Immobilie mit Sozialbindung kaufen: Kostenmiete, Nachbindung und Wohnberechtigungsschein erklärt – Tipps für Eigennutzer & Kapitalanleger

Immobilie mit Sozialbindung kaufen – Was bedeutet Sozialbindung? Wie lange ist die Nachbindung? Und ab wann lohnt sich eine Investition in eine solche Immobilie? Ob Eigennutzer oder Kapitalanleger, erfahren Sie hier alles, was Sie über Immobilien mit Sozialbindung wissen müssen!

Sozial- und Nachbindung: Definition & Erklärung

Was heißt Sozialbindung? Bei einer Sozialbindung handelt es sich um eine Preisbindung der Immobilie. Um einkommensschwache Bürger zu unterstützen, bietet der Staat also Sozialwohnungen an.

Wichtig: Wer hier mieten will, benötigt einen Wohnberechtigungsschein

Begünstigt wird dies durch die Förderung öffentlicher Mittel, wie zum Beispiel durch zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse öffentlicher Hand. Möchten Sie also eine Immobilie mit Sozialbindung kaufen, sind Sie so lange daran gebunden bis die öffentlichen Darlehen und Zuschüsse zurückbezahlt wurden. Wurde dann alles abbezahlt, dauert es noch 10 Jahre bis die Sozialbindung offiziell endet – auch genannt: Nachbindung.

Maximaler Mietpreis: Kostenmiete & Mieterhöhung

Mit wie viel Miete können Sie als Vermieter einer Immobilie mit Sozialbindung rechnen? Um günstigen Wohnraum zu gewährleisten, fällt hier nur eine „Kostenmiete“ an. Hierfür werden nur die laufenden Kosten der Immobilie berücksichtigt, so wie die Finanzierungskosten und das öffentliche Baudarlehen. Eine Mieterhöhung darf dann nur alle 3 Jahre stattfinden. Nach dem Ende der Nachbindungsfrist, können Sie die Miete dann den aktuellen Mietpreisen anpassen.

Diese Faktoren werden bei der Kostenmiete berücksichtigt:

  • laufende Kosten
  • Finanzierungskosten
  • öffentliche Baudarlehen

Zusammenfassung: Was ist eine Sozialbindung?

Hier also die wichtigsten Punkte auf einen Blick zusammengefasst:

  • Finanzierung durch öffentliche Mittel
  • Vermietung an einkommensschwache Personen durch Wohnberechtigungsschein
  • Nachbindungsfrist endet 10 Jahre nach vollständiger Rückzahlung der öffentlichen Darlehen
  • Maximaler Mietpreis ist durch Kostenmiete begrenzt

In eine Immobilie mit Sozialbindung investieren

Nachdem wir nun also geklärt haben, worum es sich bei einer Immobilie mit Sozialbindung handelt, stellt sich natürlich die Frage: Lohnt es sich als Eigennutzer und Kapitalanleger überhaupt in so eine Immobilie zu investieren? Schauen wir uns die beiden Fälle genauer an:

Immobilie mit Sozialbindung kaufen für Eigennutz

Wie bereits erwähnt, können in eine Immobilie mit Sozialbindung nur Personen einziehen, die aufgrund ihres niedrigen Einkommens einen Wohnberechtigungsschein besitzen. Dies gilt auch für den Eigennutz. Verdienen Sie als Käufer also nur ein geringes Gehalt, ist der Erwerb einer Immobilie mit Sozialbindung für den Eigennutz durchaus möglich. Verdienen Sie jedoch zu viel, müssen Sie eine extra Freistellung beantragen. Das kann außerdem zu erhöhten Kaufnebenkosten führen, da Sie eine Fehlbelegungsabgabe bezahlen müssen.

Das wichtigste zusammengefasst:

  • Nur bei Käufer mit geringem Einkommen
  • Bei zu viel Gehalt: Beantragung einer Freistellung und Zahlung einer Fehlbelegungsabgabe

Immobilie mit Sozialbindung als Kapitalanlage

Investieren Sie in eine Immobilie mit Sozialbindung als Kapitalanlage, müssen Sie stets mit einer Unterdeckung rechnen. Wirklich interessant als Geldanlage, sind Immobilien mit Sozialbindung für Kapitalanleger also nur, wenn sich die geringe Rendite auf einen günstigen Kaufpreis auswirkt und Ihr Ziel auf steuerfreiem Wertzuwachs liegt.

Fazit: Sollten Sie eine Immobilie mit Sozialbindung kaufen?

Als Kapitalanleger lohn sich eine Investition in eine Immobilie als Sozialbindung also nur, wenn für Sie steuerfreier Wertzuwachs ohne zeitlichen Druck im Vordergrund steht. Während Eigennutzer vor allem dann davon profitieren, wenn sie selbst einen Wohnberechtigungsschein besitzen.

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