Model werden – Fotografen anschreiben und Testshootings organisieren

Heute will ich dir erklären, wie du als Model an gutes Fotomaterial kommst. Als Modelagent kommen viele Fragen auf mich zu. Fangen wir ganz grundsätzlich an: Was ist ein Testshooting? Als Testshootings werden nicht bezahlte Fotoarbeiten bezeichnet. In Deutschland heißen Testshootings auch TFP (time for print). Der Begriff wir allerdings eher im Amateurbereich verwendet, international machst du Tests. Was heißt das? Sowohl Fotograf, als auch Visagistin und Model arbeiten ohne Vergütung, um die Fotoaufnahmen für das eigene Book nutzen zu können. Hier können Fotografen und Models Aufnahmen machen, die ihnen im eigenen Portfolio noch fehlen. Mit neuen Aufnahmen, gewinnst du neue Kunden. Du willst in eine der top Modelagenturen? Bestell dir mein Buch auf Amazon!

Redaktionelles Foto © kiuikson – fotolia.com

 

 

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Warum sind Testshootings mit Fotografen für Models so wichtig?

Testshootings sind essentiell für New Faces, da sie dir das erste professionelle Bildmaterial für das Model bieten. Wenn ein Model kein Bildmaterial hat, dann kann es nicht verbucht werden und steigert nicht seinen Marktwert. Deine Sedcard füllt sich nach und nach mit guten und vor allem abwechslungsreichen Aufnahmen. Dabei gibt es schon kleine Tipps die dir helfen. Zwei besonders wichtige Bereiche schauen wir uns jetzt genauern an. Zum einen ist es für dich sehr wichtige Fotografen zu überzeugen mit dir zu shooten. Wie bei Modelagenturen, bekommen auch sie viele Anfragen. Wenn du Engagement zeigt und dir vorher Gedanken über dein Testshooting machst, steigen die Chancen auf gute Fotografen für deine Modelmappe. Zum anderen bist du als New Face mit Sicherheit aufgeregt vor deinen ersten Testshootings. Am Anfang weißt du noch nicht so richtig, was du machen sollst.

Das A&O für gute Shootings: Du musst den Fotografen überzeugen

Um an neue Testshootings zu kommen, musst du Fotografen zu allererst von dir und deiner Idee überzeugen. Dein Ziel muss es sein, mit jedem Shooting bessere Fotografen zu bekommen. Bessere Fotografen, das heißt automatisch, dass du im Zugzwang bist. Das Portfolio des Fotografen ist schon wesentlich voller als deines, er oder sie hat mit Sicherheit schon erste Kunden und natürlich viel Erfahrung. Je höher dein Anspruch an neues Fotomaterial wird, desto höher wird die Qualität der Fotografen. Deshalb musst du den Fotografen überzeugen. Dabei hilft dir eine gute Vorbereitung auf den Test.

  1. Welche Art von Fotos brauche ich? (Sport, Fashion, Lifestyle, Commercial, Family, …)
  2. Welches Styling werde ich am Set haben? (Marken, Farben, Formen, …)
  3. Welche Location bietet sich in der Nähe an? (Umgebung, Licht, Genehmigung, …)

Wichtig: Es geht in erster Linie nicht um dich! Du trittst auf den Fotografen zu, das heißt, du musst auch kleine Abstriche machen. Auch wenn du eine Visa vor Ort hat, wird sie ein paar Ideen unterstützen und mache nicht. Ein Testshooting sollte immer die Fotointeresen aller Beteiligten berücksichtigen. All das, könnt ihr aber noch besprechen.

E-Mail Anschreiben und Moods für dein Testshooting

Zuerst schreibst du eine freundliche, kurze und gut strukturierte E-Mail mit Moods, um den Fotografen dein Konzept vorzustellen. Deine E-Mail beinhaltet dabei all deine Gedanken in Kurzform (Stil, Styling, Location). Außerdem sammelst du Fotos (Moods), die deinen Vorstellung entsprechen. Wenn du Photoshop beherrscht, kannst du dir selbst eine kleine Kollage erstellen. Es reicht aber auch, wenn du deine Moods als E-Mail Anhang schickst. Achte aber darauf, das du je Thema (Stil, Styling, Location) nur maximal zwei oder drei Bilder in den Anhang legst.

Jetzt machst du dich auf die Suche nach guten Fotografen in der Nähe. Dafür reicht es oft, wenn du in Suchmaschinen wie Google nach “Fotograf Berlin”, “Fotograf München”, etc. sucht. Natürlich kannst du auch auf Instagram schauen oder in Facebook Gruppen zum Thema Modeln. Schreib am besten jeden Fotografen einzeln, dann kannst du auch mit einem Satz darauf eingehen, warum du gern mit ihr oder ihm shooten wollen würdest. Das macht die E-Mail gleich viel persönlicher.

  1. Kurze E-Mail mit maximal 100 Wörtern
  2. Beginne mit einer persönlichen Ansprache wie “Liebe Katharina, …”
  3. Beschreibe dein Konzept, das Styling, die Location
  4. Erkläre warum du sie oder er ihn ausgesucht hast
  5. Suche im Web nach Moods, die dem Fotografen, zur Orientierung, deine Gedanken in Fotos zeigen
  6. Sende im Anhang max 3 Fotos je Thema
  7. Sende die E-Mail einzeln an jeden Fotografen (kein CC oder BCC)

Warum ist das so wichtig? Viele Models denken bei der Fotografensuche nur an sich. Jeder gute Fotograf wird dir nicht auf eine “lieblose” E-Mail antworten. Wenn du aber zeigst, dass du dich mit seiner oder ihrer Arbeit beschäftigt hast und auch ein klares Konzept vom Shooting hast, steigt die Chance, dass du eine positive Antwort der Fotografen bekommst!

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