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	<title>Hausgeld | Lukinski</title>
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		<title>Wohnungsverkauf Kaufvertrag: Worauf achten? &#8211; Inhalt, Notar &#038; Unterlagen</title>
		<link>https://lukinski.de/wohnungsverkauf-kaufvertrag-worauf-achten-inhalt-notar-unterlagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Laura]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Mar 2023 07:40:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wohnung verkaufen Kaufvertrag — Der notarielle Kaufvertrag ist der rechtliche Dreh- und Angelpunkt jedes Wohnungsverkaufs. Ohne ihn geht in Deutschland nichts: § 311b BGB schreibt für Immobilienkaufverträge zwingend die notarielle Beurkundung vor. Was im Vertrag steht, welche Unterlagen Sie als Verkäufer einer Eigentumswohnung bereithalten müssen, was der Notar tatsächlich prüft (und was nicht), wie hoch [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wohnung verkaufen Kaufvertrag — Der notarielle Kaufvertrag ist der rechtliche Dreh- und Angelpunkt jedes Wohnungsverkaufs. Ohne ihn geht in Deutschland nichts: § 311b BGB schreibt für Immobilienkaufverträge zwingend die notarielle Beurkundung vor. Was im Vertrag steht, welche Unterlagen Sie als Verkäufer einer Eigentumswohnung bereithalten müssen, was der Notar tatsächlich prüft (und was nicht), wie hoch die Kosten ausfallen und welche Klauseln über Erfolg oder teuren Streit entscheiden — das erfahren Sie hier kompakt und mit konkreten Zahlen.</p>
<h2>Warum der Kaufvertrag bei der Eigentumswohnung so zentral ist</h2>
<p>Wenn es darum geht, eine Eigentumswohnung zu verkaufen, ist der <a href="https://lukinski.de/kaufvertrag-immobilie-notar-aufgaben-kosten-nebenkosten-ablauf/">Kaufvertrag</a> mehr als nur Formalität. Er ist die einzige Grundlage, auf der Eigentum am Grundstück bzw. Wohnungseigentum überhaupt wirksam übertragen werden kann. Eine mündliche Einigung — egal wie detailliert — ist rechtlich nichtig. Erst die notarielle Beurkundung schafft eine wirksame Verpflichtung beider Parteien.</p>
<h3>Rechtliche Verbindlichkeit nach § 311b BGB</h3>
<p>Jede Vereinbarung, die nicht im notariellen Vertrag steht, ist nicht durchsetzbar. Wer als Verkäufer eine mündliche Zusage gibt (&#8222;Die Einbauküche bleibt drin&#8220;), aber im Vertrag nichts dazu steht, kann später nicht darauf bestehen — und umgekehrt. Alles Wesentliche gehört in die Urkunde.</p>
<h3>Schutz beider Parteien durch Auflassungsvormerkung</h3>
<p>Zwischen Vertragsunterzeichnung und Eigentumsumschreibung im Grundbuch vergehen typischerweise 4–8 Wochen. In dieser Zeit schützt die Auflassungsvormerkung den Käufer davor, dass der Verkäufer die Wohnung ein zweites Mal verkauft oder belastet.</p>
<h3>Vermeidung versteckter Streitpunkte</h3>
<p>Ein präzise formulierter Vertrag schließt Auslegungsspielräume aus: Wann erfolgt die Übergabe? Welche Mängel sind bekannt? Wer haftet bei Schäden zwischen Beurkundung und Übergabe? Jede dieser Fragen kann im Streitfall fünfstellige Kosten verursachen.</p>
<h2>Inhalt des Kaufvertrags: Diese Klauseln gehören rein</h2>
<p>Der Kaufvertrag für eine Eigentumswohnung folgt einem klaren Aufbau. Der Notar liefert einen Standardentwurf — Sie sollten ihn aber nicht ungeprüft unterschreiben, sondern jede Klausel verstehen.</p>
<h3>Pflichtangaben in jedem Wohnungskaufvertrag</h3>
<ul>
<li>Vollständige Daten von Verkäufer und Käufer (inkl. Geburtsdatum)</li>
<li>Genaue Bezeichnung des Wohnungseigentums (Grundbuchblatt, Miteigentumsanteil, Sondereigentum)</li>
<li>Kaufpreis und Zahlungsmodalitäten (Notaranderkonto oder Direktzahlung)</li>
<li>Fälligkeitsvoraussetzungen (siehe unten)</li>
<li>Übergabetermin und Lastenwechsel (Nutzen, Lasten, Gefahr)</li>
<li>Auflassungserklärung</li>
<li>Bewilligung der Auflassungsvormerkung</li>
<li>Gewährleistungsausschluss und Haftung für Sachmängel</li>
<li>Kostenverteilung (Notar, Grundbuch, Grunderwerbsteuer)</li>
</ul>
<h3>WEG-spezifische Inhalte bei Eigentumswohnungen</h3>
<p>Wenn Sie eine Eigentumswohnung kaufen, werden Sie automatisch Teil der <a href="https://lukinski.de/wohnungseigentuemergemeinschaft-im-ueberblick-eigentumsverteilung-eigentuemerversammlung-rechte-pflichten/">Wohnungseigentümergemeinschaft</a>. Das muss sich im Vertrag widerspiegeln:</p>
<ul>
<li>Bezugnahme auf die Teilungserklärung</li>
<li>Beschreibung des Sondereigentums (Wohnung, ggf. Keller, Stellplatz)</li>
<li>Bestehende Sondernutzungsrechte (Garten, Terrasse, Stellplatz)</li>
<li>Übergang von Hausgeld und Instandhaltungsrücklage</li>
<li>Einsicht in die letzten WEG-Protokolle</li>
<li>Übernahme von beschlossenen, aber noch nicht durchgeführten Sanierungsmaßnahmen</li>
</ul>
<h3>Sonderfall vermietete Eigentumswohnung</h3>
<p>Bei einer vermieteten Wohnung tritt der Käufer kraft Gesetzes in den bestehenden Mietvertrag ein (&#8222;Kauf bricht nicht Miete&#8220;, § 566 BGB). Im Vertrag müssen daher zusätzlich geregelt sein:</p>
<ul>
<li>Übergabe sämtlicher Mietverträge inkl. Nachträge</li>
<li>Übertragung der Mietkaution (mit Kontonachweis)</li>
<li>Anteilige Miete im Übergabemonat</li>
<li>Offene Nebenkostenabrechnungen</li>
<li>Bestätigung, dass keine Kündigung ausgesprochen wurde</li>
</ul>
<h2>Fälligkeit und Kaufpreiszahlung: So läuft es richtig</h2>
<p>Einer der größten Streitpunkte in der Praxis: Wann muss der Käufer zahlen? Antwort: Erst, wenn der Notar die &#8222;Fälligkeitsmitteilung&#8220; verschickt — und dafür müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein.</p>
<h3>Diese Voraussetzungen müssen vorliegen</h3>
<ul>
<li>Auflassungsvormerkung im Grundbuch eingetragen</li>
<li>Alle Lasten in Abteilung III sind gelöscht oder löschungsfähig (Pfandfreigaben der finanzierenden Bank des Verkäufers liegen vor)</li>
<li>Eventuell erforderliche Verwalterzustimmung (bei WEG häufig gefordert)</li>
<li>Negativattest der Gemeinde zum Vorkaufsrecht</li>
</ul>
<h3>Notaranderkonto vs. Direktzahlung</h3>
<p>In den meisten Fällen zahlt der Käufer direkt auf das Konto des Verkäufers — schneller, günstiger und üblich. Ein Notaranderkonto (treuhänderische Verwahrung beim Notar) ist nur bei komplexen Konstellationen sinnvoll, etwa bei Zwischenfinanzierung oder wenn Lasten erst nach Zahlung gelöscht werden können. Es kostet zusätzlich rund 1‰ vom Kaufpreis.</p>
<h2>Kaufvertrag Muster für Haus &amp; Wohnung</h2>
<p>Wie sieht ein Kaufvertrag aus? Was steht drin? Kostenloses Muster (von <a href="https://www.immobilien-erfahrung.de/" target="_blank" rel="noopener">immobilien-erfahrung.de</a>, dort werden Themen wie Immobilien-Einstieg, Kapitalanlagen und mehr ausführlich behandelt):</p>
<ul>
<li><a href="https://www.immobilien-erfahrung.de/kaufvertrag-muster-haus-wohnung-worauf-achten-inhalt-pdf-vorlage/" target="_blank" rel="noopener">Kaufvertrag Muster &amp; Vorlage</a> <em>— extern</em></li>
</ul>
<p><a href="https://www.immobilien-erfahrung.de/kaufvertrag-muster-haus-wohnung-worauf-achten-inhalt-pdf-vorlage/" target="_blank" rel="noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-32891" src="https://lukinski.de/wp-content/uploads/2020/12/maklerprovision-makler-deutschland-gesetz-nachrichten-germany-realtor-real-estate-costs-courtage-unterschrift-kaufvertrag-immobilie-notar-nebenkosten-senken.jpg" alt="Unterschrift Kaufvertrag Immobilie beim Notar" width="1200" height="1695" /></a></p>
<h2>Zusätzliche Unterlagen &amp; Dokumente für den Verkauf</h2>
<p>Als Verkäufer einer Eigentumswohnung sollten Sie alle relevanten Dokumente vor dem Notartermin vollständig zusammenhaben. Fehlende Unterlagen verzögern den Verkauf um Wochen — und im schlimmsten Fall springt der Käufer ab.</p>
<h3>Teilungserklärung: Aufteilung der Eigentumsanteile</h3>
<p>Die <a href="https://lukinski.de/teilungserklaerung-aufteilung-miteigentumsanteile/">Teilungserklärung</a> ist die rechtliche DNA jeder Eigentumswohnung. Sie definiert, was Sondereigentum (Ihre Wohnung) und was Gemeinschaftseigentum ist. Achten Sie besonders auf Sondernutzungsrechte für Stellplätze, Gartenflächen oder Kellerräume — fehlt eine Eintragung, gehört die Fläche allen.</p>
<h3>Jahresabrechnungen der letzten drei Jahre</h3>
<p>Käufer wollen sehen, wie sich Hausgeld und Sonderumlagen entwickelt haben. Steigende Tendenzen oder häufige Sonderumlagen sind Warnsignale für Sanierungsstau.</p>
<h3>Hausgeld: laufende monatliche Belastung</h3>
<p>Das Hausgeld ist die monatliche Vorauszahlung an die WEG für Bewirtschaftung, Verwaltung und Instandhaltungsrücklage. Übliche Höhe: 3–4,50 €/m² Wohnfläche. Bei einer 80 m²-Wohnung also rund 240–360 € monatlich.</p>
<h3>Instandhaltungsrücklage: Sanierungsreserve der WEG</h3>
<p>Die <a href="https://lukinski.de/instandhaltungsruecklage-weg-zur-vorbeugung-immobilienbezogener-probleme/">Instandhaltungsrücklage</a> sollte als Faustregel mindestens 7–15 €/m² Wohnfläche pro Jahr betragen. Eine ältere Anlage mit 0,50 €/m² Rücklage signalisiert: Hier kommen Sonderumlagen. Käufer prüfen das genau — Verkäufer sollten ehrlich antworten.</p>
<h3>Beschlüsse der WEG-Versammlungen</h3>
<p>Übergeben Sie sämtliche Versammlungsprotokolle der letzten 3–5 Jahre. Bereits gefasste, aber noch nicht umgesetzte Beschlüsse (z. B. Dachsanierung, Aufzugsmodernisierung) gehen auf den Käufer über und müssen offengelegt werden.</p>
<h3>Gemeinschaftsordnung: Spielregeln der WEG</h3>
<p>Hier stehen Detailregelungen: Stimmrecht, Kostenverteilung, Vermietungsbeschränkungen (zunehmend Verbote für Kurzzeitvermietung wie Airbnb), Tierhaltung, Umbaubeschränkungen.</p>
<h3>Weitere Pflichtunterlagen für den Notartermin</h3>
<ul>
<li>Aktueller Grundbuchauszug (nicht älter als 3 Monate)</li>
<li>Energieausweis (Pflicht seit 2014)</li>
<li>Aktuelle Baupläne und Baubeschreibung</li>
<li>Wohnflächenberechnung</li>
<li>Bei Vermietung: alle Mietverträge</li>
<li>Brandschutznachweise (falls modernisiert)</li>
</ul>
<h2>Notarkosten und Kaufnebenkosten: Beispielrechnung</h2>
<p>Die Kaufnebenkosten beim Wohnungsverkauf summieren sich schnell auf 10–15% des Kaufpreises. Der Notar selbst ist dabei der kleinste Posten — die Grunderwerbsteuer schlägt am stärksten zu Buche.</p>
<h3>So setzen sich die Nebenkosten zusammen</h3>
<ul>
<li><strong>Notarkosten:</strong> ca. 1,2–1,5% vom Kaufpreis</li>
<li><strong>Grundbuchkosten:</strong> ca. 0,3–0,5% vom Kaufpreis</li>
<li><strong>Grunderwerbsteuer:</strong> 3,5–6,5% (je Bundesland)</li>
<li><strong>Maklerprovision:</strong> seit Reform geteilt zwischen Käufer und Verkäufer</li>
</ul>
<h3>Beispielrechnung: Eigentumswohnung 500.000 €</h3>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Kostenpunkt</th>
<th>Prozentsatz</th>
<th>Betrag</th>
<th>Trägt</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Notar (Beurkundung + Vollzug)</td>
<td>~1,5%</td>
<td>7.500 €</td>
<td>Käufer</td>
</tr>
<tr>
<td>Grundbucheintragung</td>
<td>~0,5%</td>
<td>2.500 €</td>
<td>Käufer</td>
</tr>
<tr>
<td>Grunderwerbsteuer NRW (6,5%)</td>
<td>6,5%</td>
<td>32.500 €</td>
<td>Käufer</td>
</tr>
<tr>
<td>Maklerprovision (3,57% inkl. MwSt., geteilt)</td>
<td>3,57%</td>
<td>17.850 €</td>
<td>je 8.925 €</td>
</tr>
<tr>
<td><strong>Summe Käufer</strong></td>
<td><strong>~11,4%</strong></td>
<td><strong>~51.425 €</strong></td>
<td>—</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Die Grunderwerbsteuer schwankt erheblich: Bayern und Sachsen liegen bei 3,5%, NRW, Brandenburg und Schleswig-Holstein bei 6,5%. Bei einer 500.000-€-Wohnung sind das 15.000 € Unterschied.</p>
<h2>Gewährleistung beim Wohnungsverkauf: &#8222;Gekauft wie gesehen&#8220;</h2>
<p>Der Standardsatz &#8222;Verkauf erfolgt unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung&#8220; steht in nahezu jedem Kaufvertrag — und schützt den Verkäufer vor Nachforderungen wegen Sachmängeln. Aber: Der Ausschluss greift nicht bei arglistig verschwiegenen Mängeln.</p>
<h3>Was Verkäufer offenbaren müssen</h3>
<ul>
<li>Bekannte Feuchtigkeitsschäden, Schimmel, Wasserschäden</li>
<li>Statikprobleme, Risse im Mauerwerk</li>
<li>Geplante Sanierungsbeschlüsse der WEG</li>
<li>Streitigkeiten mit Nachbarn oder WEG</li>
<li>Belastende Altlasten oder Asbestverdacht</li>
<li>Anhängige Gerichtsverfahren</li>
</ul>
<p>Wer einen bekannten Mangel verschweigt, haftet trotz Gewährleistungsausschluss — und zwar persönlich, oft Jahre später. Im Zweifel: schriftlich offenlegen.</p>
<h2>Ablauf vom Vertragsentwurf bis zur Schlüsselübergabe</h2>
<p>Wer den zeitlichen Ablauf kennt, vermeidet Stress und kann Anschlussfinanzierung, Umzug oder Folgeinvestition realistisch planen.</p>
<h3>Typischer Zeitplan im Überblick</h3>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Schritt</th>
<th>Wer</th>
<th>Dauer</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>1. Vertragsentwurf vom Notar</td>
<td>Notar</td>
<td>1–2 Wochen</td>
</tr>
<tr>
<td>2. Prüfungsfrist (gesetzlich 14 Tage bei Verbrauchern)</td>
<td>Käufer + Verkäufer</td>
<td>2 Wochen</td>
</tr>
<tr>
<td>3. Notartermin / Beurkundung</td>
<td>alle Parteien</td>
<td>1–2 Stunden</td>
</tr>
<tr>
<td>4. Eintragung Auflassungsvormerkung</td>
<td>Grundbuchamt</td>
<td>2–4 Wochen</td>
</tr>
<tr>
<td>5. Pfandfreigaben einholen</td>
<td>Notar / Banken</td>
<td>2–6 Wochen</td>
</tr>
<tr>
<td>6. Fälligkeitsmitteilung</td>
<td>Notar</td>
<td>—</td>
</tr>
<tr>
<td>7. Kaufpreiszahlung</td>
<td>Käufer</td>
<td>10–14 Tage</td>
</tr>
<tr>
<td>8. Übergabe + Schlüsselübergabe</td>
<td>Verkäufer</td>
<td>nach Zahlungseingang</td>
</tr>
<tr>
<td>9. Eigentumsumschreibung im Grundbuch</td>
<td>Grundbuchamt</td>
<td>4–12 Wochen</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Immobilienfinanzierung Unterlagen: Exposé, Grundriss, Mietvertrag &#038; Co. &#8211; Checkliste</title>
		<link>https://lukinski.de/immobilienfinanzierung-unterlagen-expose-grundriss-mietvertrag-checkliste/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Laura]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Nov 2021 04:08:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Immobilie]]></category>
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		<category><![CDATA[Wohnungsfinanzierung]]></category>
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					<description><![CDATA[Erfolgreiche Immobilienfinanzierung &#8211; Sie haben sich für eine Rendite Immobilie oder Investment Immobilie entschieden, eine kaufmännische Prüfung und technische Prüfung durchgeführt und wollen nun mit der Finanzierung loslegen? Ob viel oder wenig Eigenkapital, hier sind Sie auf die Unterstützung Ihrer Bank angewiesen. Ob Wohnung, Haus oder Mehrfamilienhaus, für Ihren Finanzierungsantrag ist die Vollständigkeit Ihrer Unterlagen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Erfolgreiche Immobilienfinanzierung &#8211; Sie haben sich für eine <a href="https://lukinski.de/investment-immobilie-rendite-immobilie-vorteile-nachteile-anlageformen-vergleich/" data-type="post" data-id="47598">Rendite Immobilie oder Investment Immobilie</a> entschieden, eine kaufmännische Prüfung und technische Prüfung durchgeführt und wollen nun mit der Finanzierung loslegen? Ob viel oder wenig Eigenkapital, hier sind Sie auf die Unterstützung Ihrer Bank angewiesen. Ob Wohnung, Haus oder <a href="https://lukinski.de/mehrfamilienhaus-kaufen-immobilie-bewerten-ablauf-kosten-steuern-mieter/" data-type="post" data-id="28165">Mehrfamilienhaus</a>, für Ihren Finanzierungsantrag ist die Vollständigkeit Ihrer Unterlagen wichtig. Erfahren Sie in unserem Ratgeber, welche Dokumente Ihr Bankberater hierfür braucht &#8211; vom <a href="https://lukinski.de/immobilien-expose-gestalten-fotos-machen-fehler-vorlagen-beispiele/" data-type="post" data-id="33272">Immobilienexposé</a> bis zu den Mietverträgen, inklusive Checkliste am Ende!</p>
<h2>Unterlagen für die Bank: Fotos, Energieausweis &amp; Kaufvertrag</h2>
<p>Finanzierungsanfragen für Immobilienkäufe gehören zum täglichen Geschäft Ihres Bankberaters. Möchten Sie bei Ihrer Finanzierungsanfrage Pluspunkte sammeln, sollten Sie direkt alle wichtigen Unterlagen und Dokumente bereitstellen. Das erspart Ihrer Bank Zeit und Energie, da sie nicht extra neue Dokumente anfragen muss. Stattdessen kann der Finanzierungsplan schnell aufgestellt und der Finanzierungsprozess abgeschlossen werden. Damit Sie sich also über eine schnelle Finanzierungszusage freuen können, empfehlen wir Ihnen Ihre Dokumente in zwei Ordnern aufzubereiten:</p>
<ol>
<li>Ordner: Bonität</li>
<li>Ordner: Objekt</li>
</ol>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-33289" src="https://lukinski.de/wp-content/uploads/2021/02/landhaus-kaufen-bauen-verkaufen-vermieten-kosten-tipps-haustypen-vorteile-nachteile-merkmale.jpg" alt="" width="1200" height="800" /></p>
<p>Schauen wir uns nun also den Objektordner genauer an:</p>
<h3>Exposé von Haus &amp; Wohnung: Stammdaten der Immobilie</h3>
<p>Als erstes braucht die Bank also einen Objektordner mit den Grunddaten des Hauses oder der Wohnung. Schließlich müssen der Bank die Stammdaten der Immobilie bekannt sein. Hierfür können Sie entweder ein <a href="https://lukinski.de/immobilien-expose-gestalten-fotos-machen-fehler-vorlagen-beispiele/" data-type="post" data-id="33272">Exposé erstellen</a> oder ein Faktenblatt.</p>
<p>Sie haben folgende Optionen:</p>
<ul>
<li>Immobilienexposé</li>
<li>Faktenblatt</li>
</ul>
<h3>Fotos von Gebäude und Grundstück</h3>
<p>Neben den wichtigsten Grunddaten, braucht die Bank auch einige Fotos des Objekts, um sich so einen visuellen Eindruck machen zu können. Achten Sie darauf, dass die Bilder bei gutem Licht gemacht worden sind. Hierfür eignet sich am besten Tageslicht. Außerdem sollten Sie viel Wert auf eine gute Qualität der Fotos geben, damit auch Details der Immobilie zu sehen sind. Die Bank braucht nicht nur Fotos der Immobilie selber, sondern auch von der unmittelbaren Umgebung und bei Bedarf, auch vom Gemeinschaftseigentum.</p>
<p>Hiervon sollten Sie Fotos anhängen:</p>
<ul>
<li>Immobilie</li>
<li>Gemeinschaftseigentum</li>
<li>Unmittelbare Umgebung</li>
</ul>
<h3>Flurkarte, Grundriss &amp; Versicherung</h3>
<p>Außerdem braucht die Bank die Flurkarte der Immobilie, so wie den Lageplan. Auch die Grundrisse des Objektes, so wie die Wohnflächenberechnung sind beizufügen. Ein weiteres, wichtiges Dokument ist außerdem der Grundbuchauszug. Das Grundbuch ist ein amtliches, öffentliches Register und enthält rechtliche Verhältnisse am Grundstück. Neben der Grundschuld, Hypotheken und Grundpfandrechten, sehen hier auch weitere Informationen zu den jeweiligen Eigentums- und Wohnungsverhältnissen.</p>
<p>Folgende Dokumente sind außerdem der Bank weiterzuleiten.</p>
<ul>
<li>Flurkarte und Lageplan</li>
<li>Grundrisse</li>
<li>Wohnflächenberechnung</li>
<li>Grundbuchauszug</li>
<li>Gebäudeversicherung</li>
<li>Energieausweis</li>
</ul>
<p>Damit sich die Bank ein genaues Bild von der Immobilie machen kann, sind vor allem die Flur- und Lagepläne wichtig:</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-33289" src="https://lukinski.de/wp-content/uploads/2020/12/expose-immobilie-verkauf-haus-wohnung-bilder-fotos-unterlagen-dokumente-beispiel-verkaufspreis-steigern-vorlage-layout-design-gestaltung-muster.jpg" alt="" width="1200" height="794" /></p>
<h3>Spezialfall: Mietvertrag bei vermieteter Immobilie</h3>
<p>Sie können eine Immobilie <a href="https://lukinski.de/vermietet-unvermietet-kaufen-vorteile-nachteile-kaeufer/" data-type="post" data-id="47695">vermietet oder unvermietet</a> kaufen. Sollten Sie eine vermietete Immobilie erwerben, müssen Sie auch die Mietverträge der Bank geben. Bei unvermieteter Immobilie, fällt dieser Schritt natürlich weg.</p>
<h3>Spezialfall: Wohneigentümergemeinschaft (WEG)</h3>
<p>Erwerben Sie ein Haus oder eine Eigentumswohnung als Teil einer WEG (<a href="https://lukinski.de/eigentuemergemeinschaft-zwei-parteien-zustimmung-vermietung-stimmrecht-steuererklaerung/" data-type="post" data-id="10809">Wohneigentümergemeinschaft</a>), fügen Sie ihren Objektordner auch die Teilungserklärung zu, so wie relevante Vereinbarungen, die drei letzten Protokolle der Eigentümerversammlungen, die <a href="https://lukinski.de/beschlussfassung-weg-wohnungseigentuemerversammlung/" data-type="post" data-id="4413">Beschlusssammlung</a> und den WEG <a href="https://lukinski.de/verwaltervertrag/" data-type="post" data-id="2670">Verwaltervertrag</a>. Auch die Hausgeldabrechnung und der Grundsteuerbescheid sollten in Ihrem Ordner sein.</p>
<p>Hier eine kurze Übersicht:</p>
<ul>
<li>Teilungserklärung &#8211; mit Abgeschlossenheitsbescheinigung</li>
<li>Beschlusssammlung &#8211; letzte 3 Eigentümerversammlungen</li>
<li>WEG Verwaltervertrag</li>
<li>Hausgeldabrechnung</li>
<li>Grundsteuerbescheid</li>
</ul>
<h3>Zum Abschluss: Kaufvertragsentwurf</h3>
<p>Das letzte Objekt im Ordner ist dann Ihr Kaufvertragsentwurf, der somit den Immobilienordner vervollständigt.</p>
<blockquote><p>Lese-Tipp: Kaufvertrag erstellen</p></blockquote>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-33289" src="https://lukinski.de/wp-content/uploads/2018/10/ferienhaus-kaufen-steuern-tipps-immobilie-dug-out-pool-property-beverly-hills-private-2-floors-luxusimmobilie-usa-kaufen-anwesen-villa.jpg" alt="" width="1280" height="960" /></p>
<h2>Objektordner für die Bank: Checkliste</h2>
<p>Hier nochmal die wichtigsten Unterlagen auf einen Blick zusammengefasst;</p>
<ol>
<li>Exposé / Faktenblatt der Immobilie</li>
<li>Fotos von Gebäude und Grundstück</li>
<li>Flurkarte, Grundriss, Versicherung &amp; Co.</li>
<li>Mietvertrag (falls vorhanden)</li>
<li>Dokumente der WEG (falls vorhanden)</li>
</ol>
<p>Haben Sie einmal all diese Dokumente zusammen, steht Ihnen einer erfolgreichen Finanzierung nichts mehr im Wege!</p>
<p>Sie möchten noch mehr zum Thema Wohnung und Haus kaufen, wissen? Dann erfahren Sie hier alles von A-Z: Eigennutz oder Vermietung, Finanzierung einer Eigentumswohnung, Wohnungssuche, Immobilienportale, Makler, Bewertung, Kaufpreise, Verhandlungen und Steuern. Wissen und Erfahrungen von Experten, in einer Anleitung.</p>
<p style="padding-left: 40px">✓ Ein Ratgeber<br />
✓ Alle Fakten<br />
✓ Insider-Tipps<br />
✓ Kauf-Checklisten</p>
<p>Lernen Sie Schritt für Schritt den Ablauf beim Wohnungskauf kennen und viele Insider-Tipps!</p>
<ul>
<li><a href="/?p=11881">Wohnung kaufen</a></li>
</ul>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-33289" src="https://lukinski.de/wp-content/uploads/2020/06/hamborner-mehrfamilienhaus-wohnhaus-vermietung-immobilie-firma-unternehmen-aktie-kurs-boerse-neubau.jpg" alt="" width="1280" height="853" /></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kaufmännische Prüfung: Mietverträge, Betriebskosten, Instandhaltung &#8211; Haus &#038; Wohnung bewerten</title>
		<link>https://lukinski.de/kaufmaennische-pruefung-mietvertraege-betriebskosten-instandhaltung-haus-wohnung-bewerten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Laura]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Nov 2021 02:29:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die kaufmännische Prüfung ist der entscheidende Hebel, um beim Immobilie kaufen nicht 5–15 % zu viel zu bezahlen — und sie ist der Punkt, an dem Investor und Eigennutzer den größten Renditehebel finden, den ein Makler-Exposé nie zeigt. Wer eine Immobilie als Kapitalanlage erwirbt, kauft nicht nur Wände, sondern Verträge, Rückstände, Beschlüsse und Risiken. Dieser [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die kaufmännische Prüfung ist der entscheidende Hebel, um beim <a href="https://lukinski.de/immobilie-kaufen-wohnung-haus-villa-mehrfamilienhaus-ablauf-kosten-tipps/">Immobilie kaufen</a> nicht 5–15 % zu viel zu bezahlen — und sie ist der Punkt, an dem Investor und Eigennutzer den größten Renditehebel finden, den ein Makler-Exposé nie zeigt. Wer eine <a href="https://lukinski.de/immobilie-als-kapitalanlage-worauf-muss-ich-achten-interview-experten/">Immobilie als Kapitalanlage</a> erwirbt, kauft nicht nur Wände, sondern Verträge, Rückstände, Beschlüsse und Risiken. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen Schritt für Schritt, welche Unterlagen Sie anfordern müssen, welche Zahlen kritisch sind und wo die &#8222;stillen Kostenfallen&#8220; sitzen — von Mietverträgen über Betriebskosten bis zur <a href="https://lukinski.de/instandhaltungsrucklage/">Instandhaltungsrücklage</a>.</p>
<h2>Was umfasst die kaufmännische Prüfung?</h2>
<p>Die kaufmännische Prüfung ist die wirtschaftliche Due Diligence einer Immobilie — getrennt von der technischen Bauprüfung. Während die technische Prüfung Substanz, Bauschäden und Energieeffizienz untersucht, prüft die kaufmännische Seite alle vertraglichen, finanziellen und rechtlichen Positionen, die nach dem Kauf weiterlaufen.</p>
<p>Sie gliedert sich in fünf Bereiche, die jeweils eigene Unterlagen und Kennzahlen erfordern:</p>
<ul>
<li><strong>Mieterträge:</strong> Mietverträge, Mietspiegel-Abgleich, Rückstände, Kautionen</li>
<li><strong>Bewirtschaftungskosten:</strong> umlagefähige vs. nicht umlagefähige Positionen nach § 2 BetrKV</li>
<li><strong>WEG-Position:</strong> Hausgeld, Rücklage, Beschlusssammlung, Sonderumlagen</li>
<li><strong>Steuern und Lasten:</strong> Grundsteuer, Erschließungsbeiträge, Altlasten im Grundbuch</li>
<li><strong>Renditefaktoren:</strong> Brutto-/Nettorendite, Kaufpreisfaktor, Cashflow nach Tilgung</li>
</ul>
<blockquote><p>Faustregel: Die kaufmännische Prüfung ist abgeschlossen, wenn Sie auf einer A4-Seite den realen Cashflow der nächsten 36 Monate beziffern können — inklusive aller bekannten Risiken.</p></blockquote>
<h3>Zeitrahmen und Ablauf der Prüfung</h3>
<p>Eine seriöse kaufmännische Prüfung benötigt 10–20 Werktage zwischen Reservierung und Notartermin — kürzere Zeiträume sind ein Warnsignal. Der typische Ablauf:</p>
<ul>
<li><strong>Tag 1–3:</strong> Anforderung des vollständigen Datenraums beim Verkäufer/Makler</li>
<li><strong>Tag 4–10:</strong> Sichtung Mietverträge, Hausgeldabrechnungen, Beschlusssammlung</li>
<li><strong>Tag 8–12:</strong> Klärung offener Punkte schriftlich, Mietspiegel-Abgleich, Grundbuchauszug</li>
<li><strong>Tag 12–16:</strong> Cashflow-Modell, Stresstest, Verhandlungsstrategie</li>
<li><strong>Tag 16–20:</strong> Notarvertragsentwurf prüfen, Garantien und Freistellungen verhandeln</li>
</ul>
<h3>Was kostet die Prüfung — und ab wann lohnt sie?</h3>
<ul>
<li><strong>Eigenleistung mit Checkliste:</strong> 0 €, ca. 15–25 Stunden Aufwand</li>
<li><strong>Steuerberater (AfA, Kaufpreisaufteilung):</strong> 400–1.200 € pauschal</li>
<li><strong>Fachanwalt Mietrecht/WEG:</strong> 800–2.500 € je nach Komplexität</li>
<li><strong>Vollständige Due Diligence durch Spezialist:</strong> 0,3–0,8 % des Kaufpreises</li>
</ul>
<p>Faustregel: Ab 300.000 € Kaufpreis lohnt mindestens eine anwaltliche Mietvertrags- und WEG-Prüfung. Bei Mehrfamilienhäusern und Portfoliokäufen ab 1 Mio. € ist eine vollständige Due Diligence Standard und amortisiert sich typischerweise über den verhandelten Kaufpreisabschlag um den Faktor 5–15.</p>
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://lukinski.de/wp-content/uploads/2020/01/neubau-einfamilienhaus-garten-einfahrt-eingang-hauskauf-immobilie-kauf-verkauf-berwertung-kosten-hilfe-magazin-lukinski-immobilienmakler.jpg" alt="Kaufmännische Prüfung Einfamilienhaus" loading="lazy"/></figure>
<h2>Mietverträge prüfen — § 566 BGB als Game-Changer</h2>
<p>Beim Kauf einer vermieteten Immobilie greift § 566 BGB: &#8222;Kauf bricht nicht Miete&#8220;. Sie übernehmen alle bestehenden <a href="https://lukinski.de/mietvertrag-einer-immobilie/">Mietverträge</a> samt sämtlicher Konditionen — auch wenn diese unwirtschaftlich sind. Das ist der häufigste blinde Fleck bei Erstinvestoren.</p>
<h3>Welche Mietvertrags-Risiken Sie identifizieren müssen</h3>
<ul>
<li><strong>Indexmiete vs. Staffelmiete vs. Vergleichsmiete:</strong> nur Index- und Staffelverträge erlauben planbare Mieterhöhungen ohne Mieterzustimmung</li>
<li><strong>Kappungsgrenze § 558 BGB:</strong> max. 20 % Erhöhung in drei Jahren, in vielen Großstädten gekappt auf 15 %</li>
<li><strong>Mietpreisbremse § 556d BGB:</strong> in ausgewiesenen Gebieten max. 10 % über ortsüblicher Vergleichsmiete bei Neuvermietung</li>
<li><strong>Kündigungsausschluss:</strong> manche Verträge enthalten lebenslange Kündigungsverzichte zugunsten des Mieters</li>
<li><strong>Schönheitsreparatur-Klauseln:</strong> alte Verträge mit unwirksamen Klauseln verlagern Renovierungskosten zu Ihnen</li>
<li><strong>Untervermietungsrechte:</strong> bei Pauschalgenehmigungen kein Einspruch mehr möglich</li>
</ul>
<h3>Mietpreisbremse: das unterschätzte Rückzahlungsrisiko</h3>
<p>Hat der Voreigentümer in einem Gebiet mit Mietpreisbremse zu hoch vermietet und der Mieter rügt qualifiziert nach § 556g BGB, kann er rückwirkend ab Rüge-Zeitpunkt den überhöhten Anteil zurückfordern — bis zu 30 Monate Rückzahlung sind möglich. Diese Forderung geht mit auf Sie über. Prüfen Sie deshalb:</p>
<ul>
<li>Liegt die Wohnung in einem Mietpreisbremse-Gebiet?</li>
<li>Wurde die Auskunftspflicht des Vermieters nach § 556g IV BGB beim Vertragsabschluss eingehalten?</li>
<li>Gibt es Ausnahmen (Neubau, umfassende Modernisierung, Vormiete höher)?</li>
<li>Lassen Sie sich eine Verkäufergarantie zur Mietpreisbremse-Konformität in den Notarvertrag schreiben</li>
</ul>
<h3>Mietrückstände und Mietminderungen</h3>
<p>Lassen Sie sich die Mietkonten der letzten 24 Monate vorlegen. Rückstände über zwei Monatsmieten berechtigen zur fristlosen Kündigung nach § 543 BGB — können aber auch ein Hinweis auf strukturell schwierige Mieter sein. Aktive Mietminderungen wegen Mängeln (oft 5–20 % der Kaltmiete) gehen mit auf Sie über.</p>
<h3>Realistische Marktmiete ermitteln</h3>
<p>Vergleichen Sie die Bestandsmiete mit dem aktuellen Mietspiegel und der erzielbaren Neuvermietungsmiete. Liegt die <a href="https://lukinski.de/kaltmiete/">Kaltmiete</a> 25 % unter Markt und ist eine Erhöhung wegen Kappungsgrenze nur in 3 %-Schritten möglich, müssen Sie sechs bis acht Jahre Heranführung in Ihre Renditerechnung einkalkulieren.</p>
<h2>Betriebskosten: umlagefähig oder nicht?</h2>
<p>Nach § 2 BetrKV sind 17 Kostenarten grundsätzlich umlagefähig — alles andere zahlt der Eigentümer. Die Quote nicht umlagefähiger Kosten beträgt bei typischen Eigentumswohnungen 15–25 % der Gesamt-Bewirtschaftungskosten und schmälert die Nettorendite oft um 0,4–0,8 Prozentpunkte.</p>
<h3>Die 17 umlagefähigen Positionen im Überblick</h3>
<p>Der Katalog reicht von Grundsteuer und Wasser über Heizung und Aufzug bis zu Schornsteinfeger und Sach-/Haftpflichtversicherung. Entscheidend ist nicht nur die grundsätzliche Umlagefähigkeit, sondern die korrekte Verankerung im Mietvertrag — ohne Klausel keine Umlage.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Kostenposition</th>
<th>Umlagefähig?</th>
<th>€/m²/Jahr</th>
<th>€/m²/Monat</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Grundsteuer</td>
<td>Ja</td>
<td>2,40 – 6,00</td>
<td>0,20 – 0,50</td>
</tr>
<tr>
<td>Wasser/Abwasser</td>
<td>Ja</td>
<td>3,60 – 5,40</td>
<td>0,30 – 0,45</td>
</tr>
<tr>
<td>Heizung/Warmwasser</td>
<td>Ja</td>
<td>10,80 – 16,80</td>
<td>0,90 – 1,40</td>
</tr>
<tr>
<td>Hausmeister (Pflege)</td>
<td>Ja (anteilig)</td>
<td>2,40 – 4,80</td>
<td>0,20 – 0,40</td>
</tr>
<tr>
<td>Hausverwaltung</td>
<td><strong>Nein</strong></td>
<td>3,00 – 4,80</td>
<td>0,25 – 0,40</td>
</tr>
<tr>
<td>Instandhaltung/Reparatur</td>
<td><strong>Nein</strong></td>
<td>7,00 – 12,00</td>
<td>0,58 – 1,00</td>
</tr>
<tr>
<td>Instandhaltungsrücklage</td>
<td><strong>Nein</strong></td>
<td>9,60 – 14,40</td>
<td>0,80 – 1,20</td>
</tr>
<tr>
<td>Bankgebühren, Steuerberater</td>
<td><strong>Nein</strong></td>
<td>0,60 – 1,80</td>
<td>0,05 – 0,15</td>
</tr>
<tr>
<td>Leerstandskosten</td>
<td><strong>Nein</strong></td>
<td>variabel</td>
<td>variabel</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Klausel-Check im Mietvertrag</h3>
<p>Prüfen Sie die letzte Betriebskostenabrechnung gegen die Mietverträge: Sind alle umlagefähigen Positionen tatsächlich im Vertrag verankert? Fehlt eine einzelne Klausel, fällt die Position dauerhaft auf Sie zurück — eine BGH-Rechtsprechung lässt nachträgliche Ergänzungen nur in engen Grenzen zu.</p>
<h3>Stille Kostenfallen, die selten geprüft werden</h3>
<ul>
<li><strong>Wartungsverträge:</strong> Aufzug, Heizung, Lüftung — Kosten oft 30 % über Marktniveau bei Altverträgen</li>
<li><strong>Versicherungspakete:</strong> Bündelverträge mit nicht umlagefähigen Bestandteilen</li>
<li><strong>Gartenpflege:</strong> nur Pflege ist umlagefähig, Neuanlage und Baumfällung nicht</li>
<li><strong>Müllgebühren:</strong> Sperrmüllkosten sind nicht umlagefähig, nur regelmäßige Abfuhr</li>
<li><strong>Kabelfernseh-Sammelverträge:</strong> seit Wegfall des Nebenkostenprivilegs nicht mehr zwingend umlegbar</li>
</ul>
<h2>WEG-Unterlagen: Hausgeld, Rücklage, Beschlüsse</h2>
<p>Bei Eigentumswohnungen ist die WEG-Prüfung der renditeentscheidende Teil. Drei Dokumente sind Pflicht — alles andere ist Schönwetter-Prüfung.</p>
<h3>Letzte drei Hausgeldabrechnungen</h3>
<p>Vergleichen Sie Vorauszahlung und Abrechnung. Nachzahlungen über 10 % der Jahres-Vorauszahlung deuten auf systematische Unterkalkulation hin. Prüfen Sie zusätzlich die Wirtschaftspläne der nächsten zwei Jahre — hier sind Kostensteigerungen oft schon eingepreist.</p>
<h3>Instandhaltungsrücklage: gesund oder kritisch?</h3>
<p>Die Bemessung erfolgt nach § 28 II. Berechnungsverordnung in Abhängigkeit vom Gebäudealter. Als Daumenregel gilt:</p>
<ul>
<li><strong>Gebäude unter 22 Jahre:</strong> 7,10 €/m² Wohnfläche/Jahr Mindestrücklage</li>
<li><strong>Gebäude 22–32 Jahre:</strong> 9,00 €/m²/Jahr</li>
<li><strong>Gebäude über 32 Jahre:</strong> 11,50 €/m²/Jahr</li>
<li><strong>Bestand pro Einheit:</strong> gesund ab 6.000–8.000 € pro Wohnung, kritisch unter 3.000 €</li>
<li><strong>Aktuelle Einzahlung:</strong> 0,80–1,20 €/m²/Monat ist marktüblich</li>
</ul>
<h3>Beschlusssammlung — die &#8222;stille Sanierungsbombe&#8220;</h3>
<p>Hier liegt der größte Hebel der kaufmännischen Prüfung: Lassen Sie sich die Beschlusssammlung der letzten fünf Jahre und alle Eigentümerversammlungs-Protokolle aushändigen. Achten Sie besonders auf:</p>
<ul>
<li><strong>Beschlossene, aber nicht umgesetzte Sanierungen:</strong> Dach, Fassade, Heizung, Aufzug</li>
<li><strong>Geplante Sonderumlagen:</strong> oft 200–800 €/m² bei großen Maßnahmen</li>
<li><strong>Streitige Verfahren:</strong> Anfechtungsklagen gegen Beschlüsse</li>
<li><strong>Energetische Sanierungspflichten:</strong> nach GEG bei Eigentümerwechsel teils nachrüstpflichtig</li>
<li><strong>Modernisierungsumlagen:</strong> die der Vorbesitzer auf Mieter umgelegt hat</li>
</ul>
<h3>Typische Sanierungskosten pro Eigentumswohnung</h3>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Maßnahme</th>
<th>Gesamtkosten Gebäude</th>
<th>Anteil pro 75-m²-Wohnung</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Fassadensanierung mit WDVS</td>
<td>180.000 – 350.000 €</td>
<td>15.000 – 30.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Dachsanierung inkl. Dämmung</td>
<td>120.000 – 250.000 €</td>
<td>10.000 – 22.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Heizungstausch (Wärmepumpe/Hybrid)</td>
<td>80.000 – 180.000 €</td>
<td>7.000 – 16.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Aufzugsmodernisierung</td>
<td>60.000 – 120.000 €</td>
<td>5.000 – 11.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Strangsanierung (Steigleitungen)</td>
<td>90.000 – 180.000 €</td>
<td>8.000 – 16.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Tiefgaragensanierung</td>
<td>150.000 – 400.000 €</td>
<td>12.000 – 35.000 €</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<blockquote><p>Insider-Tipp: Wenn ein Sanierungsbeschluss gefasst, die Sonderumlage aber noch nicht beschlossen ist, geht die Zahlungspflicht auf den Käufer über. In 80 % aller Exposés wird das verschwiegen — und kostet im Schnitt 12.000–35.000 € pro Wohnung. Lassen Sie sich vom Verwal</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Eigentumswohnung: Kapitalanlage, Hausgeld &#038; Notar</title>
		<link>https://lukinski.de/eigentumswohnung-kapitalanlage-hausgeld-notar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Laura]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2020 07:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Immobilie]]></category>
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					<description><![CDATA[Eigentumswohnung &#8211; Eine Eigentumswohnung ist eine Wohneinheit in einem Zwei- oder Mehrparteienhaus. Diese kann entweder über einen Immobilienmakler, meist von einem Wohnungsunternehmen oder privat und provisionsfrei über Bekannte gekauft werden. Dem Käufer ist es auch gestattet, die Immobilie zu vermieten, sofern er sie nicht schon vermietet gekauft hat, was unter Immobilieninvestoren beliebt ist. Lese-Tipp für [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentumswohnung &#8211; Eine Eigentumswohnung ist eine Wohneinheit in einem Zwei- oder Mehrparteienhaus. Diese kann entweder über einen <a href="https://lukinski.de/immobilienmakler-erfahrung-makler-allianz/" data-type="post" data-id="28219">Immobilienmakler</a>, meist von einem Wohnungsunternehmen oder privat und provisionsfrei über Bekannte gekauft werden. Dem Käufer ist es auch gestattet, die Immobilie zu vermieten, sofern er sie nicht schon vermietet gekauft hat, was unter Immobilieninvestoren beliebt ist. Lese-Tipp für Einsteiger! Was müssen Anfänger beachten? Lesen Sie hier mehr: <a href="https://lukinski.de/erste-immobilie-kaufen-haus-wohnung-kapitalanlage-eigennutzer/" data-type="post" data-id="46254">Erste Wohnung kaufen</a>!</p>
<h2>Eigentumswohnung im Überblick</h2>
<p>Aber egal ob Sie eine Eigentumswohnung über einen Makler oder provisionsfrei über eine Privatperson kaufen, müssen Sie die <a href="https://lukinski.de/immobilienfinanzierung-unterlagen-expose-grundriss-mietvertrag-checkliste/" data-type="post" data-id="47887">Finanzierung</a> unter Dach und Fach bringen bevor Sie eine Eigentumswohnung kaufen können. Egal ob Sie die Eigentumswohnung als Privatperson oder gewerblich kaufen, es stehen Ihnen viele verschiedene Möglichkeiten zur Finanzierung zur Auswahl. In Ausnahmefällen können Sie eine Eigentumswohnung auch ganz ohne <a href="https://lukinski.de/eigenkapital-immobilienkauf-monatliche-belastung-rollierendes-eigenkapital/" data-type="post" data-id="47795">Eigenkapital</a> kaufen. In diesem Fall brauchen Sie aber das langjährige Vertrauen Ihrer Bank und eine sehr gute Liquidität.</p>
<ul>
<li>Jetzt weiterlesen: <a href="https://lukinski.de/wohnung-kaufen-kosten-makler-vermietung-eigentumswohnung/" data-type="post" data-id="3154">Wohnung kaufen</a></li>
</ul>
<p>Wollen Sie Ihre Eigentumswohnung wieder verkaufen, sind ein paar steuerliche Faktoren zu beachten. Wenn Sie Ihre Wohnung selber genutzt haben, können Sie diese jederzeit steuerfrei verkaufen. Haben Sie die Eigentumswohnung jedoch vermietet, ist der Verkauf erst nach 10 Jahren steuerfrei. Beim Kauf und Verkauf ist der Gang zum Notar in jedem Fall Pflicht. Dieser besiegelt den Wohnungskauf bzw. -verkauf mit einer Beurkundung. In einem Mehrparteienhaus gibt es meistens eine <a href="https://lukinski.de/eigentuemergemeinschaft/" data-type="post" data-id="51893">Eigentümergemeinschaft</a>, an welche die Hauseigentümer regelmäßig das Hausgeld bezahlen. Die Eigentümergemeinschaft bestimmt eine <a href="https://lukinski.de/hausverwaltung-aufgaben-kosten-ausbildung/" data-type="post" data-id="23106">Hausverwaltung</a> und diese wiederum bestimmt, wofür das Hausgeld investiert werden soll. Im Vergleich zu den Nebenkosten, ergibt sich das Hausgeld aus den jeweiligen Besitzverhältnissen der Wohnungen.</p>
<ul>
<li>Wohneinheit in einem Mehrparteienhaus</li>
<li>über Makler oder privat kaufen</li>
<li>Ohne Eigenkapital kaufen &#8211; nur mit Beziehungen &amp; top Liquidität</li>
<li>Steuerfreier Verkauf &#8211; nur Selbstnutzer oder nach 10 Jahren</li>
<li>Eigentümergemeinschaft bestimmt Hausverwaltung</li>
<li>Hausverwaltung bestimmt Investitionen des Hausgeldes</li>
</ul>
<div class='avia-iframe-wrap'><iframe loading="lazy" title="Was bedeutet Eigentumswohnung? Einfach erklärt (Immobilien Definitionen)" width="1500" height="844" src="https://www.youtube.com/embed/_lIvQU9XzX0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen loading="lazy"></iframe></div>
<h2>Immobilie als Kapitalanlage: Spezial</h2>
<ol>
<li>Teil: <a href="https://lukinski.de/klassisch-exotisch-immobilie-kapitalanlage-geldanlage-interview/" data-type="post" data-id="10866">Klassisch oder exotisch investieren</a> &#8211; Welche Immobilie taugt als Kapitalanlage?</li>
<li>Teil: <a href="https://lukinski.de/immobilie-als-kapitalanlage-worauf-muss-ich-achten-interview-experten/" data-type="post" data-id="10824">Immobilie als Kapitalanlage</a> &#8211; Worauf muss ich achten?</li>
</ol>
<h3>Jetzt neu: Kapitalanlage Pflegeapartments</h3>
<p><a href="https://lukinski.de/immobilie-als-kapitalanlage-worauf-muss-ich-achten-interview-experten/" data-type="post" data-id="10824">Kapitalanlage</a> Pflegeimmobilie – Pflegeimmobilien kaufen als Kapitalanlage? Die wenigsten, die in Immobilien investieren wollen, kommen im ersten Gedanken auf Pflegeimmobilien, bzw. Apartments. Dabei lohnt es sich, einen Blick auf diese Art der Geldanlage zu werfen. Pflegeheime entstehen überall in Deutschland, nicht nur in Ballungsräumen, die Bevölkerung wird immer älter. In jedem Stadtteil gibt es Immobilien und Einrichtungen für Senioren. Sie bieten sich also Investitionsobjekt für regionale Investoren an, als Kapitalanlage in der Nähe, aber auch für überregionale Anleger. Wie entwickelt sich der Markt für Pflegeimmobilien in Deutschland? Welcher Typ / welche Lage, ist für die Geldanlage als Rendite Immobilie interessant? Wir haben 5 Faktoren identifiziert, im ersten Blick auf diese Form der Kapitalanlage.</p>
<ul>
<li><a href="https://lukinski.de/kapitalanlage-pflegeimmobilie-pflegeapartments-kaufen-geldanlage-kosten-rendite-wert-faktoren/" data-type="post" data-id="38961">Kapitalanlage Pflegeapartments</a></li>
</ul>
<p><a href="https://lukinski.de/kapitalanlage-pflegeimmobilie-pflegeapartments-kaufen-geldanlage-kosten-rendite-wert-faktoren/" data-type="post" data-id="38961"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-38986" src="https://lukinski.de/wp-content/uploads/2021/03/pflegeimmobilie-kapitalanlage-geldanlage-wohnungen-investieren-innenstadt-nrw-duesseldorf-nobel-exklusiv-wohnen-pflege-investieren-rendite-altbau-kernsanierung.jpg" alt="" width="1200" height="800" /></a></p>
<p>Zurück zum Wiki: <a href="https://lukinski.de/immobilien-lexikon-wiki/">Immobilien Lexikon</a></p>
<h2>Hausgeld bei Eigentumswohnungen erklärt</h2>
<p>Das <strong>Hausgeld</strong> ist die monatliche Zahlung, die Wohnungseigentümer an die <a href="https://lukinski.de/weg-verwaltung-aufgaben-steuern-tipps-checkliste/">WEG-Verwaltung</a> leisten. Es deckt laufende Kosten des Gemeinschaftseigentums und Rücklagen. Typische Höhe: <strong>2,50–5,00 €/m² Wohnfläche pro Monat</strong>.</p>
<h3>Was ist im Hausgeld enthalten?</h3>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Position</th>
<th>Umlagefähig auf Mieter?</th>
<th>Anteil</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Heizung &amp; Warmwasser</td>
<td>Ja</td>
<td>ca. 30–40 %</td>
</tr>
<tr>
<td>Wasser &amp; Abwasser</td>
<td>Ja</td>
<td>ca. 10–15 %</td>
</tr>
<tr>
<td>Hausmeister, Reinigung</td>
<td>Ja</td>
<td>ca. 10 %</td>
</tr>
<tr>
<td>Versicherungen</td>
<td>Ja</td>
<td>ca. 10 %</td>
</tr>
<tr>
<td>Instandhaltungsrücklage</td>
<td>Nein (nicht umlagefähig)</td>
<td>ca. 15–25 %</td>
</tr>
<tr>
<td>Hausverwaltung</td>
<td>Nein</td>
<td>ca. 5–10 %</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Als Kapitalanlage können Sie nur den umlagefähigen Teil auf Mieter umlegen. Den nicht-umlagefähigen Teil (Rücklage + Hausverwaltung) tragen Sie selbst – das mindert jedoch Ihre Steuerlast als Werbungskosten.</p>
<h3>Hausgeld und Renditeberechnung</h3>
<p>Bei der Renditeberechnung einer ETW als Kapitalanlage ist das Hausgeld entscheidend:</p>
<p><strong>Kaltmiete − nicht umlagefähiges Hausgeld = Nettoeinnahmen</strong><br />
Beispiel: 800 € Kaltmiete − 150 € nicht umlagefähiges Hausgeld = 650 € Nettoeinnahmen<br />
Bei Kaufpreis 200.000 €: Bruttorendite 4,8 %, <strong>Nettorendite nur noch 3,9 %</strong></p>
<h2>Notar beim Eigentumswohnungskauf: Kosten &amp; Ablauf</h2>
<p>Der Notar ist beim Immobilienkauf in Deutschland <strong>gesetzlich vorgeschrieben</strong>. Die Beurkundungspflicht sichert beide Seiten ab.</p>
<h3>Notarkosten Übersicht</h3>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Kaufpreis</th>
<th>Notargebühren (ca.)</th>
<th>Grundbuchkosten</th>
<th>Gesamt</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>150.000 €</td>
<td>ca. 1.200 €</td>
<td>ca. 500 €</td>
<td>ca. 1.700 €</td>
</tr>
<tr>
<td>250.000 €</td>
<td>ca. 1.700 €</td>
<td>ca. 750 €</td>
<td>ca. 2.450 €</td>
</tr>
<tr>
<td>350.000 €</td>
<td>ca. 2.200 €</td>
<td>ca. 1.000 €</td>
<td>ca. 3.200 €</td>
</tr>
<tr>
<td>500.000 €</td>
<td>ca. 2.900 €</td>
<td>ca. 1.200 €</td>
<td>ca. 4.100 €</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Mehr Details: <a href="https://lukinski.de/notarkosten-hauskauf/">Notarkosten beim Hauskauf: vollständige Tabelle</a></p>
<h2>Teilungserklärung &amp; WEG: Was ETW-Käufer wissen müssen</h2>
<p>Jede Eigentumswohnung ist durch eine <strong>Teilungserklärung</strong> definiert. Diese legt fest:</p>
<ul>
<li>Welche Flächen zum Sondereigentum gehören (Ihre Wohnung, ggf. Kellerabteil, Stellplatz)</li>
<li>Welche Flächen Gemeinschaftseigentum sind (Treppenhaus, Dach, Außenwände, Garten)</li>
<li>Miteigentumsanteile (MEA) – Basis für Kostenverteilung und Stimmrechte in der WEG</li>
</ul>
<p>Als Kapitalanleger sollten Sie die Teilungserklärung vor dem Kauf prüfen – insbesondere: Darf die Wohnung vermietet werden? Gibt es Kurzzeitvermietungsverbote (Airbnb)?</p>
<h2>Instandhaltungsrücklage: Wie hoch sollte sie sein?</h2>
<p>Die Rücklage schützt die WEG vor überraschenden Großreparaturen (Dach, Heizung, Aufzug). Richtwerte nach der <strong>Petersschen Formel</strong>:</p>
<ul>
<li>Gebäude bis 8 Jahre alt: 0,6–1,0 €/m²/Monat</li>
<li>8–22 Jahre alt: 0,8–1,4 €/m²/Monat</li>
<li>Über 22 Jahre alt: 1,2–1,8 €/m²/Monat</li>
</ul>
<p>Ist die Rücklage einer WEG zu niedrig, drohen <strong>Sonderumlagen</strong> – unangemeldete Nachzahlungen, die mehrere Tausend Euro pro Wohnung erreichen können.</p>
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      "@type": "Question",
      "name": "Wie hoch ist das Hausgeld bei einer Eigentumswohnung?",
      "acceptedAnswer": {"@type": "Answer", "text": "Typisch sind 2,50–5,00 € pro Quadratmeter Wohnfläche pro Monat. Bei einer 80 m² Wohnung also 200–400 € monatlich. Der nicht umlagefähige Anteil (Rücklage, Verwaltung) liegt bei ca. 20–35 % des Hausgelds."}
    },
    {
      "@type": "Question",
      "name": "Kann man das Hausgeld auf den Mieter umlegen?",
      "acceptedAnswer": {"@type": "Answer", "text": "Nur den umlagefähigen Teil: Heizung, Wasser, Hausmeister, Versicherungen. Die Instandhaltungsrücklage und Hausverwaltungskosten sind nicht umlagefähig – diese trägt der Vermieter selbst, kann sie aber als Werbungskosten steuerlich absetzen."}
    },
    {
      "@type": "Question",
      "name": "Was kostet der Notar beim Kauf einer Eigentumswohnung?",
      "acceptedAnswer": {"@type": "Answer", "text": "Notargebühren und Grundbuchkosten zusammen liegen typisch bei 1,5–2 % des Kaufpreises. Bei einem Kaufpreis von 250.000 € also ca. 2.500 €."}
    }
  ]
}
</script></p>
<h3>Weiterführende Artikel</h3>
<ul>
<li><a href="https://lukinski.de/hausgeld-definition-hoehe-bestandteile-steuern/">Hausgeld: Definition, Höhe &amp; Steuern</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/notarkosten-hauskauf/">Notarkosten beim Kauf</a></li>
</ul>
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