Eintrittskarten sind bei Events unerlässlich und ermöglichen einen unkomplizierten Zugang zu Vorstellungen und Aufführungen. Sie sind Zugangsberechtigung und Wertpapier zugleich und aus diesem Grund oft durch verschiedenste Sicherheitsfeatures gegen Vervielfältigung geschützt. Die Methoden reichen hier von einer einfachen Nummerierung bis hin zu Wasserzeichen und Hologrammen – welche die Fälschungssicherheit, aber auch die Herstellungskosten erhöhen.

Ein zusätzlicher Aspekt ist, dass eine Eintrittskarte weitaus mehr sein kann als ein Mittel zum Zweck: Sie schafft Verbindung unter Gleichgesinnten, lädt zum Sammeln ein und gewährt Erinnerungen an bestimmte Events.

Genau aus diesem Grund können Tickets zu wahren Kunstwerken gestaltet werden und sich damit einen Platz auf der Pinnwand oder im Bilderrahmen sichern. Nach meinem letzten Artikel zum Thema CYMK-Farbeeinstellung und Beschnitt, schauen wir uns heute das Layout von Eintrittskarten an!

Professionelles Design erstellen mit Photoshop

Schon vor dem Erstellen eines neuen Dokumentes sollten einige Grundgedanken festgehalten werden. Die Eintrittskarte sollte auf die richtige Zielgruppe abgestimmt sein. Format und Material sind ein wichtiger Bestandteil der Gestaltung.

Das Dokument sollte außerdem gleich die von der Druckerei geforderte Beschnittzugabe enthalten, da diese sich im Nachhinein nur mühsam ändern lässt.

Als Format bieten sich am besten Größen von DIN A5 bis DIN A7 sowie DIN lang an. Diese bieten sowohl genügend Platz für Gestaltung und Information und können zudem mit Sicherheitsmerkmalen wie Abrisskanten oder Perforationen versehen werden. Obendrauf erleichtern diese Formate den Versand per Postweg.

So wird’s gemacht

Sobald das Dokument in Photoshop erstellt ist, kann der Entwurf eines Designs beginnen. Hier sollte darauf geachtet werden, alle notwendigen Informationen übersichtlich und klar erkennbar auf der Eintrittskarte zu platzieren. Bei der Gestaltung sollte auch immer im Auge behalten werden, welcher Teil der Karte eventuell beim Einlass entfernt wird und welcher dem Eventbesucher erhalten bleibt. Das Ticket sollte unbedingt Angaben wie zum Beispiel Namen, Thema, Preis (auch bei unentgeltlichen Events), Datum, Uhrzeit und Sitzplatznummer beinhalten, sodass dieses ordnungsgemäß als Zugangsberechtigung zur Veranstaltung verwendet werden kann. Nur so kann ein einwandfreier, verbindender Vertrag zwischen Veranstalter und Besucher zustande kommen.

Sind diese Informationen platziert, können je nach Belieben weitere Designelemente, Grafiken, Hintergrundbilder, Rahmen oder Typographie eingefügt werden. Hier sind kaum Grenzen gesetzt und es lassen sich sogar Sonderfarben wie Gold und Silber drucken. Bei Sonderfarben sowie speziellen Wünschen zu anschließender Lackierung oder Beschichtung ist es meist notwendig, einen eigenen Layer für diese Farbe zu verwenden und mit einer Volltonfarbe zu arbeiten. Hier hat jede Druckerei eigene Vorgaben, welche es einzuhalten gilt, um ein perfektes Ergebnis zu erreichen.

Beispiele für Angaben auf dem Ticket:

  1. Name der Veranstaltung
  2. Künstler, Thema, Aussteller
  3. Preis
  4. Datum und Zeitraum / Geltungsdauer
  5. Uhrzeit des Veranstaltungsbeginns
  6. Ort
  7. Sitzplatzposition
  8. Name des örtlichen Veranstalters/Vereins

Design Tipps: Ebenen, Schatten und Schriften mit Photoshop

Schriften gestalten mit Photoshop

Wie einfach es ist, Schriften im Layout zu platzieren, zeigt dieses Youtube Video.

Objekte, Fotos und Grafiken freistellen

Das Ausschneiden von Grafiken und Objekten ist ein absolutes Basic in Photoshop. Wer noch nie Objekte freigestellt hat, der findet hier ein hilfreiches Tutorial.

Schwarz / weiß, Farben und mehr in den Korrekturebenen

Eintrittskarten sollen immer tolle Effekte haben, denn sie sind auch eine wertvolle Erinnerung für Besucher. Wie man Farben oder Schwarz / weiß Effekte korrekt anlegt, zeigt dieses Video.

Sicher vor unerlaubter Vervielfältigung

Veranstaltungstickets sind nur dann sinnvoll, wenn sie auch entwertet werden können. Als einfachste Lösung bietet sich hier eine simple Perforationslinie. So kann ein Teil des Tickets mühelos und sauber abgetrennt werden. Eine Perforation empfiehlt sich ab einer Grammatur von 135g/m², bei leichteren Papiersorten steigt die Gefahr, dass das Papier gänzlich reißt. So kann das Ticket nach Veranstaltungsbesuch als Erinnerung aufbewahrt werden. Eingefügt wird diese mittels einer gestrichelten Linie an der gewünschten Stelle. Sicherheitshalber sollte für Perforationsdaten ein eigenes, der gleichen Größe entsprechendes, Dokument erstellt werden, dessen Dateiname „Perforationsvorlage“ enthält. Als Dateiformat eignet sich PDF.

Außerdem bieten viele Dienstleister an, Drucksachen mit einer fortlaufenden Nummerierung zu versehen – dies schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen erscheint direkt auf dem Ticket auch die dazugehörige Rechnungsnummer, zum anderen versichert diese Nummer auch, dass kein Ticket zweimal existiert. Eine Hand voll Druckereien ermöglichen sogar die Einbeziehung eigener Nummern aus einer CSV-Datei.

Um eine Eintrittskarte aber wirklich nahezu fälschungssicher zu realisieren, ist aber einiges an Mehraufwand notwendig. Eine simple Perforation lässt sich einfach imitieren und deshalb gibt es vielfältige Möglichkeiten, ein Ticket vor unerlaubter Vervielfältigung zu schützen. Angefangen beim UV-Sicherheitslack, den die meisten Druckereien für genau solche Zwecke anbieten, über spezielles Papier, welches beispielsweise eine farbige Zwischenschicht beinhaltet und so bei der Kontrolle auffällt, bis hin zu Hologrammen und Prägungen. Hier sollte jedoch auch auf die richtige Relation zum Gesamtbudget geachtet werden. Oftmals genügt bereits eine ausgefallene Papiersorte, welche nicht in jeder Bürowarenabteilung zu finden ist, um Fälschern einen Riegel vor zu schieben.

Je aufwändiger eine Eintrittskarte im Druck ist, umso schwieriger wird es, sie zu kopieren. In Relation zur Sicherheit steigen aber auch die Herstellungskosten, und so gilt es, abzuschätzen, ob und welche Sicherheitsfeatures notwendig sind.

Ein Ticket für alle?

Bei größeren Veranstaltungen kann es vorkommen, dass eine einzige Version des Tickets nicht ausreicht und die Bedürfnisse der Besucher nicht ausreichend abdeckt. Gruppen-, Frei- oder VIP-Karten können die Antwort darauf sein. Diese können dazu beitragen, das Event für bestimmte Personengruppen noch attraktiver zu gestalten und ein größeres Publikum anzulocken. Des Weiteren bieten sich auch streng limitierte Eintrittskarten, welche einen Backstage Pass beinhalten oder mit anderen Events kombiniert werden können – wie beispielsweise eine kostenlose Anreise per Zug – an. Diese können sich an das Grunddesign der ursprünglichen Karte orientieren, aber zum Beispiel eine andere Farbgebung oder andere Muster sowie Sonderfarben (Gold, Silber) enthalten.

Die Vorteile eines Etikettendruckers

Oft ist bei Druckereien mit längeren Produktionszeiten zu rechnen, der persönliche Support ist nicht gegeben oder die Preise sind (gerade bei Kleinstauflagen) zu hoch. In dieser Situation ist ein eigener Etikettendrucker Gold wert. Abgesehen vom moderaten Anschaffungspreis, bietet dieser viele Vorteile gegenüber professionellen Druckdienstleistern. Der Weg vom Entwurf zur fertigen Karte wird merklich vereinfacht und geschieht in nur wenigen Schritten. Kleinere Mengen lassen sich dadurch kostengünstig und mühelos realisieren.

Der Größte Vorteil liegt aber bei der Wahl des Druckmaterials – dieses kann frei gewählt werden und unterliegt nicht den strikten Vorgaben der Druckereien. In puncto Farb- und Druckqualität spielen Etikettendrucker auf hohem Niveau und stehen den professionellen Druckereien nahezu ebenbürtig gegenüber. Zwar bieten sie keine Finishing- und Perforationsmöglichkeiten, diese können aber in einem weiteren Schritt – per Hand oder einem Perforiergerät – kompensiert werden.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass kreatives Gestalten von Eintrittskarten mit heutigen Mitteln selbst für Amateure zu bewerkstelligen ist – sofern die Druckvorgaben berücksichtigt werden. Wichtig ist es, das Zielpublikum zu erreichen und das Ticket immer auch als Blickfang und Aushängeschild für das Event im Hinterkopf zu behalten. Sicherheitsmerkmale ergeben nur dann Sinn, wenn der Mehraufwand gerechtfertigt ist und die Kosten das Budget nicht sprengen.

Ein eigener Etikettendrucker kann durchaus zu enormen Kosteneinsparungen führen, sofern häufig diverse Kleinauflagen und Layouts in kurzer Zeit realisiert werden sollen.

Beispiele und weiterführende Links: