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OpenAI und ChatGPT: Der Anbieter hinter dem bekanntesten KI-Chatbot

Kaum ein Name steht so sehr für den Durchbruch der künstlichen Intelligenz im Alltag wie ChatGPT. Millionen Menschen nutzen den Chatbot inzwischen zum Schreiben, Recherchieren, Übersetzen oder Planen – privat wie beruflich. Hinter dem Produkt steht das US-Unternehmen OpenAI, das sich in wenigen Jahren von einem kleinen Forschungslabor zu einem der einflussreichsten Technologiekonzerne der Welt entwickelt hat. Wer beruflich oder privat regelmäßig mit ChatGPT arbeitet oder darüber nachdenkt, es einzusetzen, sollte wissen, wer eigentlich dahintersteckt, was das Angebot kostet und was mit den eigenen Daten passiert – ein Baustein aus unserem größeren Überblick zu KI-Modellen im Vergleich.

Von der Forschungsidee zum Weltkonzern: Die Geschichte von OpenAI

Gründung und ursprüngliche Mission

OpenAI wurde im Jahr 2015 in San Francisco gegründet, mit dem erklärten Ziel, künstliche Intelligenz zum Nutzen der gesamten Menschheit zu entwickeln – und nicht nur für einzelne Konzerne oder Regierungen. Zu den Gründungsmitgliedern zählte unter anderem der heute vor allem für andere Projekte bekannte Unternehmer Elon Musk, der sich später aber wieder zurückzog. Ursprünglich war OpenAI als gemeinnützige Organisation angelegt. Weil die Entwicklung leistungsfähiger KI-Modelle jedoch enorme Rechenkapazitäten und damit sehr viel Kapital erfordert, entstand 2019 eine hybride Unternehmensstruktur mit einem gewinnorientierten Geschäftsbereich, in den unter anderem der Softwarekonzern Microsoft mit mehreren Milliarden US-Dollar investiert hat.

Der Sprung in den Alltag: ChatGPT wird zum Massenphänomen

Den entscheidenden Wendepunkt markierte der Start von ChatGPT im November 2022. Innerhalb weniger Tage verzeichnete der Dienst Millionen Nutzer, weil er erstmals einem breiten Publikum zeigte, wie natürlich sich mit einer KI unterhalten lässt. Seitdem hat OpenAI in immer kürzeren Abständen neue, leistungsfähigere Modelle veröffentlicht und ChatGPT von einem reinen Text-Chatbot zu einem umfassenden digitalen Assistenten ausgebaut, der Bilder erkennt und erstellt, Sprache versteht, im Internet recherchiert und inzwischen sogar eigenständig mehrstufige Aufgaben am Computer erledigen kann.

Merksatz: OpenAI ist der Konzern, ChatGPT ist das Produkt – wer über „die KI von OpenAI“ spricht, meint in aller Regel ChatGPT, auch wenn das Unternehmen mittlerweile ein ganzes Bündel an Diensten anbietet.

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Das Produkt-Ökosystem von OpenAI

ChatGPT als Kernprodukt

ChatGPT ist nach wie vor das mit weitem Abstand bekannteste Produkt von OpenAI und für die meisten Privatpersonen und kleinen Betriebe der eigentliche Berührungspunkt mit dem Unternehmen. Über eine einfache Chat-Oberfläche in Browser, Desktop-App oder Smartphone-App lassen sich Texte verfassen und überarbeiten, Zusammenfassungen erstellen, Fragen beantworten, Tabellen und Formeln erklären, Bilder erzeugen oder analysieren und Sprachmemos direkt per Stimme führen. Für Nutzer mit einem bezahlten Abo steht zusätzlich ein sogenannter Agent-Modus zur Verfügung: ChatGPT übernimmt dabei nicht nur einzelne Antworten, sondern führt mehrstufige Aufgaben eigenständig aus, etwa Recherchen über mehrere Webseiten hinweg oder das Ausfüllen von Formularen.

Weitere Produkte: Sora, Bildgenerierung, Codex und die Schnittstelle für Entwickler

Neben dem Chatbot betreibt OpenAI mehrere eigenständige Produkte. Mit Sora bietet das Unternehmen einen Dienst zur Erstellung kurzer Videos aus Textbeschreibungen an, der zunehmend auch in ChatGPT selbst eingebunden ist. Die Bildgenerierung ist direkt im Chat verfügbar und erlaubt es, aus einfachen Beschreibungen Grafiken, Illustrationen oder Fotomontagen zu erzeugen. Für Softwareentwicklerinnen und -entwickler gibt es mit Codex ein spezialisiertes Werkzeug zur Programmierunterstützung. Und über eine sogenannte API können Firmen die OpenAI-Modelle in eigene Anwendungen einbauen, etwa in eine Website, ein internes Tool oder eine Buchhaltungssoftware. Für die allermeisten privaten Nutzer und kleinen Unternehmen ist jedoch ChatGPT selbst der relevante Zugangsweg.

Preismodelle und Abo-Stufen bei ChatGPT

OpenAI hat sein Preisgefüge in den letzten Jahren deutlich ausdifferenziert. Stand heute gibt es mehrere Stufen, die sich an unterschiedliche Nutzergruppen richten – von der kostenlosen Basisversion bis zur teuren Profi-Variante für sehr rechenintensive Aufgaben.

Abo-Stufe Ungefährer Preis Für wen gedacht
Free 0 Euro Gelegenheitsnutzung, einfache Fragen, Ausprobieren
Go ca. 8 US-Dollar/Monat Einsteiger mit etwas höherem Nutzungsbedarf, günstiger Zugang zu mehr Anfragen
Plus ca. 20 US-Dollar/Monat (in Deutschland umgerechnet ca. 23 Euro) Privatpersonen und Selbstständige mit regelmäßiger Nutzung, inklusive Bildgenerierung, Sprachmodus und Agent-Funktionen
Pro ca. 100 bis 200 US-Dollar/Monat (zwei Unterstufen) Vielnutzer mit hohem Bedarf an rechenintensiven „Denk“-Modellen, z. B. für komplexe Analysen
Business / Team ca. 20 bis 25 Euro pro Person und Monat Kleine bis mittlere Betriebe, mit gemeinsamer Verwaltung und vertraglichen Zusatzregelungen
Enterprise individuelle Konditionen Größere Unternehmen mit eigenen Sicherheits- und Datenschutzanforderungen

Was man für sein Geld bekommt

Wichtig zu wissen: Die genaue Ausstattung ändert sich bei OpenAI recht häufig, und die in Dollar kommunizierten US-Preise werden in Deutschland durch Umsatzsteuer und Wechselkurs meist etwas teurer. Schon die kostenlose Version bietet einen brauchbaren Einstieg, allerdings mit spürbaren Begrenzungen bei der Anzahl der Anfragen und ohne Zugriff auf die leistungsfähigsten Modelle. Für die meisten Privatpersonen, die ChatGPT regelmäßig für Alltagsaufgaben nutzen möchten, ist die Plus-Stufe der sinnvollste Einstieg in ein Bezahlmodell, während sich die teure Pro-Stufe vor allem für Nutzer lohnt, die sehr rechenintensive Auswertungen oder lange, komplexe Denkaufgaben regelmäßig stellen.

Merksatz: Der günstigste Tarif ist nicht automatisch der wirtschaftlichste – wer ChatGPT nur gelegentlich für kurze Fragen nutzt, braucht selten mehr als Free oder Go, wer es täglich für die Arbeit einsetzt, kommt an Plus kaum vorbei.

Datenschutz und DSGVO: Was bedeutet das für Nutzer in Deutschland

Wo werden die eingegebenen Daten verarbeitet

OpenAI ist ein US-amerikanisches Unternehmen, und in der Standardeinstellung werden Chatverläufe auf Servern in den USA verarbeitet. Das ist für viele Privatpersonen im Alltag unproblematisch, kann aber bei sensiblen Themen – etwa bei personenbezogenen Daten von Kundinnen und Kunden, Gesundheitsdaten oder vertraulichen Geschäftsunterlagen – rechtlich relevant werden. Bereits seit Februar 2025 bietet OpenAI zusätzlich eine sogenannte EU-Datenresidenz mit Verarbeitung auf europäischen Servern an, die im Januar 2026 um lokale Rechenleistung in Europa erweitert wurde – allerdings bislang nur für bestimmte Vertragsformen wie Enterprise-, Bildungs- und ausgewählte API-Kunden, nicht automatisch für die üblichen privaten Abos wie Plus.

Das EU-US Data Privacy Framework in der Praxis

Für den Standardfall der Datenübermittlung in die USA stützt sich OpenAI auf das sogenannte EU-US Data Privacy Framework, ein Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission aus dem Jahr 2023, der den Datentransfer in die USA grundsätzlich rechtlich abdeckt. OpenAI ist unter diesem Rahmenwerk zertifiziert. Für eine deutsche Privatperson oder einen kleinen Betrieb bedeutet das praktisch: Die Datenübermittlung selbst ist formal zulässig, ein gewisses Restrisiko bleibt aber bestehen, weil sich die politische Lage rund um dieses Abkommen in der Vergangenheit schon mehrfach verändert hat und US-Behörden unter bestimmten Umständen Zugriff auf Daten amerikanischer Unternehmen erhalten können.

Praktische Empfehlungen für Privatpersonen und kleine Betriebe

Für den privaten Alltag reicht in der Regel ein bewusster Umgang: keine unnötigen Klarnamen, Adressen oder Kontodaten Dritter in den Chat eingeben und in den Einstellungen prüfen, ob Chatverläufe zum Training weiterer Modelle verwendet werden dürfen. Für kleine Betriebe, die ChatGPT im Kundenkontakt oder mit personenbezogenen Daten einsetzen wollen, empfiehlt sich mindestens die Business-Stufe, weil erst ab dieser Ebene ein regulärer Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit Standardvertragsklauseln zur Verfügung steht. Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Hausverwalter, der Mieteranfragen per ChatGPT vorformulieren lässt, sollte dabei keine vollständigen Namen, Mietkonten oder Kautionsdaten in den Chat eingeben, solange kein Business-Vertrag vorliegt. Wer speziell im Immobilienbereich mit sensiblen Kundendaten arbeitet und dabei von Anfang an Wert auf deutsches Hosting legt, findet mit Lukinski AI eine Alternative, die genau für diesen Anwendungsfall entwickelt wurde.

Merksatz: Nicht jedes ChatGPT-Abo ist DSGVO-technisch gleich – ohne Business- oder Enterprise-Vertrag gibt es keinen regulären Auftragsverarbeitungsvertrag, und ohne diesen sollten keine personenbezogenen Kundendaten Dritter verarbeitet werden.

Stärken und Schwächen von OpenAI und ChatGPT

Stärken Schwächen
Sehr breiter Funktionsumfang: Text, Bild, Sprache, Video und eigenständige Aufgabenerledigung in einem Produkt Datenverarbeitung standardmäßig in den USA, EU-Datenresidenz nur für höhere Vertragsstufen
Größtes Nutzer-Ökosystem, viele Zusatzwerkzeuge und Integrationen von Drittanbietern Preisstruktur mit vielen Stufen kann unübersichtlich wirken
Sehr schnelle Weiterentwicklung, regelmäßig neue Modellversionen Häufige Modellwechsel erfordern gelegentliches Nachlernen der Bedienung
Kostenlose Einstiegsstufe zum Ausprobieren vorhanden Bestimmte Funktionen wie der Agent-Modus sind in der EU teilweise eingeschränkt verfügbar

Für wen ist ChatGPT geeignet

ChatGPT passt zu unterschiedlichen Nutzergruppen im Alltag und Beruf.

  • Privatpersonen beim Schreiben und Recherchieren
  • Selbstständige für Textentwürfe und Übersetzungen
  • Kleine Betriebe für erste Auswertungen
  • Alle, die natürliche Sprache statt Software bevorzugen

Weniger geeignet ist der Standarddienst bei hohen Anforderungen an Datenresidenz und Vertraulichkeit – außer mit Business- oder Enterprise-Vertrag.

Häufig gestellte Fragen zu OpenAI und ChatGPT

Ist ChatGPT dasselbe wie OpenAI?

Nein. OpenAI ist das Unternehmen, ChatGPT ist dessen bekanntestes Produkt. OpenAI stellt daneben weitere Dienste wie die Bild- und Videogenerierung oder die Programmierschnittstelle für Entwickler bereit.

Kann ich ChatGPT kostenlos nutzen?

Ja, es gibt eine kostenlose Version mit eingeschränktem Funktionsumfang und begrenzter Anzahl an Anfragen. Für regelmäßige oder anspruchsvollere Nutzung lohnt sich meist ein bezahltes Abo.

Sind meine Daten bei ChatGPT in Deutschland sicher?

Die Datenübermittlung in die USA ist über das EU-US Data Privacy Framework formal abgesichert, ein Restrisiko bleibt jedoch bestehen. Für sensible Daten empfiehlt sich ein Business- oder Enterprise-Vertrag mit entsprechendem Auftragsverarbeitungsvertrag.

Welches Abo lohnt sich für ein kleines Unternehmen?

Für kleine Betriebe mit mehreren Mitarbeitenden ist in der Regel die Business-Stufe sinnvoll, da hier eine gemeinsame Verwaltung sowie ein regulärer Datenschutzvertrag zur Verfügung stehen.

Welche Modelle stehen hinter ChatGPT?

ChatGPT nutzt je nach Abo unterschiedliche Modellversionen von OpenAI mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und Denktiefe. Einen ausführlichen Vergleich der aktuellen Modelle finden Sie auf unserer Vertiefungsseite ChatGPT-Modelle im Vergleich. Einen Vergleich mit den Modellen anderer großer KI-Anbieter bietet unsere Übersichtsseite KI-Modelle im Vergleich.