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	<title>Mietpreisbremse | Lukinski</title>
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		<title>Koalitionsvertrag 2021 für Hausbesitzer &#038; Wohnung &#8211; Neubau, Heizung, Solaranlage, &#8230;</title>
		<link>https://lukinski.de/koalitionsvertrag-2021-hausbesitzer-wohnung-neubau-heizung-solaranlage/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[L_kinski]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Nov 2021 21:24:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Immobilie]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
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					<description><![CDATA[Was bedeutet der Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung für Immobilieneigentümer, Vermieter und Kapitalanleger? Nach 16 Jahren Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Koalition aus SPD, Grünen und FDP einen 177-seitigen Vertrag vorgelegt, der die Immobilienbranche in den kommenden Jahren grundlegend umbaut. Wir analysieren die wichtigsten Punkte aus Investoren-Sicht: Was kostet die neue 65-Prozent-Regel bei Heizungen? Wie wirkt sich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was bedeutet der Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung für Immobilieneigentümer, Vermieter und Kapitalanleger? Nach 16 Jahren Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Koalition aus SPD, Grünen und FDP einen 177-seitigen Vertrag vorgelegt, der die Immobilienbranche in den kommenden Jahren grundlegend umbaut. Wir analysieren die wichtigsten Punkte aus Investoren-Sicht: Was kostet die neue 65-Prozent-Regel bei Heizungen? Wie wirkt sich die verschärfte Mietpreisbremse auf die Rendite aus? Welche Förderprogramme gibt es konkret für <a href="https://lukinski.de/neubauprojekte-privat-ablauf-kosten-bauvorhaben-bautraeger/" data-type="post" data-id="3396">Neubau</a>, Umbau und energetische Sanierung? Denn eines gilt unverändert: Je höher die Investitionskosten, desto geringer die <a href="https://lukinski.de/mietrendite-berechnen/">Mietrendite</a> — wer die neuen Spielregeln früh versteht, sichert sich entscheidende Wettbewerbsvorteile.</p>
<h2>Koalitionsvertrag im Überblick: Die zehn wichtigsten Punkte für Eigentümer</h2>
<p>Den Koalitionsvertrag prägt ein Thema wie kein zweites: Klima. Auf 177 Seiten taucht der Begriff &#8222;Klima&#8220; rund 198-mal auf, mehr als 40 Seiten widmen sich konkret dem Klimaschutz. Das übergeordnete Ziel: Klimaneutralität. Für Immobilieneigentümer bedeutet das eine Welle neuer Pflichten — und Chancen.</p>
<h3>Schnellüberblick: Vorher vs. Nachher</h3>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Bereich</th>
<th>Bisher</th>
<th>Neu (Koalitionsvertrag)</th>
<th>Relevanz für Eigentümer</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Wohnungsbau</td>
<td>ca. 295.000 Einheiten/Jahr</td>
<td>Ziel: 400.000/Jahr (davon 100.000 öffentlich)</td>
<td>Mehr Förderung, mehr Konkurrenz</td>
</tr>
<tr>
<td>Heizung Neuanlage</td>
<td>Keine EE-Quote</td>
<td>65 % erneuerbare Energien (ab 2024/2025)</td>
<td>Höhere Investitionskosten</td>
</tr>
<tr>
<td>Solarpflicht</td>
<td>Nur Landesregelungen</td>
<td>Pflicht bei Gewerbe-Neubau, Regel bei Privat-Neubau</td>
<td>Mehrkosten 8.000–20.000 € pro Einfamilienhaus</td>
</tr>
<tr>
<td>Mietpreisbremse</td>
<td>+15 % in 3 Jahren (Kappungsgrenze)</td>
<td>+11 % in 3 Jahren (in angespannten Märkten)</td>
<td>Geringerer Mieterhöhungsspielraum</td>
</tr>
<tr>
<td>Linearer AfA-Satz Neubau</td>
<td>2 % pro Jahr</td>
<td>3 % pro Jahr</td>
<td>Höhere steuerliche Abschreibung</td>
</tr>
<tr>
<td>Bauministerium</td>
<td>Teil des BMI</td>
<td>Eigenständiges Ministerium</td>
<td>Mehr politisches Gewicht</td>
</tr>
<tr>
<td>Spitzensteuersatz</td>
<td>42 % / 45 %</td>
<td>Unverändert</td>
<td>Planungssicherheit</td>
</tr>
<tr>
<td>Ladeinfrastruktur</td>
<td>ca. 50.000 öffentliche Ladepunkte</td>
<td>1 Mio. Ladepunkte</td>
<td>Wallbox-Pflicht in Quartieren</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Reality-Check: Was wurde tatsächlich umgesetzt?</h3>
<p>Zwischen Ankündigung und Realität klafft eine erhebliche Lücke. Statt der versprochenen 400.000 Wohnungen pro Jahr wurden zuletzt lediglich rund 250.000 fertiggestellt — Tendenz fallend wegen Zinswende, Baukosten und Materialmangel. Die 65-Prozent-Regel im Heizungsgesetz wurde mehrfach abgeschwächt. Die Solarpflicht ist Ländersache geblieben. Investoren sollten daher zwischen <strong>politischer Absicht</strong> und <strong>Gesetzeslage</strong> klar trennen — und ihre Kalkulation auf das stützen, was rechtlich verbindlich gilt.</p>
<h2>Bauboom: 400.000 Wohnungen pro Jahr — was steckt hinter dem Ziel?</h2>
<p>Der politische Auftrag ist klar: Pro Jahr sollen 400.000 neue Wohnungen entstehen, 100.000 davon öffentlich gefördert. Das wären 30,5 Prozent mehr als der bisherige Schnitt von rund 306.000 Einheiten.</p>
<h3>Eigenes Bauministerium: Mehr als ein Symbol?</h3>
<p>Erstmals seit 1998 erhält Deutschland wieder ein eigenständiges Bauministerium. Dadurch bündeln sich Zuständigkeiten, die vorher zwischen Innen-, Wirtschafts- und Umweltministerium aufgeteilt waren. Für Bauherren bedeutet das mittelfristig eine zentrale Anlaufstelle — kurzfristig aber zusätzliche Bürokratie durch Neuorganisation.</p>
<h3>Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als Hebel</h3>
<p>Die BImA verwaltet rund 4 Millionen Quadratmeter Bundesgrundstücke. Diese sollen verstärkt für sozialen Wohnungsbau bereitgestellt werden — teilweise unter Verkehrswert. Für private Bauträger bedeutet das: Konkurrenz um Grundstücke in B- und C-Lagen wird kleiner, in A-Lagen bleibt der Markt eng.</p>
<h3>Beschleunigte Baugenehmigung</h3>
<ul>
<li>Digitalisierung der Bauanträge (Ziel: vollständig digital)</li>
<li>Genehmigungsfiktion: Wenn Behörde nicht fristgerecht entscheidet, gilt Antrag als bewilligt</li>
<li>Typengenehmigungen für serielles Bauen</li>
<li>Vereinfachte Verfahren bei Aufstockung und Dachausbau</li>
</ul>
<p>Insider-Tipp: Die größten Beschleunigungspotenziale liegen bei <strong>Aufstockungen</strong> und <strong>Dachgeschossausbauten</strong> in Bestandsgebäuden — hier entstehen schnell Wohnungen ohne Grundstückskauf. Wer eine <a href="https://lukinski.de/mehrfamilienhaus-mfh-investment-vorteile-rendite/">Mehrfamilien-Bestandsimmobilie</a> besitzt, sollte das Aufstockungspotenzial prüfen lassen.</p>
<h2>Mietpreisbremse: Was die Verschärfung für Vermieter bedeutet</h2>
<p>Steigende Mieten in <a href="https://lukinski.de/deutschland/berlin/" data-type="page" data-id="34826">Berlin</a>, <a href="https://lukinski.de/deutschland/muenchen/" data-type="page" data-id="34827">München</a>, <a href="https://lukinski.de/deutschland/hamburg/" data-type="page" data-id="34828">Hamburg</a> und <a href="https://lukinski.de/deutschland/frankfurt/">Frankfurt</a> dominieren die politische Debatte. Der Koalitionsvertrag verschärft daher die Mietpreisbremse — allerdings regional differenziert.</p>
<h3>Drei Mieterhöhungs-Instrumente — sauber unterschieden</h3>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Instrument</th>
<th>Was ist begrenzt?</th>
<th>Höhe</th>
<th>Gilt wo?</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Mietpreisbremse</td>
<td>Anfangsmiete bei Neuvermietung</td>
<td>Max. 10 % über ortsüblicher Vergleichsmiete</td>
<td>Angespannte Wohnungsmärkte</td>
</tr>
<tr>
<td>Kappungsgrenze (neu)</td>
<td>Mieterhöhung im laufenden Vertrag</td>
<td>+11 % in 3 Jahren (statt 15 %)</td>
<td>Angespannte Märkte, Ländersache</td>
</tr>
<tr>
<td>Modernisierungsumlage</td>
<td>Umlage von Sanierungskosten</td>
<td>8 % p.a. der Modernisierungskosten</td>
<td>Bundesweit</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Konkretes Rechenbeispiel: Auswirkung auf den Cashflow</h3>
<p>Ein Vermieter besitzt eine 80-qm-Wohnung in München, Bestandsmiete 12 €/qm = 960 € monatlich.</p>
<ul>
<li><strong>Bisher (15 %):</strong> Maximale Erhöhung in 3 Jahren auf 13,80 €/qm = 1.104 € → +144 € pro Monat</li>
<li><strong>Neu (11 %):</strong> Maximale Erhöhung auf 13,32 €/qm = 1.066 € → +106 € pro Monat</li>
<li><strong>Differenz:</strong> 38 € pro Monat = 456 € pro Jahr = bei 25 Jahren Halten ca. 11.400 € weniger Cashflow</li>
</ul>
<p>Bei einem Mehrfamilienhaus mit 12 Einheiten summiert sich der Effekt auf rund 137.000 € Cashflow-Verlust über 25 Jahre. Wer dies in der Investitionsrechnung nicht berücksichtigt, kalkuliert die <a href="https://lukinski.de/mietrendite-berechnen/">Mietrendite</a> systematisch zu hoch.</p>
<h3>Befristungen und Ausnahmen</h3>
<ul>
<li>Mietpreisbremse: Verlängerung bis 2029 (in angespannten Märkten)</li>
<li>Indexmieten: Können von Begrenzung ausgenommen sein — Trend zur Indexmiete wird sich verstärken</li>
<li>Möblierte Vermietung: Aufschläge weiterhin möglich, aber transparent auszuweisen</li>
<li>Neubau: Erstvermietung weiterhin frei (Ausnahme: bei Förderung)</li>
</ul>
<h2>Förderung von Eigentum: Konkrete Programme nutzen</h2>
<p>Die <a href="https://lukinski.de/erste-immobilie-kaufen-haus-wohnung-kapitalanlage-eigennutzer/" data-type="post" data-id="46254">Eigentumsquote</a> in Deutschland liegt bei rund 46,5 % — Schlusslicht in Westeuropa (Spanien: 76 %, Italien: 72 %, Frankreich: 64 %). Der Koalitionsvertrag will Abhilfe schaffen.</p>
<h3>Eigentümerquote in Deutschland im Zeitverlauf</h3>
<ul>
<li>aktueller Stand: ca. 46,5 %</li>
<li>vor zehn Jahren: 45,5 %</li>
<li>vor 15 Jahren: 41,6 %</li>
<li>vor 25 Jahren: 40,9 %</li>
</ul>
<p>Quelle: Statistisches Bundesamt</p>
<h3>Förderprogramme für Selbstnutzer im Überblick</h3>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Programm</th>
<th>Wer?</th>
<th>Höhe</th>
<th>Voraussetzung</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>KfW Wohneigentum für Familien (300)</td>
<td>Familien mit Kindern</td>
<td>Bis 270.000 € zinsverbilligt</td>
<td>Einkommensgrenze, KfW-40</td>
</tr>
<tr>
<td>KfW 261 (Effizienzhaus)</td>
<td>Bauherren / Käufer</td>
<td>Bis 150.000 € + Tilgungszuschuss</td>
<td>Energieeffizienz</td>
</tr>
<tr>
<td>BAFA-Heizungsförderung</td>
<td>Eigentümer</td>
<td>Bis 70 % der Investitionskosten</td>
<td>EE-Heizung</td>
</tr>
<tr>
<td>Wohnungsbauprämie</td>
<td>Bausparer</td>
<td>10 % auf Sparbeiträge</td>
<td>Einkommensgrenze</td>
</tr>
<tr>
<td>Wohn-Riester</td>
<td>Riester-Sparer</td>
<td>Zulagen + Steuerersparnis</td>
<td>Selbstnutzung</td>
</tr>
<tr>
<td>Länderprogramme</td>
<td>Variiert</td>
<td>Variiert</td>
<td>z. B. Bayern-Familienbaugeld, NRW.Bank</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Im Koalitionsvertrag heißt es:</p>
<blockquote><p>&#8222;Wir wollen mehr Menschen in Deutschland ermöglichen, im selbstgenutzten Eigentum zu wohnen.&#8220;</p></blockquote>
<p>Konkrete Hebel: Erhöhung des Freibetrags bei der Grunderwerbsteuer für Selbstnutzer (Ländersache, Bundeszuschuss möglich), KfW-Förderung für junge Familien, Bürgschaftsmodelle für Eigenkapitalersatz.</p>
<h2>Solarpflicht: Was kostet die Pflicht-Photovoltaik?</h2>
<p><a href="https://lukinski.de/solarenergie-lohnt-solaranlage-haus/" data-type="post" data-id="1898">Solaranlagen</a> werden zur Regel — bei Gewerbe-Neubau verpflichtend, bei Privat-Neubau &#8222;die Regel&#8220;. Im Koalitionsvertrag heißt es:</p>
<blockquote><p>&#8222;Alle geeigneten Dachflächen sollen künftig für die Solarenergie genutzt werden.&#8220;</p></blockquote>
<h3>Kosten und Amortisation: Beispiel Einfamilienhaus</h3>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Anlagengröße</th>
<th>Investition</th>
<th>Jahresertrag</th>
<th>Eigenverbrauch</th>
<th>Amortisation</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>5 kWp (klein)</td>
<td>ca. 9.000 €</td>
<td>ca. 4.750 kWh</td>
<td>30–40 %</td>
<td>11–13 Jahre</td>
</tr>
<tr>
<td>10 kWp (mittel)</td>
<td>ca. 16.000 €</td>
<td>ca. 9.500 kWh</td>
<td>25–35 %</td>
<td>10–12 Jahre</td>
</tr>
<tr>
<td>10 kWp + Speicher</td>
<td>ca. 24.000 €</td>
<td>ca. 9.500 kWh</td>
<td>60–80 %</td>
<td>12–15 Jahre</td>
</tr>
<tr>
<td>30 kWp (MFH)</td>
<td>ca. 42.000 €</td>
<td>ca. 28.500 kWh</td>
<td>variabel</td>
<td>9–11 Jahre</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Steuerliche Behandlung — wichtig für Vermieter</h3>
<ul>
<li>Anlagen bis 30 kWp: Einkommensteuer- und umsatzsteuerfrei</li>
<li>Lieferung und Installation: 0 % Umsatzsteuer (Nullsteuersatz)</li>
<li>Bei Vermietung: Mieterstrom-Modelle möglich, Mieterstromzuschlag</li>
<li>Direktvermarktung statt EEG-Vergütung bei größeren Anlagen prüfen</li>
</ul>
<p>Die ambitionierte Zielsetzung: Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch auf 80 Prozent steigen, die installierte Solar-Leistung auf 200 Gigawatt (peak). Aktuell liegt sie bei rund 80 Gigawat</p>
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