Web 2.0 & Social Media: Reichweite für Firmen (Beispiel ASOS & ZARA)

Das World Wide Web hat sich weiterentwickelt. Es wurde schrittweise von der reinen Informations-Plattform zur „Mitmach-Plattform“, das heißt zur multimedialen Kommunikationsplattform. Diesen Wandel hin zum gestalterischen Web mit User Generated Contents bezeichnet man heute allgemein mit dem Begriff Web 2.0. Dieser User Generated Content macht dieses neue Web aus. Sprich, Internetnutzer produzieren und reproduzieren Inhalte des Webs selbst. Dadurch ermöglichen die Funktionen des Web 2.0 die aktive Teilnahme der Nutzer am Internetgeschehen und deren Inhalt. Das eindimensionale Sender/Empfänger-Modell ist nicht mehr aktuell. Zum ersten Mal überhaupt kann jeder User sowohl Nachrichtenempfänger als auch deren Sender sein. Ein globaler, weitestgehend freier Meinungsaustausch. Welches Potenzial noch im neuen Web 2.0 steckt, zeigen die zahlreichen Präsentationsmöglichkeiten, die enormen Reichweiten und der Einfluss auf Gesellschaft und Individuen, deren Markenbindung und Kaufentscheidungen. Mehr Tipps gibt es im Social Media Blog oder kostenlos in meinem Social Media Marketing Guide.

Mehr zum Thema finden Sie im Online Kurs Facebook Marketing oder im Blog meiner Social Media Marketing Agentur.

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Was bringen die Änderungen mit sich?

User Generated Content und Unternehmen im Web 2.0

Die nächste Entwicklungsstufe brachten die sozialen Netzwerke. Vorreiter wie Facebook, Youtube und Twitter. Und natürlich – und nicht zu vergessen – Vorläufer wie Amazon, Ebay oder AOL, die Bewertungsmöglichkeiten boten, Nutzerprofile, interne Nachrichten (Instant Messaging), usw. Natürlich haben viele Unternehmen das Potenzial des Social Webs erkannt. Doch im Gegensatz zu den bisher statischen Webangeboten müssen sie sich als Modelabel den Fragen der Kunden im Social Web stellen – manchmal auch deren Angriffen. Es geht nicht länger nur darum die eigene Marke durch Werbung ins rechte Licht zu rücken. Kommentare, Diskussionen aber auch Antworten gehören heute zum Auftritt eines jeden Unternehmens und sind nicht planbar.

Das klingt zunächst nach einem Mehraufwand, doch bietet das Social Web für Firmen die Chance, sich mit ihrer Community auszutauschen und sich von ihren Ideen inspirieren zu lassen. Der Dialog mit Kunden in Service und in der Markenkommunikation lässt sich intensivieren. Kommentare und Meinungen von Nutzern können Unternehmen in nahezu jeden Schritt ihrer Wertschöpfungskette unterstützen, bspw. durch Produktvorschläge. Aber auch im klassischen Onlineshop helfen die Nutzer, beispielsweise durch Ergänzung von Produktinformationen und Bewertungen. Oft beschränkt sich Onlinemarketing in Unternehmen noch meist auf E-Mail Marketing und klassische Bannerwerbung. Dabei bietet das Web 2.0, das Social Web, wie beschrieben, weitaus mehr Möglichkeiten – unter anderen Social Media Marketing.

Vorreiter im Web 2.0 und in den sozialen Medien – Beispiel ASOS & ZARA

Vorreiter zeigen, wie interessant die aktive Nutzung sozialer Netzwerke für Unternehmen sein kann. Eines der weltweit größten Modehäuser Asos, hat zurzeit allein in Deutschland 3,3 Millionen Fans auf Facebook und nutzt die Plattform fast täglich, um mit Nutzern durch hochwertige Inhalte zu interagieren. Dabei setzt Asos auf Multi-Channel-Management zwischen seinen verschiedenen Netzwerken. Neben Facebook agiert Asos aktiv in sechs weiteren Plattformen: Twitter, Pinterest, Tumblr, Google+, Youtube und Instagram. Asos differenziert sich sogar innerhalb seiner sozialen Netzwerke. Im Blogging-Netzwerk Tumblr gibt es gleich zwei Kanäle. Der eine Blog speziell auf Männer zugeschnitten, der andere richtet sich im Besonderen an Frauen. Durch die differenzierte Contentstrategie schafft es Asos Zielgruppen ganz individuell anzusprechen. Von der großen Masse auf Facebook bishin zum Tumblr Blog für alternativere Leser. Beide Blogs werden ständig von Mitarbeitern betreut und ebenfalls mit qualitativ hochwertigen Contents bestückt.

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Wie solche hochwertigen Contents aussehen können, kann man auch sehr gut bei Zara sehen. Zara vereint weltweit über 21 Millionen Fans auf Facebook. Neben aktuellen Infos und Diskussionen zu Produkten und der Welt um den Modehändler gibt es zahlreiche Verlinkungen zu anderen Kanälen des Social Media Modeunternehmens. Zara agiert dabei schlau als Modehändler und nutzt bpsw. Fotoalben die exklusive Modestücke zeigen, noch bevor sie in den Handel kommen. Durch die regelmäßige Veröffentlichung neuer, noch exklusiver Modestücke sorgt Zara für interessante, für viele relevante Informationen und damit für wiederkehrende User. Auch Zara betreibt aktives Multi-Channel-Management. Der Klick auf den Youtube-Button führt direkt zu weiteren exklusiven Contents ( „Behind the Scenes“ Videos). Neben Bild- und Videocontents verbreitet das Modeunternehmen Textmeldungen via Twitter. Hier finden die Nutzer Livestreams und Feeds, so zum Beispiel Live von allen Fashionweeks.

Fazit: Chance und Gefahren für Unternehmen im Web 2.0 und in sozialen Netzwerken

An diesen Best Practice Beispielen sieht man, wie sinnvoll einzelne Kanäle untereinander verbunden werden können. Ebenso steigt die Markenbindung durch die verstärkte Interaktion mit dem Nutzer. Ist eine Werbebotschaft im Internet nicht ausreichend durch Feedback der Nutzer fundiert, verliert sie schnell an Wirkung. Hier haben Modeunternehmen den Vorteil, mit ot exklusiven Contents zu arbeiten – bzw. arbeiten zu können. Genauso wichtig ist es aber, kanalübergreifend zu agieren, um so viel Reichweite wie möglich zu generieren. So gestalten sich Markenauftritte aus Unternehmenssicht ganz neu.

Lesen Sie hier Teil 2:
5 Tipps zur Steigerung der Reichweite für Social Media Manager – Kreativität, Influencer, Content

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