> — die Spekulationsfrist beginnt für diesen Anteil neu. Der ererbte Anteil bleibt mit der alten Frist verknüpft.</p>
<h3>5. Schenkung mit und ohne Gegenleistung</h3>
<p>Bei reiner Schenkung wird das Anschaffungsdatum des Schenkers übernommen. Bei <strong>gemischter Schenkung</strong> (z. B. Übertragung gegen Übernahme von Schulden oder Rentenzahlung) gilt für den entgeltlichen Teil ein neues Datum — eine häufig übersehene Steuerfalle bei Generationsübergaben.</p>
<h3>6. Selbst gebautes Haus</h3>
<p>Beim Eigenbau zählt der <strong>Beginn der Eigennutzung</strong>, nicht der Baubeginn. 3-Jahres-Eigennutzregel ausreichend. Das Grundstück selbst kann separat zu beurteilen sein, wenn es vor mehr als 10 Jahren gekauft wurde.</p>
<h3>7. Anteilige Vermietung im selbstgenutzten Haus</h3>
<p>Wer ein Einfamilienhaus bewohnt, aber eine Einliegerwohnung oder ein Zimmer dauerhaft vermietet, muss den <strong>vermieteten Flächenanteil</strong> bei Verkauf innerhalb der 10-Jahres-Frist anteilig versteuern. Beispiel: 30 % vermietete Fläche → 30 % des Gewinns ist steuerpflichtig.</p>
<h3>8. Häusliches Arbeitszimmer</h3>
<p>Gute Nachricht: Nach BFH-Urteil IX R 27/19 ist das häusliche Arbeitszimmer einer ansonsten selbstgenutzten Wohnung <strong>nicht anteilig steuerpflichtig</strong> — auch wenn AfA und Kosten als Werbungskosten abgesetzt wurden. Wichtig für Selbstständige und Homeoffice-Nutzer.</p>
<h3>9. Zwangsversteigerung &amp; Enteignung</h3>
<p>Verluste durch Zwangsversteigerung können in die Verlustverrechnung einfließen. Enteignungen (z. B. für Verkehrsprojekte) lösen nach BFH-Rechtsprechung <strong>kein privates Veräußerungsgeschäft</strong> aus — also keine Spekulationssteuer.</p>
<h2>Spekulationssteuer sparen: 7 legale Strategien</h2>
<ul>
<li><strong>Eigennutzung vor Verkauf:</strong> Über die Jahresgrenze hinweg in 3 Kalenderjahre einziehen — kann sechsstellige Beträge sparen.</li>
<li><strong>Kosten lückenlos belegen:</strong> Notar, Makler, Grunderwerbsteuer, Vorfälligkeitsentschädigung, Energieausweis, Home-Staging, Schönheitsreparaturen — jede 1.000 € senken die Steuerlast bei 42 % um 420 €.</li>
<li><strong>Verluste verrechnen:</strong> Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften sind <strong>nur mit Gewinnen aus gleichartigen Geschäften</strong> verrechenbar — nicht mit Einkommen aus Vermietung oder Arbeit. Vortrag in Folgejahre möglich.</li>
<li><strong>Splitting auf Ehepartner:</strong> Bei zwei Eigentümern wird der Gewinn geteilt — durch Progressionseffekt oft 5–10 % Steuerersparnis.</li>
<li><strong>Verkaufszeitpunkt strategisch wählen:</strong> Notartermin in einkommensschwächeres Jahr legen (Renteneintritt, Sabbatical, Elternzeit).</li>
<li><strong>Vermögensverwaltende GmbH:</strong> Bei mehreren Objekten kann eine Immobilien-GmbH mit erweiterter Kürzung (§ 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG) effektiv unter 16 % Steuerlast bringen — komplexe Strukturierung, aber langfristig hochinteressant für Investoren.</li>
<li><strong>Zwischen 9- und 10-Jahres-Grenze: warten.</strong> Wer kurz vor Fristablauf verkauft, verschenkt oft einen sechsstelligen Betrag.</li>
</ul>
<h2>Spekulationssteuer &amp; Grunderwerbsteuer: Der Unterschied</h2>
<p>Verwechseln Sie nicht: Die <a href="https://lukinski.de/grunderwerbsteuer-kosten-tabelle-bundeslaender-5-mio-euro/">Grunderwerbsteuer</a> zahlt der <strong>Käufer</strong> beim Erwerb (3,5–6,5 % je Bundesland). Die Spekulationssteuer zahlt der <strong>Verkäufer</strong> auf den erzielten Gewinn — aber nur innerhalb der gesetzlichen Fristen. Beide werden o</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Villa kaufen und vermieten: Rendite, Saison, Nebenkosten, Sanierung, Finanzierung&#8230;</title>
		<link>https://lukinski.de/villa-kaufen-vermieten-rendite-saison-nebenkosten-sanierung-finanzierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[L_kinski]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Feb 2022 14:08:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzierung]]></category>
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					<description><![CDATA[Villa kaufen und vermieten — das Modell vereint Eigennutz mit Kapitalanlage: Sie nutzen Ihre Villa in der Nebensaison selbst, vermieten in der Hauptsaison und lassen Mieter Tilgung, Zinsen und Instandhaltung finanzieren. Spanische Hotspots wie Spanien, allen voran Mallorca, Ibiza und Marbella, bieten dabei Renditen, die in Deutschland kaum erreichbar sind. Was Sie in diesem Ratgeber [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Villa kaufen und vermieten — das Modell vereint Eigennutz mit Kapitalanlage: Sie nutzen Ihre Villa in der Nebensaison selbst, vermieten in der Hauptsaison und lassen Mieter Tilgung, Zinsen und Instandhaltung finanzieren. Spanische Hotspots wie <a href="https://lukinski.de/villa-kaufen-spanien-mallorca-ibiza-oder-marbella-vergleich-kaeufer-tipps/" data-type="post" data-id="53636">Spanien</a>, allen voran <a href="https://lukinski.de/villa-kaufen-mallorca-wo-kaufen-insel-tour-villenviertel-makler-tipps/" data-type="post" data-id="53882">Mallorca</a>, <a href="https://lukinski.de/villa-kaufen-ibiza-wo-kaufen-exklusive-insel-tour-villenviertel-makler-tipps/" data-type="post" data-id="53685">Ibiza</a> und <a href="https://lukinski.de/villa-kaufen-marbella-wo-kaufen-kaeufer-tipps-villenviertel-makler-tour/" data-type="post" data-id="53894">Marbella</a>, bieten dabei Renditen, die in Deutschland kaum erreichbar sind.</p>
<p>Was Sie in diesem Ratgeber lernen:</p>
<ul>
<li>Brutto- vs. Nettorendite einer Ferienvilla — realistisch gerechnet</li>
<li>Saison-Kalkulation Woche für Woche</li>
<li>Touristische Vermietungslizenz (ETV/VT) — der häufigste Fallstrick</li>
<li>Spanische Vermögenssteuer, Grunderwerbsteuer, Non-Resident-Tax</li>
<li>Eigenkapital, Zinsen und Finanzierungsstrategien für Ausländer</li>
<li>Due-Diligence-Checkliste vor Kaufvertrag</li>
</ul>
<h2>Vermietung einer Villa: Rendite und Wertsteigerung</h2>
<p>Lohnt sich die Vermietung in Spanien? Ja — aber nur, wenn Sie sauber rechnen. Spitzenobjekte generieren 8–12 % Bruttorendite pro Jahr, allein durch Vermietung in der Hauptsaison. Die restlichen 3–6 Monate nutzen Sie Ihre Villa selbst. Hinzu kommt die Wertsteigerung des Grundstücks, die in Lagen wie Son Vida, Es Cubells oder Marbellas Goldener Meile zweistellig pro Jahr erreichen kann.</p>
<blockquote><p>Wichtig: Bruttorendite ist nicht Nettorendite. Wer 24 % Non-Resident-Tax, IBI, Versicherung und Service-Gebühren ignoriert, rechnet sich reich.</p></blockquote>
<h3>Ziel der Mietrendite: Mieter zahlt Ihre Villa</h3>
<p>Das Ziel jeder Investorenrechnung lautet:</p>
<blockquote><p>Die Mieteinnahmen sollen Tilgung, Zinsen, laufende Kosten und Steuern decken — und zusätzlich Cashflow erzeugen.</p></blockquote>
<p>In Deutschland gilt aktuell eine Bruttorendite ab 6 % als gut. In Spanien liegt die Schwelle wegen höherer Zinsen für Nicht-Residenten und höherer Steuerlast bei 7–8 % Brutto, um nach allen Abzügen auf eine Nettorendite von 3–4 % zu kommen.</p>
<h3>Formel: Bruttorendite vs. Nettorendite</h3>
<p>Vollvermietung (klassische Kapitalanlage):</p>
<blockquote><p>Bruttorendite = Jahreskaltmiete (Kaltmiete × 12) / Investition (Kaufpreis + Nebenkosten)</p></blockquote>
<p>Teilvermietung (Ferienvilla mit Eigennutz):</p>
<blockquote><p>Bruttorendite = Summe Wocheneinnahmen Saison / Investition (Kaufpreis + Nebenkosten + Sanierung)</p></blockquote>
<p>Die Nettorendite ergibt sich erst nach Abzug aller laufenden Kosten:</p>
<blockquote><p>Nettorendite = (Bruttoeinnahmen − Service − IBI − Versicherung − Strom/Wasser − IRNR-Steuer) / Gesamtinvestition</p></blockquote>
<p>Mehr zur grundlegenden <a href="https://lukinski.de/immobilien-rendite-erklaert-vermoegen-aufbauen-definition-formel-rendite-immobilie/" data-type="post" data-id="47736">Immobilien Rendite</a> finden Sie im Grundlagen-Ratgeber.</p>
<h3>Schnellbeispiel zur Einordnung</h3>
<ul>
<li>6,7 % Bruttorendite = 80.000 € Jahreskaltmiete / 1.200.000 € Investition</li>
</ul>
<p>Tipp: Maßgeblich für Top-Mietpreise sind Lage, Schlafzimmer-/Badezimmer-Anzahl, Pool, Meerblick und Privatsphäre. Eine 6-Schlafzimmer-Villa mit Infinity-Pool erzielt das Drei- bis Vierfache einer 3-Schlafzimmer-Villa ohne Pool.</p>
<h2>Mietpreis: Wie viel Miete für welche Villa?</h2>
<p>Tipp: Vergleichen Sie Angebote auf Plattformen wie Airbnb, Vrbo oder spezialisierten Portalen (The Plum Guide, Charme &amp; More). Filtern Sie nach Lage, Wohnfläche, Schlafzimmern, Pool — und prüfen Sie die Kalender-Auslastung der letzten zwölf Monate. So sehen Sie nicht nur Preise, sondern auch, ob die Angebote tatsächlich gebucht werden.</p>
<h3>Wochenpreis-Korridore nach Saison (Mallorca/Ibiza/Marbella, Premium-Segment)</h3>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="6">
<tbody>
<tr>
<td><b>Saison</b></td>
<td><b>Monate</b></td>
<td><b>Wochenpreis 4 SZ Villa</b></td>
<td><b>Wochenpreis 6+ SZ Villa</b></td>
</tr>
<tr>
<td>Hochsaison</td>
<td>Juli – August</td>
<td>10.000 – 18.000 €</td>
<td>18.000 – 45.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Hauptsaison</td>
<td>Juni, September</td>
<td>7.000 – 12.000 €</td>
<td>12.000 – 28.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Nebensaison</td>
<td>Mai, Oktober</td>
<td>4.500 – 8.000 €</td>
<td>8.000 – 15.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Off-Season</td>
<td>November – April</td>
<td>2.500 – 5.000 €</td>
<td>5.000 – 10.000 €</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Beispiel: Vermietung in der Hauptsaison — 2,6 % Rendite in einem Monat</h3>
<p>Ein Bekannter vermietet seine Ibiza-Villa im Wert von 2.100.000 Euro allein im Monat Juli für 54.000 Euro.</p>
<blockquote><p>2,57 % Bruttorendite vom Kaufpreis — in einem einzigen Monat.</p></blockquote>
<p>An Hotspots wie Ibiza erwirtschaften Sie also fast die Hälfte einer deutschen Jahresrendite in vier Wochen. Die Hauptsaison Mai bis September kann allein 8–11 % Bruttorendite erzeugen.</p>
<h2>Gebühren: Vermietung und House-Service</h2>
<p>Wer an Hotspots vermietet, kümmert sich nicht selbst um Schlüsselübergabe, Wäsche, Pool oder Reklamationen — schon gar nicht aus 1.500 km Entfernung. Lokale Property-Management-Agenturen übernehmen das gesamte Paket gegen 20–25 % der Mieteinnahmen.</p>
<h3>Was leistet eine seriöse Agentur?</h3>
<ul>
<li>Vermarktung auf Premium-Plattformen und im eigenen Netzwerk</li>
<li>Mieter-Screening (zahlungskräftige, schadensarme Gäste)</li>
<li>Kommunikation, Buchungsmanagement, Vertragsabwicklung</li>
<li>Check-in / Check-out, Schlüsselübergabe</li>
<li>Reinigung, Wäsche, Hausmeister</li>
<li>Pool-Service, Gartenpflege, technische Wartung</li>
<li>24/7-Bereitschaft bei Schäden, Concierge auf Wunsch</li>
</ul>
<blockquote><p>Service-Pauschale: 20 % – 25 % der Bruttomieteinnahmen</p></blockquote>
<p>Tipp: Lassen Sie sich Referenz-Objekte und Auslastungszahlen vorzeigen. Eine schwache Agentur kostet Sie schnell 30 % Auslastung — das sind bei 260.000 € Jahresmiete 78.000 € entgangene Einnahmen.</p>
<h2>Touristische Vermietungslizenz — der häufigste Fallstrick</h2>
<p>Wichtigster Punkt vor jedem Villa-Kauf zur Vermietung: Hat das Objekt eine gültige touristische Vermietungslizenz?</p>
<ul>
<li><b>Mallorca / Balearen:</b> ETV-Lizenz (Estancia Turística en Viviendas). Vergabe stark eingeschränkt, in vielen Zonen Moratorium.</li>
<li><b>Ibiza:</b> Ebenfalls ETV. Strenge Zonierung, viele Gebiete komplett gesperrt.</li>
<li><b>Marbella / Andalusien:</b> VFT-Registrierung (Vivienda con Fines Turísticos). Einfacher zu erhalten, aber Comunidad-Statuten prüfen.</li>
</ul>
<blockquote><p>Ohne Lizenz droht bei kurzfristiger Vermietung Bußgeld bis 400.000 Euro pro Verstoß.</p></blockquote>
<p>Praxis: Eine bestehende Lizenz erhöht den Verkehrswert der Villa auf den Balearen häufig um 100.000 – 300.000 Euro. Wer ohne Lizenz kauft und auf Neuvergabe hofft, geht ein hohes Risiko ein.</p>
<h2>Vorteile: Rendite aus Vermietung und Wertsteigerung</h2>
<ol>
<li>Bruttorenditen oft 8–12 % statt 3–5 % wie in deutschen Großstädten</li>
<li>Wertsteigerung des Grundstücks in limitierten Lagen (Inseln, Küste)</li>
<li>Eigennutz in Nebenmonaten — steuerlich absetzbarer Geschäftsreise-Anteil möglich</li>
<li>Inflationsschutz durch Sachwert in Hartwährung-Region</li>
<li>Diversifikation des Immobilien-Portfolios außerhalb Deutschlands</li>
</ol>
<p>Allerdings: Sie brauchen 50–60 % Eigenkapital vom Kaufpreis und akzeptieren höhere Zinsen als bei einer deutschen Finanzierung.</p>
<h3>Beispielrechnung: Kauf inklusive Sanierung</h3>
<ul>
<li>Kaufpreis: 1.900.000 €</li>
<li>Sanierung &amp; Möblierung: 240.000 €</li>
<li>Gesamtinvestition (ohne Kaufnebenkosten): 2.140.000 €</li>
</ul>
<p>In Spitzenmonaten Juni, Juli, August sind 50.000 – 60.000 € Monatsmiete realistisch — vorausgesetzt, Buchung erfolgt früh (Januar – März). Wir kalkulieren konservativ mit 14.000 € Wochenpreis in der Hauptsaison.</p>
<h3>Saison-Kalkulation Monat für Monat</h3>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="6">
<tbody>
<tr>
<td><b>Monat</b></td>
<td><b>Nutzung</b></td>
<td><b>Wochen vermietet</b></td>
<td><b>Wochenpreis</b></td>
<td><b>Einnahmen</b></td>
</tr>
<tr>
<td>Januar – März</td>
<td>Eigennutz</td>
<td>0</td>
<td>—</td>
<td>0 €</td>
</tr>
<tr>
<td>April</td>
<td>Leerstand</td>
<td>0</td>
<td>—</td>
<td>0 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Mai</td>
<td>Vermietung</td>
<td>3</td>
<td>12.000 €</td>
<td>36.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Juni</td>
<td>Vermietung</td>
<td>4</td>
<td>14.000 €</td>
<td>56.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Juli</td>
<td>Vermietung</td>
<td>4</td>
<td>14.000 €</td>
<td>56.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>August</td>
<td>Vermietung</td>
<td>4</td>
<td>14.000 €</td>
<td>56.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>September</td>
<td>Vermietung</td>
<td>4</td>
<td>11.000 €</td>
<td>44.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Oktober – November</td>
<td>Leerstand</td>
<td>0</td>
<td>—</td>
<td>0 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Dezember</td>
<td>Eigennutz</td>
<td>0</td>
<td>—</td>
<td>0 €</td>
</tr>
<tr>
<td><b>Summe</b></td>
<td></td>
<td><b>19 Wochen</b></td>
<td></td>
<td><b>248.000 €</b></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Bruttorendite</h3>
<ul>
<li>Bruttoeinnahmen: 248.000 € / Jahr</li>
<li>Service-Agentur (20 %): − 49.600 €</li>
<li>Einnahmen nach Service: 198.400 €</li>
<li>Bruttorendite (vor Steuer &amp; laufenden Kosten): 9,3 %</li>
</ul>
<h3>Nettorendite — der ehrliche Blick</h3>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="6">
<tbody>
<tr>
<td><b>Position</b></td>
<td><b>Betrag p.a.</b></td>
</tr>
<tr>
<td>Bruttomieteinnahmen</td>
<td>248.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Service-Agentur 20 %</td>
<td>− 49.600 €</td>
</tr>
<tr>
<td>IBI (Grundsteuer Spanien)</td>
<td>− 4.500 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Gebäudeversicherung</td>
<td>− 2.200 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Strom, Wasser, Internet</td>
<td>− 4.800 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Instandhaltungsrücklage 1 %</td>
<td>− 21.400 €</td>
</tr>
<tr>
<td>IRNR (24 % Drittland / 19 % EU auf Brutto nach Werbungskosten)</td>
<td>− ca. 35.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td><b>Netto-Cashflow vor Finanzierung</b></td>
<td><b>ca. 130.500 €</b></td>
</tr>
<tr>
<td>Nettorendite auf 2.140.000 € Investition</td>
<td><b>6,1 %</b></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Aus 9,3 % Brutto werden also realistisch 6 % Netto — immer noch deutlich besser als jede deutsche Wohnimmobilie in A-Lage.</p>
<h3>Wertsteigerung des Grundstücks</h3>
<p>Zur laufenden Mietrendite kommt die Wertsteigerung. Auf den Balearen ist Bauland streng limitiert, Neubau-Genehmigungen werden restriktiv vergeben. Marktstudien zeigen für Mallorca-Premium-Lagen durchschnittliche Preissteigerungen von rund 25–30 % über fünf Jahre — also ca. 5 % p.a. zusätzlich zur Mietrendite.</p>
<ul>
<li>27 % über 5 Jahre = ca. 5,1 % p.a. Wertsteigerung</li>
<li>Total Return (Mietrendite + Wertsteigerung): 6 % + 5 % = ca. 11 % p.a.</li>
</ul>
<p>In deutschen A-Städten liegt der Total Return aktuell bei 3–5 %. Der Renditevorteil spanischer Premium-Standorte ist substantiell.</p>
<h2>Welche Nebenkosten entstehen beim Immobilienkauf?</h2>
<h3>Maklerkosten</h3>
<p>In Deutschland werden Maklerkosten beim Privatkauf gesetzlich 50/50 zwischen Verkäufer und Käufer geteilt. In Spanien (Balearen, Costa del Sol) sind Maklerkosten — meist 5 % — bereits im Kaufpreis enthalten und werden vom Verkäufer getragen. Für Sie als Käufer: kein zusätzlicher Posten.</p>
<h3>Grunderwerbsteuer (ITP / IVA + AJD)</h3>
<table border="1" cellspacing="0" cell 

]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>GmbH &#038; Co OHG &#8211; Gründung, Geschäftsführung, Haftung &#038; Co</title>
		<link>https://lukinski.de/gmbh-co-ohg-gruendung-geschaeftsfuehrung-haftung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Laura]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Mar 2021 04:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die GmbH &#38; Co. OHG ist eine Personengesellschaft, bei der eine GmbH als vollhaftender Gesellschafter fungiert — ähnlich wie die bekanntere GmbH &#38; Co. KG, aber mit unbeschränkter Haftung aller Gesellschafter. Diese Konstruktion ist selten, da die GmbH &#38; Co. KG in den meisten Fällen flexibler und steuerlich attraktiver ist. GmbH &#38; Co OHG &#8211; [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die <strong>GmbH &amp; Co. OHG</strong> ist eine Personengesellschaft, bei der eine GmbH als vollhaftender Gesellschafter fungiert — ähnlich wie die bekanntere GmbH &amp; Co. KG, aber mit unbeschränkter Haftung aller Gesellschafter. Diese Konstruktion ist selten, da die GmbH &amp; Co. KG in den meisten Fällen flexibler und steuerlich attraktiver ist.</p>
<p><strong>GmbH &amp; Co OHG</strong> &#8211; Die GmbH &amp; Co OHG ist eine deutsche Rechtsform, welche die Offene Handelsgesellschaft (OHG) mit einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) kombiniert. Dadurch greifen die größten Vorteile beider Rechtsformen ineinander: die unkomplizierte Gründung und Gleichstellung aller Gesellschafter aus der OHG plus die Haftungsbeschränkung der GmbH. Für Immobilien-Investoren ist sie ein Nischenmodell &#8211; in der Praxis dominiert die <a href="https://lukinski.de/firma-gruenden-immobilien-ablauf-kosten-voraussetzungen-rechtsformen-schritte-checkliste/">Firma gründen</a>-Variante GmbH &amp; Co KG, weil sie hierarchisch flexibler ist. Wer dennoch eine gleichberechtigte Partnerstruktur mit Haftungsschutz will, findet hier alle Details. Eine Übersicht aller <a href="https://lukinski.de/rechtsformen-firma-unternehmen-immobilien-gbr-kg-gmbh-ag-co-vergleich-vorteile-steuern/">Rechtsformen</a> in Deutschland gibt es ebenfalls.</p>
<h2>GmbH &amp; Co OHG &#8211; Gründung, Finanzierung, Haftung &amp; Co</h2>
<p>Die Offene Handelsgesellschaft &#8211; kurz: OHG &#8211; zählt zu den vollständigen Gesellschaften und unterliegt als Personengesellschaft dem Handelsgesetzbuch (HGB). Der Gründungsprozess verläuft unkompliziert, da sie formlos gegründet werden kann und ein Minimum von zwei Gründungsmitgliedern erforderlich ist. Sie kann sowohl von natürlichen als auch von juristischen Personen gegründet werden. Eine Maximalzahl zulässiger Gesellschafter ist gesetzlich nicht festgelegt.</p>
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<p>Tritt der persönlich haftende Hauptgesellschafter einer OHG als GmbH auf &#8211; oder haften in der Gesellschaft ausschließlich juristische Personen &#8211; wird eine sogenannte <strong>Gesellschaft mit beschränkter Haftung &amp; Compagnie Offene Handelsgesellschaft</strong> (GmbH &amp; Co OHG) gebildet. Wichtig: Während die GmbH selbst eine juristische Person ist, besitzt die GmbH &amp; Co OHG <strong>keine eigene Rechtspersönlichkeit</strong> und gilt steuerlich und rechtlich immer als Personengesellschaft.</p>
<p>Weitere typische Personengesellschaften:</p>
<ul>
<li><a href="https://lukinski.de/kommanditgesellschaft-kg-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern/">Kommanditgesellschaft (KG)</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/offene-handelsgesellschaft-ohg-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern/">Offene Handelsgesellschaft (OHG)</a></li>
<li>Gesellschaft mit beschränkter Haftung und Compagnie Kommanditgesellschaft (GmbH &amp; Co KG)</li>
</ul>
<h3>GmbH &amp; Co OHG vs. GmbH &amp; Co KG vs. GmbH &#8211; Vergleich auf einen Blick</h3>
<p>Wer Immobilien strukturieren oder ein Handelsgewerbe gründen will, steht meist vor genau drei Alternativen. Hier der direkte Vergleich:</p>
<table border="1" cellpadding="6">
<thead>
<tr>
<th>Kriterium</th>
<th>GmbH &amp; Co OHG</th>
<th>GmbH &amp; Co KG</th>
<th>GmbH</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Rechtsnatur</td>
<td>Personengesellschaft</td>
<td>Personengesellschaft</td>
<td>Juristische Person</td>
</tr>
<tr>
<td>Mindestkapital</td>
<td>25.000 € (für GmbH)</td>
<td>25.000 € (für GmbH)</td>
<td>25.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Haftung natürliche Personen</td>
<td>Nicht vorgesehen &#8211; alle Gesellschafter sind GmbHs</td>
<td>Komplementär: GmbH / Kommanditist: nur Einlage</td>
<td>Auf Stammeinlage</td>
</tr>
<tr>
<td>Hierarchie</td>
<td>Gleichberechtigt</td>
<td>Klare Trennung Komplementär/Kommanditist</td>
<td>Gesellschafter nach Anteil</td>
</tr>
<tr>
<td>Geschäftsführung</td>
<td>Alle Gesellschafter</td>
<td>Komplementär (GmbH)</td>
<td>Geschäftsführer</td>
</tr>
<tr>
<td>Besteuerung</td>
<td>Transparenzprinzip (ESt/KSt + GewSt)</td>
<td>Transparenzprinzip (ESt/KSt + GewSt)</td>
<td>KSt + GewSt + ggf. KapESt</td>
</tr>
<tr>
<td>Verbreitung in der Praxis</td>
<td>Selten</td>
<td>Sehr häufig (Immobilien!)</td>
<td>Standard</td>
</tr>
<tr>
<td>Eignung Immobilien-Holding</td>
<td>Bedingt</td>
<td>Sehr gut</td>
<td>Sehr gut</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Gründung &amp; Firmierung</h3>
<p>Für die Gründung einer GmbH &amp; Co OHG bedarf es mindestens zwei Personen, wobei zumindest einer in Gestalt einer GmbH auftritt. Ein häufiges Szenario: beide Gründungsmitglieder sind Gesellschaften mit beschränkter Haftung, die sich für ein gemeinsames Projekt zusammenschließen. In jedem Fall treten alle juristischen Personen der Gesellschaft als persönlich haftende Gesellschafter auf.</p>
<p><strong>Voraussetzungen für die Gründung im Überblick:</strong></p>
<ul>
<li>Mindestens zwei Gesellschafter (mind. eine GmbH)</li>
<li>Vorab: Gründung der GmbH(s) mit 25.000 € Stammkapital</li>
<li>Steueridentifikationsnummer (Steuer-ID)</li>
<li>Anmeldung beim Gewerbeamt</li>
<li>Gesellschaftsvertrag (Satzung) &#8211; notarielle Beurkundung empfohlen</li>
<li>Eintragung im Handelsregister (HRA)</li>
<li>Firmenzusatz &#8222;GmbH &amp; Co OHG&#8220;</li>
</ul>
<p><strong>Realistische Gründungskosten (Größenordnung):</strong></p>
<ul>
<li>GmbH-Gründung pro Gesellschafter-GmbH: 800 – 2.000 € (Notar, HR-Eintrag)</li>
<li>Gesellschaftsvertrag GmbH &amp; Co OHG: 500 – 1.500 € (Notar/Anwalt)</li>
<li>Handelsregister-Eintrag: ca. 200 – 400 €</li>
<li>Gewerbeanmeldung: 20 – 60 €</li>
<li>Steuerberater (laufend, jährlich): 2.000 – 6.000 € (Bilanz, ESt-Mitteilung)</li>
</ul>
<p>Wie der Gründungsprozess einer GmbH im Einzelnen funktioniert, erfährst du hier:</p>
<ul>
<li><a href="https://lukinski.de/gesellschaft-mit-beschraenkter-haftung-gmbh-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern/">Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)</a></li>
</ul>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-36782" src="https://lukinski.de/wp-content/uploads/2020/02/rechtsformen-firma-unternehmen-immobilien-gbr-kg-gmbh-ag-co-vergleich-vorteile-steuern-mann-geschaftsmann-tisch-kaffee-tablet-lernen-checkliste.jpg" alt="" width="1200" height="800" /></p>
<h3>Geschäftsführung &amp; Vertretungsmacht</h3>
<p>Sofern im Gesellschaftsvertrag nichts Abweichendes geregelt ist, besitzt jeder Gesellschafter einer GmbH &amp; Co OHG die Vertretungsmacht im Außenverhältnis. Möglich ist:</p>
<ul>
<li><strong>Einzelvertretung</strong> (gesetzlicher Regelfall)</li>
<li><strong>Gesamtvertretung</strong> &#8211; mehrere Gesellschafter zeichnen gemeinsam (Eintragung im HR nötig)</li>
<li><strong>Vertretungsausschluss</strong> &#8211; einzelner Gesellschafter darf nicht vertreten (HR-Eintrag erforderlich)</li>
</ul>
<p>Beschränkungen, die nicht im Handelsregister stehen, gelten nur im Innenverhältnis und sind Dritten gegenüber unwirksam. Selbiges gilt für die Geschäftsführungsbefugnis: Grundsätzlich dürfen und sollen alle Gesellschafter geschäftsführend tätig werden.</p>
<p>Gesetzesauszug &#8211; § 114 HGB:</p>
<blockquote><p>(1) Zur Führung der Geschäfte der Gesellschaft sind alle Gesellschafter berechtigt und verpflichtet.<br />
(2) Ist im Gesellschaftsvertrage die Geschäftsführung einem Gesellschafter oder mehreren Gesellschaftern übertragen, so sind die übrigen Gesellschafter von der Geschäftsführung ausgeschlossen.</p></blockquote>
<h3>Geschäftsbriefe &#8211; Pflichtangaben</h3>
<p>Im Geschäftsverkehr ist die GmbH &amp; Co OHG an strenge Angabepflichten gebunden. Auf <strong>jedem Geschäftsbrief</strong> (Angebot, Bestellschein, Rechnung, Mahnung) müssen folgende Angaben stehen:</p>
<ul>
<li>Firma der GmbH &amp; Co OHG mit Rechtsformzusatz</li>
<li>Sitz der Gesellschaft</li>
<li>Zuständiges Registergericht und HR-Nummer</li>
<li>Firmen aller Gesellschafter-GmbHs mit Rechtsformzusatz</li>
<li>HR-Nummer und Sitz jeder Gesellschafter-GmbH</li>
<li>Vollständige Namen aller Geschäftsführer</li>
<li>Ggf. Aufsichtsratsvorsitzender (Vor- und Zuname)</li>
</ul>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-36485" src="https://lukinski.de/wp-content/uploads/2021/02/firma-unternehmen-immobilie-ohg-offene-handelsgesellschaft-unternehmerin-frau-wohnung-haus-vermieten-anfang-start-vorteile-nachteile.jpg" alt="" width="1200" height="808" /></p>
<p>Werbeschriften und Postwurfsendungen sind keine Geschäftsbriefe und unterliegen diesen Pflichten nicht.</p>
<h3>Gewinnausschüttung, Verlustbeteiligung &amp; Haftung</h3>
<p>Bei der Gewinnverteilung greifen entweder die HGB-Regelungen oder individuelle Satzungs-Klauseln. Gesetzlich gilt: <strong>4 % des Kapitalanteils als Vorwegverzinsung, der Restgewinn wird &#8222;nach Köpfen&#8220; verteilt</strong>. Auch Verluste werden &#8222;nach Köpfen&#8220; geteilt.</p>
<p><strong>Rechenbeispiel:</strong> Zwei Gesellschafter-GmbHs (A &amp; B) bringen 100.000 € bzw. 50.000 € Kapital ein. Der Jahresgewinn beträgt 200.000 €:</p>
<ul>
<li>Vorwegverzinsung A: 4 % von 100.000 € = 4.000 €</li>
<li>Vorwegverzinsung B: 4 % von 50.000 € = 2.000 €</li>
<li>Restgewinn: 200.000 &#8211; 6.000 = 194.000 €, geteilt durch Köpfe (2) = 97.000 € pro Gesellschafter</li>
<li>Gesamt A: 101.000 € | Gesamt B: 99.000 €</li>
</ul>
<p><strong>Haftung im Detail:</strong> Die GmbH &amp; Co OHG haftet als Unternehmen mit ihrem Geschäftsvermögen. Zusätzlich haften die Gesellschafter <strong>unmittelbar, unbeschränkt und gesamtschuldnerisch</strong> &#8211; das heißt aber: Da alle Gesellschafter selbst GmbHs sind, ist deren Haftung wiederum auf die jeweilige <strong>Stammeinlage</strong> begrenzt. Im Ergebnis entsteht so eine effektive Haftungsbeschränkung trotz Personengesellschafts-Charakter.</p>
<p><strong>Insider-Hinweis:</strong> Hier liegt der Kniff der Konstruktion &#8211; die OHG selbst kennt nur unbegrenzte Haftung, aber durch GmbHs als Gesellschafter wird diese mittelbar gekappt. Vorsicht: Bei <strong>Unterkapitalisierung</strong> oder <strong>Durchgriffshaftung</strong> (z. B. Vermögensvermischung) kann ein Gericht den Schutz aushebeln.</p>
<h3>Steuerpflicht der GmbH &amp; Co OHG &#8211; GewSt, USt &amp; ESt / KSt</h3>
<p>Wie alle Unternehmensrechtsformen ist die GmbH &amp; Co OHG steuerpflichtig. Im Überblick:</p>
<ul>
<li><strong>Gewerbesteuer (GewSt):</strong> ab Jahresertrag &gt; 24.500 € Freibetrag &#8211; Hebesätze 200 % bis über 500 % je nach Kommune</li>
<li><strong>Umsatzsteuer (USt):</strong> 19 % Regelsatz, 7 % ermäßigt &#8211; außer bei rein steuerfreien Umsätzen (z. B. Vermietung von Wohnimmobilien)</li>
<li><strong>Transparenzprinzip:</strong> Die OHG selbst zahlt keine Einkommen- oder Körperschaftsteuer &#8211; Gewinne werden bei den Gesellschaftern besteuert</li>
<li><strong>Bei Gesellschafter-GmbHs:</strong> Körperschaftsteuer (15 %) + Solidaritätszuschlag + GewSt der GmbH selbst</li>
<li><strong>Bei natürlichen Personen als Gesellschafter (theoretisch möglich):</strong> Einkommensteuer nach Progression</li>
</ul>
<p><strong>Vergleichendes Steuerszenario &#8211; 200.000 € Jahresgewinn aus Immobilien-Handel:</strong></p>
<ul>
<li><strong>GmbH &amp; Co OHG mit GmbH-Gesellschaftern:</strong> GewSt auf OHG-Ebene (z. B. 14 %) → 28.000 € | Restgewinn fließt in Gesellschafter-GmbHs → KSt 15 % + Soli ≈ 27.000 € → Gesamtbelastung ca. 27,5 % vor Ausschüttung</li>
<li><strong>Reine GmbH:</strong> GewSt 14 % + KSt 15 % + Soli ≈ 30 % &#8211; ähnliche Gesamtbelastung</li>
<li><strong>Bei Ausschüttung an natürliche Person:</strong> zusätzlich 25 % KapESt + Soli auf den Rest</li>
</ul>
<p>Ein detaillierter Vergleich der Belastungen lohnt sich besonders, wenn du eine <a href="https://lukinski.de/immobilien-holding-schachtelprivileg-wenig-steuern-verkauf/">Immobilien Holding</a> aufbaust und das Schachtelprivilege nutzen willst.</p>
<ul>
<li><a href="https://lukinski.de/gewerbesteuer-gewst/">Gewerbesteuer (GewSt)</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/umsatzsteuer-ust/">Umsatzsteuer (USt)</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/einkommensteuer-est/">Einkommensteuer (ESt)</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/koerperschaftsteuer-kst/">Körperschaftsteuer (KSt)</a></li>
</ul>
<h2>GmbH &amp; Co OHG für Immobilien &#8211; lohnt sich das?</h2>
<p>In der Praxis nutzen die meisten Immobilien-Investoren entweder eine reine <a href="https://lukinski.de/immobilien-gmbh-vermoegensverwaltende-gmbh-vorteile-nachteile-kosten-immobilienkauf/">Immobilien-GmbH</a> oder eine GmbH &amp; Co KG. Die GmbH &amp; Co OHG ist im Immobilienbereich selten &#8211; aber nicht ohne Charme.</p>
<h3>Wann macht die GmbH &amp; Co OHG für Immobilien Sinn?</h3>
<ul>
<li><strong>Mehrere gleichberechtigte Investoren-Familien:</strong> Wenn z. B. zwei Familienholdings ein Mehrfamilienhaus gemeinsam halten wollen ohne hierarchische Trennung Komplementär/Kommanditist</li>
<li><strong>Joint-Venture-Projekt:</strong> Zwei bereits bestehende GmbHs schließen sich für ein <a href="https://lukinski.de/fix-flip-strategie-immobilien-kaufen-aufwerten-und-verkaufen-immobilienhandel/">Fix-Flip Strategie</a>-Projekt zusammen</li>
<li><strong>Vermögensverwalt<br />
<h2>Häufige Fragen zur GmbH &amp; Co. OHG</h2>
<h3>Was ist der Unterschied zwischen GmbH &amp; Co. KG und GmbH &amp; Co. OHG?</h3>
<p>Bei der GmbH &amp; Co. KG sind die Kommanditisten (natürliche Personen) auf ihre Einlage beschränkt haftbar — nur die GmbH haftet unbegrenzt. Bei der GmbH &amp; Co. OHG haften alle Gesellschafter unbeschränkt, auch die natürlichen Personen. Das macht die OHG-Variante risikoreicher und seltener.</p>
<h3>Wann ist eine GmbH &amp; Co. OHG sinnvoll?</h3>
<p>Die GmbH &amp; Co. OHG wird gelegentlich genutzt, wenn Banken oder Vertragspartner die unbeschränkte Mithaftung der natürlichen Gesellschafter verlangen — zum Beispiel bei Projektentwicklungen oder Immobilientransaktionen. Für die meisten Fälle ist die GmbH &amp; Co. KG die bessere Alternative.</p>
<h3>Was kostet die Gründung?</h3>
<p>Die Gründungskosten für eine GmbH &amp; Co. OHG setzen sich zusammen aus: Notar für den Gesellschaftsvertrag (500–2.000 Euro), Handelsregistereintragung (ca. 300 Euro) und Gründung der GmbH (Notar + Handelsregister ca. 1.500–3.000 Euro). Gesamtkosten: 2.500 bis 5.000 Euro plus laufende Buchhaltungskosten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gewerbesteuer (GewSt) einfach erklärt: Berechnen, Freibetrag und Hebesatz</title>
		<link>https://lukinski.de/gewerbesteuer-gewst-einfach-erklaert-berechnen-freibetrag-und-hebesatz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Laura]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Mar 2021 14:09:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Gewerbesteuer &#8211; Die meisten Unternehmensrechtsformen unterliegen der Steuerpflicht. Alle relevanten Informationen zu Steuer-Ratgeber Immobilien haben wir im Detail aufbereitet. Je nach Rechtsform werden Kraft Gesetz die Einkommensteuer, die Körperschaftsteuer, die Umsatzsteuer, die Gewerbesteuer und/oder die Kapitalertragsteuer fällig. Unter bestimmten Umständen ist es für einige Unternehmen möglich, sich von einer oder mehreren dieser Steuerarten befreien zu [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gewerbesteuer &#8211; Die meisten Unternehmensrechtsformen unterliegen der Steuerpflicht. Alle relevanten Informationen zu <a href="https://lukinski.de/immobilie-steuern-haus-wohnung-steuer-liste-tipps-und-tricks/">Steuer-Ratgeber Immobilien</a> haben wir im Detail aufbereitet. Je nach Rechtsform werden Kraft Gesetz die <a href="https://lukinski.de/einkommensteuer-est-einfach-erklaert-formulare-grundtabelle-lohnsteuer/" data-type="post" data-id="37911">Einkommensteuer</a>, die <a href="https://lukinski.de/koerperschaftsteuer-kst-einfach-erklaert-ug-gmbh-rechtsformen/" data-type="post" data-id="37907">Körperschaftsteuer</a>, die <a href="https://lukinski.de/umsatzsteuer-ust-einfach-erklaert-hoehe-lieferung-leistung-mehrwertsteuer-unternehmen/" data-type="post" data-id="37909">Umsatzsteuer</a>, die Gewerbesteuer und/oder die <a href="https://lukinski.de/kapitalertragsteuer-kapest-wie-hoch-freibetrag-gmbh-aktien-gesetz/" data-type="post" data-id="37910">Kapitalertragsteuer</a> fällig. Unter bestimmten Umständen ist es für einige Unternehmen möglich, sich von einer oder mehreren dieser Steuerarten befreien zu lassen. Wann ist Gewerbesteuer zu zahlen? Wie hoch sind die Gewerbesteuern? Wer unterliegt der Gewerbesteuer? Wann muss man keine Gewerbesteuer zahlen? Ein Überblick! Zurück zu: <a href="https://lukinski.de/steuern-deutschland-einkommensteuer-koerperschaftsteuer-kapitalertragsteuer-gewerbesteuer-liste/" data-type="post" data-id="38229">Steuern</a>.</p>
<h2>Gewerbesteuer (GewSt) &#8211; Steuer für Gewerbebetriebe</h2>
<p>Die Gewerbesteuer &#8211; kurz: GewSt &#8211; wird in der Regel auf den Ertrag eines jeden deutschen Gewerbebetriebs erhoben und richtet sich demnach nach der objektiven Ertragskraft des jeweiligen Unternehmens. Da Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Aktiengesellschaften und Co. kraft Rechtsform immer als Gewerbebetrieb angesehen werden, gilt die Gewerbesteuer für Kapitalgesellschaften obligatorisch &#8211; unabhängig davon, wie sich das Gründungsteam zusammensetzt.</p>
<p>Andere Steuern für Unternehmen:</p>
<ul>
<li><a href="https://lukinski.de/koerperschaftsteuer-kst-einfach-erklaert-ug-gmbh-rechtsformen/" data-type="post" data-id="37907">Körperschaftsteuer (KSt)</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/einkommensteuer-est-einfach-erklaert-formulare-grundtabelle-lohnsteuer/" data-type="post" data-id="37911">Einkommensteuer (ESt)</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/kapitalertragsteuer-kapest-wie-hoch-freibetrag-gmbh-aktien-gesetz/" data-type="post" data-id="37910">Kapitalertragsteuer (KapESt)</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/umsatzsteuer-ust/">Umsatzsteuer (USt)</a></li>
</ul>
<p>Möchtest du konkret mehr über Steuern für Immobiliengesellschaften erfahren, kannst du hier mehr erfahren:</p>
<ul>
<li>Steuern sparen Immobilien</li>
</ul>
<h3>Gewerbesteuer im Detail &#8211; Erhebung, Abgabe &amp; Freibeträge</h3>
<p>Als Objekt- bzw. Sachsteuer zählt die Gewerbesteuer von der Art her zu den Realsteuern. Effektiv zählt sie zu den Gemeindesteuern und trägt maßgeblich zu deren Finanzsystem bei. Die Gemeinden sind hebeberechtigt und legen den jeweils für ein Jahr gültigen Steuersatz per Beschluss fest. Die Gewerbesteuer ist vierteljährlich jeweils zum 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November zu gleichen Teilen als Vorauszahlung zu leisten. Diese Abgaben sind ab Steuerperiode 2008 nicht länger als Betriebsausgabe abzugsfähig, können jedoch pauschal auf die zu zahlende Einkommensteuer angerechnet werden.</p>
<p>Termine zur Vorauszahlung der Gewerbesteuer:</p>
<ul>
<li>15. Februar</li>
<li>15. Mai</li>
<li>15. August</li>
<li>15. November</li>
</ul>
<p>Für natürliche Personen und Personengesellschaften darf gemäß Gewerbesteuergesetz (GewStG) ein Freibetrag &#8211; aktuell in Höhe von 24.500 Euro &#8211; der Steuerlast gegengerechnet werden; juristische Personen dürfen ihre Steuerlast um einen verringerten Freibetrag &#8211; aktuell 3.900 Euro &#8211; kürzen.</p>
<h3>Welche Gesellschaften unterliegen der GewSt?</h3>
<p>Die meisten Gewerbebetriebe werden mit der Gewerbesteuer belastet. Da alle Kapitalgesellschaften prinzipiell als Gewerbebetriebe angesehen werden, ist diese Steuerart für die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und die Aktiengesellschaft (AG) besonders relevant.</p>
<p>Darüber hinaus unterliegen üblicherweise die Offene Handelsgesellschaft (OHG) und die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) der Gewerbesteuer &#8211; zumindest insofern ihr Jahresertrag über 24.500 Euro liegt. Eine GbR unter Freiberuflern bleibt allerdings dennoch von der Gewerbesteuerpflicht befreit. Gleiches gilt für die Freiberufler selbst: Eine Einzelunternehmung muss nur dann Abgaben zur Gewerbesteuer zahlen, wenn es sich bei dem Unternehmensgründer um einen Kleingewerbetreibenden oder einen eingetragenen Kaufmann (e. Kfm.) handelt.</p>
<h4>Unternehmensrechtsformen im Überblick</h4>
<p>Mehr Informationen zu den unterschiedlichen Rechtsformen erhältst du unter den nachfolgenden Links. Angefangen bei der Einzelunternehmung und den eingetragenen Kaufleuten&#8230; über die unterschiedlichen Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften&#8230; bis zu sonstigen Gesellschaften wie der Familienstiftung &#8211; alle wesentlichen Aspekte zu Gründung, Haftung, Steuerbelastung und mehr einfach und verständlich erklärt! Zuerst einmal die einzelnen Unternehmensrechtsformen im Überblick:</p>
<ul>
<li>Einzelunternehmen (EU)
<ul>
<li>Freiberufler</li>
<li>Kleingewerbetreibende</li>
<li>Eingetragene Kaufleute (e. K.)</li>
</ul>
</li>
<li>Stille Gesellschaften</li>
<li>BGB-Gesellschaften / <a href="https://lukinski.de/gesellschaft-buergerlichen-rechts-gbr-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern/" data-type="post" data-id="34297">Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)</a></li>
<li>Personengesellschaften
<ul>
<li><a href="https://lukinski.de/kommanditgesellschaft-kg-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern/" data-type="post" data-id="34307">Kommanditgesellschaft (KG)</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/offene-handelsgesellschaft-ohg-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern/" data-type="post" data-id="34306">Offenen Handelsgesellschaft (OHG)</a></li>
<li>Gesellschaft mit beschränkter Haftung und Compagnie Kommanditgesellschaft (GmbH &amp; Co KG)</li>
<li>Gesellschaft mit beschränkter Haftung und Compagnie Offene Handelsgesellschaft (GmbH &amp; Co OHG)</li>
</ul>
</li>
<li>Kapitalgesellschaften
<ul>
<li><a href="https://lukinski.de/aktiengesellschaft-ag-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern" data-type="post" data-id="34311">Aktiengesellschaft (AG)</a>
<ul>
<li>AG &amp; Co KGaA</li>
</ul>
</li>
<li><a href="https://lukinski.de/kommanditgesellschaft-auf-aktien-kgaa-gruendung-geschaeftsfuehrung-haftung-co/" data-type="post" data-id="38318">Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA)</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/gesellschaft-mit-beschraenkter-haftung-gmbh-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern/" data-type="post" data-id="34310">Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)</a>
<ul>
<li>GmbH &amp; Co KGaA</li>
</ul>
</li>
<li>Unternehmergesellschaft / UG (haftungsbeschränkt)</li>
<li>Europäische Aktiengesellschaft / Societas Europaea (SE)
<ul>
<li>SE &amp; Co KGaA</li>
</ul>
</li>
</ul>
</li>
<li>Sonstige Gesellschaften
<ul>
<li>Stiftungen / <a href="https://lukinski.de/familienstiftung-gruenden-immobilien-steuern-koerperschaftssteuer-mieteinnahmen/" data-type="post" data-id="30998">Familienstiftungen</a></li>
<li>Versicherungen</li>
<li>Partnerschaften</li>
<li>Eingetragene Vereine (e. V.)</li>
<li>Eingetragene Genossenschaften (e. G.)</li>
</ul>
</li>
</ul>
<h2>Steuern in Deutschland: Liste</h2>
<p>Körperschaftsteuer (KSt), Einkommensteuer (ESt), Kapitalertragsteuer (KapESt), Umsatzsteuer (USt), Gewerbesteuer (GewSt) &#8211; wer zahlt was? In diesem Überblick zu den verschiedenen Steuerarten / Steuerformen in Deutschland, findest du relevante Steuern für dich als Privatperson und für dein Unternehmen, je nachdem, welche <a href="https://lukinski.de/rechtsformen-firma-unternehmen-immobilien-gbr-kg-gmbh-ag-co-vergleich-vorteile-steuern/" data-type="post" data-id="36570">Rechtsform</a> du gewählt hast. Außerdem nach der Steuer-Liste: Wie funktioniert der Steuer Zyklus um Monatsabschluss, Jahresabschluss und Bilanz? Ein kleiner Einblick für die, die ihre erste <a href="https://lukinski.de/firma-gruenden-immobilien-ablauf-kosten-voraussetzungen-rechtsformen-schritte-checkliste/" data-type="post" data-id="36760">Firma gründen</a>. Welche Steuern gibt es? Einfache Erklärungen, Definitionen, <a href="https://lukinski.de/steuern-verstehen-umwandeln-vermoegen-aufbauen-steueroptimierung-steuerfrei/" data-type="post" data-id="30365">Steueroptimierung</a>, ein Einblick in Steuern.</p>
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<li><a href="https://lukinski.de/steuern-deutschland-einkommensteuer-koerperschaftsteuer-kapitalertragsteuer-gewerbesteuer-liste/" data-type="post" data-id="38229">Steuern: Liste</a></li>
</ul>
<p><a href="https://lukinski.de/steuern-deutschland-einkommensteuer-koerperschaftsteuer-kapitalertragsteuer-gewerbesteuer-liste/" data-type="post" data-id="38229"><img decoding="async" src="https://lukinski.de/wp-content/uploads/2021/03/buch-steuern-lernen-kostenlos-diagram-buch-bwl-berechnung-brille-firma-unternehmen-abschluss-jahresabschluss.jpg" /></a></p>
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