Viva la Revolution! Das Sender / Empfänger Modell im Web 2.0 & Social Media

Der Titel „Viva la Revolution“ beschreibt die Veränderung, die wir in der Kommunikationswelt durch das Web 2.0 erfahren haben. Kommentare, Empfehlungen und Shitstorms gehören für Unternehmen und Marketingabteilungen in der ganzen Welt, zum Alltag. Willkommen im neuen Web, der „Mitmach-Plattform“ für „Jedermann“. Ich will heute einen kleinen Blick auf die Veränderungen der letzten Jahre werfen. Das World Wide Web hat sich weiterentwickelt. Es wurde schrittweise von der reinen Informations-Plattform zur „Mitmach-Plattform“, das heißt zur multimedialen Kommunikationsplattform. Diesen Wandel hin zum gestalterischen Web mit User Generated Contents bezeichnet man heute in der Medienwelt, allgemein mit dem Begriff Web 2.0. User Generated Content, Inhalte von “Jedermann”, machen das Web heute aus. Internetnutzer produzieren und reproduzieren Inhalte des Webs eigenständig. Die Funktionen des Web 2.0 ermöglichen die aktive Teilnahme der Nutzer am Internet Geschehen und dessen Inhalten.

Mehr zum Thema? Lesen Sie hier meinen neuen Blogbeitrag zum Thema Best Practice: Social Media Marketing auf Social Media One.

Jeder wird zum Sender: Relevanz und virale Effekte

Wenn viele Menschen ein Thema wichtig finden, gewinnt es an Relevanz. Ganz ohne aufwendig organisierte Demonstrationen. Über Nacht schaffen es Themen zu weltweiter Relevanz. Das zuvor immer eindimensionale gewesene Sender/Empfänger-Modell ist heute nicht mehr ganz aktuell. Zugegeben, letztendlich entscheiden die Inhaber der Netzwerke, welche Inhalte gezeigt werden. Auch Staaten, die Kommunikationsmittel einschränken wollen. Im Prinzip ist es aber so, dass zum ersten Mal überhaupt, jeder User sowohl Nachrichtenempfänger als auch deren Sender sein.

Stop.

Das ist eine echte Revolution der Medien!

Ein globaler, weitestgehend freier Meinungsaustausch. Unser heutiges Web hat enormes Einflusspotenzial, durch extrem hohe Reichweiten, Viralität und den dadurch resultierenden Einfluss auf Teile der Gesellschaft, auf Individuen, deren Meinungsbildung und Kaufentscheidung. Werfen wir einen genaueren Blick auf die Grundlagen der modernen Informationsgesellschaft.

User Generated Content und Unternehmen im Web 2.0

Wer hat das “Web 2.0” in seinen Beginnen vorangebracht? Facebook, Youtube und Twitter? Die Grundlagen des Webs bestanden schon immer auf Informationsaustausch. Die ersten Computer standen in Universitäten, Regierungsorganisationen und Forschungsinstituten. Bis das Web überhaupt bei vielen ankam, war es ein langer Weg. Den ersten, wirklichen, massenhaften User Generated Content produzierten aber nicht die sozialen Netzwerke, sondern Urgesteine und Vorläufer wie Amazon, Ebay oder AOL. Sie boten zum ersten Mal Bewertungsmöglichkeiten, Nutzerprofile, interne Nachrichten (Instant Messaging), usw.

Das selbe Prinzip finden wir heute in den sozialen Netzwerken. Das Social Web wird bestimmt von Usern und User Generated Contents. Anbieter von sozialen Netzwerken produzieren selbst keine Inhalte mehr sie stellen nur noch die Plattform zu Verfügnung. Die Inhalte, Bewertungen und Diskussionen kommen einzig von den Usern. Der große Erfolg von sozialen Netzwerken zeigt, wie relevant sie für die Nutzer geworden sind. Heute sind Social Networks ein “Must Have”.

Kommentare, Empfehlungen und Shitstorms! Willkommen im neuen Web

Natürlich haben viele Unternehmen das Potenzial des Social Webs erkannt. Doch im Gegensatz zu den bisher statischen Web Angeboten, müssen Sie sich nun den Fragen der Kunden im Social Web stellen. Ja, manchmal auch deren Angriffen. Es geht nicht länger mehr nur darum, die eigene Marke durch Werbung ins rechte Licht zu rücken. Die Zeiten der klassischen PR sind vorbei. Nicht planbare Kommentare, Diskussionen aber auch Antworten gehören heute zum Auftritt eines jeden Unternehmens. Das klingt zunächst nach einem Mehraufwand, doch bietet das Social Web für Firmen die Chance, sich mit Ihrer Community direkt auszutauschen. Sie können sich von positiven und negativen Aspekten zu neuen Ideen inspirieren lassen. Direktes Feedback von Kunden, ohne Barrieren. Ein echter Gewinn, denn der Dialog mit Kunden in Service und in der Markenkommunikation lässt sich intensivieren. Kunden fühlen sich wertgeschätzt und Informationen können schnell kommuniziert werden. Kommentare und Meinungen von Nutzern können Unternehmen in nahezu jeden Schritt ihrer Wertschöpfungskette unterstützen, bspw. durch Produktvorschläge. Aber auch im klassischen Onlineshop helfen die Nutzer, beispielsweise durch Ergänzung von Produktinformationen und Bewertungen. Oft beschränkt sich Onlinemarketing in Unternehmen noch meist auf E-Mail Marketing und klassische Bannerwerbung. Dabei bietet das Web 2.0, das Social Web, wie beschrieben, weitaus mehr Möglichkeiten. Video Marketing, Advertising oder auch neue Formen wie Influencer Marketing.

Mehr zum Thema? Lesen Sie hier meinen neuen Blogbeitrag zum Thema Best Practice: Social Media Marketing.