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	<title>Unternehmergesellschaft | Lukinski</title>
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		<title>Unternehmergesellschaft / UG (haftungsbeschränkt) &#8211; Gründung, Finanzierung, Haftung &#038; Co</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2021 05:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Unternehmergesellschaft / UG (haftungsbeschränkt) – Die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) ist eine deutsche Rechtsformvariante, die auf der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) basiert. Sie gilt als kleine Schwester der GmbH und wird daher oftmals verniedlichend als &#8222;Mini-GmbH&#8220; oder &#8222;1-Euro-GmbH&#8220; bezeichnet. Aus rechtlicher Sicht gibt es nur geringfügige Unterschiede zwischen der UG (haftungsbeschränkt) und der GmbH – die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Unternehmergesellschaft / UG (haftungsbeschränkt) – Die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) ist eine deutsche Rechtsformvariante, die auf der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) basiert. Sie gilt als kleine Schwester der GmbH und wird daher oftmals verniedlichend als &#8222;Mini-GmbH&#8220; oder &#8222;1-Euro-GmbH&#8220; bezeichnet. Aus rechtlicher Sicht gibt es nur geringfügige Unterschiede zwischen der UG (haftungsbeschränkt) und der GmbH – die Tücke steckt im Detail: Thesaurierungspflicht, Bareinlage-Zwang und Image-Nachteile bei Banken. Hier erfährst du alles, was du vor der Gründung wissen musst – inklusive konkreter Zahlenbeispiele, Vergleichstabellen und einer Checkliste. Für den Spezialfall Immobilien zeigen wir, wann eine UG funktioniert – und wann die <a href="https://lukinski.de/immobilien-gmbh-vermoegensverwaltende-gmbh-vorteile-nachteile-kosten-immobilienkauf/">Immobilien-GmbH</a> oder eine <a href="https://lukinski.de/immobilien-holding-schachtelprivileg-wenig-steuern-verkauf/">Immobilien-Holding</a> die bessere Wahl ist. Außerdem findest du hier alle <a href="https://lukinski.de/rechtsformen-firma-unternehmen-immobilien-gbr-kg-gmbh-ag-co-vergleich-vorteile-steuern/">Rechtsformen</a> sowie Tipps zum <a href="https://lukinski.de/firma-gruenden-immobilien-ablauf-kosten-voraussetzungen-rechtsformen-schritte-checkliste/">Firma gründen</a>.</p>
<h2>UG (haftungsbeschränkt) – Gründung, Finanzierung, Haftung &amp; Co</h2>
<p>Die UG wurde im Zuge des Gesetzes zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) geschaffen und zählt damit zu den jüngeren Formen der Kapitalgesellschaften. In Bezug auf das erforderliche Startkapital bildet sich der besondere Charakter ab: Die Gründung kann bereits ab einem einzigen Euro als Bareinlage erfolgen, weshalb diese Rechtsform mitunter auch simpel 1-Euro-GmbH genannt wird.</p>
<blockquote><p>Setze auf Erfolg! Mit unserem Steuer-Coaching entdeckst du die besten Strategien, um deine Immobilien steueroptimiert zu verwalten und langfristigen Erfolg zu sichern. Jetzt mehr erfahren: <a href="https://lukinski.de/steuercoaching-alex-fischer-erfahrungen-steuern-foerderungen-wissen-vermoegen/">Steuer Coaching</a>.</p></blockquote>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-36487" src="https://lukinski.de/wp-content/uploads/2021/02/firma-unternehmen-ug-unternehmergesellschaft-wenig-eigenkapital-gruenden-ausstattung-planung-anschaffung-vorteile-nachteile-grunden.jpg" alt="" width="1200" height="800" /></p>
<p>Durch die Senkung des erforderlichen Stammkapitals auf einen symbolischen Euro wurde der Gründungsprozess für viele Existenzgründer erheblich vereinfacht: Statt mühsam 25.000 Euro für eine herkömmliche GmbH zu sparen, kannst du dich quasi sofort als Kapitalgesellschaft selbstständig machen. Allerdings wird eine UG (haftungsbeschränkt) immer mit der Perspektive gegründet, später den Formwechsel zu einer GmbH zu vollziehen. Hierfür gibt es zwar keine zeitlichen Fristen, doch durch die gesetzliche Thesaurierungspflicht wird aus jeder wirtschaftlich erfolgreich geführten UG früher oder später automatisch eine vollwertige Gesellschaft mit beschränkter Haftung.</p>
<p>Weitere typische Kapitalgesellschaften:</p>
<ul>
<li><a href="https://lukinski.de/gesellschaft-mit-beschraenkter-haftung-gmbh-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern/">Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/aktiengesellschaft-ag-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern">Aktiengesellschaft (AG)</a></li>
<li>Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea, kurz: SE)</li>
<li><a href="https://lukinski.de/kommanditgesellschaft-auf-aktien-kgaa-gruendung-geschaeftsfuehrung-haftung-co/">Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA)</a></li>
</ul>
<h3>UG vs. GmbH vs. Einzelunternehmen – der Direktvergleich</h3>
<p>Bevor du gründest, solltest du die wichtigsten Kennzahlen schwarz auf weiß sehen. Die folgende Tabelle zeigt dir, wo die UG punktet – und wo sie klare Schwächen hat:</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Kriterium</th>
<th>Einzelunternehmen</th>
<th>UG (haftungsbeschränkt)</th>
<th>GmbH</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Mindeststammkapital</td>
<td>0 €</td>
<td>1 €</td>
<td>25.000 € (12.500 € bei Gründung)</td>
</tr>
<tr>
<td>Haftung</td>
<td>Unbeschränkt, privat</td>
<td>Beschränkt auf Stammkapital</td>
<td>Beschränkt auf Stammkapital</td>
</tr>
<tr>
<td>Gründungskosten</td>
<td>ca. 30–80 €</td>
<td>ca. 300–800 €</td>
<td>ca. 800–2.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Notar Pflicht</td>
<td>Nein</td>
<td>Ja</td>
<td>Ja</td>
</tr>
<tr>
<td>Sacheinlage erlaubt</td>
<td>Ja</td>
<td>Nein</td>
<td>Ja</td>
</tr>
<tr>
<td>Thesaurierungspflicht</td>
<td>Nein</td>
<td>Ja (25 % bis 25.000 € Rücklage)</td>
<td>Nein</td>
</tr>
<tr>
<td>Doppelte Buchführung</td>
<td>Erst ab 800.000 € Umsatz</td>
<td>Pflicht</td>
<td>Pflicht</td>
</tr>
<tr>
<td>Image bei Banken</td>
<td>Mittel</td>
<td>Schwach (typischerweise)</td>
<td>Stark</td>
</tr>
<tr>
<td>Jährliche Steuerberatungskosten</td>
<td>ca. 600–1.500 €</td>
<td>ca. 1.500–3.000 €</td>
<td>ca. 2.000–4.000 €</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Gründung &amp; Firmierung</h3>
<p>Eine UG (haftungsbeschränkt) kannst du bereits ab einer einzigen Person gründen. Somit übernimmst du als Gründer gleichzeitig die geschäftsführende Position. Dafür brauchst du eine Steueridentifikationsnummer vom Finanzamt und musst dein Unternehmen beim Gewerbeamt anmelden. Zusätzlich musst du dich um die Feststellung des Gesellschaftervertrags (Satzung) kümmern und diesen notariell beurkunden lassen. Bei maximal drei Gründungsmitgliedern kannst du auch ein Musterprotokoll benutzen, wie es im GmbHG als Anlage vorliegt: So erledigst du Satzung, Geschäftsführerbestellung und Gesellschafterliste in einem Aufwasch – und sparst spürbare Notarkosten.</p>
<p>Im nächsten Schritt kannst du deine Gesellschaft im Handelsregister eintragen. Deine Firma kann aus Personennamen, Branchenbezeichnung, Fantasienamen oder einer Mischung bestehen. Wichtig: Im Namen muss entweder &#8222;Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)&#8220; oder &#8222;UG (haftungsbeschränkt)&#8220; vorkommen – exakt in dieser Schreibweise. Klammern sind Pflicht, Abkürzungen wie &#8222;UGmbH&#8220; verboten! Wer dagegen verstößt, riskiert die persönliche Haftung als Rechtsscheinhaftung.</p>
<h4>Gründungskosten der UG im Detail</h4>
<p>Die &#8222;1-Euro-Gründung&#8220; ist ein Marketing-Mythos. Realistisch zahlst du:</p>
<ul>
<li><strong>Notarkosten Musterprotokoll:</strong> ca. 200–400 €</li>
<li><strong>Notarkosten individuelle Satzung:</strong> ca. 500–800 €</li>
<li><strong>Handelsregistereintrag:</strong> 150 €</li>
<li><strong>Gewerbeanmeldung:</strong> 20–60 € (kommunal verschieden)</li>
<li><strong>IHK-Pflichtbeitrag:</strong> ab ca. 30–300 € jährlich (umsatzabhängig)</li>
<li><strong>Stammkapital:</strong> realistisch 500–2.500 € (siehe Finanzierung)</li>
</ul>
<p>In Summe solltest du also mit <strong>800 bis 1.500 Euro Gründungskosten</strong> plus realistischem Startkapital rechnen.</p>
<h4>10-Schritte-Checkliste UG-Gründung</h4>
<ol>
<li>Geschäftsidee + Businessplan (Bankgespräch!)</li>
<li>Gesellschafter &amp; Geschäftsführer festlegen</li>
<li>Firmenname + Sitz + Branche definieren (IHK-Vorabprüfung)</li>
<li>Satzung erstellen (Musterprotokoll oder individuell)</li>
<li>Notartermin + Beurkundung</li>
<li>Geschäftskonto eröffnen + Stammkapital einzahlen</li>
<li>Anmeldung Handelsregister</li>
<li>Gewerbeanmeldung beim Gewerbeamt</li>
<li>Steuerliche Erfassung beim Finanzamt</li>
<li>IHK-Anmeldung + Berufsgenossenschaft + ggf. Sozialversicherung</li>
</ol>
<h3>Finanzierung &amp; Gewinnausschüttung</h3>
<p>Auch wenn die Einlage von nur einem Euro zu Anfang attraktiv klingt – bei der Festsetzung des Stammkapitals ist Vorsicht geboten: Fällt das Kapital zu gering aus und kann der konkrete Bedarf der Gesellschaft nicht gedeckt werden, rutschst du schnell in die Insolvenz. Viele UG-Gründer entscheiden sich daher für ein Startkapital zwischen <strong>500 und 2.500 Euro</strong>. So gehen sie sicher, dass ihre Mini-GmbH nicht bereits nach den ersten Anschaffungen (Notar, Domain, Visitenkarten) bilanziell überschuldet ist.</p>
<p>Bei der Gründung einer UG (haftungsbeschränkt) darfst du ausschließlich Bareinlagen verwenden, Sacheinlagen sind untersagt – ein gravierender Unterschied zur GmbH, wo du z. B. einen Firmenwagen oder ein Warenlager einbringen kannst. Wird ein Stammkapital von 25.000 Euro oder mehr festgesetzt, kannst du dein Unternehmen nicht länger als UG gründen und wirst automatisch als GmbH behandelt.</p>
<h4>Thesaurierungspflicht – das wichtigste UG-Detail mit Rechenbeispiel</h4>
<p>Bis dein Stammkapital die 25.000-Euro-Grenze erreicht hat, unterliegst du der gesetzlichen Thesaurierungspflicht: <strong>25 % des Jahresüberschusses</strong> müssen in die gesetzlichen Rücklagen abgeführt werden. Eine volle Gewinnausschüttung ist erst nach Erreichen der Schwelle möglich.</p>
<p><strong>Beispielrechnung: Wie lange dauert die Umwandlung zur GmbH?</strong></p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Jahresgewinn nach Steuern</th>
<th>Thesaurierung (25 %)</th>
<th>Dauer bis 25.000 € erreicht</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>20.000 €</td>
<td>5.000 €</td>
<td>5 Jahre</td>
</tr>
<tr>
<td>40.000 €</td>
<td>10.000 €</td>
<td>2,5 Jahre</td>
</tr>
<tr>
<td>100.000 €</td>
<td>25.000 €</td>
<td>1 Jahr</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Wichtig:</strong> Die Umfirmierung zur GmbH ist <em>kein Automatismus</em>. Du kannst die UG auch mit Stammkapital von 25.000 € weiterführen – musst du aber nicht. Sobald die Schwelle erreicht ist, lohnt sich der Wechsel meist wegen besseren Bank-Images.</p>
<h3>Haftung, Buchführung &amp; Steuern für UG-Gesellschafter</h3>
<p>Als Unternehmergesellschaft bist du haftungsbeschränkt und haftest – wie bei der GmbH – im Regelfall in Höhe deiner Stammeinlage. Aber: Die Haftungsbeschränkung ist nicht absolut.</p>
<h4>Wann haftet der UG-Geschäftsführer doch persönlich?</h4>
<ul>
<li><strong>Insolvenzverschleppung:</strong> Wer den Insolvenzantrag bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung nicht spätestens nach drei Wochen stellt, haftet persönlich und macht sich strafbar (§ 15a InsO).</li>
<li><strong>Vermischung von Privat- und Gesellschaftsvermögen:</strong> Klassischer Haftungsdurchgriff bei &#8222;Sphärenvermischung&#8220;.</li>
<li><strong>Verletzung der Kapitalerhaltungspflicht:</strong> Verdeckte Gewinnausschüttungen, Auszahlungen an Gesellschafter trotz Unterbilanz.</li>
<li><strong>Steuerschulden:</strong> Lohnsteuer und Umsatzsteuer haften Geschäftsführer u. U. persönlich (§ 69 AO).</li>
<li><strong>Fehlender Rechtsformzusatz:</strong> Wer im Geschäftsverkehr &#8222;(haftungsbeschränkt)&#8220; weglässt, riskiert Rechtsscheinhaftung.</li>
<li><strong>Sozialversicherungsbeiträge:</strong> Nicht abgeführte Arbeitnehmer-Anteile = persönliche Haftung.</li>
</ul>
<h4>Steuerbelastung der UG – konkret berechnet</h4>
<p>Die UG unterliegt denselben <a href="https://lukinski.de/steuern-deutschland-einkommensteuer-koerperschaftsteuer-kapitalertragsteuer-gewerbesteuer-liste/">Steuern in Deutschland</a> wie ihre große Schwester GmbH:</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Steuer</th>
<th>Satz</th>
<th>Beispiel auf 100.000 € Gewinn</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Körperschaftsteuer</td>
<td>15 %</td>
<td>15.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Solidaritätszuschlag</td>
<td>5,5 % auf KSt</td>
<td>825 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Gewerbesteuer (Hebesatz 400 %)</td>
<td>ca. 14 %</td>
<td>14.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Gesamtbelastung Gesellschaft</strong></td>
<td><strong>≈ 30 %</strong></td>
<td><strong>29.825 €</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>Kapitalertragsteuer bei Ausschüttung</td>
<td>25 % + Soli</td>
<td>auf Restgewinn 70.175 € → ca. 18.500 €</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Bei <strong>Vollausschüttung verbleiben dem Gesellschafter netto rund 51.700 €</strong> von 100.000 € Gewinn – effektive Steuerquote rund 48 %. Bei Thesaurierung (Reinvestition im Unternehmen) liegt die Belastung deutlich niedriger bei ca. 30 %.</p>
<p>Buchführungspflichten der UG:</p>
<ul>
<li><a href="https://lukinski.de/koerperschaftsteuer-kst/">Körperschaftsteuer (KSt)</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/gewerbesteuer-gewst/">Gewerbesteuer (GewSt)</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/umsatzsteuer-ust/">Umsatzsteuer (USt)</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/einkommensteuer-est/">Einkommensteuer (ESt)</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/kapitalertragsteuer-kapest/">Kapitalertragsteuer (KapESt)</a></li>
<li>Doppelte Buchführung: Jahresbilanz + Gewinn- und Verlustrechnung (Pflicht)</li>
<li>Offenlegung im Bundesanzeiger (verkürzt bei Kleinstkapitalgesellschaften)</li>
<li>Steuerberaterkosten realistisch: 1.500–3.000 € pro Jahr</li>
</ul>
<h2>UG für Immobilien – funktioniert das überhaupt?</h2>
<p>Bei einem Immobilien-Portal stellt sich die Frage: Kann ich mit einer UG (haftungsbeschränkt) eine <a href="https://lukinski.de/immobilie-als-kapitalanlage-worauf-muss-ich-achten-interview-experten/">Immobilie als Kapitalanlage</a> kaufen? Die ehrliche Antwort: Ja, aber meistens ist es nicht die optimale Lösung.</p>
<h4>Wann eine UG für Immobilien funktioniert</h4>
<ul>
<li>Du startest mit kleinen Objekten (z. B. <a href="https://lukinski.de/wohnung-kaufen-kosten-makler-vermietung-eigentumswohnung/">Eigentumswohnung ka<br />
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) &#8211; Gründen, Haftung, Rechtsform, Geschäftsführung, Steuern</title>
		<link>https://lukinski.de/gesellschaft-mit-beschraenkter-haftung-gmbh-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Laura]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2021 06:30:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ist die wohl bekannteste deutsche Kapitalgesellschaft &#8211; und für Immobilieninvestoren oft die smarteste Rechtsform-Wahl. Mit einem Stammkapital von 25.000 Euro, beschränkter Haftung und der Möglichkeit zur erweiterten Gewerbesteuerkürzung können Vermieter ihre Steuerlast von rund 42 % (Einkommensteuer) auf effektiv unter 16 % senken. Wer als Investor langfristig denkt, baut [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die <strong>Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)</strong> ist die wohl bekannteste deutsche Kapitalgesellschaft &#8211; und für Immobilieninvestoren oft die smarteste Rechtsform-Wahl. Mit einem Stammkapital von 25.000 Euro, beschränkter Haftung und der Möglichkeit zur erweiterten Gewerbesteuerkürzung können Vermieter ihre Steuerlast von rund 42 % (Einkommensteuer) auf effektiv unter 16 % senken. Wer als Investor langfristig denkt, baut hier den Grundstein für Vermögensschutz, Nachfolgeplanung und steueroptimierte Skalierung. Zurück zu allen: <a href="https://lukinski.de/rechtsformen-firma-unternehmen-immobilien-gbr-kg-gmbh-ag-co-vergleich-vorteile-steuern/">Rechtsformen</a>. Steuerliche Aspekte im Detail: <a href="https://lukinski.de/immobilie-steuern-haus-wohnung-steuer-liste-tipps-und-tricks/">Immobilien Steuertipps</a>.</p>
<h2>GmbH: Gründung, Vorteile und Nachteile</h2>
<p>Im Folgenden erfährst du alles Wesentliche zur Gründung einer GmbH &#8211; von Stammkapital, Geschäftsführung und Haftung bis hin zur Frage, wann sich die Rechtsform für Immobilieninvestoren wirklich lohnt. Wer kann gründen? Wie läuft der Notartermin ab? Welche Steuern fallen an? Warum ist die GmbH die Lieblings-Rechtsform für vermögensverwaltende Strukturen? Konkrete Zahlen, Praxisbeispiele und ein direkter Vergleich zu UG, AG und GbR helfen dir bei der Entscheidung. Mehr zur Steuerstruktur: <a href="https://lukinski.de/steuern-deutschland-einkommensteuer-koerperschaftsteuer-kapitalertragsteuer-gewerbesteuer-liste/">Steuern in Deutschland</a>.</p>
<blockquote><p>Setze auf Erfolg! Mit unserem Steuer-Coaching entdeckst du die besten Strategien, um deine <a href="https://lukinski.de/immobilie-als-kapitalanlage-worauf-muss-ich-achten-interview-experten/">Immobilie als Kapitalanlage</a> steueroptimiert zu verwalten und langfristigen Vermögensaufbau zu sichern. Jetzt mehr erfahren: <a href="https://lukinski.de/steuercoaching-alex-fischer-erfahrungen-steuern-foerderungen-wissen-vermoegen/">Steuer Coaching</a>.</p></blockquote>
<p>Lerne hier alles Wichtige darüber. Außerdem findest du hier alle deutschen Unternehmenstypen und <a href="https://lukinski.de/rechtsformen-firma-unternehmen-immobilien-gbr-kg-gmbh-ag-co-vergleich-vorteile-steuern/">Rechtsformen</a>, sowie Tipps zum <a href="https://lukinski.de/firma-gruenden-immobilien-ablauf-kosten-voraussetzungen-rechtsformen-schritte-checkliste/">Firma gründen</a>, auch im Spezial-Fall Immobilien GmbH, Familienstiftung &#038; Co.</p>
<p>Wenn du die Gründung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Betracht ziehst, musst du zuerst den Gründungsprozess verstehen: Wer kann was gründen, welche Unterschiede gibt es zu anderen Rechtsformen, und welche Vor- und Nachteile bringt die GmbH mit sich? Die sieben wichtigsten Gründungskriterien im Überblick:</p>
<ol>
<li>Anzahl der Gesellschafter</li>
<li>Geschäftsführung</li>
<li>Gründung &amp; notarielle Beurkundung</li>
<li>Firmierung</li>
<li>Finanzierung &amp; Stammkapital</li>
<li>Haftung</li>
<li>Gewinnverteilung &amp; Besteuerung</li>
</ol>
<h3>Kapitalgesellschaft GmbH: Geschäftsführung nach HGB</h3>
<p>In der Unternehmerwelt gibt es viele Rechtsformen. Sie werden grob in zwei Kategorien eingeteilt: Einzelunternehmungen und Gesellschaften &#8211; letztere wiederum in unvollständige Gesellschaften (stille Gesellschaften, BGB-Gesellschaften) und vollständige Gesellschaften (Personengesellschaften, Kapitalgesellschaften).</p>
<p>Die GmbH zählt zu den vollständigen Gesellschaften und unterliegt dem Handelsgesetzbuch (HGB) sowie dem GmbH-Gesetz (GmbHG). Als Kapitalgesellschaft ist sie komplexer strukturiert als etwa eine Offene Handelsgesellschaft (OHG): Sie kann nicht formlos gegründet werden, sondern erfordert eine notarielle Beurkundung des Gesellschaftsvertrags.</p>
<p>Weitere typische Kapitalgesellschaften:</p>
<ul>
<li>Unternehmergesellschaft / UG (haftungsbeschränkt)</li>
<li><a href="https://lukinski.de/aktiengesellschaft-ag-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern/">Aktiengesellschaft (AG)</a></li>
<li>Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea, SE)</li>
<li><a href="https://lukinski.de/kommanditgesellschaft-auf-aktien-kgaa-gruendung-geschaeftsfuehrung-haftung-co/">Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA)</a></li>
</ul>
<h3>Vergleichstabelle: GmbH vs. UG vs. AG vs. GbR</h3>
<p>Damit du die GmbH klar einordnen kannst, hier die wichtigsten Rechtsformen im direkten Vergleich:</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Kriterium</th>
<th>GmbH</th>
<th>UG</th>
<th>AG</th>
<th>GbR</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Mindeststammkapital</td>
<td>25.000 €</td>
<td>1 €</td>
<td>50.000 €</td>
<td>0 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Haftung</td>
<td>beschränkt</td>
<td>beschränkt</td>
<td>beschränkt</td>
<td>unbeschränkt</td>
</tr>
<tr>
<td>Notarielle Gründung</td>
<td>Pflicht</td>
<td>Pflicht</td>
<td>Pflicht</td>
<td>nicht nötig</td>
</tr>
<tr>
<td>Gründungskosten gesamt</td>
<td>700-2.500 €</td>
<td>240-800 €</td>
<td>2.500-7.000 €</td>
<td>0-200 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Besteuerung Gewinn</td>
<td>KSt + GewSt (~30 %)</td>
<td>KSt + GewSt (~30 %)</td>
<td>KSt + GewSt (~30 %)</td>
<td>ESt (bis 45 %)</td>
</tr>
<tr>
<td>Mind. Personen</td>
<td>1</td>
<td>1</td>
<td>1</td>
<td>2</td>
</tr>
<tr>
<td>Image / Bonität</td>
<td>hoch</td>
<td>mittel</td>
<td>sehr hoch</td>
<td>niedrig</td>
</tr>
<tr>
<td>Geeignet für Immobilien</td>
<td>sehr gut</td>
<td>bedingt</td>
<td>nur Großbestand</td>
<td>nein</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Rechtsformvariante GmbH &amp; Co KGaA &#8211; KGaA mit Komplementär-GmbH</h3>
<p>Bisweilen tritt die GmbH auch in Kombination mit einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) auf. Familienunternehmen organisieren sich gelegentlich als <strong>GmbH &amp; Co KGaA</strong>. Im rechtlichen Sinne handelt es sich um eine Aktiengesellschaft &#8211; allerdings stellt der Komplementär als persönlich haftender Gesellschafter nicht eine natürliche Person dar, sondern eine GmbH. Wird der Komplementär durch eine AG verkörpert, spricht man von einer AG &amp; Co KGaA, im Falle einer Societas Europaea von einer SE &amp; Co KGaA.</p>
<p>Mehr zu den einzelnen Mischformen:</p>
<ul>
<li>AG &amp; Co KGaA &#8211; siehe <a href="https://lukinski.de/aktiengesellschaft-ag-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern/">Aktiengesellschaft (AG)</a></li>
<li>SE &amp; Co KGaA &#8211; siehe Societas Europaea (SE)</li>
</ul>
<p>Beispiele für GmbH &amp; Co KGaA Unternehmen:</p>
<ul>
<li>Asklepios Kliniken GmbH &amp; Co. KGaA</li>
<li>Borussia Dortmund GmbH &amp; Co. KGaA</li>
<li>Funke Mediengruppe GmbH &amp; Co. KGaA</li>
<li>H&amp;R GmbH &amp; Co. KGaA</li>
<li>Jack Wolfskin GmbH &amp; Co. KGaA</li>
<li>Merz Pharma GmbH &amp; Co. KGaA</li>
<li>Schwartauer Werke GmbH &amp; Co. KGaA</li>
<li>Wiley-VCH GmbH &amp; Co. KGaA</li>
</ul>
<p>Eine Besonderheit ist die CEWE Stiftung &amp; Co. KGaA: Hier wird der Komplementär von einer Stiftung verkörpert. Mehr zum Thema <a href="https://lukinski.de/familienstiftung-gruenden-immobilien-steuern-koerperschaftssteuer-mieteinnahmen/">Familienstiftung gründen</a>.</p>
<h3>Gründung &amp; Verwaltung: Allein, als Partner oder im Team</h3>
<p>Du möchtest eine GmbH gründen und deinen Traum von der Selbstständigkeit leben? Für die Gründung ist eine natürliche oder juristische Person ausreichend. Du kannst alleiniger Gründer sein und die Geschäftsführung allein übernehmen. Gründer-Duos teilen sich die Geschäftsführung in der Regel, bei Mehr-Personen-GmbHs nehmen alle Gesellschafter ihr Mitverwaltungsrecht wahr. Optional kann die Geschäftsführung auch extern besetzt werden &#8211; dann spricht man von einem Fremdgeschäftsführer.</p>
<p>Wer auch immer die Geschäftsführung übernimmt: Es besteht eine Verpflichtung gegenüber den anderen Gesellschaftern, Auskunft zu geben und auf Wunsch Bücher und Schriften zur Einsicht vorzulegen.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-36453" src="https://lukinski.de/wp-content/uploads/2020/10/notar-frau-notarin-pause-zeitung-investorin-aktenordner-schrank-lernen-wissen-kurz-weiterbildung-lernt.jpg" alt="" width="1200" height="800" /></p>
<p><strong>Tipp:</strong> Eine GmbH eignet sich hervorragend für ein Familienunternehmen. Durch die flexible Verteilung von Stammkapital und Geschäftsanteilen sowie die generationsübergreifende Geschäftsführung können Eltern, Kinder und Enkel gemeinsam an der Kapitalgesellschaft mitwirken &#8211; ideal in Kombination mit der <a href="https://lukinski.de/erbschaftssteuer-immobilien-freibetraege-steuersaetze-strategien/">Erbschaftssteuer-Strategie für Immobilien</a> und schenkungsteuerlichen Freibeträgen alle 10 Jahre.</p>
<h3>Eintragung ins Handelsregister: Schritt-für-Schritt-Checkliste</h3>
<p>Das Innenverhältnis startet mit dem im Gesellschaftsvertrag vereinbarten Datum. Im Außenverhältnis entsteht die GmbH spätestens mit Eintragung ins Handelsregister. Damit du nichts vergisst, hier die komplette Checkliste:</p>
<ol>
<li><strong>Gesellschaftsvertrag erstellen</strong> &#8211; individuell oder per Musterprotokoll (max. 3 Gesellschafter)</li>
<li><strong>Notartermin</strong> &#8211; Beurkundung des Gesellschaftsvertrags (Pflicht)</li>
<li><strong>Geschäftskonto eröffnen</strong> &#8211; bei Bargründung Pflicht</li>
<li><strong>Stammkapital einzahlen</strong> &#8211; mind. 12.500 € (Hälfte) bei Bargründung</li>
<li><strong>Handelsregister-Anmeldung</strong> &#8211; durch Notar, Kosten 200-400 €</li>
<li><strong>Gewerbeamt anmelden</strong> &#8211; 10-65 € Bearbeitungsgebühr</li>
<li><strong>Finanzamt: Steuernummer beantragen</strong> &#8211; Fragebogen zur steuerlichen Erfassung (ELSTER)</li>
<li><strong>IHK-Mitgliedschaft</strong> &#8211; automatisch, jährlicher Beitrag je nach Umsatz</li>
<li><strong>Berufsgenossenschaft</strong> &#8211; Anmeldung als Arbeitgeber</li>
<li><strong>Optional: Markenanmeldung, AGB, Datenschutz</strong></li>
</ol>
<p><strong>Gesamtkosten Gründung</strong>: realistisch 700-1.500 € bei Musterprotokoll, 1.500-2.500 € bei individuellem Gesellschaftsvertrag (inkl. Notar, Handelsregister, Gewerbeamt, ggf. Steuerberater).</p>
<p>Da du als GmbH-Gesellschafter im Handelsregister eingetragen bist, kannst du &#8211; wie ein OHG-Gesellschafter &#8211; offiziell firmieren. Egal, ob Personenfirma, Sachfirma, Phantasiefirma oder gemischte Firma: Solange der Name nicht irreführend ist und das Suffix &#8222;GmbH&#8220; trägt, ist fast alles erlaubt.</p>
<h4>Steuer-ID, Gewerbeamt, Satzung &amp; Notar</h4>
<p>Beim Finanzamt erhältst du eine Steuernummer, welche Grundvoraussetzung für alle weiteren Anträge ist. Die Anmeldung der GmbH als Handelsgewerbe erfolgt gegen 10-65 € Bearbeitungsgebühr beim Gewerbeamt. Weitere Kosten fallen für die notarielle Beurkundung des Gesellschaftsvertrags an, die zwingend vorgeschrieben ist.</p>
<p>Im Gesellschaftsvertrag kann auch eine <strong>Nachschusspflicht</strong> vereinbart werden &#8211; eine wahlweise beschränkte oder unbeschränkte Pflicht der Gesellschafter, weitere Einzahlungen zu leisten. Häufiger Anlass: die anstehende Sanierung einer Immobilie oder akuter Liquiditätsbedarf. Laut GmbHG müssen Nachschüsse im Verhältnis zu den Geschäftsanteilen stehen. Mittels <strong>Abandon</strong> (Aufgabe der Geschäftsanteile) ist es möglich, sich von der Nachschusspflicht zu befreien.</p>
<p>Gesetzesauszug &#8211; § 26 GmbHG:</p>
<blockquote><p>(1) Im Gesellschaftsvertrag kann bestimmt werden, daß die Gesellschafter über die Nennbeträge der Geschäftsanteile hinaus die Einforderung von weiteren Einzahlungen (Nachschüssen) beschließen können.</p>
<p>(2) Die Einzahlung der Nachschüsse hat nach Verhältnis der Geschäftsanteile zu erfolgen.</p>
<p>(3) Die Nachschußpflicht kann im Gesellschaftsvertrag auf einen bestimmten, nach Verhältnis der Geschäftsanteile festzusetzenden Betrag beschränkt werden.</p></blockquote>
<h4>25.000 Euro Stammkapital, hälftig bei Bargründung</h4>
<p>Voraussetzung für die Eintragung ins Handelsregister ist die Einzahlung des Stammkapitals von mindestens 25.000 Euro. Bei Bargründung muss mindestens die Hälfte (12.500 €) auf dem Geschäftskonto eingezahlt sein. Für den Restwert sind sowohl Bareinlagen als auch Sacheinlagen (Immobilien, Maschinen, Grundpfandrechte) zulässig &#8211; solange die Stammeinlage ihrer Art nach im Gesellschaftsvertrag erkennbar vermerkt ist.</p>
<p>Mögliche Sacheinlagen:</p>
<ul>
<li>Immobilien (Achtung: <a href="https://lukinski.de/grunderwerbsteuer-bundeslaender-vergleich-steuern-sparen-2026/">Grunderwerbsteuer</a> kann anfallen)</li>
<li>Maschinen &amp; Pkw</li>
<li>Büro- &amp; Geschäftsausstattung</li>
<li>Urheberrechte &amp; Markenrechte</li>
<li>Grundpfandrechte</li>
<li>Patente</li>
<li>Einbringliche Forderungen</li>
</ul>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-36
</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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