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	<title>GbR | Lukinski</title>
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		<title>Rechtsformen Deutschland: GmbH, UG, GbR, AG im Vergleich — Haftung, Steuern, Kosten</title>
		<link>https://lukinski.de/rechtsformen-firma-unternehmen-immobilien-gbr-kg-gmbh-ag-co-vergleich-vorteile-steuern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[L_kinski]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 May 2021 13:01:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[Rechtsformen in Deutschland sind die rechtliche Verpackung deines Geschäftsmodells – und gerade bei Immobilien entscheidet die Wahl zwischen GbR, KG, UG, GmbH, AG oder Stiftung über Haftung, Steuerlast und Verkaufsstrategie. Wer privat eine Wohnung vermietet zahlt bis zu 45% Einkommensteuer auf den Gewinn. Wer dieselbe Wohnung in einer vermögensverwaltenden GmbH hält, kann mit der erweiterten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Rechtsformen in Deutschland sind die rechtliche Verpackung deines Geschäftsmodells – und gerade bei Immobilien entscheidet die Wahl zwischen <strong>GbR, KG, UG, GmbH, AG oder Stiftung</strong> über Haftung, Steuerlast und Verkaufsstrategie. Wer privat eine Wohnung vermietet zahlt bis zu 45% Einkommensteuer auf den Gewinn. Wer dieselbe Wohnung in einer vermögensverwaltenden GmbH hält, kann mit der erweiterten Gewerbesteuerkürzung auf <strong>ca. 15,8%</strong> kommen. Bei einer <a href="https://lukinski.de/immobilien-holding-schachtelprivileg-wenig-steuern-verkauf/">Immobilien Holding</a> sinkt die Steuer beim Verkauf via <a href="https://lukinski.de/share-deal-bei-immobilien-firma-verkaufen-statt-immobilie-steuern-sparen/">Share Deal</a> auf effektiv ca. 1,54%. In diesem Ratgeber findest du alle deutschen Unternehmensformen mit Vergleichstabelle, Steuersätzen, Gründungskosten und einer Entscheidungslogik für Immobilieninvestoren – inklusive Spezialfällen wie <a href="https://lukinski.de/rechtsformen-firma-unternehmen-immobilien-gbr-kg-gmbh-ag-co-vergleich-vorteile-steuern/#Immobilien_GmbH_Vermogensverwaltende_GmbH">Immobilien GmbH</a> und <a href="https://lukinski.de/rechtsformen-firma-unternehmen-immobilien-gbr-kg-gmbh-ag-co-vergleich-vorteile-steuern/#Familienstiftung">Familienstiftung</a>. Erste Schritte zur Gründung? Hier weiterlesen: <a href="https://lukinski.de/firma-gruenden-immobilien-ablauf-kosten-voraussetzungen-rechtsformen-schritte-checkliste/">Firma gründen</a>.</p>
<h2>Rechtsformen Vergleich: Tabelle aller deutschen Unternehmensformen</h2>
<p>Bevor wir in die Details gehen, hier der direkte Vergleich der wichtigsten Rechtsformen – sortiert von der einfachsten bis zur komplexesten Form. Die Zahlen sind Richtwerte und können je nach Bundesland, Notar und Beratungsaufwand variieren.</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Rechtsform</th>
<th>Mindestkapital</th>
<th>Haftung</th>
<th>Gründungskosten</th>
<th>Steuern (vereinfacht)</th>
<th>Gesellschafter min.</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Einzelunternehmer</td>
<td>0 €</td>
<td>persönlich, unbeschränkt</td>
<td>ca. 30–80 € (Gewerbeamt)</td>
<td>ESt bis 45% + GewSt (ab 24.500 € Freibetrag)</td>
<td>1</td>
</tr>
<tr>
<td>e.K. (eingetragener Kaufmann)</td>
<td>0 €</td>
<td>persönlich, unbeschränkt</td>
<td>ca. 200–400 €</td>
<td>ESt + GewSt</td>
<td>1</td>
</tr>
<tr>
<td>GbR</td>
<td>0 €</td>
<td>alle Gesellschafter persönlich, gesamtschuldnerisch</td>
<td>ca. 50–200 €</td>
<td>ESt anteilig + GewSt</td>
<td>2</td>
</tr>
<tr>
<td>OHG</td>
<td>0 €</td>
<td>alle Gesellschafter persönlich</td>
<td>ca. 400–800 €</td>
<td>ESt anteilig + GewSt</td>
<td>2</td>
</tr>
<tr>
<td>KG</td>
<td>0 €</td>
<td>Komplementär unbeschränkt, Kommanditist auf Einlage</td>
<td>ca. 400–800 €</td>
<td>ESt anteilig + GewSt</td>
<td>2</td>
</tr>
<tr>
<td>UG (haftungsbeschränkt)</td>
<td>1 € (faktisch ab 500 €)</td>
<td>auf Gesellschaftsvermögen</td>
<td>ca. 300–800 €</td>
<td>KSt 15% + Soli + GewSt = ca. 30%</td>
<td>1</td>
</tr>
<tr>
<td>GmbH</td>
<td>25.000 € (12.500 € bei Gründung)</td>
<td>auf Gesellschaftsvermögen</td>
<td>ca. 800–1.500 €</td>
<td>ca. 30% (KSt + GewSt)</td>
<td>1</td>
</tr>
<tr>
<td>Vermögensverwaltende GmbH</td>
<td>25.000 €</td>
<td>auf Gesellschaftsvermögen</td>
<td>ca. 800–1.500 €</td>
<td>ca. 15,8% (erweiterte Kürzung)</td>
<td>1</td>
</tr>
<tr>
<td>GmbH &#038; Co. KG</td>
<td>25.000 € (für Komplementär-GmbH)</td>
<td>nur GmbH, Kommanditisten beschränkt</td>
<td>ca. 1.500–2.500 €</td>
<td>ESt anteilig + GewSt</td>
<td>2</td>
</tr>
<tr>
<td>AG</td>
<td>50.000 €</td>
<td>auf Aktienkapital</td>
<td>ca. 3.000–10.000 €</td>
<td>ca. 30% (KSt + GewSt)</td>
<td>1</td>
</tr>
<tr>
<td>REIT-AG</td>
<td>15 Mio. € (Streubesitz nötig)</td>
<td>auf Aktienkapital</td>
<td>5-stellig+</td>
<td>steuerbefreit auf Gesellschaftsebene</td>
<td>variabel</td>
</tr>
<tr>
<td>SE (Europa-AG)</td>
<td>120.000 €</td>
<td>auf Aktienkapital</td>
<td>5-stellig+</td>
<td>ca. 30%</td>
<td>1</td>
</tr>
<tr>
<td>Familienstiftung</td>
<td>i.d.R. ab 50.000 €</td>
<td>Stiftungsvermögen</td>
<td>ca. 2.000–10.000 €+</td>
<td>15% KSt auf Einnahmen, alle 30 Jahre Erbersatzsteuer</td>
<td>Stifter</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<blockquote><p>Faustregel: Je höher das Mindestkapital, desto höher der Schutz – und desto mehr Bürokratie.</p></blockquote>
<h2>Welche Rechtsform passt zu welchem Immobilien-Investor?</h2>
<p>Die Wahl der Rechtsform hängt nicht nur von der Größe deines Portfolios ab, sondern auch von deiner Strategie: Hältst du langfristig (Buy &#038; Hold) oder handelst du aktiv (<a href="https://lukinski.de/fix-flip-strategie-immobilien-kaufen-aufwerten-und-verkaufen-immobilienhandel/">Fix-Flip Strategie</a>)? Willst du die <a href="https://lukinski.de/immobilie-als-kapitalanlage-worauf-muss-ich-achten-interview-experten/">Immobilie als Kapitalanlage</a> oder zur <a href="https://lukinski.de/eigennutzung-vs-kapitalanlage-unterschied-kredit-kosten-steuervorteile/">Eigennutzung</a>? Die Antwort bestimmt die Rechtsform.</p>
<h3>Entscheidungsmatrix nach Investoren-Typ</h3>
<ul>
<li><strong>1 Eigentumswohnung zur Eigennutzung:</strong> Privat halten – keine Firma nötig.</li>
<li><strong>1–2 vermietete Wohnungen, niedriger Steuersatz:</strong> Privat halten, <a href="https://lukinski.de/spekulationssteuer-immobilie-verkauf-grundstueck-wohnung-haus-hoehe-frist/">Spekulationsfrist</a> 10 Jahre nutzen.</li>
<li><strong>3+ Objekte oder hoher persönlicher Steuersatz:</strong> Vermögensverwaltende GmbH – wegen erweiterter Kürzung &#038; Schutz vor 3-Objekt-Grenze.</li>
<li><strong>Aktiver Immobilienhandel (Fix &#038; Flip):</strong> GmbH oder GmbH &#038; Co. KG – Privatpersonen werden hier schnell zum gewerblichen Grundstückshändler.</li>
<li><strong>10+ Objekte / Skalierung:</strong> Holding-Struktur (Mutter-GmbH + Tochter-GmbHs) – Schachtelprivileg, Share Deals.</li>
<li><strong>Familienvermögen über Generationen:</strong> Familienstiftung – Schutz vor Pflichtteil, Erbschaftssteueroptimierung.</li>
<li><strong>Kapitalmarkt / Großvermögen:</strong> AG oder REIT-AG.</li>
</ul>
<h3>Die 3-Objekt-Grenze: Wann der Privatinvestor zum Gewerbe wird</h3>
<p>Wer innerhalb von <strong>5 Jahren mehr als 3 Immobilien</strong> kauft und wieder verkauft, wird vom Finanzamt als <strong>gewerblicher Grundstückshändler</strong> eingestuft. Die Folge: rückwirkend volle Einkommensteuer + Gewerbesteuer auf alle Verkaufsgewinne, keine <a href="https://lukinski.de/eigentumswohnung-verkaufen-steuerfrei-spekulationsfrist-spekulationssteuer-und-3-objekte-regel-gewerblicher-handel/">Steuerfreiheit nach 10 Jahren</a> mehr. Genau deshalb wechseln viele Investoren ab Objekt 3 in eine GmbH-Struktur – dort gilt die Spekulationsfrist ohnehin nicht, dafür greifen andere Hebel wie das Schachtelprivileg.</p>
<h2>Steuern im Vergleich: Was kostet welche Rechtsform wirklich?</h2>
<p>Der zentrale Unterschied: <strong>Personengesellschaften (Einzelunternehmer, GbR, OHG, KG) folgen dem Transparenzprinzip</strong> – Gewinne werden direkt den Gesellschaftern zugerechnet und mit deren persönlichem Einkommensteuersatz versteuert (bis 45% + Soli + ggf. Kirchensteuer). <strong>Kapitalgesellschaften (UG, GmbH, AG)</strong> sind eigene Steuersubjekte und zahlen auf Gesellschaftsebene Körperschaftsteuer + Gewerbesteuer.</p>
<h3>Rechenbeispiel: 100.000 € Mietgewinn pro Jahr</h3>
<ul>
<li><strong>Privatvermieter (Spitzensteuersatz 42%):</strong> ca. 44.300 € Steuern → 55.700 € netto</li>
<li><strong>GmbH (regulär ca. 30%):</strong> ca. 30.000 € Steuern → 70.000 € im Unternehmen, aber Ausschüttung kostet zusätzlich 25% Kapitalertragsteuer</li>
<li><strong>Vermögensverwaltende GmbH (erweiterte Kürzung, ca. 15,8%):</strong> ca. 15.800 € Steuern → 84.200 € im Unternehmen</li>
<li><strong>Familienstiftung (15% KSt):</strong> ca. 15.000 € Steuern → 85.000 € in der Stiftung</li>
</ul>
<blockquote><p>Wichtig: Solange das Geld im Unternehmen reinvestiert wird (z.B. in neue Objekte), schlägt die GmbH die private Vermietung deutlich. Erst bei Ausschüttung an Privatpersonen relativiert sich der Vorteil.</p></blockquote>
<h3>Steuern beim Verkauf</h3>
<ul>
<li><strong>Privat nach 10 Jahren Haltedauer:</strong> 0% (siehe <a href="https://lukinski.de/spekulationsfrist/">Spekulationsfrist</a>)</li>
<li><strong>Privat innerhalb 10 Jahren:</strong> persönlicher ESt-Satz auf den Gewinn (<a href="https://lukinski.de/spekulationssteuer/">Spekulationssteuer Rechner</a>)</li>
<li><strong>GmbH (Asset Deal):</strong> ca. 30% auf Verkaufsgewinn (<a href="https://lukinski.de/asset-deal-immobilien-was-ist-das-steuer-beispiel/">Asset Deal</a>)</li>
<li><strong>Holding-Struktur (Share Deal):</strong> nur ca. 1,54% effektiv dank Schachtelprivileg</li>
</ul>
<p>Auch bei Erwerb relevant: die <a href="https://lukinski.de/grunderwerbsteuer-bundeslaender-vergleich-steuern-sparen-2026/">Grunderwerbsteuer</a> liegt je nach Bundesland zwischen 3,5% und 6,5% – beim Share Deal lässt sich diese unter bestimmten Bedingungen vermeiden.</p>
<h2>Immobilienfirma: Unternehmen gründen</h2>
<p>Du willst <a href="https://lukinski.de/erste-immobilie-kaufen-haus-wohnung-kapitalanlage-eigennutzer/">deine erste Immobilie kaufen</a> und vermieten? Tipps für den Einstieg – von der Suche bis zum Notartermin. Du hast eine <a href="https://lukinski.de/elternhaus-geerbt-verkaufen-vermieten-selber-nutzen/">Immobilie geerbt</a> und willst jetzt selbst im Immobilienmanagement, in der Hausverwaltung oder als Investor tätig sein? Dann steht ganz am Anfang die Frage nach der richtigen Rechtsform.</p>
<p>Grob skizziert reichen die Möglichkeiten vom Einzelunternehmen über Kooperationsmodelle wie GbR und OHG bis hin zur <a href="https://lukinski.de/unternehmergesellschaft-ug-haftungsbeschraenkt-gruendung-finanzierung-haftung/">UG</a> und <a href="https://lukinski.de/gmbh-immobilien-gruendung-vorteile-nachteile-steuern/">GmbH</a>. Je größer und professioneller das Portfolio, desto eher lohnen sich Kapitalgesellschaften.</p>
<h3>Faktoren der Rechtsform-Wahl</h3>
<ul>
<li><strong>Immobilientyp:</strong> Einzelne Eigentumswohnung, <a href="https://lukinski.de/mehrfamilienhaus-kaufen-immobilie-bewerten-ablauf-kosten-steuern-mieter/">Mehrfamilienhaus</a>, Gewerbeobjekt oder Bauträgerprojekt</li>
<li><strong>Strategie:</strong> Buy &#038; Hold vs. <a href="https://lukinski.de/fix-flip-strategie-immobilien-kaufen-aufwerten-und-verkaufen-immobilienhandel/">Fix &#038; Flip</a></li>
<li><strong>Anzahl Gesellschafter:</strong> Allein, mit Partner, Familie, Investoren</li>
<li><strong>Haftungsappetit:</strong> Privatvermögen schützen oder akzeptieren</li>
<li><strong>Steuerstrategie:</strong> Ausschüttung oder Reinvestition</li>
<li><strong>Exit-Strategie:</strong> Späterer <a href="https://lukinski.de/share-deal-bei-immobilien-firma-verkaufen-statt-immobilie-steuern-sparen/">Share Deal</a> oder Verkauf einzelner Objekte</li>
</ul>
<blockquote><p>Wenn du zum ersten Mal vor der Frage stehst: Welche Firma soll ich gründen? Hier alle Unternehmensformen im Überblick</p></blockquote>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-36780" src="https://lukinski.de/wp-content/uploads/2021/02/firma-unternehmen-gmbh-gesellschaft-beschraenkte-haftung-business-meeting-gruppe-architekt-bautraeger-inhaber-team-quartier-hamburg-start.jpg" alt="" width="1200" height="800" /></p>
<h2>Einzelunternehmer / Einzelunternehmerin</h2>
<p>Das Einzelunternehmen ist die einfachste deutsche Rechtsform – gegründet und geführt von einer einzigen Person. Hierunter fallen Freiberufler, Kleingewerbetreibende und eingetragene Kaufleute. Die Gründung kostet beim Gewerbeamt zwischen 30 und 80 €, ein Mindestkapital ist nicht erforderlich.</p>
<h3>Vorteile &#038; Nachteile auf einen Blick</h3>
<ul>
<li><strong>+</strong> Schnellste und günstigste Gründung</li>
<li><strong>+</strong> Volle Kontrolle, keine Abstimmung mit Mitgesellschaftern</li>
<li><strong>+</strong> Kleinunternehmerregelung möglich</li>
<li><strong>−</strong> Volle persönliche Haftung mit Privatvermögen</li>
<li><strong>−</strong> Persönlicher Steuersatz bis 45% (bei hohem Einkommen teuer)</li>
<li><strong>−</strong> Wenig Skalierungspotenzial</li>
</ul>
<ul>
<li><a href="https://lukinski.de/einzelunternehmen-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern/">Einzelunternehmen im Detail</a></li>
</ul>
<p><a href="https://lukinski.de/einzelunternehmen-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern/"><img decoding="async" src="https://lukinski.de/wp-content/uploads/2020/02/rechtsformen-firma-unternehmen-immobilien-gbr-kg-gmbh-ag-co-vergleich-vorteile-steuern



<h2>Häufige Fragen zu Rechtsformen (FAQ)</h2>
<div itemscope itemtype="https://schema.org/FAQPage">
<div itemscope itemprop="mainEntity" itemtype="https://schema.org/Question">
<h3 itemprop="name">Welche Rechtsform ist für Immobilieninvestoren am besten?</h3>
<div itemscope itemprop="acceptedAnswer" itemtype="https://schema.org/Answer">
<p itemprop="text">Für die meisten Immobilieninvestoren ab 3 Objekten oder mit hohem persönlichem Steuersatz ist die <strong>vermögensverwaltende GmbH</strong> die beste Wahl — sie nutzt die erweiterte Gewerbesteuerkürzung und kommt auf ca. 15,8% effektive Steuer auf Mieteinnahmen. Wer nur 1–2 Objekte hält und einen niedrigen Steuersatz hat, fährt privat oft günstiger. Ab 10+ Objekten lohnt sich eine Holding-Struktur mit <a href="https://lukinski.de/immobilien-holding-schachtelprivileg-wenig-steuern-verkauf/">Schachtelprivileg</a>.</p>
</div>
</div>
<div itemscope itemprop="mainEntity" itemtype="https://schema.org/Question">
<h3 itemprop="name">Was kostet die Gründung einer GmbH in Deutschland?</h3>
<div itemscope itemprop="acceptedAnswer" itemtype="https://schema.org/Answer">
<p itemprop="text">Die Gründung einer GmbH kostet typischerweise <strong>800 bis 1.500 Euro</strong> an Notar- und Handelsregistergebühren, plus das Stammkapital von 25.000 Euro (mind. 12.500 Euro müssen bei Gründung eingezahlt werden). Dazu kommen Beratungskosten durch Steuerberater (500–1.500 Euro) und laufende Kosten für Buchhaltung, IHK-Beitrag und Jahresabschluss.</p>
</div>
</div>
<div itemscope itemprop="mainEntity" itemtype="https://schema.org/Question">
<h3 itemprop="name">Was ist der Unterschied zwischen GmbH und UG?</h3>
<div itemscope itemprop="acceptedAnswer" itemtype="https://schema.org/Answer">
<p itemprop="text">Die <strong>UG (haftungsbeschränkt)</strong> ist eine Sonderform der GmbH mit Mindestkapital von 1 Euro statt 25.000 Euro. Sie bietet dieselbe Haftungsbeschränkung, hat aber strengere Thesaurierungspflichten: 25% des Jahresüberschusses müssen einbehalten werden, bis das Stammkapital 25.000 Euro erreicht. Für Immobilien-Investments ist die vollwertige GmbH meist besser — Banken und Geschäftspartner nehmen sie seriöser.</p>
</div>
</div>
<div itemscope itemprop="mainEntity" itemtype="https://schema.org/Question">
<h3 itemprop="name">Kann ich eine Immobilie nachträglich in eine GmbH einbringen?</h3>
<div itemscope itemprop="acceptedAnswer" itemtype="https://schema.org/Answer">
<p itemprop="text">Ja, aber mit erheblichen Kosten: Bei der Einbringung aus dem Privatvermögen in eine GmbH fallen in der Regel <strong>Grunderwerbsteuer</strong> (3,5–6,5% je nach Bundesland) und ggf. Einkommensteuer auf stille Reserven an. Wer früh eine GmbH gründet und Objekte direkt darin kauft, spart diese Transaktionskosten.</p>
</div>
</div>
<div itemscope itemprop="mainEntity" itemtype="https://schema.org/Question">
<h3 itemprop="name">Welche Rechtsform zahlt am wenigsten Steuern?</h3>
<div itemscope itemprop="acceptedAnswer" itemtype="https://schema.org/Answer">
<p itemprop="text">Bei Immobilienvermietung zahlt die <strong>vermögensverwaltende GmbH</strong> mit ca. 15,8% effektiv am wenigsten — dank erweiterter Gewerbesteuerkürzung. Privat können nach 10 Jahren Haltefrist Gewinne aus dem Immobilienverkauf <a href="https://lukinski.de/spekulationssteuer/">steuerfrei</a> sein.</p>
</div>
</div>
</div>
<h2>Fazit: Die richtige Rechtsform ist Strategie</h2>
<p>Wer eine Rechtsform wählt, entscheidet über Haftung, Steuern und Skalierbarkeit für die nächsten Jahre. <strong>Für Immobilieninvestoren gilt:</strong> privat bei 1–2 Objekten, GmbH ab hohem Steuersatz oder Risikogeschäften, Holding ab 10+ Objekten.</p>
<ul>
<li>Einzelunternehmen / GbR: günstig starten, aber Haftungsrisiko</li>
<li>UG: Einstieg in die Haftungsbeschränkung ab 1 Euro</li>
<li>GmbH: Standard für ernsthafte Investoren und Unternehmen</li>
<li>Vermögensverwaltende GmbH: optimale Steuerstruktur für Vermieter</li>
<li>GmbH &amp; Co. KG: flexibel bei Gewinnverteilung, beliebt bei Holdingstrukturen</li>
<li>Familienstiftung: Generationenvermögen, Erbschaftssteueroptimierung</li>
</ul>
<blockquote>
<p>Welche Rechtsform du wählst, hängt von deiner Strategie ab — nicht von der, die gerade trendet. Lass dich von einem spezialisierten Steuerberater beraten, bevor du gründest.</p>
</blockquote>
<p>Weiterführende Artikel: <a href="https://lukinski.de/firma-gruenden-immobilien-ablauf-kosten-voraussetzungen-rechtsformen-schritte-checkliste/">Firma gründen (Schritt für Schritt)</a> | <a href="https://lukinski.de/gmbh-immobilien-gruendung-vorteile-nachteile-steuern/">Immobilien GmbH gründen</a> | <a href="https://lukinski.de/immobilien-holding-schachtelprivileg-wenig-steuern-verkauf/">Immobilien Holding &amp; Schachtelprivileg</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Gewerbesteuer (GewSt) einfach erklärt: Berechnen, Freibetrag und Hebesatz</title>
		<link>https://lukinski.de/gewerbesteuer-gewst-einfach-erklaert-berechnen-freibetrag-und-hebesatz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Laura]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Mar 2021 14:09:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Gewerbesteuer &#8211; Die meisten Unternehmensrechtsformen unterliegen der Steuerpflicht. Alle relevanten Informationen zu Steuer-Ratgeber Immobilien haben wir im Detail aufbereitet. Je nach Rechtsform werden Kraft Gesetz die Einkommensteuer, die Körperschaftsteuer, die Umsatzsteuer, die Gewerbesteuer und/oder die Kapitalertragsteuer fällig. Unter bestimmten Umständen ist es für einige Unternehmen möglich, sich von einer oder mehreren dieser Steuerarten befreien zu [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gewerbesteuer &#8211; Die meisten Unternehmensrechtsformen unterliegen der Steuerpflicht. Alle relevanten Informationen zu <a href="https://lukinski.de/immobilie-steuern-haus-wohnung-steuer-liste-tipps-und-tricks/">Steuer-Ratgeber Immobilien</a> haben wir im Detail aufbereitet. Je nach Rechtsform werden Kraft Gesetz die <a href="https://lukinski.de/einkommensteuer-est-einfach-erklaert-formulare-grundtabelle-lohnsteuer/" data-type="post" data-id="37911">Einkommensteuer</a>, die <a href="https://lukinski.de/koerperschaftsteuer-kst-einfach-erklaert-ug-gmbh-rechtsformen/" data-type="post" data-id="37907">Körperschaftsteuer</a>, die <a href="https://lukinski.de/umsatzsteuer-ust-einfach-erklaert-hoehe-lieferung-leistung-mehrwertsteuer-unternehmen/" data-type="post" data-id="37909">Umsatzsteuer</a>, die Gewerbesteuer und/oder die <a href="https://lukinski.de/kapitalertragsteuer-kapest-wie-hoch-freibetrag-gmbh-aktien-gesetz/" data-type="post" data-id="37910">Kapitalertragsteuer</a> fällig. Unter bestimmten Umständen ist es für einige Unternehmen möglich, sich von einer oder mehreren dieser Steuerarten befreien zu lassen. Wann ist Gewerbesteuer zu zahlen? Wie hoch sind die Gewerbesteuern? Wer unterliegt der Gewerbesteuer? Wann muss man keine Gewerbesteuer zahlen? Ein Überblick! Zurück zu: <a href="https://lukinski.de/steuern-deutschland-einkommensteuer-koerperschaftsteuer-kapitalertragsteuer-gewerbesteuer-liste/" data-type="post" data-id="38229">Steuern</a>.</p>
<h2>Gewerbesteuer (GewSt) &#8211; Steuer für Gewerbebetriebe</h2>
<p>Die Gewerbesteuer &#8211; kurz: GewSt &#8211; wird in der Regel auf den Ertrag eines jeden deutschen Gewerbebetriebs erhoben und richtet sich demnach nach der objektiven Ertragskraft des jeweiligen Unternehmens. Da Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Aktiengesellschaften und Co. kraft Rechtsform immer als Gewerbebetrieb angesehen werden, gilt die Gewerbesteuer für Kapitalgesellschaften obligatorisch &#8211; unabhängig davon, wie sich das Gründungsteam zusammensetzt.</p>
<p>Andere Steuern für Unternehmen:</p>
<ul>
<li><a href="https://lukinski.de/koerperschaftsteuer-kst-einfach-erklaert-ug-gmbh-rechtsformen/" data-type="post" data-id="37907">Körperschaftsteuer (KSt)</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/einkommensteuer-est-einfach-erklaert-formulare-grundtabelle-lohnsteuer/" data-type="post" data-id="37911">Einkommensteuer (ESt)</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/kapitalertragsteuer-kapest-wie-hoch-freibetrag-gmbh-aktien-gesetz/" data-type="post" data-id="37910">Kapitalertragsteuer (KapESt)</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/umsatzsteuer-ust/">Umsatzsteuer (USt)</a></li>
</ul>
<p>Möchtest du konkret mehr über Steuern für Immobiliengesellschaften erfahren, kannst du hier mehr erfahren:</p>
<ul>
<li>Steuern sparen Immobilien</li>
</ul>
<h3>Gewerbesteuer im Detail &#8211; Erhebung, Abgabe &amp; Freibeträge</h3>
<p>Als Objekt- bzw. Sachsteuer zählt die Gewerbesteuer von der Art her zu den Realsteuern. Effektiv zählt sie zu den Gemeindesteuern und trägt maßgeblich zu deren Finanzsystem bei. Die Gemeinden sind hebeberechtigt und legen den jeweils für ein Jahr gültigen Steuersatz per Beschluss fest. Die Gewerbesteuer ist vierteljährlich jeweils zum 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November zu gleichen Teilen als Vorauszahlung zu leisten. Diese Abgaben sind ab Steuerperiode 2008 nicht länger als Betriebsausgabe abzugsfähig, können jedoch pauschal auf die zu zahlende Einkommensteuer angerechnet werden.</p>
<p>Termine zur Vorauszahlung der Gewerbesteuer:</p>
<ul>
<li>15. Februar</li>
<li>15. Mai</li>
<li>15. August</li>
<li>15. November</li>
</ul>
<p>Für natürliche Personen und Personengesellschaften darf gemäß Gewerbesteuergesetz (GewStG) ein Freibetrag &#8211; aktuell in Höhe von 24.500 Euro &#8211; der Steuerlast gegengerechnet werden; juristische Personen dürfen ihre Steuerlast um einen verringerten Freibetrag &#8211; aktuell 3.900 Euro &#8211; kürzen.</p>
<h3>Welche Gesellschaften unterliegen der GewSt?</h3>
<p>Die meisten Gewerbebetriebe werden mit der Gewerbesteuer belastet. Da alle Kapitalgesellschaften prinzipiell als Gewerbebetriebe angesehen werden, ist diese Steuerart für die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und die Aktiengesellschaft (AG) besonders relevant.</p>
<p>Darüber hinaus unterliegen üblicherweise die Offene Handelsgesellschaft (OHG) und die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) der Gewerbesteuer &#8211; zumindest insofern ihr Jahresertrag über 24.500 Euro liegt. Eine GbR unter Freiberuflern bleibt allerdings dennoch von der Gewerbesteuerpflicht befreit. Gleiches gilt für die Freiberufler selbst: Eine Einzelunternehmung muss nur dann Abgaben zur Gewerbesteuer zahlen, wenn es sich bei dem Unternehmensgründer um einen Kleingewerbetreibenden oder einen eingetragenen Kaufmann (e. Kfm.) handelt.</p>
<h4>Unternehmensrechtsformen im Überblick</h4>
<p>Mehr Informationen zu den unterschiedlichen Rechtsformen erhältst du unter den nachfolgenden Links. Angefangen bei der Einzelunternehmung und den eingetragenen Kaufleuten&#8230; über die unterschiedlichen Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften&#8230; bis zu sonstigen Gesellschaften wie der Familienstiftung &#8211; alle wesentlichen Aspekte zu Gründung, Haftung, Steuerbelastung und mehr einfach und verständlich erklärt! Zuerst einmal die einzelnen Unternehmensrechtsformen im Überblick:</p>
<ul>
<li>Einzelunternehmen (EU)
<ul>
<li>Freiberufler</li>
<li>Kleingewerbetreibende</li>
<li>Eingetragene Kaufleute (e. K.)</li>
</ul>
</li>
<li>Stille Gesellschaften</li>
<li>BGB-Gesellschaften / <a href="https://lukinski.de/gesellschaft-buergerlichen-rechts-gbr-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern/" data-type="post" data-id="34297">Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)</a></li>
<li>Personengesellschaften
<ul>
<li><a href="https://lukinski.de/kommanditgesellschaft-kg-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern/" data-type="post" data-id="34307">Kommanditgesellschaft (KG)</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/offene-handelsgesellschaft-ohg-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern/" data-type="post" data-id="34306">Offenen Handelsgesellschaft (OHG)</a></li>
<li>Gesellschaft mit beschränkter Haftung und Compagnie Kommanditgesellschaft (GmbH &amp; Co KG)</li>
<li>Gesellschaft mit beschränkter Haftung und Compagnie Offene Handelsgesellschaft (GmbH &amp; Co OHG)</li>
</ul>
</li>
<li>Kapitalgesellschaften
<ul>
<li><a href="https://lukinski.de/aktiengesellschaft-ag-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern" data-type="post" data-id="34311">Aktiengesellschaft (AG)</a>
<ul>
<li>AG &amp; Co KGaA</li>
</ul>
</li>
<li><a href="https://lukinski.de/kommanditgesellschaft-auf-aktien-kgaa-gruendung-geschaeftsfuehrung-haftung-co/" data-type="post" data-id="38318">Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA)</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/gesellschaft-mit-beschraenkter-haftung-gmbh-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern/" data-type="post" data-id="34310">Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)</a>
<ul>
<li>GmbH &amp; Co KGaA</li>
</ul>
</li>
<li>Unternehmergesellschaft / UG (haftungsbeschränkt)</li>
<li>Europäische Aktiengesellschaft / Societas Europaea (SE)
<ul>
<li>SE &amp; Co KGaA</li>
</ul>
</li>
</ul>
</li>
<li>Sonstige Gesellschaften
<ul>
<li>Stiftungen / <a href="https://lukinski.de/familienstiftung-gruenden-immobilien-steuern-koerperschaftssteuer-mieteinnahmen/" data-type="post" data-id="30998">Familienstiftungen</a></li>
<li>Versicherungen</li>
<li>Partnerschaften</li>
<li>Eingetragene Vereine (e. V.)</li>
<li>Eingetragene Genossenschaften (e. G.)</li>
</ul>
</li>
</ul>
<h2>Steuern in Deutschland: Liste</h2>
<p>Körperschaftsteuer (KSt), Einkommensteuer (ESt), Kapitalertragsteuer (KapESt), Umsatzsteuer (USt), Gewerbesteuer (GewSt) &#8211; wer zahlt was? In diesem Überblick zu den verschiedenen Steuerarten / Steuerformen in Deutschland, findest du relevante Steuern für dich als Privatperson und für dein Unternehmen, je nachdem, welche <a href="https://lukinski.de/rechtsformen-firma-unternehmen-immobilien-gbr-kg-gmbh-ag-co-vergleich-vorteile-steuern/" data-type="post" data-id="36570">Rechtsform</a> du gewählt hast. Außerdem nach der Steuer-Liste: Wie funktioniert der Steuer Zyklus um Monatsabschluss, Jahresabschluss und Bilanz? Ein kleiner Einblick für die, die ihre erste <a href="https://lukinski.de/firma-gruenden-immobilien-ablauf-kosten-voraussetzungen-rechtsformen-schritte-checkliste/" data-type="post" data-id="36760">Firma gründen</a>. Welche Steuern gibt es? Einfache Erklärungen, Definitionen, <a href="https://lukinski.de/steuern-verstehen-umwandeln-vermoegen-aufbauen-steueroptimierung-steuerfrei/" data-type="post" data-id="30365">Steueroptimierung</a>, ein Einblick in Steuern.</p>
<ul>
<li><a href="https://lukinski.de/steuern-deutschland-einkommensteuer-koerperschaftsteuer-kapitalertragsteuer-gewerbesteuer-liste/" data-type="post" data-id="38229">Steuern: Liste</a></li>
</ul>
<p><a href="https://lukinski.de/steuern-deutschland-einkommensteuer-koerperschaftsteuer-kapitalertragsteuer-gewerbesteuer-liste/" data-type="post" data-id="38229"><img decoding="async" src="https://lukinski.de/wp-content/uploads/2021/03/buch-steuern-lernen-kostenlos-diagram-buch-bwl-berechnung-brille-firma-unternehmen-abschluss-jahresabschluss.jpg" /></a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Umsatzsteuer (USt) einfach erklärt: Höhe, Lieferung &#038; Leistung &#8211; &#8222;Mehrwertsteuer&#8220; für Unternehmen</title>
		<link>https://lukinski.de/umsatzsteuer-ust-einfach-erklaert-hoehe-lieferung-leistung-mehrwertsteuer-unternehmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Laura]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Mar 2021 14:05:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[Umsatzsteuer &#8211; Die meisten Unternehmensrechtsformen unterliegen der Steuerpflicht. Mehr zu Steuern sparen bei Immobilien erfahren Sie in unserer umfassenden Steuer-Übersicht. Je nach Rechtsform werden Kraft Gesetz die Einkommensteuer, die Körperschaftsteuer, die Umsatzsteuer, die Gewerbesteuer und/oder die Kapitalertragsteuer fällig. Unter bestimmten Umständen ist es für einige Unternehmen möglich, sich von einer oder mehreren dieser Steuerarten befreien [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Umsatzsteuer &#8211; Die meisten <a href="https://lukinski.de/rechtsformen-firma-unternehmen-immobilien-gbr-kg-gmbh-ag-co-vergleich-vorteile-steuern/" data-type="post" data-id="36570">Unternehmensrechtsformen</a> unterliegen der Steuerpflicht. Mehr zu <a href="https://lukinski.de/immobilie-steuern-haus-wohnung-steuer-liste-tipps-und-tricks/">Steuern sparen bei Immobilien</a> erfahren Sie in unserer umfassenden Steuer-Übersicht. Je nach Rechtsform werden Kraft Gesetz die <a href="https://lukinski.de/einkommensteuer-est-einfach-erklaert-formulare-grundtabelle-lohnsteuer/" data-type="post" data-id="37911">Einkommensteuer</a>, die <a href="https://lukinski.de/koerperschaftsteuer-kst-einfach-erklaert-ug-gmbh-rechtsformen/" data-type="post" data-id="37907">Körperschaftsteuer</a>, die Umsatzsteuer, die <a href="https://lukinski.de/gewerbesteuer-gewst-einfach-erklaert-berechnen-freibetrag-und-hebesatz/" data-type="post" data-id="37908">Gewerbesteuer</a> und/oder die <a href="https://lukinski.de/kapitalertragsteuer-kapest-wie-hoch-freibetrag-gmbh-aktien-gesetz/" data-type="post" data-id="37910">Kapitalertragsteuer</a> fällig. Unter bestimmten Umständen ist es für einige Unternehmen möglich, sich von einer oder mehreren dieser Steuerarten befreien zu lassen. Wie hoch ist die Umsatzsteuer? Was ist der Unterschied zwischen Mehrwertsteuer und Umsatzsteuer? Was heißt Umsatzsteuer, einfach erklärt? Ein Überblick! Zurück zu: <a href="https://lukinski.de/steuern-deutschland-einkommensteuer-koerperschaftsteuer-kapitalertragsteuer-gewerbesteuer-liste/" data-type="post" data-id="38229">Steuern</a>.</p>
<h2>Umsatzsteuer (USt) &#8211; Steuer für Lieferung &amp; Leistung</h2>
<p>Die Umsatzsteuer &#8211; kurz: USt &#8211; wird für gewöhnlich auf alle Umsätze erhoben, die ein Unternehmen im umsatzsteuerlichen Inland erwirtschaftet. Darunter fallen alle Lieferungen und Leistungen &#8211; sowie gelegentliche Hilfsgeschäfte -, die das Unternehmen im Rahmen seiner Unternehmenstätigkeiten gegen Entgelt erbringt. Umsatzsteuerbeträge, die ein Unternehmen für bezogene Lieferungen und Leistungen erbracht hat und die belegbar sind, können als Vorsteuerabzug geltend gemacht werden und so die Umsatzsteuerlast des Unternehmers schmälern.</p>
<p>Die eigene Umsatzsteuer stellt somit wirtschaftlich gesehen eine allgemeine Verbrauchsteuer dar, fungiert letztendlich in Deutschland aber als Verkehrsteuer und wird in letzter Instanz dem Endverbraucher zur Last gelegt. Aufgrund der Überwälzung zählt die Umsatzsteuer typischerweise zu den indirekten Steuern. Aktuell beträgt der deutsche Regelsteuersatz der Umsatzsteuer 19 Prozent &#8211; 7 Prozent auf ermäßigte Waren &#8211; und bildet eine der Haupteinnahmequellen zur Finanzierung des Bundeshaushalts.</p>
<p>Andere Steuern für Unternehmen:</p>
<ul>
<li><a href="https://lukinski.de/koerperschaftsteuer-kst-einfach-erklaert-ug-gmbh-rechtsformen/" data-type="post" data-id="37907">Körperschaftsteuer (KSt)</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/einkommensteuer-est-einfach-erklaert-formulare-grundtabelle-lohnsteuer/" data-type="post" data-id="37911">Einkommensteuer (ESt)</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/kapitalertragsteuer-kapest-wie-hoch-freibetrag-gmbh-aktien-gesetz/" data-type="post" data-id="37910">Kapitalertragsteuer (KapESt)</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/gewerbesteuer-gewst-einfach-erklaert-berechnen-freibetrag-und-hebesatz/" data-type="post" data-id="37908">Gewerbesteuer (GewSt)</a></li>
</ul>
<p>Möchtest du konkret mehr über Steuern für Immobiliengesellschaften erfahren, kannst du hier mehr erfahren:</p>
<ul>
<li>Steuern sparen Immobilien</li>
</ul>
<h3>Welche Gesellschaften unterliegen der USt?</h3>
<p>Die meisten Gesellschaften führen nicht nur steuerfreie Umsätze aus und werden daher naturgemäß mit der Umsatzsteuer belastet. Deshalb ist diese Steuerart im Grunde genommen für alle gängigen Unternehmensrechtsformen relevant, angefangen bei den Einzelunternehmen (EU) und BGB-Gesellschaften (GbR)&#8230; über die Offenen Handelsgesellschaften (OHG) und Kommanditgesellschaften (KG)&#8230; bis hin zu den Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) sowie den Aktiengesellschaften (AG).</p>
<p>Im Volksmund fällt häufig der Begriff Mehrwertsteuer &#8211; kurz: MwSt &#8211; und wird bisweilen auch auf Rechnungen oder Belegen angegeben. Der Name stammt aus dem Verständnis, dass eine Steuer im Handel und in der Produktion auf mehreren Wertschöpfungsstufen erhoben wird, wohingegen die Umsatzsteuer als Bemessungsgrundlage den aus einem Verkauf oder auf ähnliche Weise erzielten Umsatz verwendet. Rein steuerlich wird der Begriff Mehrwertsteuer in Deutschland allerdings nicht mehr verwendet, sondern es ist vielmehr von einer Umsatzsteuer mit Vorsteuerabzug die Rede.</p>
<h4>Unternehmensrechtsformen im Überblick</h4>
<p>Mehr Informationen zu den unterschiedlichen Rechtsformen erhältst du unter den nachfolgenden Links. Angefangen bei der Einzelunternehmung und den eingetragenen Kaufleuten&#8230; über die unterschiedlichen Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften&#8230; bis zu sonstigen Gesellschaften wie der Familienstiftung &#8211; alle wesentlichen Aspekte zu Gründung, Haftung, Steuerbelastung und mehr einfach und verständlich erklärt! Zuerst einmal die einzelnen Unternehmensrechtsformen im Überblick:</p>
<ul>
<li>Einzelunternehmen (EU)
<ul>
<li>Freiberufler</li>
<li>Kleingewerbetreibende</li>
<li>Eingetragene Kaufleute (e. K.)</li>
</ul>
</li>
<li>Stille Gesellschaften</li>
<li>BGB-Gesellschaften / <a href="https://lukinski.de/gesellschaft-buergerlichen-rechts-gbr-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern/" data-type="post" data-id="34297">Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)</a></li>
<li>Personengesellschaften
<ul>
<li><a href="https://lukinski.de/kommanditgesellschaft-kg-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern/" data-type="post" data-id="34307">Kommanditgesellschaft (KG)</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/offene-handelsgesellschaft-ohg-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern/" data-type="post" data-id="34306">Offenen Handelsgesellschaft (OHG)</a></li>
<li>Gesellschaft mit beschränkter Haftung und Compagnie Kommanditgesellschaft (GmbH &amp; Co KG)</li>
<li>Gesellschaft mit beschränkter Haftung und Compagnie Offene Handelsgesellschaft (GmbH &amp; Co OHG)</li>
</ul>
</li>
<li>Kapitalgesellschaften
<ul>
<li><a href="https://lukinski.de/aktiengesellschaft-ag-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern" data-type="post" data-id="34311">Aktiengesellschaft (AG)</a>
<ul>
<li>AG &amp; Co KGaA</li>
</ul>
</li>
<li><a href="https://lukinski.de/kommanditgesellschaft-auf-aktien-kgaa-gruendung-geschaeftsfuehrung-haftung-co/" data-type="post" data-id="38318">Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA)</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/gesellschaft-mit-beschraenkter-haftung-gmbh-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern/" data-type="post" data-id="34310">Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)</a>
<ul>
<li>GmbH &amp; Co KGaA</li>
</ul>
</li>
<li>Unternehmergesellschaft / UG (haftungsbeschränkt)</li>
<li>Europäische Aktiengesellschaft / Societas Europaea (SE)
<ul>
<li>SE &amp; Co KGaA</li>
</ul>
</li>
</ul>
</li>
<li>Sonstige Gesellschaften
<ul>
<li>Stiftungen / <a href="https://lukinski.de/familienstiftung-gruenden-immobilien-steuern-koerperschaftssteuer-mieteinnahmen/" data-type="post" data-id="30998">Familienstiftungen</a></li>
<li>Versicherungen</li>
<li>Partnerschaften</li>
<li>Eingetragene Vereine (e. V.)</li>
<li>Eingetragene Genossenschaften (e. G.)</li>
</ul>
</li>
</ul>
<h2>Steuern in Deutschland: Liste</h2>
<p>Körperschaftsteuer (KSt), Einkommensteuer (ESt), Kapitalertragsteuer (KapESt), Umsatzsteuer (USt), Gewerbesteuer (GewSt) &#8211; wer zahlt was? In diesem Überblick zu den verschiedenen Steuerarten / Steuerformen in Deutschland, findest du relevante Steuern für dich als Privatperson und für dein Unternehmen, je nachdem, welche <a href="https://lukinski.de/rechtsformen-firma-unternehmen-immobilien-gbr-kg-gmbh-ag-co-vergleich-vorteile-steuern/" data-type="post" data-id="36570">Rechtsform</a> du gewählt hast. Außerdem nach der Steuer-Liste: Wie funktioniert der Steuer Zyklus um Monatsabschluss, Jahresabschluss und Bilanz? Ein kleiner Einblick für die, die ihre erste <a href="https://lukinski.de/firma-gruenden-immobilien-ablauf-kosten-voraussetzungen-rechtsformen-schritte-checkliste/" data-type="post" data-id="36760">Firma gründen</a>. Welche Steuern gibt es? Einfache Erklärungen, Definitionen, <a href="https://lukinski.de/steuern-verstehen-umwandeln-vermoegen-aufbauen-steueroptimierung-steuerfrei/" data-type="post" data-id="30365">Steueroptimierung</a>, ein Einblick in Steuern.</p>
<ul>
<li><a href="https://lukinski.de/steuern-deutschland-einkommensteuer-koerperschaftsteuer-kapitalertragsteuer-gewerbesteuer-liste/" data-type="post" data-id="38229">Steuern: Liste</a></li>
</ul>
<p><a href="https://lukinski.de/steuern-deutschland-einkommensteuer-koerperschaftsteuer-kapitalertragsteuer-gewerbesteuer-liste/" data-type="post" data-id="38229"><img decoding="async" src="https://lukinski.de/wp-content/uploads/2021/03/buch-steuern-lernen-kostenlos-diagram-buch-bwl-berechnung-brille-firma-unternehmen-abschluss-jahresabschluss.jpg" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Einkommensteuer (ESt) einfach erklärt: Formulare, Grundtabelle, Lohnsteuer &#038; Co.</title>
		<link>https://lukinski.de/einkommensteuer-est-einfach-erklaert-formulare-grundtabelle-lohnsteuer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Laura]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Mar 2021 13:55:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Einkommensteuer (ESt) ist die wichtigste Steuer für natürliche Personen in Deutschland – und für jeden Immobilieninvestor zentral. Sie greift auf Mieteinnahmen, Verkaufsgewinne innerhalb der Spekulationsfrist, Zinsen, Gehälter und Selbstständigen-Gewinne zu. In diesem Ratgeber: alle 7 Einkunftsarten, Grundtabelle, Spitzensteuersatz, Splittingtarif, Lohnsteuer, abziehbare Werbungskosten bei Vermietung, AfA und welche Formulare (Mantelbogen, Anlage N, V, KAP, SO) du [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Einkommensteuer (ESt) ist die wichtigste Steuer für natürliche Personen in Deutschland – und für jeden Immobilieninvestor zentral. Sie greift auf Mieteinnahmen, Verkaufsgewinne innerhalb der Spekulationsfrist, Zinsen, Gehälter und Selbstständigen-Gewinne zu. In diesem Ratgeber: alle 7 Einkunftsarten, Grundtabelle, Spitzensteuersatz, Splittingtarif, Lohnsteuer, abziehbare Werbungskosten bei Vermietung, AfA und welche Formulare (Mantelbogen, Anlage N, V, KAP, SO) du wirklich brauchst. Plus konkrete Rechenbeispiele und Insider-Strategien zur Steuerersparnis. Alle weiteren Steuerarten findest du im <a href="https://lukinski.de/steuern-deutschland-einkommensteuer-koerperschaftsteuer-kapitalertragsteuer-gewerbesteuer-liste/">Steuern-Überblick</a> und im <a href="https://lukinski.de/immobilie-steuern-haus-wohnung-steuer-liste-tipps-und-tricks/">Steuer-Ratgeber Immobilien</a>.</p>
<h2>Einkommensteuer (ESt) – Steuer für natürliche Personen</h2>
<p>Die Einkommensteuer (ESt) ist eine direkte Personensteuer, die auf das Einkommen natürlicher Personen erhoben wird – orientiert am Prinzip der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Bemessungsgrundlage ist das zu versteuernde Einkommen (zvE): Summe aller Einkünfte minus Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und Freibeträge. Geregelt im Einkommensteuergesetz (EStG).</p>
<p><strong>Zwei Erhebungsformen:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Veranlagte ESt</strong> – Selbstständige, Freiberufler, Vermieter führen selbst ans Finanzamt ab (Steuererklärung)</li>
<li><strong>Lohnsteuer (LSt)</strong> – Vorauszahlung auf die ESt; Arbeitgeber behält monatlich ein und führt ans Finanzamt ab</li>
<li><strong>Kapitalertragsteuer (Abgeltungssteuer)</strong> – pauschal 25 % auf Zinsen, Dividenden, Fondsausschüttungen</li>
</ul>
<p>Die ESt ist Gemeinschaftsteuer: 42,5 % Bund, 42,5 % Länder, 15 % Gemeinden. Sie ist mit Abstand die ergiebigste Einnahmequelle des Staates.</p>
<h3>Die 7 Einkunftsarten nach § 2 EStG</h3>
<p>Das EStG kennt nur sieben Einkunftsarten – alles andere ist <em>nicht</em> einkommensteuerpflichtig (Beispiel: privater Lottogewinn, Schenkung). Für Immobilieninvestoren besonders relevant: Nr. 6 (V+V) und Nr. 7 (Spekulation).</p>
<ul>
<li><strong>1. Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft</strong> (§ 13)</li>
<li><strong>2. Einkünfte aus Gewerbebetrieb</strong> (§ 15) – z. B. <a href="https://lukinski.de/fix-flip-strategie-immobilien-kaufen-aufwerten-und-verkaufen-immobilienhandel/">Fix-Flip Strategie</a> bei mehr als 3 Objekten in 5 Jahren</li>
<li><strong>3. Einkünfte aus selbstständiger Arbeit</strong> (§ 18) – Freiberufler</li>
<li><strong>4. Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit</strong> (§ 19) – Lohn, Gehalt</li>
<li><strong>5. Einkünfte aus Kapitalvermögen</strong> (§ 20) – Zinsen, Dividenden (i. d. R. Abgeltungssteuer 25 %)</li>
<li><strong>6. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung</strong> (§ 21) – <strong>Mieteinnahmen aus Immobilien</strong></li>
<li><strong>7. Sonstige Einkünfte</strong> (§ 22, 23) – u. a. <a href="https://lukinski.de/spekulationssteuer-immobilie-verkauf-grundstueck-wohnung-haus-hoehe-frist/">Spekulationsgewinne</a> bei Immobilienverkauf innerhalb von 10 Jahren</li>
</ul>
<h3>Grundtabelle, Splittingtarif &#038; Steuersätze im Überblick</h3>
<p>Deutschland hat einen progressiven Tarif: Je höher das zvE, desto höher der Grenzsteuersatz. Vier Tarifzonen werden unterschieden:</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Tarifzone</th>
<th>Grenzsteuersatz</th>
<th>Bedeutung</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Grundfreibetrag</td>
<td>0 %</td>
<td>Existenzminimum (aktuell rund 11.000–12.000 Euro p. a., wird jährlich angepasst)</td>
</tr>
<tr>
<td>Erste Progressionszone</td>
<td>14 % → 24 %</td>
<td>steiler Anstieg</td>
</tr>
<tr>
<td>Zweite Progressionszone</td>
<td>24 % → 42 %</td>
<td>flacherer Anstieg bis Spitzensteuersatz</td>
</tr>
<tr>
<td>Spitzensteuersatz</td>
<td>42 %</td>
<td>oberhalb ca. 66.000 Euro zvE (Single)</td>
</tr>
<tr>
<td>Reichensteuer</td>
<td>45 %</td>
<td>oberhalb ca. 278.000 Euro zvE (Single)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><strong>Splittingtarif für Ehepaare/eingetragene Lebenspartner:</strong> Beide Einkommen werden addiert, halbiert, einzeln versteuert und das Ergebnis verdoppelt. Vorteil v. a. bei stark unterschiedlichen Einkommen – kann mehrere tausend Euro pro Jahr sparen.</p>
<h4>Rechenbeispiel: ESt bei 70.000 Euro zvE (Single)</h4>
<ul>
<li>zvE: 70.000 Euro</li>
<li>Tarifliche ESt (Grundtabelle): ca. 18.500 Euro</li>
<li>+ Solidaritätszuschlag: 0 Euro (entfällt für die meisten)</li>
<li>+ ggf. Kirchensteuer 8 oder 9 % auf ESt: ca. 1.480–1.665 Euro</li>
<li><strong>Durchschnittssteuersatz: ca. 26,4 %</strong> – Grenzsteuersatz für jeden zusätzlichen Euro: 42 %</li>
</ul>
<h2>Einkommensteuer auf Mieteinnahmen – das müssen Vermieter wissen</h2>
<p>Mieteinnahmen aus vermieteten Immobilien sind Einkünfte nach § 21 EStG. Sie werden mit dem persönlichen Steuersatz versteuert – nicht mit der Abgeltungssteuer. Die Steuerlast lässt sich aber massiv senken:</p>
<h3>Was reduziert die Steuer auf Mieteinnahmen?</h3>
<ul>
<li><strong>AfA (Absetzung für Abnutzung)</strong> – Gebäude (nicht Grundstück!) wird über 50 Jahre (2 % p. a.) bzw. bei Neubau über 33 Jahre (3 % p. a.) abgeschrieben. Bei <a href="https://lukinski.de/denkmalimmobilie-kaufen-steuervorteile-kosten-risiken-2026/">Denkmalimmobilien</a> bis zu 9 % p. a. in den ersten 8 Jahren – stärkster Hebel überhaupt</li>
<li><strong>Schuldzinsen</strong> aus der <a href="https://lukinski.de/immobilienfinanzierung-kredit-arten-zinsen-vergleich-kostenlose-rechner/">Immobilienfinanzierung</a> – voll absetzbar (Tilgung NICHT)</li>
<li><strong>Erhaltungsaufwand</strong> – Reparaturen, Instandhaltung, sofort absetzbar</li>
<li><strong>Verwaltungskosten</strong> – Hausverwaltung, <a href="https://lukinski.de/hausgeld-eigentumswohnung-kosten-berechnung-absetzen/">nicht umlagefähiges Hausgeld</a>, Kontoführung</li>
<li><strong>Maklerprovision</strong> bei Neuvermietung, Anwaltskosten, Steuerberater</li>
<li><strong>Fahrtkosten</strong> zur Immobilie (Wohnungsbesichtigung, Übergabe etc.)</li>
<li><strong>Grundsteuer</strong> (sofern nicht umgelegt), Versicherungen</li>
</ul>
<p><strong>Insider-Tipp:</strong> Wer eine Immobilie mit hoher AfA, hohen Schuldzinsen und überschaubarer Miete kauft, kann steuerliche Verluste produzieren – die mit anderen Einkünften (z. B. Gehalt) verrechnet werden. So sinkt das zvE und damit die Steuerlast auf das Hauptgehalt. Dieses Konzept ist Kernstück der renditeoptimierten <a href="https://lukinski.de/immobilie-als-kapitalanlage-worauf-muss-ich-achten-interview-experten/">Immobilie als Kapitalanlage</a>.</p>
<p>Vor Kauf unbedingt die <a href="https://lukinski.de/nettorendite/">Nettorendite</a> nach Steuern berechnen, nicht nur die <a href="https://lukinski.de/bruttorendite/">Bruttorendite</a>. Den <a href="https://lukinski.de/cashflow/">Cashflow</a> bestimmen Steuern entscheidend mit.</p>
<h3>Spekulationssteuer – wenn der Verkauf zur ESt wird</h3>
<p>Verkaufst du eine vermietete Immobilie innerhalb von <strong>10 Jahren</strong> nach Kauf, fällt der Gewinn unter die ESt (§ 23 EStG, &#8222;private Veräußerungsgeschäfte&#8220;). Bei Eigennutzung in den letzten 2+1 Jahren entfällt die Steuer. Details:</p>
<ul>
<li><a href="https://lukinski.de/spekulationsfrist/">Spekulationsfrist berechnen</a> – wann läuft sie ab?</li>
<li><a href="https://lukinski.de/spekulationssteuer/">Spekulationssteuer Rechner</a> – Höhe der Steuer ermitteln</li>
<li><a href="https://lukinski.de/eigentumswohnung-verkaufen-steuerfrei-spekulationsfrist-spekulationssteuer-und-3-objekte-regel-gewerblicher-handel/">Eigentumswohnung steuerfrei verkaufen</a></li>
<li><a href="https://lukinski.de/wann-kann-man-ein-mehrfamilienhaus-steuerfrei-verkaufen/">Mehrfamilienhaus steuerfrei verkaufen</a></li>
</ul>
<h2>Lohnsteuer (LSt) – Vorauszahlung der ESt für Arbeitnehmer</h2>
<p>Die Lohnsteuer ist <strong>keine eigene Steuerart</strong>, sondern eine Erhebungsform der Einkommensteuer. Der Arbeitgeber behält sie direkt vom Bruttolohn ein und führt sie ans Finanzamt ab. Höhe richtet sich nach der Lohnsteuerklasse:</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Klasse</th>
<th>Wer?</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>I</td>
<td>Ledige, Geschiedene ohne Kind</td>
</tr>
<tr>
<td>II</td>
<td>Alleinerziehende mit Entlastungsbetrag</td>
</tr>
<tr>
<td>III</td>
<td>Verheiratete (höher verdienender Partner, anderer hat V)</td>
</tr>
<tr>
<td>IV</td>
<td>Verheiratete mit ähnlichem Einkommen (auch IV+Faktor)</td>
</tr>
<tr>
<td>V</td>
<td>Verheiratete (geringer verdienender Partner, andere hat III)</td>
</tr>
<tr>
<td>VI</td>
<td>Zweit- und Nebenjobs</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Mit der Steuererklärung wird gegengerechnet: Wer zu viel Lohnsteuer gezahlt hat (z. B. wegen Werbungskosten, V+V-Verlusten, Pendlerpauschale), bekommt zurück. Wer zu wenig gezahlt hat, muss nachzahlen.</p>
<h2>Welche Formulare brauche ich? Mantelbogen, Anlage N, V, KAP &#038; Co.</h2>
<p>Die Steuererklärung besteht aus dem Hauptvordruck (Mantelbogen) plus passenden Anlagen je nach Einkunftsart:</p>
<ul>
<li><strong>Mantelbogen ESt 1 A</strong> – persönliche Daten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen</li>
<li><strong>Anlage N</strong> – Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit (Lohn, Werbungskosten)</li>
<li><strong>Anlage V</strong> – Einkünfte aus <strong>Vermietung und Verpachtung</strong> (pro Objekt eine Anlage!)</li>
<li><strong>Anlage KAP</strong> – Kapitalerträge (nur nötig, wenn Sonderfälle wie Kirchensteuer, Auslandskonto, höherer persönlicher Steuersatz günstiger als 25 %)</li>
<li><strong>Anlage SO</strong> – Sonstige Einkünfte (z. B. <strong>Spekulationsgewinne aus Immobilienverkauf</strong>)</li>
<li><strong>Anlage G</strong> – Einkünfte aus Gewerbebetrieb (z. B. bei <a href="https://lukinski.de/fix-flip-strategie-immobilien-kaufen-aufwerten-und-verkaufen-immobilienhandel/">Fix-Flip</a> > 3 Objekte/5 Jahre)</li>
<li><strong>Anlage S</strong> – Einkünfte aus selbstständiger Arbeit (Freiberufler)</li>
<li><strong>Anlage AV</strong> – Riester-Rente</li>
<li><strong>Anlage Vorsorgeaufwand</strong> – Kranken-, Pflege-, Rentenversicherung</li>
<li><strong>EÜR</strong> – Einnahmen-Überschuss-Rechnung (für Selbstständige bis 600.000 Euro Umsatz)</li>
</ul>
<h3>Wer muss eine Steuererklärung abgeben (Pflichtveranlagung)?</h3>
<ul>
<li>Selbstständige, Freiberufler, Gewerbetreibende</li>
<li>Vermieter mit Mieteinnahmen über 410 Euro Gewinn p. a.</li>
<li>Arbeitnehmer mit Steuerklassenkombination III/V oder IV mit Faktor</li>
<li>Empfänger von Lohnersatzleistungen (Eltern-, Arbeitslosengeld) > 410 Euro</li>
<li>Wer mehrere Arbeitgeber gleichzeitig hat (Lohnsteuerklasse VI)</li>
</ul>
<h2>Welche Rechtsformen unterliegen der Einkommensteuer?</h2>
<p>Nicht jede Rechtsform zahlt ESt – Kapitalgesellschaften zahlen <a href="https://lukinski.de/koerperschaftsteuer-kst-einfach-erklaert-ug-gmbh-rechtsformen/">Körperschaftsteuer</a>. Die ESt trifft v. a. natürliche Personen und Personengesellschaften (über das Transparenzprinzip).</p>
<table>
<thead>
<tr>
<th>Rechtsform</th>
<th>Einkommensteuer?</th>
<th>Bemerkung</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Einzelunternehmen / Freiberufler</td>
<td><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/2705.png" alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Ja</td>
<td>persönlicher Steuersatz auf Gewinn</td>
</tr>
<tr>
<td>GbR</td>
<td><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/2705.png" alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Ja (Gesellschafter)</td>
<td>Transparenzprinzip</td>
</tr>
<tr>
<td>OHG</td>
<td><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/2705.png" alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Ja (Gesellschafter)</td>
<td>Transparenzprinzip</td>
</tr>
<tr>
<td>KG</td>
<td><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/2705.png" alt="✅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Ja (Gesellschafter)</td>
<td>Transparenzprinzip</td>
</tr>
<tr>
<td>GmbH &#038; Co. KG</td>
<td><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/26a0.png" alt="⚠" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Mischform</td>
<td>natürliche Pers. → ESt, GmbH → KSt</td>
</tr>
<tr>
<td>GmbH</td>
<td><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/274c.png" alt="❌" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Nein → KSt</td>
<td>aber: Gesellschafter zahlt ESt auf Ausschüttungen</td>
</tr>
<tr>
<td>UG (haftungsbeschränkt)</td>
<td><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/274c.png" alt="❌" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Nein → KSt</td>
<td>analog GmbH</td>
</tr>
<tr>
<td>AG</td>
<td><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/274c.png" alt="❌" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Nein → KSt</td>
<td>Aktionäre zahlen Abgeltungssteuer</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="https://lukinski.de/familienstiftung-gruenden-immobilien-steuern-koerperschaftssteuer-mieteinnahmen/">Familienstiftung</a></td>
<td><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/274c.png" alt="❌" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Nein → KSt</td>
<td>Begünstigte zahlen ESt auf Auskehrungen</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h3>Transparenzprinzip bei Personengesellschaften</h3>
<p>Personengesellschaften (GbR, OHG, KG) zahlen <strong>selbst keine ESt</strong>. Der Gewinn wird auf Ebene der Gesellschaft &#8222;einheitlich und ges</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR): Gründen, Haftung, Rechtsform, Geschäftsführung, Steuern</title>
		<link>https://lukinski.de/gesellschaft-buergerlichen-rechts-gbr-gruenden-haftung-rechtsform-geschaeftsfuehrung-steuern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Laura]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Feb 2021 12:21:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) ist die einfachste Personengesellschaft im deutschen Recht und für viele Immobilien-Investoren der Einstieg in die gemeinsame Vermögensverwaltung. Sie wird formlos gegründet, braucht kein Mindestkapital und entsteht oft sogar unbewusst — überall dort, wo zwei oder mehr Personen einen gemeinsamen Zweck verfolgen. Mit dem MoPeG (Gesetz zur Modernisierung des Personengesellschaftsrechts) wurde [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die <strong>Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)</strong> ist die einfachste Personengesellschaft im deutschen Recht und für viele Immobilien-Investoren der Einstieg in die gemeinsame Vermögensverwaltung. Sie wird formlos gegründet, braucht kein Mindestkapital und entsteht oft sogar unbewusst — überall dort, wo zwei oder mehr Personen einen gemeinsamen Zweck verfolgen. Mit dem <strong>MoPeG</strong> (Gesetz zur Modernisierung des Personengesellschaftsrechts) wurde das GbR-Recht grundlegend reformiert: Die rechtsfähige GbR ist nun gesetzlich anerkannt, das neue <strong>Gesellschaftsregister (eGbR)</strong> wurde eingeführt, und für Immobilien-GbRs gilt seitdem ein strikter <strong>Voreintragungsgrundsatz</strong>. Bei der Gründung helfen <a href="https://lukinski.de/steuerberater-unternehmen-aufgaben-kosten-steuern-risiken-tipps-kanzlei-finden/">Steuerberater</a>, ebenso bei allen <a href="https://lukinski.de/steuern-deutschland-einkommensteuer-koerperschaftsteuer-kapitalertragsteuer-gewerbesteuer-liste/">Steuern in Deutschland</a>. Zurück zum Überblick: <a href="https://lukinski.de/rechtsformen-firma-unternehmen-immobilien-gbr-kg-gmbh-ag-co-vergleich-vorteile-steuern/">Rechtsformen</a>.</p>
<h2>Gesellschaft bürgerlichen Rechts: Gründung, Vorteile und Nachteile</h2>
<p>Die GbR ist die wichtigste Personengesellschaft des bürgerlichen Rechts (§§ 705 ff. BGB). Sie eignet sich für Privatpersonen, Freiberufler, Kaufleute und insbesondere für Immobilien-Investoren, die gemeinsam ein Mehrfamilienhaus, ein Grundstück oder ein Bauträger-Projekt realisieren wollen. Im Folgenden findest du alle relevanten Informationen — von der Gründung über die Haftung bis zur steuerlichen Behandlung im Immobilienbereich.</p>
<blockquote><p>Vermeide steuerliche Stolpersteine! Erfahre, wie du mit unserem maßgeschneiderten Steuer-Coaching deine Immobilieninvestitionen optimierst und profitabler machen kannst. Jetzt mehr erfahren: <a href="https://lukinski.de/steuercoaching-alex-fischer-erfahrungen-steuern-foerderungen-wissen-vermoegen/">Steuer Coaching</a>.</p></blockquote>
<h3>Die sieben zentralen Gründungskriterien im Überblick</h3>
<ol>
<li><strong>Anzahl der Gesellschafter</strong> — Mindestens zwei (natürliche oder juristische Personen)</li>
<li><strong>Geschäftsführung</strong> — Grundsätzlich gemeinschaftlich, abweichend regelbar</li>
<li><strong>Gründung</strong> — Formfrei (mündlich, schriftlich, konkludent)</li>
<li><strong>Firmierung</strong> — Keine echte Firma, nur Namensbezeichnung</li>
<li><strong>Finanzierung</strong> — Kein Mindestkapital, Beiträge frei verhandelbar</li>
<li><strong>Haftung</strong> — Persönlich, unbeschränkt, gesamtschuldnerisch (mit Privatvermögen)</li>
<li><strong>Gewinnverteilung</strong> — Nach Köpfen, sofern nicht abweichend vereinbart (§ 709 BGB n.F.)</li>
</ol>
<p>Tipps zum <a href="https://lukinski.de/firma-gruenden-immobilien-ablauf-kosten-voraussetzungen-rechtsformen-schritte-checkliste/">Firma gründen</a> findest du im Detail-Ratgeber, auch im Spezialfall <a href="https://lukinski.de/immobilien-gmbh-vermoegensverwaltende-gmbh-vorteile-nachteile-kosten-immobilienkauf/">Immobilien GmbH</a>, Familienstiftung &amp; Co.</p>
<h3>BGB-Gesellschaften im Überblick — die drei klassischen Erscheinungsformen</h3>
<p>Das deutsche Gesellschaftsrecht unterscheidet zwischen Einzelunternehmen, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften. Die GbR zählt zu den Personengesellschaften und unterliegt — anders als OHG, KG oder GmbH — primär dem BGB statt dem HGB. Seit der MoPeG-Reform wird zudem zwischen der <strong>nicht rechtsfähigen Innen-GbR</strong> (reine Innengesellschaft, etwa Tippgemeinschaft) und der <strong>rechtsfähigen Außen-GbR</strong> (tritt am Rechtsverkehr teil) unterschieden.</p>
<h4>GbR unter Privatleuten</h4>
<p>Die meisten Menschen waren bereits unwissentlich Teil einer GbR: Eine Fahrgemeinschaft, eine gemeinsame Urlaubskasse oder eine Wohngemeinschaft mit gemeinsamen Anschaffungen begründen rechtlich eine Innen-GbR. Sobald zwei oder mehr Personen einen gemeinsamen Zweck verfolgen und Beiträge dafür leisten, entsteht eine GbR — auch ohne Vertrag, auch ohne Bewusstsein.</p>
<h4>GbR unter Freiberuflern</h4>
<p>Im Gesundheitssektor (Ärzte, Therapeuten), im juristischen Bereich (Anwälte) und unter Steuerberatern ist die GbR die Standard-Rechtsform für Sozietäten und Gemeinschaftspraxen. Vorteil: Keine Gewerbesteuerpflicht, keine Pflicht zum Gewerbeamt, keine doppelte Buchführung. Nachteil: Volle persönliche Haftung — bei Berufshaftpflichtfällen relevant.</p>
<h4>GbR unter Kaufleuten &amp; Bankenkonsortium</h4>
<p>Handwerker, die für ein Bauvorhaben kooperieren (Arbeitsgemeinschaft, ARGE), oder Banken, die gemeinsam einen Börsengang organisieren (Bankenkonsortium), nutzen die GbR projektbezogen. Wichtig: Sobald der Geschäftsbetrieb einen kaufmännisch eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert (§ 1 HGB), wandelt sich die GbR rechtlich automatisch in eine <strong>OHG</strong> — unabhängig von der Umsatzhöhe.</p>
<ul>
<li>GbR unter Privatleuten (Bagatell-Innen-GbR)</li>
<li>GbR unter Freiberuflern (Sozietät)</li>
<li>GbR unter Kaufleuten (ARGE, Bankenkonsortium)</li>
<li>Immobilien-GbR (vermögensverwaltend) — eigene Sonderform</li>
</ul>
<h3>MoPeG-Reform: Was sich für die GbR fundamental geändert hat</h3>
<p>Die <strong>Modernisierung des Personengesellschaftsrechts (MoPeG)</strong> hat das GbR-Recht in Deutschland von Grund auf neu strukturiert. Wer heute eine GbR gründen oder umstrukturieren will — insbesondere im Immobilienbereich — muss diese Änderungen kennen:</p>
<ul>
<li><strong>Rechtsfähigkeit kodifiziert:</strong> Die rechtsfähige Außen-GbR ist nun ausdrücklich im BGB verankert (§ 705 Abs. 2 BGB n.F.). Sie kann selbst Eigentümer, Vermieter, Kläger und Beklagte sein.</li>
<li><strong>Gesellschaftsregister (eGbR):</strong> Neu eingeführtes öffentliches Register beim Amtsgericht. Eintragung ist freiwillig, aber faktisch Pflicht, sobald die GbR Immobilien, GmbH-Anteile oder Schiffe halten will.</li>
<li><strong>Voreintragungsgrundsatz:</strong> Eine GbR kann nur dann als Eigentümerin im Grundbuch eingetragen werden, wenn sie zuvor als <strong>eGbR</strong> im Gesellschaftsregister steht. Ohne eGbR-Eintrag — kein Grundbucheintrag, kein Immobilien-Erwerb.</li>
<li><strong>Sitzwahl:</strong> Vertragssitz und Verwaltungssitz können auseinanderfallen.</li>
<li><strong>Beschlussfassung:</strong> Modernere Regeln zu Mehrheitsbeschlüssen und Beschlussmängelrecht.</li>
<li><strong>Stimm- und Gewinnverteilung:</strong> Ohne abweichende Regelung erfolgt Gewinnverteilung nun nach Beteiligungsverhältnissen, nicht mehr strikt nach Köpfen — wichtige Änderung gegenüber dem alten Recht.</li>
</ul>
<p>Für Immobilien-Investoren ist die <strong>eGbR</strong> de facto die einzige praxistaugliche GbR-Form. Mehr zum <a href="https://lukinski.de/grundbucheintrag-zahlungsabwicklung-ablauf-uebersicht/">Grundbucheintrag</a> und seinen Anforderungen findest du im separaten Ratgeber.</p>
<h3>Gründungsprozess der GbR: Schritt für Schritt</h3>
<p>Der Gründungsprozess unterscheidet sich je nach geplantem Geschäftszweck. Wer eine reine Freiberufler-Sozietät plant, hat deutlich weniger Aufwand als bei einer gewerblichen oder einer Immobilien-GbR.</p>
<h4>Schritt 1: Gesellschaftsvertrag aufsetzen</h4>
<p>Auch wenn eine GbR formfrei gegründet werden kann — ohne schriftlichen Gesellschaftsvertrag drohen Streit, Steuernachteile und Haftungsrisiken. Mindestinhalt eines belastbaren Vertrags:</p>
<ul>
<li>Name und Sitz der Gesellschaft</li>
<li>Gesellschaftszweck (so präzise wie möglich)</li>
<li>Beiträge der Gesellschafter (Geld, Sacheinlagen, Arbeitsleistung)</li>
<li>Beteiligungsverhältnisse und Stimmrechte</li>
<li>Geschäftsführungs- und Vertretungsbefugnisse</li>
<li>Gewinn- und Verlustverteilung</li>
<li>Regelungen zur Aufnahme/Ausschluss von Gesellschaftern</li>
<li>Kündigung, Auflösung, Abfindungsregelung</li>
<li>Wettbewerbsverbot</li>
<li>Nachfolgeklauseln (für Erbfall — siehe <a href="https://lukinski.de/erbschaftssteuer-immobilien-freibetraege-steuersaetze-strategien/">Erbschaftssteuer Immobilien</a>)</li>
</ul>
<h4>Schritt 2: Steuerliche Erfassung</h4>
<p>Beim Finanzamt muss der „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung einer Personengesellschaft&#8220; eingereicht werden. Die GbR erhält eine eigene Steuernummer für die einheitliche und gesonderte Feststellung — die Einkommensteuer zahlen die Gesellschafter weiterhin individuell.</p>
<h4>Schritt 3: Gewerbeanmeldung (nur bei gewerblicher GbR)</h4>
<p>Bei einer gewerblichen GbR muss <strong>jeder Gesellschafter</strong> beim Gewerbeamt einzeln angemeldet werden. Kosten: 10 bis 65 Euro pro Person. Eine Freiberufler-GbR ist davon befreit.</p>
<h4>Schritt 4: Eintragung ins Gesellschaftsregister (eGbR) — bei Immobilien-GbR Pflicht</h4>
<p>Die Eintragung erfolgt beim Amtsgericht (Registergericht) und muss notariell beglaubigt werden. Notarkosten je nach Gegenstandswert. Die <a href="https://lukinski.de/notarkosten/">Notarkosten</a> kannst du vorab kalkulieren.</p>
<h4>Schritt 5: Geschäftskonto eröffnen</h4>
<p>Trotz formfreier Gründung verlangen Banken bei einer GbR fast immer einen schriftlichen Gesellschaftsvertrag, eine Legitimation aller Gesellschafter und — bei Immobilien-GbR — den Auszug aus dem Gesellschaftsregister.</p>
<h4>Unternehmenskennzeichnung: Voller Name + GbR</h4>
<p>Eine nicht eingetragene GbR darf keine echte Firma führen. Die Bezeichnung muss alle Vor- und Zunamen der Gesellschafter sowie den Zusatz „GbR&#8220; enthalten — etwa „Müller &amp; Schmidt GbR&#8220;. Eine eingetragene <strong>eGbR</strong> hingegen darf einen Phantasienamen plus Rechtsformzusatz „eGbR&#8220; führen — ein wesentlicher praktischer Vorteil für Immobiliengesellschaften.</p>
<h4>Finanzierung, Haftung &amp; Gewinn</h4>
<p>Die Finanzierung liegt im Ermessen der Gesellschafter — kein Mindestkapital. Aber: Banken verlangen bei der <a href="https://lukinski.de/immobilienfinanzierung-kredit-arten-zinsen-vergleich-kostenlose-rechner/">Immobilienfinanzierung</a> einer GbR die Bonitätsprüfung jedes einzelnen Gesellschafters und meist gesamtschuldnerische Haftung. Ein bonitätsschwacher Mitgesellschafter kann die Finanzierung komplett kippen. Plane deinen <a href="https://lukinski.de/eigenkapital/">Eigenkapitalbedarf</a> daher gemeinsam und realistisch.</p>
<p>Das Unternehmensrisiko tragen alle Gesellschafter <strong>persönlich, unbeschränkt und gesamtschuldnerisch</strong>: Ein Gläubiger kann sich aussuchen, von welchem Gesellschafter er die volle Schuld einfordert — auch aus dem Privatvermögen. Im Innenverhältnis besteht dann ein Ausgleichsanspruch.</p>
<h3>Vorteile der GbR auf einen Blick</h3>
<ul>
<li>Schnelle, formfreie und kostengünstige Gründung</li>
<li>Kein Mindestkapital nötig</li>
<li>Keine doppelte Buchführung (bei Freiberuflern und Kleingewerbe — Einnahmen-Überschuss-Rechnung reicht)</li>
<li>Keine Veröffentlichungspflicht der Geschäftszahlen</li>
<li>Transparente Besteuerung — Verluste direkt mit anderen Einkünften verrechenbar</li>
<li>Bei Freiberufler-GbR: Keine Gewerbesteuerpflicht</li>
<li>Flexibilität bei Vertragsgestaltung</li>
<li>Geeignet für Family-Investments und Erbnachfolge</li>
</ul>
<h3>Nachteile der GbR — die kritischen Punkte</h3>
<ul>
<li><strong>Volle persönliche Haftung</strong> — auch mit Privatvermögen, auch für Fehler der Mitgesellschafter</li>
<li>Keine alleinige Entscheidungsgewalt — Mehrheitsentscheidungen oder Einstimmigkeit nötig</li>
<li>Bonität der Mitgesellschafter beeinflusst die Finanzierung</li>
<li>Bei gewerblicher GbR: Automatische Umwandlung in OHG bei kaufmännischem Geschäftsbetrieb</li>
<li>Hohe Steuerbelastung bei thesaurierten Gewinnen (Spitzensteuersatz 42–45 % statt 15 % KSt + GewSt bei GmbH)</li>
<li>Eintragung ins eGbR-Register faktisch zwingend bei Immobilienkäufen</li>
<li>Auflösung bei Ausscheiden eines Gesellschafters möglich (ohne Fortsetzungsklausel)</li>
<li>Schwierige Übertragung von Gesellschaftsanteilen</li>
</ul>
<h3>Vergleich: GbR vs. OHG vs. KG vs. GmbH (Immobilien-Perspektive)</h3>
<table border="1" cellpadding="6">
<tr>
<th>Kriterium</th>
<th>GbR / eGbR</th>
<th>OHG</th>
<th>KG</th>
<th>GmbH</th>
</tr>
<tr>
<td>Mindestkapital</td>
<td>0 €</td>
<td>0 €</td>
<td>0 €</td>
<td>25.000 €</td>
</tr>
<tr>
<td>Haftung</td>
<td>Voll, persönlich</td>
<td>Voll, persönlich</td>
<td>Komplementär voll, Kommanditist beschränkt</td>
<td>Beschrän</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
