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	<title>Fachanwalt | Lukinski</title>
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		<title>Firma gründen (Immobilien): Ablauf, Kosten, Voraussetzungen, Rechtsformen &#8211; 7 Schritte Checkliste</title>
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		<dc:creator><![CDATA[L_kinski]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2021 16:55:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Immobilie]]></category>
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					<description><![CDATA[Du willst eine Immobilienfirma gründen? Ablauf, Kosten, Voraussetzungen, Stammkapital, Gesellschafterverträge, Rechtsformen und eine 7-Schritte-Checkliste — alles in einem Ratgeber. Was für Anfänger kompliziert klingt, folgt in der Praxis einem klaren Standard-Ablauf. In diesem Beitrag bekommst du den kompletten Gründungsprozess Schritt für Schritt, inkl. Steuer-Vergleichsrechnung (privat vs. GmbH vs. Holding), Notarkosten-Tabelle, Entscheidungsmatrix nach Vermögensgröße, Grunderwerbsteuer-Falle bei [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Du willst eine <strong>Immobilienfirma gründen</strong>? Ablauf, Kosten, Voraussetzungen, Stammkapital, Gesellschafterverträge, Rechtsformen und eine 7-Schritte-Checkliste — alles in einem Ratgeber. Was für Anfänger kompliziert klingt, folgt in der Praxis einem klaren Standard-Ablauf. In diesem Beitrag bekommst du den kompletten Gründungsprozess Schritt für Schritt, inkl. Steuer-Vergleichsrechnung (privat vs. GmbH vs. Holding), Notarkosten-Tabelle, Entscheidungsmatrix nach Vermögensgröße, Grunderwerbsteuer-Falle bei Einbringung und FAQ. Nach dem großen Ratgeber zu allen <a href="https://lukinski.de/rechtsformen-firma-unternehmen-immobilien-gbr-kg-gmbh-ag-co-vergleich-vorteile-steuern">Rechtsformen</a> bzw. Unternehmenstypen, heute der ausführliche Blick auf die Gründung einer Immobilienfirma — von der UG bis zur Doppelstock-Holding.</p>
<h2>Warum überhaupt eine Immobilienfirma gründen?</h2>
<p>Bevor wir in den Ablauf einsteigen: Es gibt drei zentrale Auslöser, warum Investoren von der privaten <a href="https://lukinski.de/immobilie-als-kapitalanlage-worauf-muss-ich-achten-interview-experten/">Immobilie als Kapitalanlage</a> in eine eigene Gesellschaft wechseln.</p>
<ul>
<li><strong>Steuerlast senken</strong> — Mieteinnahmen werden mit dem persönlichen Spitzensteuersatz (bis 45% + Soli) versteuert. Eine vermögensverwaltende GmbH zahlt unter Voraussetzungen effektiv nur ~15,8% (Körperschaftssteuer + Soli, ohne Gewerbesteuer dank erweiterter Kürzung).</li>
<li><strong>Drei-Objekt-Grenze umgehen</strong> — Wer innerhalb von 5 Jahren mehr als drei Immobilien kauft und verkauft, gilt als gewerblicher Grundstückshändler. Folge: Gewerbesteuer + keine <a href="https://lukinski.de/spekulationssteuer-immobilie-verkauf-grundstueck-wohnung-haus-hoehe-frist/">Spekulationsfrist</a>. Eine GmbH klärt das von Anfang an sauber.</li>
<li><strong>Haftung trennen</strong> — Privatvermögen vom operativen Risiko entkoppeln, vor allem bei <a href="https://lukinski.de/fix-flip-strategie-immobilien-kaufen-aufwerten-und-verkaufen-immobilienhandel/">Fix-Flip Strategie</a>, Bauträgergeschäft oder Mehrfamilienhäusern mit Mieterstreit-Risiko.</li>
</ul>
<blockquote><p>Faustregel: Ab 3-5 vermieteten Einheiten oder bei aktivem Handel rechnet sich eine eigene Gesellschaft fast immer.</p></blockquote>
<h2>Entscheidungsmatrix: Welche Rechtsform für welchen Investor-Typ?</h2>
<p>Bevor du in die Gründung gehst — diese Matrix zeigt dir auf einen Blick, welche Struktur zu deinem Profil passt.</p>
<table border="1" cellpadding="8">
<thead>
<tr>
<th>Investor-Profil</th>
<th>Empfohlene Struktur</th>
<th>Stammkapital</th>
<th>Hauptvorteil</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>1-2 vermietete Einheiten, Buy &#038; Hold</td>
<td>Privatvermögen</td>
<td>—</td>
<td>Spekulationsfrist 10 J. nutzen</td>
</tr>
<tr>
<td>3-5 Einheiten, langfristig vermieten</td>
<td>Vermögensverwaltende GmbH</td>
<td>25.000 €</td>
<td>Erw. Gewerbesteuerkürzung</td>
</tr>
<tr>
<td>Aktiver Handel, Fix &#038; Flip</td>
<td>Gewerbliche GmbH oder UG</td>
<td>1 € – 25.000 €</td>
<td>Haftungsbeschränkung</td>
</tr>
<tr>
<td>Portfolio 10+ Einheiten, Verkaufsoption</td>
<td><a href="https://lukinski.de/immobilien-holding-schachtelprivileg-wenig-steuern-verkauf/">Immobilien Holding</a> (Doppelstock)</td>
<td>2× 25.000 €</td>
<td>95% steuerfrei via Schachtel</td>
</tr>
<tr>
<td>Familienvermögen, Generationenwechsel</td>
<td>Familienstiftung</td>
<td>min. 50.000 €</td>
<td>Erbschaftssteuer-Optimierung</td>
</tr>
<tr>
<td>Kapitaleinsammeln, Börse</td>
<td>AG / REIT-AG</td>
<td>50.000 €</td>
<td>Eigenkapital via Investoren</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Schritt 1 — Unternehmenstyp: Was soll ich gründen?</h2>
<p>Schritt eins ist die Wahl der richtigen Rechtsform. Jeder Firmentyp hat individuelle Vor- und Nachteile, die du als Unternehmer*in im Vorfeld kennen musst. Vier Faktoren entscheiden:</p>
<ol>
<li><strong>Stammkapital</strong> — verfügbares Eigenkapital für die Gründung</li>
<li><strong>Anzahl der Gründer / Gesellschafter</strong></li>
<li><strong>Haftung</strong> — voll, beschränkt, gemischt</li>
<li><strong>Steuern</strong> — Spitzensteuersatz vs. Körperschaftssteuer vs. Schachtelprivileg</li>
</ol>
<h3>Stammkapital planen</h3>
<p>Eine der wichtigsten Voraussetzungen ist Eigenkapital. Wichtig: Stammkapital ist <em>kein verlorener Betrag</em>. Du kannst es direkt nach der Gründung wieder einsetzen, z.B. für den Erwerb der ersten Immobilie über die Gesellschaft. Vorausgesetzt natürlich, du gehst nicht den Weg über das Privatvermögen, sondern kaufst direkt über das Gewerbe.</p>
<h3>Anzahl der Gründer bzw. Gesellschafter</h3>
<p>Solo-Gründung, Ehepaar, Geschwister, Investorenkreis — jede Konstellation verlangt einen anderen Gesellschaftervertrag. Dazu mehr in Schritt 3.</p>
<h3>Haftung für Gründer*innen</h3>
<p>Bei der e.K. (Einzelkaufmann) und GbR/OHG haftest du <strong>privat und unbeschränkt</strong>. Bei UG, GmbH, AG und KG (für Kommanditisten) ist die Haftung auf die Einlage begrenzt — vorausgesetzt, alle Geschäfte sind sauber geführt. Bei Pflichtverletzungen kann der Geschäftsführer trotzdem persönlich haften.</p>
<h3>Steuer auf Erträge / Gewinne — die ehrliche Rechnung</h3>
<p>Hier wird oft vereinfacht. Die Realität ist gestaffelt — schauen wir uns drei Szenarien an:</p>
<h4>Szenario A: Privat (vermietete Wohnung)</h4>
<ul>
<li>Mieteinnahmen / Jahr: 12.000 €</li>
<li>AfA, Werbungskosten (vereinfacht): -3.000 €</li>
<li>Steuerpflichtiger Gewinn: 9.000 €</li>
<li>Einkommensteuer (42%) + Soli: ca. 3.990 €</li>
<li><strong>Netto: ~5.010 €</strong></li>
</ul>
<h4>Szenario B: Vermögensverwaltende GmbH (mit erweiterter Gewerbesteuerkürzung)</h4>
<ul>
<li>Mieteinnahmen / Jahr: 12.000 €</li>
<li>AfA, Kosten: -3.000 €</li>
<li>Gewinn: 9.000 €</li>
<li>Körperschaftssteuer 15% + Soli: ca. 1.424 €</li>
<li>Gewerbesteuer: 0 € (erweiterte Kürzung §9 Nr. 1 GewStG)</li>
<li><strong>Netto in der GmbH: ~7.576 €</strong> (zur Reinvestition!)</li>
</ul>
<h4>Szenario C: Gewerbliche GmbH (Fix &#038; Flip, Handel)</h4>
<ul>
<li>Gewinn: 9.000 €</li>
<li>Körperschaftssteuer + Soli: ~1.424 €</li>
<li>Gewerbesteuer (Hebesatz 400%): ~1.260 €</li>
<li><strong>Netto: ~6.316 €</strong></li>
</ul>
<blockquote><p>Wichtig — der Ausschüttungsfalle bewusst sein: Wenn du Gewinne aus der GmbH ins Privatvermögen ausschüttest, fallen nochmal 25% Kapitalertragsteuer + Soli an. Die GmbH ist v.a. dann attraktiv, wenn du Gewinne <em>thesaurieren</em> und reinvestieren willst (Buy &#038; Build).</p></blockquote>
<p>Tiefere Berechnungen findest du im Ratgeber zur <a href="https://lukinski.de/immobilien-gmbh-vermoegensverwaltende-gmbh-vorteile-nachteile-kosten-immobilienkauf/">Immobilien GmbH</a> sowie zum Vergleich <a href="https://lukinski.de/eigennutzung-vs-kapitalanlage-unterschied-kredit-kosten-steuervorteile/">Eigennutzung vs Kapitalanlage</a>. Wer die <a href="https://lukinski.de/bruttorendite/">Bruttorendite</a> und <a href="https://lukinski.de/nettorendite/">Nettorendite</a> sauber trennt, sieht den Steuerhebel sofort.</p>
<h2>Schritt 2 — Stammkapital: Höhe und Unternehmensformen</h2>
<p>Bei seriösen Immobilieninvestoren ist Stammkapital selten das Problem. Falls doch — überlege, ob nicht erst der Aufbau über <a href="https://lukinski.de/immobilien-aktien-top-realtime-kurs-analyse-empfehlung-news/">Immobilienaktien</a> oder die <a href="https://lukinski.de/erste-immobilie-kaufen-haus-wohnung-kapitalanlage-eigennutzer/">erste Immobilie</a> privat sinnvoller ist. Eine Immobilien-GmbH ohne erste Immobilie ist eine leere Hülle.</p>
<h3>Vergleich: AG, GmbH, KG und UG</h3>
<table border="1" cellpadding="8">
<thead>
<tr>
<th>Rechtsform</th>
<th>Min. Stammkapital</th>
<th>Praxis-Empfehlung</th>
<th>Notar nötig?</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>GbR / OHG</td>
<td>0 €</td>
<td>nur für sehr kleine Projekte</td>
<td>nein</td>
</tr>
<tr>
<td>UG (haftungsbeschränkt)</td>
<td>1 €</td>
<td>min. 1.000-2.500 € (Gründungskosten)</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr>
<td>GmbH</td>
<td>25.000 € (12.500 € bei Eintragung)</td>
<td>volle 25.000 €, sofort einsetzbar</td>
<td>ja</td>
</tr>
<tr>
<td>KG</td>
<td>frei (nach Gesellschaftsvertrag)</td>
<td>oft Komplementär = GmbH</td>
<td>teils</td>
</tr>
<tr>
<td>AG</td>
<td>50.000 €</td>
<td>nur für Kapitalmarktambitionen</td>
<td>ja</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Stammkapital wird sofort eingesetzt für:</p>
<ul>
<li>Notarkosten — siehe Tabelle in Schritt 4</li>
<li>Handelsregister-Eintragung — ca. 150 €</li>
<li>Beratungskosten Steuerberater / Anwalt</li>
<li>Erste operative Ausgaben (Kontoeröffnung, Buchhaltungssoftware)</li>
<li>Anzahlung / <a href="https://lukinski.de/eigenkapital/">Eigenkapital</a> für die erste Immobilie</li>
</ul>
<h3>Stammkapital für Firmen — Übersicht</h3>
<ul>
<li><strong>Kein Stammkapital</strong> — GbR, OHG, e.K.</li>
<li><strong>1 € (real ca. 1.000-2.500 €)</strong> — UG (haftungsbeschränkt)</li>
<li><strong>25.000 € (mind. 12.500 € bei Gründung)</strong> — GmbH, häufig auch KG (Kommanditkapital)</li>
<li><strong>50.000 €</strong> — AG, REIT-AG</li>
</ul>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-36776" src="https://lukinski.de/wp-content/uploads/2020/02/firma-gruenden-immobilien-ablauf-kosten-voraussetzungen-rechtsformen-schritte-checkliste-gesellschafter-beratung-start-startkapital-finanzierung.jpg" alt="Firma gründen Immobilien Ablauf Kosten Voraussetzungen Rechtsformen Checkliste" width="1200" height="800" /></p>
<h2>Schritt 3 — Unternehmensanteile: Wer bringt / bekommt was?</h2>
<p>Solltest du nicht alleine gründen, müssen die Anteile sauber verteilt werden. Es geht <em>nicht</em> einfach um &#8222;50/50, weil wir Freunde sind&#8220;. Diese Naivität zerstört mehr Firmen als Marktrisiken.</p>
<h3>Wissen und Netzwerk</h3>
<p>Ein Gründer mit Marktzugang zu Off-Market-Deals, Bankberatern und Handwerkernetzwerk bringt einen Wert ein, der monetär oft 6-stellig ist — auch wenn er null Cash beisteuert.</p>
<h3>Praktische Arbeit und Ergebnisse</h3>
<p>Wer die operative Arbeit macht (Objektakquise, Verhandlung, Verwaltung, <a href="https://lukinski.de/maklervertrag-inhalt-rechte-pflichten-provision-kuendigung/">Maklerverträge</a>, Mieterkommunikation), bringt Zeit-Equity ein. Tipp: Nicht in Stunden messen — in Ergebnissen.</p>
<h3>Streit vermeiden: diese Klauseln gehören in jeden Vertrag</h3>
<p>Profi-Klauseln, die im Standard-Notarvertrag oft fehlen:</p>
<ul>
<li><strong>Vesting</strong> — Anteile werden über 4 Jahre &#8222;verdient&#8220;, nicht sofort übertragen. Verlässt ein Gründer nach 1 Jahr, verfallen 75%.</li>
<li><strong>Vorkaufsrecht</strong> — Will ein Gesellschafter verkaufen, müssen die anderen erst angeboten bekommen.</li>
<li><strong>Tag-Along / Drag-Along</strong> — Mitverkaufsrecht / -pflicht beim Exit (wichtig bei späterem <a href="https://lukinski.de/share-deal-bei-immobilien-firma-verkaufen-statt-immobilie-steuern-sparen/">Share Deal</a>).</li>
<li><strong>Abfindungsregelung</strong> — was zahlt die Gesellschaft beim Ausscheiden? Buchwert? Ertragswert? Ohne Klausel: jahrelange Gerichtsverfahren.</li>
<li><strong>Wettbewerbsverbot</strong> — verhindert dass ein Gesellschafter parallel eine Konkurrenz-GmbH gründet.</li>
<li><strong>Pattauflösung</strong> — bei 50/50-Konstellationen Schiedsklausel oder Russian-Roulette-Klausel.</li>
</ul>
<p>Faktoren bei Unternehmensanteilen:</p>
<ul>
<li>Kapital und Stammkapital der einzelnen Gründer</li>
<li>Know-how, Netzwerk und operative Vorteile</li>
<li>Tatsächliche, spätere Arbeitsergebnisse</li>
<li>Eingebrachte Bestandsimmobilien (Achtung: Grunderwerbsteuer-Falle, siehe unten!)</li>
</ul>
<h2>Schritt 4 — Gesellschaftervertrag und Notar</h2>
<p>Für Solo-Gründer übernimmt der Notar den Vertrag nach Standardprotokoll. Bei zwei und mehr Personen wird es deutlich umfangreicher. Hol dir hier zwingend einen <strong>Fachanwalt für Gesellschaftsrecht</strong> dazu — die Investition (1.500–5.000 €) verhindert sechsstellige Streitschäden.</p>
<h3>Notarkosten realistisch einschätzen</h3>
<p>Die häufig genannten &#8222;600 €&#8220; gelten nur für die einfachste UG-Gründung. Realistische Spannen:</p>
<table border="1" cellpadding="8">
<thead>
<tr>
<th>Gründungstyp</th>
<th>Notarkosten</th>
<th>Handelsregister</th>
<th>Gesamt</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>UG (1 Gesellschaf</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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