Modeindustrie – Mode zwischen Prêt-à-Porter und Haute Couture

Mode dient der Definition von Gruppen. Durch Zusammenschlüsse aber auch durch deren Ablehnung. Mode ist aber auch Mittel für innere Impulse. Will ein Individuum auffallen, wird es subjektiv auffällige Mode wählen um sich dadurch auszudrücken. Mode also auch die Persönlichkeitsdarstellung in einem akzeptieren Rahmen. Doch trotz aller Individualisierung bleibt Mode etwas kollektives. Wenn Mode die Gesellschaft auch spaltet. Auf den Fashion Weeks in den Metropolen dieser Welt, zwischen New York, Paris und Tokio werden edle Stücke (‚Haute Couture‘) gezeigt. Während in der Innenstadt Ware von der Stande (‚Prêt-à-Porter‘) präsentiert wird. Im Cocaine Models Blog findest du alles wichtige zu Haute Couture & Pret-a-Porter.

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Modeindustrie – Boutique gegen Modehäuser und Modeketten

Aus produkttechnischer Perspektive können Modeunternehmen grundsätzliche in drei Genres unterteilt werden. Um alle individuellen Bedürfnisse zu befriedigen hat sich auch die Modeindustrie diversifiziert. Verschiedene Label agieren in verschiedenen Genres um ihr Klientel zu finden. Sie sprechen unterschiedliche Schichten und Gruppen der Gesellschaft an – ein Aspekt wird im späteren Zielgruppentargeting noch eine große Rolle spielen.

Prêt-à-Porter und Haute Couture – So unterscheidet man die Modeklassen

Zunächst gibt es die Marken im niedrigen Genre, sie setzen auf die reine Masse. Durch Einkäufe in großen Stückzahlen zu niedrigen Preisen bei meist minderwertiger Qualität. So gewährleisten sie ständig neue Ware und den schon oft genannten ständigen Wandel – Modeunternehmen im niedrigen Genre wollen keine Kleidungsstücke herstellen, die der Kunde ewig trägt oder im Schrank behält. Für Modelabels im niedrigen Genre bietet das Social Web mit seinem ständigen Wandel deshalb eine optimale Promotion Plattform.

Labels im mittleren Genre legen ihre Preise höher an. Für kleinere Unternehmen lohnt sich Massenproduktion nicht. Sie verkaufen sich durch Werbemaßnahmen, limitierte Stückzahlen oder individuellere Designs. Die Verarbeitung der Kleidung ist gut. Teilweise werden hochwertige Stoffe und Materialien verwendet. Basics hingegen können auch von Labels im mittleren Genre zu erschwinglichen Preisen angeboten werden. Labels des mittleren Genres werden später den Großteil der Best Practice Beispiele ausmachen. Das gehobene Genre bildet die dritte Stufe der Modelabels – die Top-Labels und oft auch kreativen Vorreiter wie zuvor beschrieben. Sie setzen Maßstäbe, mit gehobenen Qualitätsstandards die bis hin zur Haute Couture reichen. Exklusivität, Qualität, Verarbeitung und innovative Ideen heben den Preis dieser gehobenen Modestücke. Kunden des gehobenen Genres müssen deshalb, wie in Kap 3.1.3 erläutert, wohlhabend sein.
Große Marken vereinen mittlerweile Millionen Fans auf Facebook. Allein die Top 3 der deutschen Modeeinzelhändler (Otto Group, H&M sowie C&A) vereinen 22 Millionen Facebook Nutzer. Das sind 22 Millionen stetige Erstkontakte. Jede Interaktion (Like, Share, Tweet, …) erhöht die Reichweite noch einmal enorm.

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Keyfacts der Modeindustrie

  1. Mode ist Mode wenn Sie die Andersartigkeit zu zweckmäßiger Kleidung glaubwürdig präsentiert.
  2. Mode dient der Definition von Gruppen. Sie vergesellschaftet Gruppen, führt dadurch aber auch zur Abgrenzung und Differenzierung.
  3. Trends verlagern sich. Sie beginnen meist in höheren (Klassen und) Schichten und sickern nach unten durch.

Mode an sich ist ein wirtschaftliches Gut. Ergo, repräsentiert sie die wirtschaftliche Lage ihres Besitzers. Unter anderen deshalb gilt es zielgruppenrelevante Trendsetter auszumachen.
Vergesellschaftung von Gruppen schafft gemeinsame Werte.