<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Asset Deal | Lukinski</title>
	<atom:link href="https://lukinski.de/tag/asset-deal/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://lukinski.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Mon, 27 Apr 2026 07:48:51 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8.5</generator>
	<item>
		<title>Asset Deal bei Immobilien: Was ist das? + Steuer Beispiel</title>
		<link>https://lukinski.de/asset-deal-immobilien-was-ist-das-steuer-beispiel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[L_kinski]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Feb 2024 13:01:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Immobilie]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>
		<category><![CDATA[Verkaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Asset Deal]]></category>
		<category><![CDATA[Beispiel]]></category>
		<category><![CDATA[Erklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Hausverkauf]]></category>
		<category><![CDATA[Immobilienverkauf]]></category>
		<category><![CDATA[Steueroptimierung]]></category>
		<category><![CDATA[Verkauf]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungsverkauf]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lukinski.de/?p=338034</guid>

					<description><![CDATA[Es gibt 2 Arten im Verkauf, wenn wir im professionellen Immobilienhandel sind &#8211; also nicht bei der Eigentumswohnung oder dem Traumhaus. Typischerweise geht es um Mietshäuser bzw. Zinshäuser (vermietetes Mehrfamilienhaus). Asset Deal heißt, dass eine Immobilie direkt verkauft wird und Share Deal heißt, dass eine Immobilien GmbH verkauft wird (mit deren Immobilie/n) &#8211; einfach gesagt. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt 2 Arten im Verkauf, wenn wir im professionellen Immobilienhandel sind &#8211; also nicht bei der Eigentumswohnung oder dem Traumhaus. Typischerweise geht es um <a href="https://lukinski.de/mietshaus-zinshaus-verkaufen-lage-zustand-bewertung-makler-steuern-schritte-verkauf/">Mietshäuser bzw. Zinshäuser</a> (vermietetes Mehrfamilienhaus). <span style="text-decoration: underline;">Asset Deal</span> heißt, dass eine <span style="text-decoration: underline;">Immobilie direkt verkauft</span> wird und <span style="text-decoration: underline;">Share Deal</span> heißt, dass eine <span style="text-decoration: underline;">Immobilien GmbH verkauft</span> wird (mit deren Immobilie/n) &#8211; einfach gesagt. Hier ein Blick auf den typischen Asset Deal und die Steuern beim Verkauf. Hier finden Sie mehr zum <a href="/?p=338008">Share &amp; Asset Deal im Vergleich</a>.</p>
<h2>Der typische Verkauf: &#8222;Asset Deal&#8220;</h2>
<p>Der Unterschied: Bei einem <span style="text-decoration: underline;">Asset Deal</span> im Immobilienkontext werden spezifische Vermögenswerte wie Grundstücke und Gebäude einzeln verkauft, während beim <span style="text-decoration: underline;">Share Deal</span> die Anteile am Unternehmen, das die Immobilien besitzt, übertragen werden.</p>
<p>Einfach gesagt:</p>
<ul>
<li>Asset Deal = Immobilie wird verkauft</li>
<li>Share Deal = <a href="https://lukinski.de/immobilien-gmbh-vermoegensverwaltende-gmbh-vorteile-nachteile-kosten-immobilienkauf/">Immobilien GmbH</a> wird verkauft</li>
</ul>
<p>Share Deal heißt also, der Käufer erwirbt also nicht die Immobilie selbst, sondern die &#8211; in diesem Fall &#8211; Immobilien GmbH. Hier eine kurze Infografik. Danach zurück zum direkten Verkauf vom Mehrfamilienhaus, im Anschluss erkläre ich Ihnen mehr zur Holding und Steuern beim Verkauf.</p>
<p>Hier eine kleine Infografik:</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-30515" src="https://lukinski.de/wp-content/uploads/2020/10/alex-fischer-steuercoaching-live-event-bericht-erfahrungen-7-nachfragen-stellen-direkt-immobilien-vermoegen-aufbau-geheimtipps-holen-vom-profi.jpg" alt="" width="800" height="800" /></p>
<h2>Steuer Berechnung: Beispiel</h2>
<p>Verkaufen Sie innerhalb der Spekulationsfrist, müssen Sie die Gewinne &#8211; einfach gesagt &#8211; ganz normal versteuern, wie Einnahmen aus Arbeit, egal ob angestellt oder selbstständig. Alleinstehend hieße das typischerweise 42 % Spitzensteuersatz.</p>
<h3>Asset Deal als Privatperson</h3>
<p>In diesem Beispiel verkaufen wir ein Mehrfamilienhaus in Berlin, als Privatperson, alleinstehend mit vollem Steuersatz.</p>
<ul>
<li>Kauf 2024 = 2.100.000 Euro</li>
<li>Verkauf 2033 = 4.100.000 Euro</li>
<li>Zu versteuernder Gewinn = 2.000.000 Euro</li>
<li>Bei 42 % (alleinstehend) = <span style="text-decoration: underline;">840.000 Euro</span></li>
</ul>
<h3>Asset Deal als Unternehmen</h3>
<p>In diesem Beispiel verkaufen wir ein Mehrfamilienhaus in Berlin, als Unternehmen, schon mit deutlicher Steuerersparnis. Alle Steuertipps: <a href="https://lukinski.de/steuern/">Steuer Ratgeber</a>.</p>
<ul>
<li>Kauf 2024 = 2.100.000 Euro</li>
<li>Verkauf 2033 = 4.100.000 Euro</li>
<li>Zu versteuernder Gewinn Berlin ca. 19,1 % (Gewerbesteuer 4,1 %, Körperschaft 15 %) = 2.000.000 Euro</li>
<li>Bei 19,1 % = <span style="text-decoration: underline;">382.000 Euro</span></li>
</ul>
<h2>Share Deal Immobilie: Steuer Vorteile</h2>
<p>Steuern sparen, aber so richtig? In meinem Ratgeber <a href="/?p=338008">Mehrfamilienhaus verkaufen Steuern</a> hatte ich gerade eine kurze, einfache Erklärung vom Share Deal, mit Beispielberechnung. Statt 382.000 Euro Steuern, nur 1.540 Euro! Wie das geht? Hier ein Einblick in Asset Deals und Share Deals. Sie erkennen schnell den Vorteil und weshalb professionelle Investoren mit <a href="https://lukinski.de/immobilien-holding-schachtelprivileg-wenig-steuern-verkauf/">Holding Strukturen</a> arbeiten.</p>
<ul>
<li><a href="/?p=338033">Share Deal Immobilien</a></li>
<li><a href="/?p=338008">Asset / Share Deal Unterschied</a></li>
</ul>
<p><a href="/?p=338008"></a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mehrfamilienhaus verkaufen Steuern: Asset &#038; Share Deal</title>
		<link>https://lukinski.de/mehrfamilienhaus-verkaufen-steuern-asset-share-deal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[L_kinski]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Feb 2024 12:08:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Immobilie]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>
		<category><![CDATA[Verkaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Asset Deal]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerbeimmobilie]]></category>
		<category><![CDATA[Grunderwerbsteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Holding]]></category>
		<category><![CDATA[Immobilien GmbH]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<category><![CDATA[Mehrfamilienhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Mietshaus]]></category>
		<category><![CDATA[Share Deal]]></category>
		<category><![CDATA[Verkauf]]></category>
		<category><![CDATA[Vermögensverwaltende GmbH]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnimmobilie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://lukinski.de/?p=338008</guid>

					<description><![CDATA[Sie wollen Ihr Mehrfamilienhaus verkaufen — was kommt steuerlich auf Sie zu? Den genauen Betrag können Sie vorab mit unserem Tool zur Immobilien Spekulationssteuer berechnen. Beim Verkauf von Wohn- und Gewerbeimmobilien stellt sich für Erstverkäufer immer dieselbe Frage: Wie viel Steuern muss ich zahlen — und wie kann ich legal optimieren? Hier der vollständige Überblick: [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sie wollen Ihr <a href="https://lukinski.de/mehrfamilienhaus-verkaufen-preis-ermitteln-steuern-mieter-spekulationssteuer/">Mehrfamilienhaus verkaufen</a> — was kommt steuerlich auf Sie zu? Den genauen Betrag können Sie vorab mit unserem Tool zur <a href="https://lukinski.de/rechner/verkaufen/spekulationssteuer/">Immobilien Spekulationssteuer berechnen</a>. Beim <a href="https://lukinski.de/immobilie-verkaufen-steuern-wohnung-haus-grundstueck-spekulationssteuer-checkliste/">Verkauf</a> von Wohn- und Gewerbeimmobilien stellt sich für Erstverkäufer immer dieselbe Frage: Wie viel Steuern muss ich zahlen — und wie kann ich legal optimieren? Hier der vollständige Überblick: von Spekulationssteuer und Drei-Objekte-Regel über erweiterte Gewerbesteuerkürzung bis zu Asset- und Share-Deal-Strukturen, mit denen institutionelle Investoren effektiv unter 2 % Steuerlast bleiben. Mein Tipp für Fortgeschrittene: das richtige <a href="https://lukinski.de/alex-fischer-wiki-immobilien-steuern-buch-kurse-seminare-erfahrungen/">Immobilien Steuer Coaching</a> — nicht vom Steuerberater, sondern von Investoren aus der Praxis. Kontakt zu meinen Experten gern über mich: <a href="https://lukinski.de/lukinski/">Kontakt</a>.</p>
<h2>Asset Deal vs. Share Deal: Der entscheidende Unterschied</h2>
<p>Bevor wir in Spekulationssteuer und Drei-Objekte-Regel einsteigen, müssen Sie die zwei grundlegenden Verkaufsstrukturen verstehen. Sie entscheiden über die Steuerlast — manchmal um den Faktor 100.</p>
<ul>
<li><strong>Asset Deal:</strong> Die Immobilie selbst wird verkauft (Grundbuchumschreibung, Notar, Grunderwerbsteuer)</li>
<li><strong>Share Deal:</strong> Die Anteile an der Gesellschaft, die die Immobilie hält, werden verkauft (z. B. <a href="https://lukinski.de/immobilien-gmbh-vermoegensverwaltende-gmbh-vorteile-nachteile-kosten-immobilienkauf/">Immobilien GmbH</a>) — die Immobilie bleibt rechtlich beim selben Eigentümer (der GmbH)</li>
</ul>
<h3>Direktvergleich: Asset Deal vs. Share Deal</h3>
<table border="1" cellpadding="6">
<thead>
<tr>
<th>Kriterium</th>
<th>Asset Deal</th>
<th>Share Deal</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Was wird verkauft?</td>
<td>Immobilie</td>
<td>Gesellschaftsanteile</td>
</tr>
<tr>
<td>Verkäufer typisch</td>
<td>Privatperson, GmbH</td>
<td>Holding-Struktur</td>
</tr>
<tr>
<td>Steuerlast Verkäufer</td>
<td>0–42 % (privat) / ~19 % (GmbH) / ~15 % (mit erw. Kürzung)</td>
<td>~1,54 % (mit Holding/Schachtelprivileg)</td>
</tr>
<tr>
<td>Grunderwerbsteuer</td>
<td>3,5–6,5 % (Käufer)</td>
<td>0 % (bei korrekter Strukturierung)</td>
</tr>
<tr>
<td>Notar- &amp; Beratungskosten</td>
<td>Niedrig (1–2 % Kaufpreis)</td>
<td>Hoch (30.000–80.000 €+ für Due Diligence, Steuerberater, M&amp;A-Anwalt)</td>
</tr>
<tr>
<td>Komplexität</td>
<td>Standardisiert</td>
<td>Hoch (Due Diligence der GmbH-Historie)</td>
</tr>
<tr>
<td>Käuferrisiko</td>
<td>Gering (saubere Immobilie)</td>
<td>Übernimmt Altlasten, Steuerrisiken, Verbindlichkeiten der GmbH</td>
</tr>
<tr>
<td>Zielgruppe</td>
<td>Privat- und Profikäufer</td>
<td>Institutionelle Investoren, Family Offices ab ~5 Mio. €</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Steuern beim Asset Deal: Direkter Verkauf des Mehrfamilienhauses</h2>
<p>Verkaufen Sie als Privatperson direkt das Mehrfamilienhaus, sind drei Themen entscheidend:</p>
<ol>
<li>Spekulationssteuer (Haltefrist)</li>
<li>Drei-Objekte-Regel (gewerblicher Grundstückshandel)</li>
<li>Bei GmbH-Verkauf: erweiterte Gewerbesteuerkürzung</li>
</ol>
<h3>Spekulationssteuer: Steuerfrei verkaufen nach Ablauf der Frist</h3>
<p>Die Spekulationsfrist im Überblick:</p>
<ul>
<li><strong>Selbst bewohnt:</strong> 3 Jahre (genauer: Verkauf im Jahr der Eigennutzung plus zwei vorangegangene Kalenderjahre)</li>
<li><strong>Vermietet:</strong> 10 Jahre ab Beurkundungsdatum des Kaufvertrags</li>
</ul>
<p>Verkaufen Sie innerhalb der Frist, wird der Gewinn als sonstige Einkünfte (§ 23 EStG) mit Ihrem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert — bis zu 45 % plus Soli. Nach Ablauf der Frist ist der Verkauf für Privatpersonen komplett steuerfrei. Schnellrechnung über meinen kostenlosen <a href="https://lukinski.de/rechner/verkaufen/spekulationsfrist/">Spekulationsfrist Rechner</a>.</p>
<h3>Beispielrechnung: Drei Szenarien im Vergleich</h3>
<p>Ausgangslage in allen drei Fällen: Kauf eines Mehrfamilienhauses für 2.100.000 Euro, Verkauf zu 4.100.000 Euro, Gewinn vor Steuern 2.000.000 Euro.</p>
<p><strong>Szenario A — Privatperson, Verkauf nach 9 Jahren (innerhalb Spekulationsfrist):</strong></p>
<ul>
<li>Kaufpreis: 2.100.000 Euro</li>
<li>Verkaufspreis: 4.100.000 Euro</li>
<li>Zu versteuernder Gewinn: 2.000.000 Euro</li>
<li>Spitzensteuersatz alleinstehend 42 % zzgl. Soli</li>
<li><span style="text-decoration: underline;">Steuerlast ca. 886.000 Euro</span></li>
</ul>
<p><strong>Szenario B — GmbH (ohne Holding), Verkauf nach 4 Jahren:</strong></p>
<ul>
<li>Kaufpreis: 2.100.000 Euro</li>
<li>Verkaufspreis: 4.100.000 Euro</li>
<li>Zu versteuernder Gewinn: 2.000.000 Euro</li>
<li>Körperschaftsteuer 15 % + Soli + Gewerbesteuer (Hebesatz Berlin ca. 4,1 %) ≈ 19,1 %</li>
<li><span style="text-decoration: underline;">Steuerlast ca. 382.000 Euro</span></li>
</ul>
<p><strong>Szenario C — Privatperson, Verkauf nach 11 Jahren (nach Spekulationsfrist):</strong></p>
<ul>
<li>Kaufpreis: 2.100.000 Euro</li>
<li>Verkaufspreis: 4.100.000 Euro</li>
<li>Zu versteuernder Gewinn: 2.000.000 Euro</li>
<li><span style="text-decoration: underline;">Steuerlast: 0 Euro (steuerfrei)</span></li>
</ul>
<h3>Erweiterte Gewerbesteuerkürzung: Der unterschätzte Hebel für GmbHs</h3>
<p>Wer eine reine vermögensverwaltende Immobilien-GmbH führt (keine Gewerbeimmobilien-Vermietung mit zusätzlichen Leistungen, keine eigene Bauträgertätigkeit), kann die <strong>erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 S. 2 GewStG</strong> beantragen. Effekt: Die Gewerbesteuer auf Vermietungs- und Veräußerungsgewinne entfällt komplett.</p>
<ul>
<li>Ohne erweiterte Kürzung: ca. 19,1 % Gesamtbelastung</li>
<li>Mit erweiterter Kürzung: ca. 15,8 % (nur Körperschaftsteuer + Soli)</li>
<li>Auf 2 Mio. Euro Gewinn: rund 66.000 Euro Ersparnis</li>
</ul>
<p>Voraussetzung: ausschließliche Verwaltung eigenen Grundbesitzes. Schon ein einziger gewerblich infizierter Vorgang (z. B. mitvermietete Betriebsvorrichtungen) kann die Kürzung für das gesamte Jahr kippen — strikte Trennung ist Pflicht.</p>
<h3>Drei-Objekte-Regel: Wann wird aus dem Privatverkauf gewerblicher Handel?</h3>
<p>Verkauft eine Privatperson <strong>mehr als drei Objekte innerhalb von fünf Jahren</strong>, qualifiziert das Finanzamt die Verkäufe rückwirkend als gewerblichen Grundstückshandel (BFH-Rechtsprechung). Folgen:</p>
<ul>
<li>Einkommensteuer auf alle Gewinne (auch nach 10 Jahren Haltedauer!)</li>
<li>Gewerbesteuerpflicht</li>
<li>Nachträgliche Buchführungspflicht</li>
<li>Wegfall der Spekulationsfrist-Steuerfreiheit</li>
</ul>
<p><strong>Was zählt als &#8222;Objekt&#8220;?</strong></p>
<ul>
<li>Jede einzelne Eigentumswohnung zählt separat — auch im selben Mehrfamilienhaus</li>
<li>Ein Mehrfamilienhaus als Ganzes verkauft = 1 Objekt</li>
<li>Geerbte Immobilien zählen NICHT mit (kein Anschaffungsvorgang)</li>
<li>Selbst genutzte Immobilien zählen grundsätzlich nicht (Ausnahmen bei kurzer Nutzungsdauer)</li>
<li>Verkäufe naher Angehöriger können zugerechnet werden</li>
</ul>
<p><strong>Wichtig:</strong> Die 10-Jahres-Haltefrist heilt die Drei-Objekte-Regel nur teilweise. Bei klarer Verkaufsabsicht ab Erwerb (z. B. dokumentierte Vermarktung) kann das Finanzamt auch ohne Überschreitung gewerblichen Handel annehmen.</p>
<h2>Gewerbeimmobilie verkaufen: Umsatzsteuer und Vorsteuerberichtigung</h2>
<p>Bei umsatzsteuerpflichtig vermieteten Gewerbeimmobilien wird es komplex. Zwei Konstellationen:</p>
<h3>Geschäftsveräußerung im Ganzen (§ 1 Abs. 1a UStG)</h3>
<p>Übernimmt der Käufer die Vermietungstätigkeit unverändert (gleiche Mieter, gleiche Verträge, fortgeführte Option zur Umsatzsteuer), liegt eine nicht steuerbare Geschäftsveräußerung im Ganzen vor. Vorteile:</p>
<ul>
<li>Keine Umsatzsteuer auf den Kaufpreis</li>
<li>Keine Vorsteuerberichtigung beim Verkäufer</li>
<li>Käufer tritt in die laufenden Berichtigungszeiträume ein</li>
</ul>
<h3>Vorsteuerberichtigung nach § 15a UStG</h3>
<p>Liegt keine Geschäftsveräußerung im Ganzen vor und verkauft der Verkäufer die Immobilie steuerfrei, muss er innerhalb des 10-jährigen Berichtigungszeitraums anteilig die ursprünglich gezogene Vorsteuer (z. B. aus Bauträgerkauf, Sanierung) zurückzahlen. Bei großen Sanierungen schnell sechsstellig.</p>
<ul>
<li>Berichtigungszeitraum: 10 Jahre ab erstmaliger Verwendung</li>
<li>Pro Jahr Restlaufzeit: 1/10 der ursprünglichen Vorsteuer fällig</li>
<li>Lösung in der Praxis: Option zur Umsatzsteuer beim Verkauf (§ 9 UStG) oder Geschäftsveräußerung im Ganzen</li>
</ul>
<h2>Share Deal: Firma verkaufen statt Immobilie</h2>
<p>Eine Option, hocheffizient zu verkaufen, ist der <a href="https://lukinski.de/share-deal-bei-immobilien-firma-verkaufen-statt-immobilie-steuern-sparen/">Share Deal</a>. Voraussetzung: Die Immobilie wurde bereits über eine Kapitalgesellschaft (typisch: Immobilien GmbH) gehalten — nicht als Privatperson.</p>
<h3>Nur 1,54 % Steuern dank Schachtelprivileg</h3>
<p>Ein optimaler Share Deal ist möglich, wenn die operative GmbH unter einer Holding hängt. Verkauft die Holding die Anteile an der Immobilien-GmbH, greift das <a href="https://lukinski.de/immobilien-holding-schachtelprivileg-wenig-steuern-verkauf/">Schachtelprivileg</a> nach <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/kstg_1977/__8b.html" target="_blank" rel="noopener">§ 8b KStG</a>: 95 % des Veräußerungsgewinns sind steuerfrei, nur 5 % gelten als nicht abzugsfähige Betriebsausgabe und werden mit ~30 % belastet → effektive Gesamtsteuerlast ca. <strong>1,54 %</strong>.</p>
<h3>Beispielrechnung Share Deal — fairer Vergleich bei identischem Preis</h3>
<p>Damit der Vergleich sauber bleibt: identische Kaufpreise, identische Verkaufspreise, identischer Gewinn.</p>
<p><strong>Asset Deal (GmbH verkauft Immobilie):</strong></p>
<ul>
<li>Kaufpreis: 2.100.000 Euro</li>
<li>Verkaufspreis: 4.100.000 Euro</li>
<li>Gewinn: 2.000.000 Euro</li>
<li>Belastung 19,1 % (ohne erweiterte Kürzung) = <span style="text-decoration: underline;">382.000 Euro</span></li>
<li>Mit erweiterter Kürzung 15,8 % = 316.000 Euro</li>
</ul>
<p><strong>Share Deal (Holding verkauft GmbH-Anteile):</strong></p>
<ul>
<li>Kaufpreis Anteile: 2.100.000 Euro (entspricht Immobilienwert beim GmbH-Erwerb)</li>
<li>Verkaufspreis Anteile: 4.100.000 Euro</li>
<li>Veräußerungsgewinn: 2.000.000 Euro</li>
<li>Effektive Steuerlast 1,54 % = <span style="text-decoration: underline;">30.800 Euro</span></li>
</ul>
<p>Differenz im selben Geschäft: über 350.000 Euro. Das ist der Grund, warum institutionelle Investoren Immobilien praktisch nie direkt halten.</p>
<h3>Achtung: Vorbehaltsfristen und 10-Jahres-Sperre</h3>
<p>Steuerliche Fallstricke, die in der Praxis oft übersehen werden:</p>
<ul>
<li><strong>Sperrfrist Holding-Aufbau:</strong> Wird die Immobilie aus dem Privatvermögen oder einer Personengesellschaft erst kurz vor Verkauf in die GmbH-Struktur eingebracht, droht die Aufdeckung stiller Reserven (§ 6 EStG, § 22 UmwStG)</li>
<li><strong>7-Jahres-Sperrfrist nach § 22 UmwStG</strong> bei Anteilseinbringung — frühzeitig planen</li>
<li><strong>Liquidität in der Holding:</strong> Erlös landet zunächst in der Holding, nicht beim Gesellschafter. Ausschüttung kostet weitere ~26,4 % (Abgeltungsteuer)</li>
</ul>
<h2>Grunderwerbsteuer beim Share Deal: Die 90-%-Regel</h2>
<blockquote><p>Steigen wir noch tiefer in die Steueroptimierung ein.</p></blockquote>
<p>Beim klassischen Asset Deal zahlt der Käufer Grunderwerbsteuer (3,5 % bis 6,5 % je Bundesland). Bei 1 Million Euro sind das je nach Lage bis zu 65.000 Euro — ein Renditekiller. Beim Share Deal lässt sich das vermeiden, wenn die Anteilsübertragung unter den gesetzlichen Schwellen bleibt.</p>
<h3>Aktuelle Schwellenw</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
