Social Media Manager – Management und Online Marketing

Der Takt von Entwicklung und Gesellschaft steigt. Das Web entwickelt sich zum Leitmedium. Dank sozialer Netzwerke nicht nur für Informationen, sondern auch für Medien, Meinung und soziale Bindungen. Das Social Web wird bestimmt von Usern und User Generated Contents. Netzwerke und einzelne Fanpages werden vom Sender zum Moderator und stellen nur noch die Plattform zur Bewertung und Diskussion. So messen Social Media Manager der Erfolg von Kampagnen.

Mehr zum Thema finden Sie im Online Kurs Facebook Marketing oder im Blog meiner Social Media Marketing Agentur.

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Social

Multi-Channel-Management und zielgruppen-, bzw. themenspezifische Differenzierung der Inhalte gewinnen an Bedeutung für Social Media Manager. Die Verknüpfung und Vernetzung der eigenen Medien ist wichtig. Für den User ist jede neue Welt stets nur einen Mausklick entfernt. Wenn es um Inhalte in sozialen Netzwerken geht spielt ‚das Besondere‘ eine zentrale Rolle. Für Modeunternehmen bieten sich dabei als Trendsetter exklusive Blicke hinter die Kulissen an. Heute wollen wir ein paar Basics klären! Wichtige Fragen die einem im Agentur-Alltag als Social Media Manager oft über den Weg laufen:

  1. Was ist Social Media Marketing? Was machen Social Media Manager?
  2. Was sind soziale Netzwerke? Wie funktionieren soziale Netzwerke?
  3. Die 5 Leitregeln für Marketingaktivitäten im sozialen Medien
  4. Social Media Manager und ihre Ziele im Online Marketing
  5. Fazit – Gute Inhalte aktivieren Nutzer in sozialen Medien zur Interaktion

Was ist Social Media Marketing? Was machen Social Media Manager?

Social Media Marketing ist ein spezielles Instrument im Marketingmix. Um den Begriff einzugrenzen werde ich zunächst Begriff, Konzept, Reichweite und Metering besprochen. Mit dieser Grundlage wird im Anschluss auf die Relevanz von Social Media Marketing für Unternehmen eingegangen. Den Abschluss bilden weitere Best Practices die verdeutlichen, wie Social Media Marketing in Unternehmen betrieben werden kann um die gewünschte Interaktionswahrscheinlichkeit mit dem Kunden zu erhöhen.

Grundsätzlich basiert Social Media Management auf der Tragweite und Effektivität viraler Effekte. Um im Social Web als glaubwürdiger Gesprächspartner von Nutzern wahrgenommen zu werden, ist es wichtig langfristige Strategien zu verfolgen, Ziele zu definieren und sie dann auch konsequent zu verfolgen. Dadurch lassen sich Werbebotschaften erfolgreich platzieren und die Markenpositionierung festigen. Um diese Schritte zu gehen und festzulegen, ist es wichtig, eine Vorstellung von Social Media Marketing und den Dynamiken im Social Web zu haben.

Aus technischer Perspektive nutzen Social Media Manager Funktionen des Web 2.0 für Werbe- und Marketingzwecke. Einfach ausgedrückt, erst Programmcodes aus HTML, Java, uvm. ermöglichen Kommunikation und Datenaustsch untereinander. Dabei bewegt sich Social Media Management auf Plattformen wie Facebook, Vimeo, Tumblr, Twitter oder auch Snapchat. Die Einsatzmöglichkeiten von Aktionen in sozialen Netzwerken sind und je nach Netzwerk (und bestimmter Zielgruppe) sehr vielfältig.

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Was sind soziale Netzwerke? Wie funktionieren soziale Netzwerke?

Prominenteste Beispiele für Netzwerke im Social Web sind meist die „klassischen“ soziale Netzwerke. Doch gibt es neben ihnen viel Neues, unter anderen Video- und Musikplattformen, Eventcommunities, Blogsysteme, Mircoblogs, Fotocommunities, uvm. Alle Möglichkeiten des Social Webs ausführlich zu benennen wäre für den Umfang dieses Buches etwas zu viel. Betrachtet werden sollen deshalb die Bereiche des Social Webs die für Unternehmen bisher die meiste Relevanz aufweisen.

Dafür habe ich auch eine eigene Auswertung zu den Social Media Aktivitäten der 20 führenden deutschen Modeunternehmen angefertigt. Grundlage zur Bestimmung der Relevanz von Social Media Management sind aber vor allen recherchierte Statistiken, in Kombination mit Inhalten aus zuvor durchgeführten Experteninterviews – ja, für meinen Blog gebe ich mir große Mühe!

Um zunächst die Potenziale der einzelnen Netzwerke zu bestimmen, hilft ua. eine Studie des Deutschen Instituts für Marketing (DIM): Befragt wurden ausschließlich deutsche Unternehmen. 71,8% der Unternehmen verwenden soziale Netzwerke, jeweils 45,1% bzw. 45,0% sind aktiv im Multimedia-Content-Sharing und Microblogging (Vimeo, Youtube, Tumblr, Twitter, …). Ein kurzer Exkurs: Multimedia-Content-Sharing erlaubt es den Nutzern Medien auf Server zu speichern und anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Bekannteste Vertreter sind hier Youtube für Videos oder Soundcloud für Audiodateien. Bekanntester Microblogger ist Twitter. Im Gegensatz zu traditionellen Blogs ist die Menge der Zeichen in Twitter auf 140 begrenzt. Diese Microblogs können andere User abonnieren oder weiterverbreiten (Retweet).

„Klassische“ soziale Netzwerke haben aber nach wie vor das größte Publikum im Internet. Damit auch die höchste Reichweite für Werbe- und Marketingbotschaften der Modeunternehmen. Interaktion ist das A und O. Durch die verstärkende Kraft von Interaktionen (Kommentierung, Gefallen, usw.), steigt die relative Reichweite enorm. Deshalb sind soziale Netzwerke für Unternehmen im Allgemeinen besonders interessant in Punkto Onlinemarketing.

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5 Leitregeln für Marketingaktivitäten im sozialen Medien

Wie Social Media Manager Aktionen kanalübergreifend organisieren können (Multi-Channel-Management), zeigen die von Bhargava (2010) aufgestellten fünf Leitregeln für Marketingaktivitäten im Social Web:

  1. Erschaffe begeisternde Inhalte
    Anmerkung: Es gibt Millionen Möglichkeiten. Essenziell ist aber eine Botschaft die Emotionen mit sich trägt. Einfach sind Ereignisse: Neues vom Store, vom Team, Reisen, usw.
  2. Erleichtere das Teilen deiner Inhalte
    Anmerkung: User sollen die Message teilen? Verwenden Sie visuelle Elemente wie Grafiken, Fotos und Videomaterial. Je einfacher die Botschaft gestaltet ist, desto eher wird geteilt.
  3. Belohne deine Nutzer
    Anmerkung: Ob durch exklusives Videomaterial oder Rabatte beim Shopping, geben Sie Ihren Usern persönlich Mehrwert – dazu später mehr im Best Practice „Schüler“-Beispiel des britischen Modehändlers Topshop
  4. Teile deine Inhalte aktiv
    Anmerkung: Oft generiert schon das eigene Netzwerk einen wirkungsvollen Ausgangspunkt für Messages. Ob in den sozialen Netzwerken, der eigenen Website, Onlineshop, bei befreundeten Agenturen oder im Freundeskreis. Teilen Sie Ihre Botschaft mit verschiedenen Multiplikatoren.
  5. Ermutige zum Einbinden deiner Inhalte
    Anmerkung: User daran zu erinnern Postings zu teilen ist sehr effektiv – warum auch nicht? Bei der täglich steigenden Anzahl von Statusupdates verschiedener Gruppen, Unternehmen un Fanpages in Userprofilen, erinnert ein Hinweis die Nutzer daran jetzt aktiv zu werden. So wie: „Die neue Kollektion… die ersten exklusiven Bilder!“, „Teil sie gleich mit deinen Freunden“.

Die fünf Leitregeln verdeutlichen wie der Job eines Social Media Managers funktioniert. Im Social Media Marketing geht es darum für Nutzer Mehrwert zu generieren, Content benutzerfreundlich aufzuarbeiten und letztendlich kundenorientiert zu denken und zu handeln.

Social Media Manager und ihre Ziele im Online Marketing

Das Konzept von Social Media Marketing verfolgen vor allen große Unternehmen. Eines der bekanntesten Beispiele für Marketing in sozialen Netzwerken, auch in vermeintlichen Krisensituationen, stammt vom Versandhändler Otto. Die Otto Group, eines der zehn größten deutschen Familienunternehmen, war schon früh aktiv in sozialen Netzwerken. Otto hat seine Community stetig ausgebaut, von 210.000 Fans (2011) auf aktuell 680.000 (2014). Das liegt bei Betrachtung der aktuellen Social Media Kanäle nicht nur an hochwertigen Contents, sondern auch an geschickter und ausführlicher Kommunikation.

Beispiel Otto & Viralität – Erfolgreiches Social Media Management muss nicht 100% geplant sein, aber geschickt gemacht

Für das erste Facebook Kanaldesign veranstaltete Otto einen Aufruf. Jeder Nutzer durfte teilnehmen und mit abstimmen. Ziel war es die Schwarmintelligenz zu nutzen und dank der Community ein passendes Gesicht für den neuen Facebook Kanal zu finden. Das professionelle Fotoshooting gewann aber kein typisches Model, sondern ein mit Minirock und Perücke verkleideter junger Mann, der unter dem Namen „Brigitte“ teilnahm. Während der Aktion stimmten mehr als 23.000 User für ihn und machten „Brigitte“ so zum Gewinner des Wettbewerbs. Otto verweigerte sich nicht. Wenige Wochen später veranstalteten sie das versprochenen Fotoshooting – mit dem jungen Mann in Minirock und Perücke. Mehrere Wochen war er das Onlinewerbegesicht für Ottos Facebook Fanpage. Damit reagierte Otto geschickt und fand in Folge viel positive Berichterstattung in den Medien.

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Deshalb, auch in Krisensituationen ruhig bleiben, reflektieren und die möglichen Optionen angehen. Existieren Kritiken nur vereinzelt, können seriöse Dialoge die Glaubhaftigkeit und Reputation ebenso befördern wie positives Feedback. Anhand des Beispiels wird deutlich, dass kommunikativer Kontrollverlust durch die nahezu uneingeschränkte Meinungsäußerungsmöglichkeit in sozialen Medien positiv entgegengetreten werden sollte. Wie das Beispiel der Otto Group zeigt, sollten negative oder unangenehme Kommentare nicht ignoriert oder gar löscht sondern angegangen werden.

Fazit – Gute Inhalte aktivieren Nutzer in sozialen Medien zur Interaktion

Hier zeigt sich auch die veränderte Rolle des Konsumenten zum Prosument. Durch soziale Netzwerke haben Nutzer nun also die Macht, Geschäftsprozesse in Unternehmen aktiv mitzugestalten. Sogar wenn Sie als Unternehmen nicht aktiv sind, gibt es unzählige Plattformen in denen über Sie diskutiert wird. Lesen Sie hier weiter: Societing – Verbesserung durch Kundenfeedback in sozialen Netzwerken.

Mehr Tipps gibt es im Social Media Blog oder kostenlos in meinem Social Media Marketing Guide.

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