Social Media Influencer: Mode, Trends & Trendsetter

Trends definieren gesellschaftliche Strömungen in ihren Beginnen. Von ersten Individuen bis hin zu globalen Effekten. Auch in der Medien- und Trendforschung ist Mode ein essenzieller Begriff. Wer über Trends und Trendsetter (Influencer) spricht, muss sich auch mit dem Wort „Mode“ befassen. Mode nicht universell gleichzusetzen mit Kleidung. Hier kommt ein Klassiker ins Spiel, die  „Philosophie der Mode“ (Simmel, 1858-1918). Trends und neue Moden überzeugen erst durch ihre Andersartigkeit. Das sind Trends!

Wenn wir schon im Bereich Trends und Moden sind, können wir uns auch thematisch der Kleidungsindustrie nähern (natürlich sind alle Erkenntnisse auch auf andere Branchen übertragbar). Mehr Tipps gibt es im Social Media Blog oder kostenlos in meinem Social Media Marketing Guide. Wie sie von Influencern profitieren erfahren Sie im Artikel: Influencer statt teurer Facebook Ads.

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Mehr zum Thema finden Sie im Online Kurs Facebook Marketing oder im Blog meiner Social Media Marketing Agentur.

Trends, Moden und die, die wissen damit umzugehen: Trendsetter

Der Begriff Mode steht für etwas Neuartiges. Diese Andersartigkeit ist essenziell, insbesondere für Modelabels die stark von Trends und oft von Exklusivität abhängig sind. Sie bestimmt den Wert der Modestücke aber auch das Wirken der eigenen Marke. Das zeigt sich schnell durch die verschiedenen Klassenmoden. Die Klassifizierung zeigt, wie sich Trends (Moden) entwickeln.
Moden die entstehen, sind nach Simmel immer Klassenmoden. Das heißt, die Mode der höheren Klassen unterscheidet sich von der der Unteren.

Forbes Magazin titelt mit Kim Kardashian: The New Mobile Mogules

Allein das Posting der international bekannten „Jungunternehmerin“ Kim Kardashian bekam 800.000 Likes. Die Autoren des Artikels haben auch vollkommen recht, Influencer sind mit sozialen Medien zu absoluten Werbespars geworden. Ob offiziell in Kampagnen (siehe Brooklyn Beckham unten) oder nur als dezentes Product Placement. Kim Kardashian ist einer der absoluten Top-Stars auf Instagram. Über 80.000.000 Menschen folgen der Amerikanerin die vor allem durch ihre Reality Soap „Meet the Kardashians“ bekannt wurde.

Ihr folgen über 400.000 Menschen: Bonnie Strage

Bonnie Strange ist eine der neuen Modeikonen. Was sie trägt und zeigt ist In. Egal ob für Marken wie About You oder für TV-Formate wie Pro7 Taff: Sie alle setzen auf die Berlinerin als Markenbotschafter, Trendsetter und Influencer. Die Jacke von Adidas, die Tasche Moschino. Dezent und schön. Apropos, wie schaltet sie als Brand eigentlich selbst Werbung? Lesen Sie hier mehr über Instagram und Werbung.

Auch hier, groß und deutlich mit Marke.

Werbepsychologie – Jeder will der Beste sein, jeder will das Neuste besitzen

Die Gesellschaft ist dadurch geprägt, dass die Entwicklung nach oben für jeden als erstrebenswert gilt. Sie ist sogar der prägende Lebensinhalt der unteren Schichten. Neue Trends werden immer zuerst in den höheren Klassen getragen. Schwächen Trends ab, eigenen sich auch die unteren Schichten der „Symbolik“ der oberen an. Mode lässt also direkte Rückschlüsse auf den Besitzer zu. Die Modernisierungstendenzen des 19. Und 20. Jahrhunderts beschreibt auch Simmel. Er fast die Jahre der Industrialisierung und ihre Möglichkeiten zur modernen Massenproduktion zusammen als „gesteigerte Differenzierung“ die einherkommt mit dem schnellen Wandel von Normen, Werten und gesellschaftlichen Strukturen. Dieser begünstigt zunehmend den raschen Wandel auch das Bedürfnis sich gegenüber der übrigen Gesellschaft zu differenzieren.

Influencer und Trendsetter beeinflussen Zielgruppen extrem gut

Das Individuum, der Mensch, will seine Individualität in der Gruppe ausdrücken – ebenso wie im Social Web. Das tut er, indem er die bloße Quantität seiner Besitztümer steigert, während er sich im Punkto Qualität nach wie vor stark daran orientiert was die soziale Gruppe vorgibt. Das heißt, die Gruppe definiert den Geschmack des Einzelnen.

Mode kann durch bloßen Besitz gekauft werden. Sie repräsentiert also die wirtschaftliche Lage ihres Besitzers. Jenes Individuum das sich schnell neue Mode aneignet gilt dann als Trendsetter. Obwohl auch er sich immer im Rahmen seiner sozialen Gruppe bewegt, denn um als modisch zu gelten, ist das einzelne Individuum auf die Bestätigung seiner Gruppe angewiesen. Hier drückt sich sowohl das Verhältnis von Individuum zur sozialen Gruppe aber auch das Prinzip aus Herrschen und Beherrscht werden aus. So lässt sich auch ganz grundsätzlich über Mode philosophieren. Denn, Mode bildet ebenso Parallelen zur Demokratie. Auch hier orientieren sich Herrschende letztendlich am Willen der Gruppe um akzeptiert zu werden. Hier wird deutlich welche grundlegende Beständigkeit der Dualismus für die Gesellschaft besitzt.

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Warum beeinflussen uns Influencer und Trends so sehr?

Durch die Angleichung an Gleichgestellte, verbindet Mode Individuen zu einer sozialen Gruppe und durch spezifische Symbole bilden sich geschlossene Systeme, die gleichzeitig zur Abgrenzung gegenüber anderen Gruppen in der Gesellschaft führen. Mode ist deshalb ein Mittel der Vergesellschaftung. Und wer gegen die Mode geht, erfüllt sein Bedürfnis nach Individualisierung (um sich wiederum von der Gruppe abzuheben). Aber auch diese bewusste Form der Individualisierung führt letztendlich wieder zur Vergesellschaftung, wenn sich Einzelne im gemeinsamen Zweck neu miteinander verbinden.

Mode dient der Definition von Gruppen. Durch Zusammenschlüsse aber auch durch deren Ablehnung. Mode ist aber auch Mittel für innere Impulse. Will ein Individuum auffallen, wird es subjektiv auffällige Mode wählen um sich dadurch auszudrücken. Für unseren heutigen Lieblingsautoren Simmel ist Mode also auch die Persönlichkeitsdarstellung in einem akzeptieren Rahmen. Doch trotz aller Individualisierung bleibt Mode etwas kollektives.

Jung, bekannt, relevant: Brooklyn Beckham

Brooklyn Beckham ist noch nicht einmal 18 Jahre alt, dennoch bekam er einen sechs-stelligen Betrag für seine erste Kampagne eines asiatischen Mobilfunkanbieters. Natürlich gehören soziale Medien dazu. Über 8.000.000 Menschen folgen ihm, allein auf Instagram. Was er zeigt, trägt und nutzt verkauft sich. Natürlich posten die jungen Influencer dann auch mal ein Markenlogo. Hier war Brooklyn für eine Parfum Kampagne von Burberry gebucht.

Ein von bb (@brooklynbeckham) gepostetes Video am

Fazit: Marken- und Produkt-Promotion durch Influencer, Meinungsführer und Trendsetter funktioniert

Halten wir Fest Für Sie als Unternehmen und Social Media Manager ist es wichtig mit Kampagnen zunächst Trendsetter bzw. Meinungsführer zu identifizieren und zu erreichen. Bhargavas (2010) fünf Leitregeln erleichtern den Umgang mit Social Media (hier geht es zum Artikel 5 Leitregeln für Social Media Manager). Es geht um begeisternde (relevante) Inhalte die einfach zu teilen sind. Teilen Sie selbst aktiv und ermutigen Sie Ihre User, Ihre Inhalte zu teilen. Und nicht vergessen, User sollten belohnt werden, wie treue Kunden.

Eine bewährte Erfolgsstrategie gibt es für Social Media Management nicht. Deshalb kann Marketing und Promotion in sozialen Netzwerken nur Erfolg haben, wenn zum einen die Prinzipien des sozialen Webs verstanden werden und zum anderen daraus eine konsequente Strategie für das eigene Label entwickelt wird. Verstaubte Marketingbotschaften sind schwer zu vermitteln. In sozialen Medien müssen Sie umdenken. Sie sprechen nicht mit Werbekunden, sie sprechen mit Fans. Großen Einfluss haben Ihre Vorbilder. Marketing wird damit subtiler und tritt durch Influencer in den Alltag der Menschen, ohne auf den ersten Blick plakativ zu sein.

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